Fahrradbekleidung: Ein umfassender Leitfaden

Für jede Sportart gibt es spezifische Kleidung, auch für das Fahrradfahren ist dies der Fall. Die richtige Fahrradbekleidung kann dabei das Erlebnis Radfahren positiv verändern. Wie bei jeder Sportkleidung hat auch die Fahrradbekleidung bestimmte Ansprüche zu erfüllen und Extremsituationen auszuhalten.

Fahrradhosen im Fokus

Da man sich über Geschmäcker bekanntlich streiten kann, steht die Funktion einer Fahrradhose im Fokus. Hierbei unterscheiden wir unterschiedliche Einsatzgebiete. Auf dem Rennrad kommt eine andere Hose zum Einsatz als auf dem MTB. Damenhosen unterscheiden sich in der Breite und Form des Sitzpolsters, bedingt durch anatomische Unterschiede.

Regenhosen für den Alltag

Wer mit dem Fahrrad trockenen Fußes ins Büro oder zur Uni fahren möchte, für den reichen einfache Regenhosen zum Drüberziehen. Eine besondere Polsterung ist nicht erforderlich und wäre auch nur störend. Die Regenhose sollte immer ausreichend groß sein, so kann man sie über eine normale Hose ziehen. Wichtig ist dabei, dass auch die Füße, im Idealfall inkl. Schuhe, durch den Bund vom Bein gehen. Hierzu hat es sich etabliert, dass der Bund am Fuß mittels Reißverschluss oder Klettverschluss zu öffnen ist.

Auf eigene Taschen kann man bei der einfachen Fahrrad Regenhose verzichten. Hier sind zwar Eingriffe an der Stelle wo eine Tasche wäre, diese sind jedoch nur dafür da, um an die Tasche der eigentlichen Hose unter der Regenhose zu kommen. Wichtig ist dabei, dass man diese Eingriffe trotzdem verschließen kann, mittels Klettverschluss oder die Öffnung sich so überlappt, dass kein Regen durch diese Öffnung fließen kann. Die Überziehhose stellt die einfachste Art der Regenhose dar.

Anspruchsvollere Regenhosen

Etwas anspruchsvoller wird es, wenn die Regenhose die normale Hose ersetzen soll. Anders sieht dies aus, wenn man längere Strecken fährt. Auf dem Rennrad, dem Mountainbike oder Trekkingrad kann eine Fahrradhose mit einem Sitzpolster den Fahrkomfort wesentlich fördern. Ein Sitzpolster entlastet dabei die Belastung vom Fahrradsattel auf die Sitzknochen am Hintern und lässt den Radfahrer in der Regel länger im Sattel sitzen. Hierbei handelt es sich dann um eine richtige Fahrradhose und nicht um eine Regenhose.

Männer und Frauen haben dabei anatomische Unterschiede, die auch bei der Fahrradhose und beim Sitzpolster eine Rolle spielen. Durch den unterschiedlichen Aufbau vom Becken sollte Frau sich immer eine Fahrradhose für Damen zulegen. Im Sommer fährt es sich mit kurzen Fahrradhosen sehr gut, die Belüftung funktioniert und der Fahrtwind kann dabei die Verdunstung unterstützen. In den kälteren Monaten kann man durchaus auf Dreiviertel-Hosen oder lange Fahrradhosen zurückgreifen. Die Fahrradbekleidung für Herren und Damen unterscheiden sich lediglich bei der Form und bei den Farben. Wie bereits erwähnt, ist das Sitzpolster ist bei Frauen aufgrund der Anatomie etwas anders aufgebaut.

Weitere wichtige Aspekte von Fahrradbekleidung

Da Fahrradhosen nicht nur den Hintern vor unangenehmen Druckstellen und Schmerzen schützen sollen, ist auch der Wärmeerhalt und in den Sommermonaten der UV-Schutz eine wichtige Aufgabe. Fahrradhandschuhe schützen nicht nur vor Kälte, gepolsterte Handschuhe entlasten die Handballen und können so ebenfalls wie gepolsterte Fahrradhosen das Fahrgefühl und den Komfort beim Fahrradfahren steigern. In der Kombination mit den richtigen Handgriffen schützen die Fahrradhandschuhe auch vor dem Einschlafen der Hände.

