Weniger Verkehrsmittel und mehr Sportgerät - das ist ein Mountainbike (MTB). Seit Anfang der 1980er Jahre werden MTBs hauptsächlich industriell produziert.
Wer sich heute für den Kauf eines solchen Geländerades interessiert, steht vor einer großen Auswahl an unterschiedlichen Typen. Um hier das richtige Rad zu finden, hilft die Analyse des persönlichen Fahrstils.
E-Mountainbikes im Fokus
Die Zahl der E-Bikes in Deutschland steigt seit Jahren stetig an, inzwischen sind sie aus zahlreichen Haushalten längst nicht mehr wegzudenken. E-Mountainbikes, auch bekannt als E-MTBs, sind elektrische Mountainbikes, die mit einem Motor ausgestattet sind, der dem Fahrer zusätzliche Unterstützung beim Treten am Berg bietet. Inzwischen sind E-Mountainbikes sogar beliebter als E-Trekkingräder.
Mountain E-Bikes bieten mit entsprechend kraftvollem Motor zusätzliche Unterstützung beim Treten, insbesondere beim Bergauffahren oder bei schwierigem Gelände. Dies ermöglicht es Fahrern, anspruchsvollere Trails zu befahren, längere Strecken zu erkunden und bietet auch für weniger erfahrene Mountainbiker Zugang zu abgelegenen oder technisch anspruchsvollen Geländen.
Aber: Welches E-Mountainbike ist das Beste? E-Mountainbikes bieten ein unterhaltsames und anspruchsvolles Fahrerlebnis. Gute Modelle gehen auch beim Preis steil.
Testkriterien und Ergebnisse
In den Testberichten von Stiftung Warentest, ADAC und weiteren wurden verschiedene Mountainbikes mit elektrischer Unterstützung im Detail untersucht, unter anderem hinsichtlich Antriebssystem, Motor, Handhabung, Sicherheit und Verarbeitung.
Beim E-Mountainbike-Test wurde neben anderen Kriterien Wert auf leistungsfähige Bremsen sowie auf eine hohe Reichweite (bzw. Reichhöhe im Gebirge) gelegt. Starke Akkus, bspw. 630 Wh oder 750 Wh, hatten die Nase vorne, da sie eine höhere Reichweite ermöglichten.
Die Testberichte zu den elektrisch unterstützten Mountainbikes haben gezeigt, dass es zwischen den Modellen der einzelnen Hersteller große Unterschiede geben kann. Der Testsieger bei den E-Mountainbikes hat eine erheblich bessere Reichweite bzw. Jedes Modell hat seine individuellen Stärken, und nicht jedes Modell ist für jeden Nutzer geeignet.
Ein Testbericht gibt stets gute erste Hinweise, welches Fahrrad für Dich in Frage kommen kann.
Modellübersicht und Empfehlungen
Das Produkt Jealous AL 10.0 (Modell 2024) von Radon führt derzeit unser Ranking mit der Note 1,5 an. Die Liste basiert auf einer unabhängigen Auswertung von Tests und Meinungen und berücksichtigt nur aktuelle Produkte.
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Mountainbike-Typen und Einsatzbereiche
Ein typisches Merkmal dieser geländetauglichen Fahrräder ist häufig das Fehlen der für den Straßenverkehr unerlässlichen Komponenten wie etwa Beleuchtung und Klingel.
Touren-Biker und Hardtails
Biker, die gerne mal eine schnellere Feierabendrunde drehen und ausgedehnte Radtouren am Wochenende lieben, zählen zu den Touren-Bikern. Zu diesem Zweck eignet sich am Besten ein sogenanntes Hardtail - der Klassiker unter den MTBs.
Wie sein Name verrät, ist das Hinterrad bei diesem Modell nicht gefedert. Daraus resultiert zum einen ein vermindertes Gewicht und zum anderen eine geringe Wartung sowie niedrigere Instandhaltungskosten. Hardtails sind außerdem sehr vortriebsorientiert gebaut, tempostabil und geben die vom Fahrer aufgewendete Kraft effizient weiter.
Für sportiche Fahrer sowie für den Geländeeinsatz sind felgenschonende Scheibenbremsen von Vorteil, die speziell bei feuchtem und weichem Untergrund über eine gute Bremsleistung verfügen.
