Immer wieder ab November trudeln sie ein in unserer Redaktion und bei unseren Testern: die neuesten E-Bikes aller Klassen. Für uns Tester - in diesem Jahr die ElektroRad-Redakteure Tobias Jochims und Stephan Kümmel, sowie zurück im ElektroRad-Team unser neuer/alter Test- und Technikleiter Georg Zeppin - bedeutet das die arbeitsreichste Zeit des Jahres: der E-Bike Test 2025.
Die Technik der E-Bikes ist stetig im Wandel. Daher war es dringend an der Zeit, unsere wichtigste Bewertungsgrundlage zu überarbeiten. Zwar haben wir es in den vergangenen Jahren immer weiterentwickelt. Zuletzt aber passten die Kategorien, die Bewertungsvorgaben und somit die Endergebnisse nicht mehr genau.
Stiftung Warentest hat E-Bikes getestet und neue Sieger gekürt. Der E-Bike-Boom hält weiter an und es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Angeboten auf dem Markt. Es ist jedoch schwierig, den Überblick zu behalten.
Um die Auswahl zu erleichtern, können Interessierte auf Allroad-, Crossover-, Trekking- oder SUV-Bikes zurückgreifen. Stiftung Warentest hat in der Ausgabe 6/2024 insgesamt 11 Elektrofahrräder mit Preisen von 1100 bis 4500 Euro getestet. Alle 11 Trekking-Pedelecs sind mit Mittelmotor, hydraulischen Scheibenbremsen, StVZO-Ausstattung und voll integrierten Akkus ausgestattet.
Die Wahl des richtigen E-Bikes ist jedoch nicht ganz einfach, da sie keine Alleskönner sind. Im Test erhielten sechs Pedelecs die Gesamtwertung "gut", während die restlichen fünf Modelle immerhin noch "befriedigend" abschnitten. Die Räder setzen unterschiedliche Schwerpunkte, mal sind sie sportlicher, mal komfortabler. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass sie keine Mountainbikes sind und nicht für Sprünge geeignet sind, da die Rahmen nicht darauf ausgelegt sind.
Testsieger bei Stiftung Warentest
Die beiden Testsieger des Stiftung Warentest sind das Kalkhoff Endeavour 5 Advance+ und das KTM Macina Gran 610. Beide Trekking-E-Bikes erhalten die Note 1,8 und werden von den Testern als "famos, robust und sicher" beschrieben. Auf dem dritten Platz landet das Cube Kathmandu Hybrid One 625 mit der Note 2,0, das als Preistipp gilt, da es fast genauso gut ist wie die Testsieger, aber mit einem Preis von 3150 Euro deutlich günstiger ist. Unter den Modellen mit Hinterradmotoren schneidet das Maxtron MT-11 mit der Note 3,2 ("befriedigend") noch am besten ab.
Zum Vergleich: Im letzten Test und mit gleicher Gesamtnote 1,8 ist das KTM Macina Aera 671 LFC ab rund 3.900 Euro Sieger gewesen. In Sachen Sicherheit & Haltbarkeit holt sich das hochwertig verarbeitete Pedelec die Bestnote "sehr gut". Auch die Handhabung ist beim KTM-Modell recht einfach, der Akku lässt sich leicht laden, die Einstellungen sind selbsterklärend.
Insgesamt schnitten sechs von elf Rädern mit der Bewertung "gut" ab. Demnach kann man ein gutes Pedelec für einen durchschnittlichen Preis von rund 3.800 Euro bekommen. Bei den elf getesteten Rädern handelt es sich um Trekking-Pedelecs mit Diamantrahmen und hydraulischen Scheibenbremsen.
Details zu den Testkriterien
Wir arbeiten uns intensiv in die immer umfangreicher werdenden Apps ein, checken, welche Daten die Displays am Rad anzeigen, vergleichen Garantieleistungen der Hersteller, messen die Durchstiegshöhe, den Q-Faktor und die Lautstärke jedes Rads, wiegen es, betrachten im Dunkeln die Leistung der Lichtanlagen und schauen uns genau an, wie einfach etwa der Gepäckträger zu handhaben ist. Mehr als 120 Parameter umfasst unser Testschema. Das ist übrigens komplett neu.