Im Winter und in den kalten Monaten suchen die meisten Fahrradfahrer Fahrradhandschuhe, die wärmen und vor Kälte schützen. Hier wird weniger auf die Funktion der Entlastung geachtet. Es stellt sich dann nicht die Frage, ob lange oder kurze Finger, da hier eindeutig ein Wärmeerhalt beim Fahren das Ziel ist. Fahrradhandschuhe mit Reflexstreifen können dabei die Sicherheit beim Radfahren erhöhen.

Fahrradtrikots gehören auch zur Fahrradbekleidung und bilden zusammen mit der Fahrradhose und den Fahrradhandschuhen fast das ganze Outfit. Bei den Trikots steht die Funktion im Vordergrund, hierbei sollte das Material atmungsaktiv sein und Körperschweiz gut an die Umwelt abgeben können. Die Körperwärme sollte hingegen nicht zu sehr durchgelassen werden. Wer das Fahrradfahren als Sport betreibt, der möchte nicht immer eine Tasche mitnehmen. Schlüssel, Notfallgeld oder einen Ausweis kann man in einer der Trikotaschen am Rücken verstauen.

Wer mit dem Fahrrad fährt, der bewegt sich und schwitzt dabei. Damit die Feuchtigkeit vernünftig abdampfen kann, sollte die Fahrrad Regenjacke mit Belüftungsnetzen gespickt sein. Gerade unter den Achseln können Netze den nötigen Abtransport der feuchten Luft ermöglichen. Wer sich lediglich vor Regen schützen will, dem reicht eine dünne und leichte Jacke zum Drüberziehen. Möchte man nur eine Jacke anziehen, sollte man direkt eine gefütterte Jacke kaufen, die gleichzeitig Regenfest bzw. Wasserdicht ist.

An den Armen sollten die Bündchen verstellbar sein, sodass man die Jacke perfekt an den Fahrradhandschuhen schließen kann. Ein kalter Wind hat so keine Chance an den Armen in die Fahrradjacke zu kommen. Auch am Hals sollte man den Kragen so wählen, dass dieser bis zum Kinn zu verschließen ist. Softshelljacken sind ebenfalls beliebte Fahrradjacken. Sie sind sehr leicht und aus einem atmungsaktiven Material, gleichzeitig schützen Sie vor dem Auskühlen. Der Fahrradhelm gehört ebenfalls zur Schutzbekleidung beim Fahrradfahren. Auch wenn es sich hierbei nicht um ein klassisches Kleidungsstück handelt, gehören der Helm sowie auch die Fahrradbrille zur Fahrradbekleidung.

Materialien und Verarbeitung

Ausschlaggebend für eine lange Haltbarkeit sind die genutzten Materialien und die Verarbeitung dieser. Im Sportbereich sollte man auf Poliamide und Elastan setzen. Bei Qualitätsprodukten sind die Nähte entsprechend sauber, gut und teilweise doppelt angelegt. An bestimmten Körperstellen wird auf eine Naht verzichtet, dies hat den Vorteil, dass die Fahrradkleidung nicht unangenehm drückt. Gerade bei den Fahrradhosen ist dies wichtig. Bei der Pflege sollte unbedingt auf die Herstellerangabe geachtet werden. Jedes Kleidungsstück hat einen eingenähten Pflegehinweis. Wer sich an diese Angaben hält, kann lange Freude an seiner Fahrradbekleidung haben.

Winterfahrradbekleidung

Wer beim Biken friert, hat ziemlich sicher etwas falsch gemacht. So abgedroschen es auch klingen mag: Es gibt kein schlechtes Wetter. Es gibt nur schlechte, oder besser: unpassende, Kleidung. Und das gilt auch fürs Radfahren. Mal abgesehen vom gefährlichen Blitzeis oder einer kniehohen Schneedecke gibt es auch im Winter kaum gute Gründe, das Bike gegen volle Busse und Bahnen oder das Auto einzutauschen. Selbst gegen eisige Temperaturen kann man sich heutzutage zuverlässig wappnen, ohne dabei wie das berühmte Michelin-Männchen zur Arbeit zu radeln. Wind, Regen und die Dunkelheit sind ebenfalls nur Sparringspartner. Vorausgesetzt man kleidet sich mit Köpfchen.