Hardtails gibt es schon ab einem Preis von 600 EUR, das beste Preis-Leistungsverhältnis erhält man in der Preisklasse um 1.000 EUR. Sie sind daher besonders für Einsteiger attraktiv.
Mit steigendem Preis werden die am Vorderrad befindliche Federgabel und andere Komponenten, wie Schaltung und Laufräder, widerstandsfähiger, außerdem bestehen bei hochpreisigen Hardtails die Fahrradrahmen meistens aus Carbon. Die Mehrausgaben rentieren sich allerdings nur dann, wenn mit dem Bike schwierige Geländetrails, vorrangig in den Bergen (Mountain-Bikes) oder sogar Rennen gefahren werden.
Ein 2.000-, 4.000- oder sogar 6.000-EUR-MTB im Stadtpark oder auf fluffigen Wochenendtrails zu fahren ist pure Geldverschwendung.
Enduro-Bikes
Der Enduro-Biker begibt sich gerne in schwieriges Gelände und absolviert Geschicklichkeitsprüfungen auch in Form von Wettkämpfen - sogenannten Trials. Hier ist ein vollgefedertes Mountainbike (Fully) mit einem 140 bis 160 mm Federweg gefragt.
Bei einem Enduro fällt vor allem der gekröpfte Lenker auf, welcher speziell bei schwierigen Abfahrten Sicherheit vermittelt und die Sitzposition erhöht. Aber auch auf Touren ist dieses Fahrrad in seinem Element. Bergiges Gelände ist kein Problem. Um allen Belastungen Stand zu halten, verfügt es über breitere und gut profilierte Laufräder und einen stabilen Rahmen. Zudem ist eine Anti-Wipp-Dämpfung vorhanden.
Je nach Ausstattung sind Enduro-Bikes ab circa 2.200 EUR zu haben.
Freeride- und Downhill-Bikes
Wer beim Radfahren nur eine Richtung kennt - und zwar bergab und Sprünge, Geschwindigkeit sowie schwierige Trials liebt und prinzipiell keine Touren fährt, der ist ein Freeride-Biker. Bei Freeride-Bikes handelt es sich um ebenfalls vollgefederte Mountainbikes mit langen Federwegen von 150 bis 200 Millimetern.
Von Vorteil ist hier eine absenkbare Luft-Federgabel, um genügend Steigfähigkeit zu gewährleisten. Scheibenbremsen, die an Vorder- und Hinterrad montiert sind, sollten ebenso vorhanden sein wie ein stabiler Rahmen und robuste Laufräder.
Neben Freeride-Bikes unterscheidet man Downhill-Bikes für Fahrten, die ausschließlich bergab führen und bei denen der Anstieg nicht aus eigener Kraft bewältigt wird. Wegen ihrer besonders stabilen Bauart, die aufgrund der hohen Belastung durch Abfahrten nötig ist, sind diese Räder relativ schwer.
Beide Modelle gibt es ab ungefähr 2.400 EUR zu kaufen.
Race-Fullys und All-Mountain-Bikes
Der Race-Biker möchte möglichst schnell und möglichst viele Höhenkilometer zurück legen und beweist sich gerne im Wettkampf. Für ihn eignen sich sogenannte Race-Fullys, die besonders leicht sind und über eine gestreckte Sitzposition verfügen. Für Einsteiger sind sie jedoch nicht zu empfehlen.
Eine komfortablere Geometrie bieten vollgefederte All-Mountain-Bikes. Mit ihnen lassen sich entspannt lange Touren bewältigen. Rahmen und Laufräder sind solide, das Gewicht etwas höher als bei Race-Fullys.
Ab rund 1.400 EUR stellen sie eine gute Alternative für zwar durchaus sportliche, aber nicht extrem-sportliche MTB-Einsteiger dar.
Fazit
Allgemein gilt, wer eher im leichten Gelände fahren möchte, liegt mit dem Kauf eines Hardtails in der Regel richtig. Alle weiteren MTB-Typen sind für spezielle sportliche Zwecke ausgelegt und nur bedingt für Einsteiger geeignet.
Aktuelle Tests und Bewertungen
Im aktuellen Test (06/24) der Stiftung Warentest wurden elf Trekking-E-Bikes mit Preisen von 1.100 bis 4.500 EUR auf Herz und Nieren geprüft. Das ENDEAVOUR 5 ADVANCE+ von Kalkhoff steht mit dem Qualitätsurteil GUT (1,8) auf dem geteilten Siegertreppchen.
