Strafe für zu schnelles Fahren mit dem Moped in Deutschland

Geschwindigkeitsüberschreitungen zählen zu den häufigsten Verkehrsverstößen in Deutschland und führen oft zu Bußgeldern, Punkten in Flensburg oder sogar zu Fahrverboten. Die Höhe des Bußgelds und die Anzahl der Punkte können je nach Ort der Übertretung (inner- oder außerorts) variieren.

Bußgelder bei Geschwindigkeitsüberschreitungen mit dem Moped

Bei einer Überschreitung von 21 km/h drohen sowohl PKW- als auch Motorrad-Fahrern Bußgelder und Punkte in Flensburg. Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 30 km/h drohen erhöhte Bußgelder, Punkte in Flensburg und möglicherweise auch ein Fahrverbot. Auch hier unterscheiden sich die Bußgelder, Punkte und Fahrverbots-Regeln je nach Fahrzeugtyp und Übertretungsort.

Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 40 km/h müssen Fahrer mit hohen Bußgeldern, mehreren Punkten in Flensburg und einem Fahrverbot rechnen. LKW-Fahrer erhalten höhere Strafen als PKW-Fahrer, da die Gefahrenpotenziale bei Geschwindigkeitsüberschreitungen mit einem LKW höher sind. LKWs haben längere Bremswege und verursachen bei Unfällen oft schwerwiegendere Schäden.

Moped und Führerschein

Moped zu fahren, stellt vor allem für Jugendliche eine Möglichkeit dar, motorisiert mobil zu sein. Aber nicht nur in ländlichen Regionen kann Moped zu fahren von Vorteil sein. Auch in verkehrsreichen Metropolregionen ist es mitunter ein Alternative zum Auto. Hinzukommen, als weiterer Vorteil, die relativ günstigen Unterhaltskosten sowie die vereinfachte Parkplatzsuche.

Mit dem B-Führerschein Moped zu fahren, ist erlaubt. Ein Moped darf maximal eine Geschwindigkeit von 45 km/h erreichen und einen Hubraum von 50 cm³ aufweisen. Die Leistung ist auf höchstens 4 kW beschränkt. Da ein Moped demnach schneller als 25 km/h fahren kann, wird für die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr eine entsprechende Fahrerlaubnis benötigt.

Hier bestehen zwei Möglichkeiten, entweder Sie haben bereits einen PKW- oder Motorradführerschein oder Sie erwerben die Fahrerlaubnis der Klasse AM. Ein Moped zu fahren, ist mit dem B-Führerschein möglich, da dieser die Klasse AM beinhaltet. Seit dem 28.07.2021 können Interessierte die Klasse AM ab 15 erwerben.

Jugendliche, die Moped fahren wollen, können mit 14 Jahren die Theorie und Praxis absolvieren. Fahren dürfen Sie dann aber erst ab dem 15. Geburtstag. Der Führerschein ist allerdings auch nur im Inland gültig. Das bedeutet, Moped mit 15 zu fahren in den Ländern, die ein Mindestalter von 16 Jahren haben, ist nicht erlaubt. Ein Moped zu fahren, ist ohne Führerschein nicht zulässig und stellt unter Umständen eine Straftat dar. In diesem Fall müssen Sie eventuell mit eine Geld- oder auch mit einer Freiheitsstrafe rechnen.

FAQ: Moped fahren

Darf man mit dem Autoführerschein ein Moped fahren? Ja, Sie können mit dem Klasse-B-Führerschein ein Moped fahren. In diesem ist die Klasse AM inbegriffen. Diese wird benötigt, wenn Sie keinen PKW- oder Motorradführerschein besitzen. Mit der Klasse AM dürfen Sie ab 15 Jahren ein Moped fahren.

Dürfen Sie ein Moped fahren, ohne einen Helm zu tragen? Nein. Auf dem Moped gilt eine gesetzliche Helmpflicht. Ohne Helm unterwegs zu sein, stellt eine Ordnungswidrigkeit dar.

Welche Bußgelder drohen bei Verstößen mit dem Moped? Je nach Verstoß gegen die Verkehrsregeln fallen auch auf dem Moped unterschiedliche Sanktionen an.

Verkehrsregeln auf dem Moped

Ein Moped, das im öffentlichen Straßenverkehr gefahren wird, muss zwar keine Zulassung besitzen, eine Betriebserlaubnis (ABE) ist allerdings erforderlich. Des Weiteren ist eine Versicherung abzuschließen. Für diese gilt das Versicherungskennzeichen dann als Nachweis. Ein Moped ohne Kennzeichen zu fahren, verstößt gegen die Versicherungspflicht und kann mit Geld- bzw. Freiheitsstrafen geahndet werden.