Würde man eine Umfrage starten, an welchen Körperstellen Radfahrer:innen im Winter am häufigsten frieren, dürften die Finger und Zehen ganz vorn dabei sein. Neben der Nase (die man maximal mit einem Multifunktionstuch schützen kann) kühlt der Fahrtwind ganz automatisch zuerst die Hände und Füße aus. Konzentrieren wir uns also zunächst darauf, die Füße vor der Kälte zu schützen. Und das fängt schon bei den richtigen Radsocken an. Die dürfen gern etwas höher geschnitten und zumindest zu einem Teil aus molliger Merinowolle hergestellt sein. Wer das Fahrrad täglich für den Weg zur Arbeit braucht, sollte auch Wert auf robustes Schuhwerk legen. Sneaker oder Turnschuhe aus leichtem Meshmaterial sind sicher bequemer, halten aber weder Kälte noch Niederschläge dauerhaft ab. Wasserabweisendes Gore-Material ist also das Mindeste, das Radschuhe im Winter haben sollten.

Wer trotz Merinosocken und Gore-Radschuhen noch an den Zehen friert, kann die dritte Stufe zünden. Sogenannte Überschuhe werden - ganz überraschend - von der Fußspitze aus über die Schuhe gestülpt und schützen gleichermaßen vor Wind, Kälte und Feuchtigkeit. Um trockenen Fußes ans Ziel zu gelangen, sind Überschuhe immer eine gute Wahl. Eine etwas flexiblere Alternative ist diese wasserdichte Überziehsocke von Sealskinz, die dank des reflektierenden Materials auch noch eine kleine Extraportion Sicherheit an Bord hat. Geht nur darum, die Zehen vor Fahrtwind und Kälte zu schützen, sind sogenannte Zehenkappen eine gute Option.

Die Beine sind beim Radfahren ständig in Bewegung. Trotzdem sollten auch sie im Winter adäquat eingepackt werden. Besteht am Arbeitsort keine Chance sich umzuziehen, bietet sich eine gefütterte und wasserfeste Hose an, die über eine Jeans oder Stoffhose gezogen werden kann. Wer etwas sportlicher unterwegs sein will und die Tour ins Büro direkt als kleines Workout in den Tag einbauen möchte und sich im Büro umziehen kann, greift besser zu einer gefütterten Radhose mit dünnem Sitzpolster. Ob mit oder ohne Träger ist Geschmacksache. Tipp: Eine kurze Radhose kann mit Beinlingen im Handumdrehen in eine Wintervariante verwandelt werden.

Das Zwiebelschalenprinzip

Natürlich reicht es nicht, nur untenrum warm eingepackt zu sein. Über den Oberkörper und vor allem den Kopf gibt der Körper die meiste Wärme ab. Und genau das sollte man im Winter zumindest so gut wie möglich eindämmen. Bewährt hat sich dabei das sogenannte Zwiebelschalen-Prinzip. Das soll nicht nur die Kälte abwehren, sondern auch gewährleisten, dass überschüssige Körperwärme zuverlässig abtransportiert werden kann. Basis dafür ist die Base Layer, also Funktionsunterwäsche, die direkt auf der Haut getragen wird. Ihre Aufgabe besteht darin, die Feuchtigkeit, also den Schweiß, aufzunehmen. Und das ist nicht nur beim Skifahren in den Bergen, sondern auch beim Radfahren im Winter wichtig. Nicht nur, aber vor allem, wenn es etwas schneller zur Sache geht. Nebensächlicher Wermutstropfen: Hochwertige Funktionsunterwäsche (z.B. von Odlo) sieht nicht immer schick aus. Das muss sie aber auch nicht. Vorteil der Base Layer: Sie trocknet schnell.