Besonders hervorgehoben hat die Stiftung Warentest die angenehme Sitzposition, den kraftvollen Motor und die hochwertige Verarbeitung.
Die 2024 geprüften elf Trekking-E-Bikes im Test sind mit Kettenschaltung und Scheibenbremsen ausgestattet. Sie haben einen Diamant-Rahmen. Acht der Räder besitzen einen Mittelmotor, der im mittel- und hochpreisigen Segment Standard ist.
Kalkhoff ENDEAVOUR 5 ADVANCE+: Der Testsieger
Das E-Bike für grenzenlose Freiheit - von der Haustür bis zum Horizont. Mit dem kraftvollen Bosch Performance Line CX Smart System und griffigen Touring-Reifen bietet das Premium E-Bike die perfekte Ausrüstung. Egal, ob auf unbefestigten Wegen oder in der Stadt: dieses E-Trekking Bike meistert alle Herausforderungen mühelos.
Das ENDEAVOUR 5 ADVANCE+ überzeugt zudem mit einer hellen Lichtanlage, integriertem Akku und hochwertigen Komponenten im cleanen Kalkhoff Look. Mit seiner Vielseitigkeit ist das E-Bike ein Allrounder für den besonders starken Auftritt.
Die Vielfalt auf dem E-Bike-Markt ist riesig: Fast jeder Fahrradtyp - vom klassischen Tiefeinsteiger bis hin zum Lastenrad - wird mittlerweile auch mit Elektromotor angeboten.
Weitere E-Bike-Typen und Empfehlungen
City-E-Bikes mit tiefem Einstieg eignen sich für Arbeitsweg, Einkäufe und gelegentliche Ausflüge. Für den Alltag reichen die vergleichsweise günstigen Stadtflitzer mit moderaten Antrieben und Akkus oft völlig aus. Zu den besten City-E-Bikes gehört eines der günstigsten Modelle.
Asphalt oder Offroad? Tiefeinsteiger oder Diamant-Rahmen? Wer ein Elektrofahrrad kaufen möchte, muss oft viel Geld in die Hand nehmen. Deshalb ist es gut, vorher die eigenen Bedürfnisse zu kennen, um das beste E-Bike für sich zu finden.
Wir stellen verschiedene E-Bike-Typen vor, nennen Vorteile und Nachteile unterschiedlicher Rahmenformen, Antriebsarten und Motoren.
Im Prüflabor testeten wir etwa, ob die E-Bikes alle Sicherheitsanforderungen einhalten und wie gut Akku, Motor und Display spritzwassergeschützt sind.
Sicherheitsaspekte und Zubehör
Tipp: Sparen Sie nicht an einem sicheren Fahrradschloss! Im Fahrradschloss-Test der Stiftung Warentest gibt es sehr gute Schlösser, die sogar Winkelschleifern standhalten. Auch eine Versicherung ist ratsam.
Wir bestimmten, wie lange es dauerte, bis die entleerten Akkus voll aufgeladen waren und rechneten dies aufgrund der unterschiedlichen Akkugrößen auf eine durchschnittliche Ladedauer pro 100 Wattstunden um und bewerteten diesen relativen Wert.
Im Prüfpunkt weitere Sicherheitsaspekte bewerteten wir etwa, ob die Pedal-Bodenfreiheit groß genug und die CE-Erklärung korrekt ist.
Griffe und Sättel untersuchten wir auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und auf Phthalat-Weichmacher.
Lauteten die Noten für das Bremsen Mangelhaft, konnte das Urteil Sicherheit und Haltbarkeit nicht besser als Mangelhaft sein.
Mountainbike Test & Vergleich: Die Besten im Ranking
Unabhängig vom Fahrradtyp muss ein Rad vor allem zum Körperbau und Fahrstil der Fahrerin oder des Fahrers passen.
- Rahmengröße: Das Oberrohr sollte so niedrig sein, dass der Fahrer es nicht berührt, wenn er es auf dem Boden stehend zwischen den Beinen hat.
- Lenkerabstand: Der Lenker muss mindestens so weit vom Sattel entfernt sein, dass die Beine beim Fahren nicht an die Lenkstange stoßen können.