Beispiel: Bisher haben wir Punkte nach der Akkugröße vergeben. Je mehr Wattstunden, desto höher die Punktzahl. Das wird aber beispielsweise der Trekking-Light-Klasse nicht mehr gerecht. Denn hier wird bewusst auf großdimensionierte Akkus verzichtet - dafür sind die Bikes leichter und verbrauchen weniger Akku. Eine klare Differenzierung war vonnöten.
Mit dem neuen Testschema hält auch eine neue Unterkategorie Einzug in den GERT: Trekking-Light. Denn diese Klasse war vor wenigen Jahren eine Nische, wird inzwischen aber immer wichtiger. Etwas reduzierte Motorkraft, kleinere Akkus, dafür Fahrleistungen, die sehr nah dran sind am klassischen Trekkingrad ohne Motor. Dieses Konzept lockt zahlreiche Pendler, Tourenfahrer und sogar Radreisende an. Und - das beobachten wir immer wieder - auch Zweitkäufer überzeugt es.
Und doch bleibt das klassische Trekkingrad mit großem Akku, kraftvollem Motor und vielseitiger Alltagsausstattung das beliebteste Pedelec in Deutschland. Weiterhin ihren Platz hat zudem natürlich die Klasse der Trekkingräder, die von allem ein bisschen mehr bieten wollen - der Einfachheit halber nennen wir sie SUV. Geländegängig, kraftvoll, aber oft eben auch schwer. So präsentieren sich die offroadtauglichen Tourenräder. Wer sein Rad selten trägt, etwa in den Keller oder die Wohnung, muss nicht auf jedes Gramm achten. Mit dem höheren Gewicht bekommen die Fahrer dafür eine meist sehr satte Straßenlage, eine hohe Zuladung und viel Federungskomfort.
Mit den Testrädern in fünf Unterkategorien folgen die Stadträder. Diese Klasse ist noch einmal deutlich vielseitiger als die Trekking-Kategorie. Die Klasse City-Standard (als vergleichbare Gruppe zu Trekking-Standard, früher schlicht Stadträder genannt), sind klassische „Brot-und-Butter-Räder“, im positivsten Sinne. Sie sind praktische Helfer, vielseitig, komfortabel und vergleichsweise preiswert. Urbanbikes sind oft etwas leichter und wendiger als die Standard-Modelle. Kompakträder punkten vor allem durch ihr unnachahmliches Handling, sind aber auch extrem vielseitig. Unsere Falträder im Test sind extrem unterschiedlich. Fatbikes sind ebenso dabei wie wahre Pendler-Wunderräder.
Im Sport-Segment tummeln sich vor allem Mountain- und Gravelbikes. Wie sehr das Thema Radgewicht an Bedeutung gewinnt, zeigt sich daran, dass erstmals seit Beginn des GERT das Durchschnittsgewicht aller Testräder (ohne Cargo-Bikes) gesunken ist - und zwar deutlich. 25,6 Kilogramm ist der Mittelwert. Im vergangenen Jahr lag der noch bei 27,1 kg. Nicht gesunken ist der mittlere Preis. Er liegt bei 4950 Euro und somit etwas über dem Vorjahresschnitt.
Bevor Sie sich in die Testbriefe vertiefen: Lesen Sie aufmerksam unsere Beschreibungen zum Testprozedere durch! Darin erfahren Sie, wie Sie die Testbriefe am besten lesen und was unsere Bewertungen genau bedeuten. Denn sie bieten weit mehr als „nur“ die Endnote. So ordnen wir etwa jedes Rad danach ein, für welchen Fahrertyp es am besten passt.
Die Vielfalt auf dem E-Bike-Markt ist riesig: Fast jeder Fahrradtyp - vom klassischen Tiefeinsteiger bis hin zum Lastenrad - wird mittlerweile auch mit Elektromotor angeboten. Elf solcher Trekking-Räder mit integrierten Akkus hat die Stiftung Warentest im E-Bike-Test 2024 geprüft. Die Räder kosten zwischen 1 100 und 4 500 Euro. Gute kosten ab rund 3 200 Euro.