In unseren Breiten reicht bei der Base Layer in der Regel ein Kurz- oder Langarmshirt (z.B. Für die notwendige Wärme soll die nächste Schicht, die sogenannte Midlayer, sorgen. Bei Radfahrer:innen ist das meist ein kurzes oder langes Radtrikot, je nach Jahreszeit und Temperatur. Im Winter bieten sich hier leicht angeraute Modelle oder besser noch Radjacken an. Für Alltagsfahrten greift man in Sachen Midlayer am besten zu einer wärmenden Fleecejacke (z.B. dieses Damen-Modell von Quechua). Komplettiert wird das Winter-Bike-Outfit bei Bedarf von der Outer Shell. Die soll Wind oder Nässe abwehren, damit die Midlayer mollig warm und trocken bleibt.

Weniger radspezifisch, aber beim Radfahren im Winter unverzichtbar sind Mütze, Schal und Handschuhe. Wichtigste Anforderung an die Kopfbedeckung ist, dass sie bequem unter einen Helm passen muss. Pudelmützen sind an dieser Stelle also eher ungeeignet. Um auf verschiedene Temperaturen reagieren zu können, ist es sinnvoll zweierlei Mützen im Schrank zu haben. Für mildere Wintertage um fünf Grad genügt eine dünne, möglichst atmungsaktive, Funktionsmütze (wie dieses Modell von Craft). Schwingt man sich auch bei Temperaturen um oder unter dem Gefrierpunkt auf sein Bike, sollten Stirn und Ohren mit einer dickeren Mütze, deren Innenseite im besten Fall aus Fleece besteht, geschützt werden. Unser Tipp: der Reflect360 Fleece Beanie von Proviz. Hier wurden auf der Außenseite noch Gewebefäden eingenäht, die das Licht besonders gut reflektieren. Damit sind Sie vor allem für Autofahrer:innen auch am Morgen und in der Dämmerung sehr gut zu erkennen.

Wer beim Sonntagsspaziergang die Handschuhe vergessen hat, packt die kalten Hände einfach in die Jackentasche. Beim Radfahren ist das nicht ganz so einfach. Kalte Hände sind auf dem Bike nicht nur unangenehm, sie erschweren auch das gezielte Ziehen der Bremshebel. Im Winter gehören Handschuhe deshalb zur Grundausstattung jedes Radfahrers. Und weil das Kälteempfinden auch an den Fingern sehr subjektiv ist, gibt es kein Patentrezept für warme Hände. Helfen können aber etwa beheizbaren Radhandschuhe (z.B. von Sealskinz). Die sind schon von Haus aus etwas dicker. In einer kleinen Tasche am Handgelenk steckt zudem ein Akku, der im Handschuh-Inneren eingearbeitete Heizflächen mit Energie versorgt.

Für wen High-Tech im Handschuh kein Muss ist, dürfte auch mit leicht gefütterten Modellen wie den Triban F900 von Decathlon zufrieden sein. Die sollen die Finger auch bei Temperaturen um null Grad noch warm halten. Vorteil der etwas dünneren Variante: Grip und Gefühl an Lenker und Bremshebeln sind in der Regel deutlich besser.

Stiftung Warentest und Fahrradhelme

Zusammen mit dem ADAC hat die Stiftung Warentest aktuelle Modelle aller Preisklassen geprüft. Neben dem Schutz vor Stößen zählen die Abstreifsicherheit, die Belastbarkeit von Riemen und Schloss sowie die Erkennbarkeit im Dunkeln. Doch auch Handhabung und Komfort müssen stimmen.

Geprüft wurden 14 Helme, darunter ein günstiger Helm von Lidl und drei Modelle für E-Bikes mit Motorunterstützung bis 45 km/h („S-Pedelecs“). Nur drei sind „gut“, einer fällt wegen Sicherheitsmängel durch. Testsieger ist der Urban Plantes LED von Uvex, zweitbester der Gent MIPS von Alpina. Beide sind mit jeweils 130 Euro gleichzeitig die teuersten Helme im Testfeld. Der Preis bietet aber keine echte Orientierungshilfe beim Kauf. So kassiert der E.Motion 2 von Casco für 120 Euro ein „Mangelhaft“, weil er beim Sturz leicht vom Kopf rutschen könnte und der Verschluss unter Belastung brach. Die teuren Helme von Giro und Abus erzielen nur ein mittelmäßiges Urteil. Der günstige Lidl-Helm schafft es immerhin ins vordere Mittelfeld.