- Sattelposition: Der Sattel soll sich so weit hinten befinden, dass bei waagerecht stehenden Pedalen die Kniescheibe des Radlers exakt senkrecht über der vorderen Pedalachse steht.
Wie aufrecht ein Radler sitzen möchte, ist eine Frage von Geschmack und Gewöhnung. Eine flache, stark nach vorn geneigte Haltung bringt wegen des geringeren Luftwiderstands mehr Tempo und empfiehlt sich für sportliches Fahren auf Rennrädern, Fitness- oder Mountainbikes.
Komfortabler ist eine aufrechte Sitzhaltung, sie eignet sich gut für kurze Strecken mit dem Cityrad und für gemütliche Ausflügen über flaches Land.
Die Entwicklung des Mountainbike-Marktes
Als Gary Fisher und Charlie Kelly 1979 unter der Marke MountainBikes die erste Serienproduktion von Geländefahrrädern starteten, verkauften sie 160 Bikes in jenem Jahr. Im zweiten Jahr waren es bereits 1000 Stück.
Vierzig Jahre später werden allein in Deutschland jährlich knapp eine Million Mountainbikes verkauft. Obwohl der Anteil von E-MTBs an dieser Summe inzwischen bei rund 90 Prozent liegt, ist auch der Markt für Bikes ohne Motor größer und bunter als je zuvor. Und noch etwas hat sich verändert: Über alle Gattungen hinweg sind Bikes deutlich besser, aber auch teurer geworden.
Preis-Leistungs-Verhältnis im Fokus
Fahrspaß sollte mit einem MTB nur teilweise eine Frage des Preises sein. Wir haben elf Bikes mit Anspruch auf ein besonders gutes Preis-Leistungsverhältnis getestet.
Um herauszufinden, mit welchen Modellen Biker heute noch einen besonders guten Deal machen können, fragten wir bei den Herstellern ihre Bestseller an: Bikes, die sich nicht nur außerordentlich gut verkaufen, sondern nach Selbsteinschätzung der Fabrikanten auch ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.
Was uns daraufhin in die Redaktion geschickt wurde, hätte unterschiedlicher nicht sein können. Gut so, denn anstatt die Bikes Kopf an Kopf miteinander zu vergleichen, interessierte uns diesmal nur eines: Wo bekommen Biker am meisten für ihr Geld?
Wer ein gutes Bike zum fairen Preis gefunden hat, dem bleibt noch Geld für einen Bike-Urlaub oder eine Portion Kaiserschmarrn.
Hardtails im Test
Seitdem Hardtails im Profisport fast vollständig von den Cross-Country-Strecken dieser Welt verschwunden sind, überdenken viele Hersteller ihre Racebike-Konzepte. Für den durchschnittlichen Biker, der lieber eine schöne Tour als ein hitziges Rennen fährt, ist das von Vorteil.
Mit 120 Millimetern Federweg, Teleskopsattelstützen und breiten Reifen können neue Hardtails wie das Focus Raven oder das Rose PDQ nämlich ein breiteres Einsatzgebiet bespielen. Für viele dürften die gestiegene Sicherheit bergab und der Fahrspaß auf Trails einen großen Wert haben.
Direktversender Rose buhlt mit der neuesten Funkschaltung um die Gunst der Kunden, während Focus auf maximale Vielfältigkeit setzt. Da niemand ein schweres Hardtail fahren will, machen die Carbon-Rahmen beider Bikes durchaus Sinn, treiben aber den Preis in die Höhe.
Apropos leichte, teure Bikes: Versender Radon hat sein Hardtail-Top-Modell langfristig um satte 1200 Euro reduziert. Mit unter neun Kilo Gewicht und einer Ausstattung aus dem Luxussegment sind dem Jealous massig Leistungspunkte sicher. Teuer bleibt es trotzdem.
Allein Giant schickt ein Hardtail in den Test, welches das Prädikat „günstig“ wirklich verdient hat. Genau wie das hochpreisige Radon ist das solide ausgestattete Alu-Bike jedoch auch eindeutig stärker für konservative Racer konzipiert als die Modelle von Rose und Focus.