Die Stiftung Warentest hat 2024 elf Trekking-E-Bikes getestet, darunter Modelle von Cube, Kalkhoff und KTM. Die 31 Pedelecs im Test schneiden gut bis mangelhaft ab. Auch die Empfehlenswerten unter ihnen haben individuelle Stärken und Schwächen. Unsere Testergebnisse und Einzelbeschreibungen zu allen Rädern helfen Ihnen, das richtige E-Bike zu finden.
Die 2024 geprüften elf Trekking-E-Bikes im Test sind mit Kettenschaltung und Scheibenbremsen ausgestattet. Sie haben einen Diamant-Rahmen. Acht der Räder besitzen einen Mittelmotor, der im mittel- und hochpreisigen Segment Standard ist. Zum Vergleich haben wir drei E-Bikes mit Hinterradmotor ausgewählt.
City-E-Bikes mit tiefem Einstieg eignen sich für Arbeitsweg, Einkäufe und gelegentliche Ausflüge. Für den Alltag reichen die vergleichsweise günstigen Stadtflitzer mit moderaten Antrieben und Akkus oft völlig aus. Zu den besten City-E-Bikes gehört eines der günstigsten Modelle.
Wer ein Elektrofahrrad kaufen möchte, muss oft viel Geld in die Hand nehmen. Deshalb ist es gut, vorher die eigenen Bedürfnisse zu kennen, um das beste E-Bike für sich zu finden. Wir stellen verschiedene E-Bike-Typen vor, nennen Vorteile und Nachteile unterschiedlicher Rahmenformen, Antriebsarten und Motoren.
Im Prüflabor testeten wir etwa, ob die E-Bikes alle Sicherheitsanforderungen einhalten und wie gut Akku, Motor und Display spritzwassergeschützt sind.
Elf Trekking-Pedelecs mit Diamantrahmen und hydraulischen Scheibenbremsen. Davon haben acht Räder einen Mittelmotor und drei exemplarisch ausgewählte einen Hinterradantrieb. Wir kauften die Fahrräder von November bis Dezember 2023 ein.
Erfahrene Radler - drei Männer und zwei Frauen - prüften das Fahrverhalten in der Ebene und bergauf sowie für den Prüfpunkt Komfort unter anderem Federungsverhalten, Sitz- und Griffposition. Zwei Experten bewerteten die Fahrstabilität mit und ohne Gepäck.
Wir bestimmten, wie lange es dauerte, bis die entleerten Akkus voll aufgeladen waren und rechneten dies aufgrund der unterschiedlichen Akkugrößen auf eine durchschnittliche Ladedauer pro 100 Wattstunden um und bewerteten diesen relativen Wert.
Die Testfahrer prüften etwa, wie verständlich und gut aufgebaut die Gebrauchsanleitung war. Ein Experte prüfte darin wichtige Hinweise, zum Beispiel zu Transportangaben, zum zulässigen Gesamtgewicht und zum Akku in Anlehnung an Din EN 15194:2018-11, Din EN 62133-2:2017, Din EN 61960-3:2017 und die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG.
Im Prüflabor messen wir die Bremskraft der E-Bikes - die Modelle mit Scheibenbremsen meistern die Prüfung ohne Probleme. Wir prüften, ob die Bremsen in Anlehnung an Din EN 15194:2018-11 ein Gesamtgewicht von 150 Kilogramm schnell genug abbremsen. Mit Akkus und Ladegeräten führten wir in Anlehnung an die Din EN 60335-1:2020 sowie 62133-2:2017 etwa Glühdraht- und Kurzschluss- sowie Strahlwasserprüfungen in Anlehnung an die Din EN 60529:2014 Schutzart IPX5 durch. Im Prüfpunkt weitere Sicherheitsaspekte bewerteten wir etwa, ob die Pedal-Bodenfreiheit groß genug und die CE-Erklärung korrekt ist.