Die „S-Pedelec“-Helme können ebenfalls nicht voll überzeugen und streichen wie die meisten gewöhnlichen Helme nur ein „Befriedigend“ ein.

Zu den Testkriterien zählen neben dem Unfallschutz die Sichtbarkeit sowie Belastbarkeit von Riemen und Verschluss. Weitere Kriterien sind Tragekomfort, Bedienbarkeit und Hitzebeständigkeit - oft liegen die Helme im Sommer über Stunden im überhitzten Auto. Zudem wurden die Helme auf eine mögliche Schadstoffbelastung hin überprüft - mit durchweg positivem Fazit: Keiner enthielt erhöhte Konzentrationen.

Fahrradbekleidung im Vergleich: Kaufberatung

Sie wollen für Ihre nächste Tour gut gerüstet sein? Dann sollten Sie die beste Fahrradbekleidung kaufen. Achten Sie daher darauf, dass das Set Ihrer Wahl sowohl top verarbeitet ist als auch über eine gute Passform verfügt. Fahrradbekleidung-Tests haben gezeigt: Moderne Radbekleidung ist in der Regel schnelltrocknend und atmungsaktiv. Selbst Fahrradbekleidung, die Regen über einen längeren Zeitraum standhält, besteht mittlerweile aus komfortablen Funktionsmaterialien.

Das Fahrradfahren ist nicht nur eine beliebte umweltfreundliche Alternative, um zur Arbeit oder zum Einkaufen zu fahren, sondern begeistert viele Menschen auch in ihrer Freizeit. Doch egal ob Profi-Radfahrer oder Hobby-Radler: bei Radtouren sollten Sie stets auf geeignete Kleidung achten. Damit Sie die passende Fahrradbekleidung für sich finden, haben wir für Sie die wichtigsten Kaufkriterien und Hintergrundinfos zusammengestellt, die Ihnen bei Ihrer Kaufentscheidung helfen werden. Werfen Sie auch einen Blick auf unsere Produkttabelle, in der wir Ihnen Fahrradbekleidung für verschiedene Witterungsbedingungen und unterschiedliche persönliche Ansprüche übersichtlich miteinander vergleichen.

Besonderheiten von Fahrradbekleidung

Fahrradbekleidung ist atmungsaktiv und leitet Feuchtigkeit ab, was nicht nur das Fahrgefühl verbessert, sondern auch die Gesundheit und die Haut des Fahrers schont. Unter Radsportbekleidung versteht man insbesondere Radhosen, Trikots, Jacken, Schuhe, Kappen und Handschuhe, die in ihrer Funktion an die Bedingungen des Radfahrens angepasst sind. Gute Fahrradbekleidung ist atmungsaktiv, im Fall von Fahrradhosen und -handschuhen häufig gepolstert und wärmeerhaltend. Fahrradjacken fungieren zudem oft als Windschutz und sind besonders leicht.

Auch wenn in einigen Fällen viel Wert auf ein stimmiges Gesamtbild und eine möglichst ansprechende Optik gelegt wird, steht die Funktionalität bei Fahrradbekleidung doch eindeutig im Vordergrund.

Große Auswahl an Größen

Ob sehr eng anliegende, aerodynamische Fahrradbekleidung für sehr kleine und schlanke Fahrer oder besonders bequeme Fahrradbekleidung in Übergrößen: die verschiedenen Hersteller bieten oftmals ein breites Sortiment. Dennoch kann es passieren, dass Sie vor allem im stationären Handel Probleme haben, Fahrradbekleidung in Übergrößen zu finden. Nutzen Sie unsere Produkt-Vergleichstabelle und finden Sie online Fahrradbekleidung in großen Größen, die optimal passt.

Es gibt sowohl Fahrradbekleidung für Herren als auch Damen-Fahrradbekleidung. Diese unterscheiden sich vor allem hinsichtlich ihrer Größe und Proportionen. Zudem sind Fahrradhosen für Damen anders gepolstert als jene für Männer, sodass beide optimalen Komfort genießen können. Außerdem unterscheidet man zwischen Outdoor-Fahrradbekleidung für die Sommermonate und Fahrradbekleidung für den Winter. Letztere ist besonders winddicht, schützt vor Feuchtigkeit und erhält die Wärme im Inneren, während Fahrradbekleidung für Herbst, Frühling und Sommer aerodynamischer und besonders atmungsaktiv ist.