Günstige Fullys für Trail und Tour
Ohne aufwändig entwickelten Hinterbau und teuren Dämpfer haben Hardtails einen klaren Preisvorteil - sollte man meinen. Dass dem nicht zwingend so ist, zeigen die Trailbike-Fullys von Canyon und Cube. Günstiger als die Hardtails von Focus und Rose dürften sie so manchem Kaufinteressierten die Euro-Zeichen in die Augen treiben.
Canyon nutzt seinen Preisvorteil als Versandhändler dabei gekonnt aus und schnürt ein bewährtes Ausstattungspaket, welches zwar wenig Glanz ausstrahlt, aber eine tadellose Funktion liefert. Typisch Cube macht derweil ein besonders leichter Carbon-Rahmen das Stereo One44 für Grammfuchser attraktiv.
Schnelle Racebikes für Cross Country und Marathon
Obwohl das Bulls Wild Edge Team mehr als doppelt so teuer ist wie das Bike von Canyon, lohnt sich ein weiterer Preisvergleich. Das Profi-Marathon-Fully trägt nämlich eine Highend-Ausstattung, die andere Hersteller ihren Racebikes erst für 4000 Euro mehr gönnen.
Im preislichen Mittelfeld bewegen sich die Bestseller-Modelle von Conway und Specialized. Während sich Specialized voll auf einen hochwertigen Rahmen mit einzigartiger Fahrwerkstechnologie konzentriert, wählt Conway einen heute inzwischen unüblich gewordenen Ansatz für seine Preis-Leistungs-Empfehlung.
Mit praktischen Details und einem bunten Ausstattungsmix bedient das RLC FS den sportlichen Anspruch eines Racebikes nur am Rande und empfiehlt sich eher für klassische Touren-Biker.
Potente All Mountains und Enduros für die Abfahrt
Die teuersten Bikes unseres Leistungsabgleichs schicken Scor und Rocky Mountain ins Rennen. Für 6899, beziehungsweise 7900 Euro müssen die hochwertig ausgestatteten Carbon-Fullys schon einiges leisten. Mit vielseitig verstellbaren Rahmen versuchen beide Hersteller, einen Punktebonus zu ergattern. Das schlägt sich auch im Endurteil nieder.
Unser Punktesystem bewertet neben den praktischen Fahreigenschaften nämlich unter anderem auch Messdaten aus dem BIKE-Testlabor, Ausstattungsgüte, Verarbeitungsqualität und den Mehrwert für den Kunden, wie etwa zusätzliche Funktionen oder mitgeliefertes Zubehör.
Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis
Für Zahlen-Nerds und Statistiker ist dieser Vergleich ein Schlaraffenland. Setzt man nach ausgiebigen Tests den Preis und die Punkteleistung in ein Verhältnis zueinander, ist das Ergebnis nicht nur ein aufschlussreiches Schaubild, sondern auch ein ernüchterndes Fazit: Durchschnittlich gesehen sind teure Bikes besser als günstige Bikes.
Den besten Quotienten aus Bewertung und Kosten liefert das günstige Giant-Hardtail. Von dieser Basis aus steigen die Preise für bessere Bikes progressiv an - oder anders ausgedrückt: Dringt man in höhere Leistungsbereiche vor, klettern auch die Preise immer schneller.
Rose und Focus landen mit ihrem Ansatz eines vielseitigen Hardtails im Mittelfeld der Preis-Leistungs-Schere. Dort platziert sich auch das leichte Trailbike von Cube.
Zwei Bikes stechen in diesem rein rationalen Vergleich aus der Masse der anderen Bestseller heraus: Obwohl beim Blick auf die Ausstattungsliste des Specialized keine Jubelschreie zu erwarten sind, kann die Praxisleistung des 4500 Euro teuren Epic Comp voll überzeugen.
Mit einem sehr guten und breitbandigen Trailbike für gerade mal 2999 Euro schießt Canyon jedoch den Preis-Leistungs-Vogel ab. Mit der Kombination aus ausgewogenen Fahreigenschaften und dem wirtschaftlichen Vorteil des Online-Händlers kann kein anderes Bike konkurrieren.
Wie stark der Kaufreiz eines Mountainbikes wirklich ist, entscheidet in der Realität nicht die Mathematik, sondern der eigene Geldbeutel und die individuellen Bedürfnisse. Nur, wenn das Bike auch zum favorisierten Einsatzbereich passt und Interessenten auch emotional abholt, ist der Kauf ein guter.
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