Griffe und Sättel untersuchten wir auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und auf Phthalat-Weichmacher. PAK extrahierten wir mit Toluol und analysierten mit Gas-Chromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung (GC-MS) gemäß der Spezifikation für das Zeichen „Geprüfte Sicherheit“ AfPS GS 2019:01 PAK.
Abwertungen bewirken, dass sich Produktmängel verstärkt auf das test-Qualitätsurteil auswirken. Lauteten die Noten für das Bremsen Mangelhaft, konnte das Urteil Sicherheit und Haltbarkeit nicht besser als Mangelhaft sein.
E-Bike vs. Pedelec: Was ist der Unterschied?
Pedelecs werden umgangssprachlich oft auch als E-Bikes bezeichnet. Eigentlich liegt der Unterschied aber darin, dass ein E-Bike durch den Motor von allein fahren kann. Die E-Bikes im Test lagen alle in einem Preisrahmen von 1.100 Euro bis 4.500 Euro.
"Das sind Räder für Ausflüge, vielleicht auch für die Radreise, um entsprechend Gepäck mitzunehmen. Bei Pedelecs spielt es eine entscheidende Rolle, welcher Motor verbaut ist. Gerade die Räder mit Mittelmotor haben grundsätzlich erst einmal einen guten Schwerpunkt, weil sie mittig am Rad, an der Kurbel, angebracht sind. Die Kraftübertragung ist direkt und die Sensorik von diesen getesteten Motoren ist ziemlich gut. Die Räder mit Hinterantrieb, die zumindest bei uns im Test waren, haben weniger Sensorik verbaut. Sie sind quasi ein bisschen einfacher, haben in unserem Fall auch einen kleineren Akku. Das heißt, hier sind schon die wesentlichen Unterschiede", sagt Nico Langenbeck.
Deutlich wird das auch im Preis. Die drei Räder mit Heckmotor sind gleichzeitig die günstigsten im Test und landen auf den letzten Plätzen im Ranking.
Das Gewicht von E-Bikes
Leichte E-Bikes wie das KTM Macina Race SX (hier abgebildet) wiegen unter 20 Kilogramm. Aufgrund ihres Gewichts können E-Bikes unhandlich, schwer zu transportieren und zu parken sein. Mal abgesehen vom Preis gehört ihr Gewicht zu ihrem schwerwiegendsten Minuspunkt - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.
So sind Elektrofahrräder deutlich schwerer als reguläre Fahrräder. Zum Vergleich: Während herkömmliche Fahrräder etwa 15 Kilogramm wiegen, bringen E-Bikes zwischen 20 und 25 Kilogramm auf die Waage. Gerade für kleinere oder schwächere Menschen können manche E-Bikes zu schwer sein. Das gilt vor allem beim Fahren ohne Motorunterstützung, das durch das zusätzliche Gewicht anstrengender wird. Zudem können schwere E-Bikes Schwierigkeiten beim Schieben oder Parken bereiten.
Obwohl alle E-Bikes schwerer als die meisten herkömmlichen Fahrräder sind, gibt es auch vergleichsweise leichte Modelle, die unter 20 Kilogramm wiegen. Sie eignen sich für eine Vielzahl an Fahrradfahrerinnen und -fahrern, die mit einem schwereren Modell überfordert sein könnten.
Dort haben wir nach E-Bikes bis 20 Kilogramm gesucht. Die Ergebnisse unserer Suchanfrage konnten wir dann nach Beliebtheit der Angebote sortieren lassen. Anschließend haben wir eine subjektive Auswahl getroffen - basierend auf Marken, denen wir vertrauen, Empfehlungen von Instanzen wie Stiftung Warentest und Herstellerangaben zur Ausstattung und Reichweite.
Rechtliche Aspekte und Sicherheit
Mit bis zu 45 Kilometern pro Stunde fahren S-Pedelecs sehr schnell. Laut einer neuen Studie sind E-Bikes nicht gefährlicher als Fahrräder ohne Motor. Mit einem E-Bike ist das Ziehen eines Kinderanhängers deutlich entspannter als ohne Motor.