Haben Sie nur vergessen, dass Kennzeichen anzubringen, stellt das in der Regel eine Ordnungswidrigkeit dar. Wollen Sie dann Moped fahren, ohne Kennzeichen, müssen Sie mit Bußgeldern rechnen.

Geschwindigkeitsvorgaben und die Promillegrenzen gelten natürlich auch auf einem Moped. Mit diesem auf der Autobahn zu fahren, ist keine gute Idee und zudem auch verboten, da dieses die vorgeschriebene bauartbedingte Mindestgeschwindigkeit von 60 km/h nicht erreicht. Das Fahren auf Geh- und Radwegen ist ebenfalls untersagt, da Kraftfahrzeuge gemäß StVO nicht nutzen dürfen.

Sind Sie dann auf dem Moped unterwegs, müssen Sie laut § 21a Abs. 2 Straßenverkehrsordnung (StVO) zudem einen Helm tragen:Wer Krafträder oder offene drei- oder mehrrädrige Kraftfahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von über 20 km/h führt sowie auf oder in ihnen mitfährt, muss während der Fahrt einen geeigneten Schutzhelm tragen. Dies gilt nicht, wenn vorgeschriebene Sicherheitsgurte angelegt sind.

Ist eine Beförderung von Personen auf dem Moped gestattet, gilt die Helmpflicht auch für diese. Schauen Sie am besten in ABE, ob Sie mit Personen auf dem Moped fahren dürfen.

Moped-Tuning und seine Folgen

Wer seinen Motorroller entriegelt, um dadurch schneller fahren zu können, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Die Betriebserlaubnis eines Motorrollers erlischt, sobald man die Maschine frisiert, um schneller als die erlaubten 45 km/h fahren zu können. Diese begangene Ordnungswidrigkeit hat ein Bußgeld zur Folge. Wie hoch die Strafe ausfällt, richtet sich nach dem Einzelfall.

„Wenn mit dem Erlöschen der Betriebserlaubnis eine Gefährdung einhergeht, also man etwa Schuld oder Mitschuld an einem Unfall trägt, gibt es zudem Punkte in Flensburg“, sagt Rechtsanwalt Christian Janeczek, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

Denn wer mit einem Zweirad schneller als 45 km/h fahren möchte, braucht die Führerscheinklasse A, die zum Fahren eines Motorrads berechtigt. In diesem Fall ist der Straftatbestand des Fahrens ohne Fahrerlaubnis erfüllt. „Dann droht eine Geldstrafe von einem monatlichen Nettogehalts, und auch hier gibt es Punkte in Flensburg“, erklärt Rechtsanwalt Janeczek. Je nach Punktestand könne dies die Fahrerlaubnis kosten.

Einige Maschinen älterer Baujahre dürfen dagegen legal die 45 km/h-Marke übertreffen. Für welche Maschinen solche Übergangsregelungen gelten, steht in § 76 der Fahrerlaubnis-Verordnung.

Einspruch gegen Bußgeldbescheid

Bei der Feststellung von Geschwindigkeitsüberschreitungen werden zwar standardisierte Messverfahren eingesetzt - diese sind jedoch anfällig für Fehler. Geben Sie den Geschwindigkeitsverstoß nicht frühzeitig zu, da Ihnen sonst Nachteile entstehen können. Der Bußgeldbescheid enthält nicht nur den Tatvorwurf und die verwendeten Beweismittel, sondern auch die festgelegte Bußgeldhöhe, die sich nach dem aktuellen Bußgeldkatalog richtet. Zudem wird darauf hingewiesen, dass möglicherweise Punkte in Flensburg vermerkt oder ein Fahrverbot verhängt werden könnte.

Ja, die Prüfung des Einspruchs ist für Sie vollkommen kostenlos und unverbindlich. Nach dem Abschicken unseres Formulars prüfen unsere Mitarbeiter Ihr Behördenschreiben auf Fehler und geben Ihnen Rückmeldung, ob Hinweise auf Messfehler oder Formfehler der Bußgeldstellen vorliegen. Sie können nach dem Gespräch in aller Ruhe für sich überlegen, ob Sie selbst ober über unsere Kanzlei Einspruch einlegen möchten.

Bußgelder und Strafen im Überblick

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über typische Verstöße mit dem Moped und die entsprechenden Strafen:

Tatbestand Strafe (€) Punkte Fahrverbot in Monat(e)
Sie be­nutz­ten vor­schrifts­widrig den Geh­weg. ... ... ...
Fahren ohne Helm Mindestens 15 - -
Fahren ohne Führerschein Geldstrafe oder Freiheitsstrafe - -

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