Welche Fahrradbekleidung ist die richtige für mich?

Abhängig davon, wie häufig, unter welchen Witterungsbedingungen und mit welchem Rad Sie fahren, benötigen Sie verschiedene Arten von Fahrradbekleidung. Auch Ihr Geschlecht, Ihre Größe und Ihr Sicherheitsbedürfnis spielen eine entscheidende Rolle. Damit Sie sich für die Fahrradbekleidung entscheiden können, die am besten zu Ihnen und Ihrem Fahrverhalten passt, haben wir Ihnen die unterschiedlichen Kategorien von Fahrradkleidung und ihre jeweiligen Eigenschaften vermerkt.

Arten von Fahrradbekleidung

Zunächst einmal unterscheidet man zwischen kurzen Fahrradbekleidungs-Sets und langer Fahrradbekleidung für kühle Herbst- und Winterfahrten. Beide bringen verschiedene Eigenschaften mit:

Fahrradbekleidungs-Typ Eigenschaften
Fahrradbekleidung kurz besonders leicht und elastischSchweiß-aufnehmendes bzw. -ableitendes, schnell-trocknendes Materialatmungsaktivmeist weniger witterungsbeständig
Fahrradbekleidung lang wasserdicht und gefüttert bzw. aus wärmendem Material, wie Thermo-Fleecewindabweisend, dafür im Rückenbereich meist etwas durchlässiger, um Luftaustausch zu ermöglichenatmungsaktiv und Schweiß-aufnehmendan Handgelenken, Hals und Knöcheln oft enger, um Windeinlass zu vermeiden

Softshelljacken fürs Fahrrad

Auch Softshelljacken sind bei Radfahrern sehr beliebt. Vor allem bei kühleren Temperaturen werden sie gerne als oberste Schicht getragen und schützen so vor Kälte und Wind. Ob eine Softshell-Jacke auch für Sie das richtige sein könnte, können Sie anhand der folgenden Tabelle entscheiden.

Vorteile Nachteile
wärmend, bieten Schutz vor Auskühlunggeringes Gewichtatmungsaktiv kaum wasserabweisend, daher als Regenjacke ungeeignetgegen stärkeren Wind machtloshäufig recht teuer in der Anschaffung

Wichtige Kaufkriterien

Neben der grundlegenden Unterscheidung zwischen Fahrradbekleidung für Damen und Herren-Fahrradbekleidung, nach Größen, Silhouette und Art der Polsterung zwischen Sitz und Gesäß, spielen auch diese Kriterien beim Kauf eine wichtige Rolle:

  • verfügbare Größen
  • Jahreszeit (kurz- oder langärmlig)
  • wasserfest
  • atmungsaktiv
  • Vorhandensein von Protektoren

Passform

Der wichtigste Punkt bei der Auswahl der richtigen Radbekleidung ist der Test der Passform. Dabei ist zu beachten, dass Sie keine Fahrradbekleidung kaufen, die Sie zu sehr einengt, aber auch nicht so locker sitzt, dass sie ihre feuchtigkeitsableitende und schützende Funktion nicht erfüllen kann. Checken Sie dazu am besten die Größentabellen der Hersteller und messen Sie sich exakt aus, um Fehlkäufe zu vermeiden. Vor allem Rennradfahrer sollten auf eine perfekte Passform achten, da jeder Widerstand verlangsamend wirkt. Fahrradbekleidung für das Mountainbike kann hingegen lockerer sitzen.

Regendichtigkeit

Eine große Rolle spielt auch Ihre Fahrt-Routine. Sind Sie regelmäßig unterwegs und scheuen Sie auch vor schlechteren Witterungsbedingungen nicht zurück, sollten Sie regendichte Fahrradbekleidung vorziehen. Vor allem wenn Sie in einer regnerischen Region leben und häufig bei Regen fahren, ist Fahrradbekleidung mit wetterfesten Eigenschaften unerlässlich. Hinsichtlich des Materials sollten Sie sich für atmungsaktive, Schweiß-ableitende Kleidung entscheiden, die im Sommer leicht kühlend wirkt und bei niedrigen Temperaturen die körpereigene Wärme speichert. Zudem sollten Sie darauf achten, dass das Material Sie vor UV-Strahlung schützt. Jacken und andere Fahrradbekleidung kann zudem mit Protektoren erworben werden, was vor allem für Fahranfänger, aber auch für Mountainbiker oder Downhill-Fahrer eine interessante Option ist.