Was Menschen landläufig E-Bikes nennen, sind fachsprachlich meist Pedelecs - auch die Stiftung Warentest verwendet die Begriffe synonym. Wenn wir von „E-Bikes“ sprechen, sind in der Regel „Pedelecs“ gemeint.
Pedelecs (Pedal Electric Cycle) sind Elektrofahrräder, bei denen der Motor den Radelnden unterstützt, während dieser in die Pedale tritt. Der Elektromotor ist auf eine Leistung von 250 Watt begrenzt und schaltet sich automatisch ab, sobald die Radlerin oder der Radler 25 Kilometer pro Stunde erreicht hat. E-Bikes fahren im Gegensatz dazu auch ohne Muskelkraft. Ähnlich wie ein Mofa hat das E-Bike einen Gashebel am Lenker. Bei ihnen endet die Motorunterstützung bei 20, 25, zum Teil auch erst bei 45 km/h.
Für die Standard-Pedelecs, die bis 25 km/h unterstützen, genügt ein guter Fahrradhelm. Für die schnellen S-Pedelecs schreibt die Straßenverkehrsordnung einen „geeigneten Schutzhelm“ vor. Was das konkret heißt, bleibt unklar. Für S-Pedelecs werden mittlerweile spezielle Helme angeboten. Sie ähneln herkömmlichen Fahrradhelmen, sollen dem Kopf aber eine größere Schutzfläche bieten.
In früheren Dauertests kam es bei manchen E-Bikes sogar zu Brüchen. In den Tests der letzten Jahre kam es nicht mehr zu Brüchen. Bei einigen Modellen zeigten sich aber Anrisse, die sich mit der Zeit zu einem Bruch ausweiten können. Bricht zum Beispiel unterwegs die Sattelstütze, kann es für Radelnde richtig gefährlich werden. Grundsätzlich sehen unsere Fahrradexperten aber konstruktive Verbesserungen. So haben Hersteller etwa die Querschnitte der Lenkerrohre vergrößert und so stabilisiert.
Das rechtliche Problem: Pedelecs unterliegen der sogenannten Maschinenrichtlinie. Die Richtlinie soll zur Unfallverhütung beitragen. Dass die Räder den Vorschriften entsprechen, erklärt der Anbieter mit seiner „Konformitätserklärung“, erkennbar an der CE-Kennzeichnung am Fahrrad. Das technische Problem: Letztlich lassen die Anbieter nicht nur den Antrieb selbst prüfen, sondern auch das Fahrrad, in das der Antrieb eingebaut wird.
Pedelecs, bei denen der Motor nur bis Tempo 25 unterstützt, gelten rechtlich als Fahrräder und dürfen auf allen Radwegen benutzt werden. E-Bikes, die ohne Muskelkraft fahren, und die schnellen S-Pedelecs müssen innerorts auf der Straße fahren.
Wer E-Bike oder S-Pedelec fährt, wird allerdings von vornherein wie ein Autofahrer behandelt und schon ab 0,5 Promille Alkohol aus dem Verkehr gezogen. Er oder sie begeht eine Ordnungswidrigkeit. Jemand, der sich dagegen beschwipst auf sein Pedelec schwingt, kann ungestraft davonkommen.
Denn ein Fahrrad, dessen Motor Fahrerin oder Fahrer nur bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h beim Strampeln unterstützt, ist kein Kraftfahrzeug (Kfz). So entschied das Oberlandesgericht Hamm (Az. 4 RBs 47/13). Damit gilt für Elektroräder mit Motorunterstützung bis 25 km/h das, was auch für „normale“ Fahrräder gilt. Als „absolut fahruntüchtig“ gilt, wer 1,6 Promille im Blut hat.
Pedelecs bis Tempo 25 gelten für Versicherer als Fahrräder. Rechtlich ist es jedoch heikel: Im Prinzip ist der Umbau legal, das Gefährt müsste aber unter anderem der Maschinenrichtlinie entsprechen und zum Beispiel höhere Belastungen als ein Fahrrad aushalten. Einen Nachweis darüber bräuchten Sie etwa im Falle eines Unfalls.
Finanzierung und Versicherung
Seit 2012 gilt das Dienstwagenprivileg auch für Fahrräder. Sie können sich Ihr E-Bike also auch vom Arbeitgeber finanzieren lassen. Pedelecs, bei denen der Motor nur läuft, wenn der Fahrer selbst tritt, gelten als Fahrräder.
Schäden, die ich als Radler anderen zufüge, sind im Rahmen einer privaten Haftpflichtversicherung abgedeckt. Alle E-Bikes, die auch ohne Muskelkraft fahren, sowie S-Pedelecs sind dagegen rechtlich und versicherungstechnisch Mofas und benötigen ein Versicherungskennzeichen.
Das Kennzeichen bekommen Sie direkt bei der Versicherung. Ein Pedelec ist über die Hausratversicherung gegen Diebstahl oder Beschädigung versichert. Voraussetzung ist allerdings, dass es zu Hause aus Ihrer Wohnung oder dem abgeschlossenen Fahrradkeller gestohlen oder bei einem Einbruch oder durch Feuer beschädigt wird.
Damit das E-Bike auch außer Haus geschützt ist, brauchen Sie einen Fahrradzusatz in Ihrer Hausratversicherung. Dieser Fahrradschutz versichert Ihr Rad dann auch auf der Straße. Achten Sie beim Abschluss darauf, dass es auch in der Zeit zwischen 22 Uhr und 6 Uhr versichert ist.
Sinnvoll für E-Bikes und S-Pedelecs kann eine Teilkaskoversicherung sein, die zusätzlich zur (Pflicht-)Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden kann. Damit ist der Diebstahl Ihres E-Bikes oder von Teilen versichert. In der Hausratversicherung sind die schnelleren E-Bikes und S-Pedelecs nicht mit abgedeckt.
Akkus und ihre Lebensdauer
Akkus von Drittanbietern hat die Stiftung Warentest noch nicht untersucht. Wir können deshalb keine Empfehlung dazu abgeben. Wer darüber nachdenkt, einen solchen Akku einzusetzen, sollte vorher einen Blick in die Garantiebedingungen werfen.
Pedelecs haben in der Regel Lithium-Ionen-Akkus. Bei den modernen Akkus gibt es keinen „Memory-Effekt“ mehr. Das heißt, Teilladungen schaden den Akkuzellen nicht. Es kommt nicht zu einem Kapazitätsverlust. Viele Pedelec-Anbieter geben die Lebensdauer der Akkus mit 500 bis 1 000 Vollladezyklen an.
Die Lebensdauer des Akkus hängt stark von der Nutzung ab. Selbst wenn man pessimistisch mit 50 Kilometern pro Zyklus und 500 Zyklen rechnet, können 25 000 Kilometer und mehr zusammenkommen.
Lithium-Ionen-Akkus mögen keine extremen Temperaturen. Sie gehen bei Frost zwar nicht gleich kaputt, besser ist es dennoch, sie bei Raumtemperatur zu lagern. Schädlich für die Zellen ist vor allem das Laden und Entladen bei Temperaturen unter Null.
Wird daraus etwa langsam eine Gesetzmäßigkeit? Die Stiftung Warentest testet E-Bikes und am Ende landet ein Modell von KTM auf dem Siegertreppchen ganz oben. So geschehen 2018, 2020 und 2022. Und 2024 setzt das KTM Macina Gran 610 diese Erfolgsserie fort.
Insgesamt elf Trekking-E-Bikes ließ die Redaktion der Stiftung Warentest gegeneinander antreten. In dem Test steckte ein Stück weit ein Systemvergleich. Auf der einen Seite drei günstige E-Bikes vom Discounter mit einem Hinterradnabenantrieb und Preisen zwischen 1.100 Euro und 1.600 Euro. Auf der anderen Seite hochwertige Modelle namhafter Hersteller, die auf einem Mittelmotor basieren und zwischen 2.150 Euro sowie 4.500 Euro kosten. Allen gemeinsam war dagegen die Rahmenform des Diamant-Rahmens. Zudem brachten alle Fahrräder das typische Profil eine Trekking-E-Bikes mit.