Auch der Preis der Kleidung kann eine Rolle spielen. Besonders günstige Fahrradbekleidung ist häufig etwas weniger gut verarbeitet, während Profi-Fahrradbekleidung von X-Bionic oder GORE Wear technisch ausgefeilter und optimal verarbeitet ist. Generell gilt: Natürlich ist auch die Designwahl eine wichtige und subjektive Entscheidung. Die perfekte Passform und das geeignete Material sollten allerdings bei Ihrer Wahl immer an erster Stelle stehen. Außerdem sollten Sie nach dem Zwiebelprinzip vorgehen, also eher mehrere dünne Schichten übereinander tragen, statt sich besonders dick einzupacken.

Beliebte Hersteller

Unter der Vielzahl von Fahrradbekleidungs-Herstellern haben sich einige in den vergangenen Jahren besonders auf dem Markt etabliert, die Sie sowohl online als auch im Fahrradhaus Ihrer Wahl kaufen können. Unter den beliebtesten Marken für Fahrradhosen, -jacken und -trikots sind auch:

  • Morvelo
  • O´Neal
  • Cube
  • Vaude
  • Nike
  • Nalini
  • Nakamura

Die Fahrradbekleidung von X-Bionic oder Nuckily ist bei Hobby- wie Profifahrern ebenfalls beliebt und wartet mit sehr guten Eigenschaften auf.

Pflege von Fahrradbekleidung

Halten Sie sich hinsichtlich der Reinigung Ihrer Fahrradbekleidung, Ihrer Trikots, Hosen und Jacken, stets an die Pflegehinweise der Hersteller. In der Regel wird die Kleidung bei niedrigen Temperaturen gewaschen und sollte nicht gebleicht oder chemisch gereinigt werden. Bügeleisen und Trockner sind in den meisten Fällen jedoch kein Problem. Wasserfeste Jacken lassen sich auch mit einem leicht angefeuchteten oder trockenen Lappen von oberflächlichem Staub befreien. Achten Sie darauf, Ihre Fahrradbekleidung nicht allzu lange der Sonne auszusetzen, da dies zu einem Ausbleichen der Farben führen kann.

Stiftung Warentest Urteil

Ein umfassender Test zu Fahrradbekleidung wurde von Stiftung Warentest bislang nicht durchgeführt. Daher kann kein klarer Testsieger unter den Fahrradbekleidungs-Herstellern benannt werden. Allerdings preist das Institut auch das Zwiebelsystem an, nach dem man zunächst Kunstfaserunterwäsche tragen solle, um Feuchtigkeit abzuleiten und den Körper vor dem Abkühlen zu schützen. Darauf sollte eine wärmende Schicht, beispielsweise aus Fleece folgen, die wiederum von einer wasserdichten, aber atmungsaktiven Jacke geschützt wird. Zu eben dieser Art von Jacken legte die Stiftung einen Test vor. Nach einmaligem Waschen und nach starkem simuliertem Regen versagten vor allem Jacken von Patagonia, Vaude, Salewa, Karstadt und Fällräven. Auch Schöffel- und Maier-Modelle konnten nicht überzeugen. Sehr positiv bewertet wurden allerdings Gore-Tex-Jacken von Berghaus und Jack Wolfskin-Texapore-Modelle. Stiftung Warentest wies außerdem generell darauf hin, dass Fahrradbekleidung stets Reflektoren aufweisen sollte, um Unfällen vorzubeugen.

Von Öko-Test liegt ebenfalls kein umfassender Fahrradbekleidungs-Test vor, allerdings wurden Fahrradhosen einer eingehenderen Prüfung unterzogen. Dabei stellte man fest, dass Produkte der Marken Craft, Vaude, Trigema und Pearl kleine Mengen MDA beinhalten, das bei längerem Hautkontakt negative Wirkung entfalten kann.

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