Innerhalb des Sortiments von KTM zählt das Macina Gran 610 zu den eUrban-Modellen. Eigentlich soll es euch ein treuer Begleiter auf den Radwegen durch die Stadt sein. Gleichzeitig bringt es allerdings Qualitäten mit, die aus ihm einen geeigneten Kandidaten für längere Touren machen. Eine gefederte und versenkbare Sattelstütze erleichtert zum Beispiel nicht nur das Auf- und Absteigen, sondern verspricht erhöhten Fahrkomfort, gerade auf langen oder unebenen Strecken.
Mit 80 Millimetern ist der Federweg an einem solchen Fahrrad ausreichend bemessen. Und die Kettenschaltung mit neun Gängen von Shimano bietet eine tolle Übersetzungsbandbreite, da KTM das Kettenblatt mit 42 Zähnen mit der größten verfügbaren Kassette kombiniert. Deren Ritzel decken einen Bereich zwischen elf und 36 Zähnen ab.
Schließlich hat die Redaktion die Testräder gewohnt harten Prüfungen unterzogen. Für jedes Fahrrad standen mehrere hundert Kilometer durch die Hügel der Steiermark in Österreich an. Bei Tag und bei Nacht ging es auf wechselnden Untergründen mit und ohne Gepäck gehörig zur Sache.
Dort galt es herauszufinden, wie sicher ist das Fahren mit den gewählten Trekking-E-Bikes, wie belastbar sind die verbauten Komponenten, wie leistungsfähig ist das E-Bike-System mit Blick auf Akkukapazität und Ladezeiten oder welchen Wert haben die Hersteller auf das Verwenden umweltschonender Materialien gelegt?
An der Stelle als auch unter zahlreichen weiteren Aspekten konnte das KTM Macina Gran 610 Stiftung Warentest anscheinend absolut überzeugen. Vor allem hat die Juroren das Fahrerlebnis mit dem Modell beeindruckt. In ihrem Urteil heben sie das stabile Fahrverhalten hervor, das sich in Anstiegen, Abfahrten und Kurven zeige und das Zuladen von Gepäck bestens vertrage.
Als angenehm empfanden sie die Sitzposition, die von breiten Reifen und einer guten Federung flankiert werde. Für volle Zufriedenheit sorgte ebenfalls der Antrieb von Bosch, ein Smart System mit Performance Line CX-Motor, PowerTube 625-Akku sowie Intuvia 100-Display. Der Motor unterstütze kräftig und sei optimal abgestimmt, heißt es im Urteil.
Der Hersteller arbeitet an der Stelle mit einer eigenen Aufnahme, die das Entnehmen des Akkus mit einem separaten Griff nach oben enorm erleichtert. Bei anderen Modellen im Test ließ sich der Akku nur nach unten entnehmen.
Während eines solchen Tests bewerten die Juroren gezielt spezielle Aspekte jedes Modells. Aus denen setzt sich am Ende die Gesamtnote zusammen. Trotz dieser beachtlichen Bilanz wurde es am Ende im Rennen um den Gesamtsieg richtig eng. Letztendlich teilt sich das KTM den ersten Platz mit dem Kalkhoff Endeavour 5 Advance +.
Mit einer Summe von 3.890 Euro unterbietet es das Kalkhoff um rund 600 Euro. „Der Fokus von KTM Fahrrad liegt auf Qualität und Innovation“, kommentiert Johanna Grabner-Urkauf, Geschäftsführerin KTM Fahrrad den Testsieg.
Am Ende des Klassements landeten vereint die drei billigsten E-Bikes mit den Hinterradnabenantrieben. Keines erreichte eine bessere Note als 3,2, was einem „befriedigend“ entspricht.
| Rang | Modell | Note | Preis (ca.) |
|---|---|---|---|
| 1 | Kalkhoff Endeavour 5 Advance+ | 1,8 | 4.500 € |
| 1 | KTM Macina Gran 610 | 1,8 | 3.900 € |
| 3 | Cube Kathmandu Hybrid One 625 | 2,0 | 3.150 € |
| - | Maxtron MT-11 (Hinterradmotor) | 3,2 | - |
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