Straffer Po durch Radfahren und gezielte Übungen

Ein straffer, wohlgeformter Po ist der Traum vieler. Statt stundenlang Squats im Fitnessstudio zu machen, kann man die Gesäßmuskulatur auch einfach beim Fahrradfahren trainieren. Mit ein wenig Disziplin und Ausdauer ist es gar nicht so schwer, für einen festen, straffen Po zu sorgen. Entscheidend ist nicht die Intensität, sondern die Regelmäßigkeit der Laufeinheiten. Zudem werden die Oberschenkel- und Wadenmuskulatur gestärkt.

Warum ist ein gezieltes Po-Workout wichtig?

Ein straffer Po sieht nicht nur gut aus, er hat auch gesundheitliche Vorteile. Die Gesäßmuskulatur ist eine der größten Muskelgruppen im Körper und spielt eine zentrale Rolle bei der Stabilität und Beweglichkeit. Ein kräftiger Po unterstützt nicht nur bei alltäglichen Bewegungen, sondern hilft auch dabei, das Risiko von Rückenbeschwerden zu verringern.

Das Training der Gesäßmuskulatur hat zudem positive Auswirkungen auf deinen gesamten Körper. Ein starker Po stabilisiert den Hüftbereich und trägt zur Ausbalancierung des Beckens bei. Bei sportlichen Aktivitäten wie Laufen, Radfahren oder Tanzen wirst du feststellen, dass du durch ein trainiertes Gesäß mehr Energie und Leistung aufbringen kannst.

Gezielte Fitness-Übungen für Po und Oberschenkel

Gezielte Fitness-Übungen, die Po und Oberschenkel straffen, lassen sich ohne allzu viel Zeitaufwand erledigen. Hier sind einige effektive Übungen:

  • Standwaage: Aufrecht hinstellen, Bauch anspannen. Gewicht auf ein Bein verlagern, das andere anheben und Arme ausstrecken. Nun kippen Sie in die Waagerechte. Bein, Po und Arme bilden eine Linie, Hüfte möglichst gerade halten. Bis 3 zählen, zurück zum Anfang.
  • Beckenheben: Sie befinden sich in Rückenlage, die Arme liegen parallel zum Körper. Beine angewinkelt aufstellen. Becken anheben, bis es mit Rumpf und Oberschenkeln eine Linie bildet. Spannung halten, bis 10 zählen, Becken absenken und kurz vor dem Boden wieder anheben.
  • Beinheber: Auf den Rücken legen, Arme ruhen neben dem Körper. Ein Bein aufstellen, das andere anheben und möglichst hoch strecken. Das Becken heben, 10 Sekunden halten und langsam senken. Kurz bevor Sie den Boden berühren, heben Sie die Hüfte erneut an.
  • Kniebeugen: Aufrecht stehen, Beine hüftbreit öffnen. Bauch anspannen und den Po senken, als ob Sie sich hinsetzen würden. Die Fersen bleiben am Boden, Knie möglichst nicht über die Zehen schieben. Geübte können den Trainingseffekt mit einem Gewicht verstärken.
  • Ausfallschritt: Aufrecht hinstellen, Bauch anspannen. Mit einem Bein einen großen Schritt nach vorne machen und angewinkelt abstellen. Dabei das andere Knie Richtung Boden führen, aber nicht aufsetzen. Balance für 5 Sekunden halten, zurück in die Ausgangsposition drücken.
  • Wandsitzen: Etwa einen Schritt entfernt zur Wand stehen, Füße hüftbreit aufstellen. Jetzt langsam an die Wand lehnen und in die Knie gehen - als würden Sie auf einem unsichtbaren Stuhl Platz nehmen. Der Rücken bleibt gerade an der Wand.
  • Treppensteigen auf Zehenspitzen: Nehmen Sie die Treppe anstelle des Fahrstuhls. Stellen Sie sich mit Ihren Zehenspitzen auf eine Treppenstufe. Senken Sie nun Ihre Fersen so, dass Sie sich unter der Treppenstufe befinden. Jetzt drücken Sie die Fußgelenke nach oben, sodass Sie am Ende der Bewegung auf den Zehenspitzen stehen. Spannen Sie Ihren Po währenddessen an.
  • Po-Backen zusammenkneifen: Wenn Sie vor dem Kopierer oder in der Kantine stehen, kneifen Sie einfach Ihre Pobacken zusammen.

Sportarten für eine straffe Gesäßmuskulatur

Erfahren Sie außerdem, welche Sportarten Ihrer Gesäßmuskulatur besonders zugutekommen:

  • Radfahren: Es gilt: Jede Bewegung der Beine kommt auch Ihrem Po zugute. Die kraftvolle Streckung der Beine sorgt dafür, dass sich gleichzeitig die Muskeln nach und nach herausputzen.
  • Joggen: Joggen kurbelt die Fettverbrennung allgemein an, formt aber auch den Po. Tipp: Treppenläufe fordern die Gesäßmuskeln besonders.
  • Bergwandern: Jeder Gang trainiert auch die Po-Muskulatur. So richtig anstrengend wird‘s jedoch erst in den Bergen.
  • Schwimmen: Ob Bruststil oder Kraulen: Die Schubkraft beim Schwimmen kommt vor allem aus den Beinen. Diese Bewegung trainiert auch die Po-Muskeln. Schwimmen stärkt zusätzlich den Rücken sowie die gesamte Skelettmuskulatur.
  • Tanzen: Besonders dynamische Bewegungsabläufe bringt das Tanzen mit sich. Ein richtig tolles Bauch-Beine-Po-Training sind etwa Salsa und Zumba.
  • Gleitsportarten: Gleitsportarten wie Skifahren, Snowboarden, Schlittschuhlaufen oder Inlineskaten fordern Beine und Po außerordentlich.

Die drei Muskeln des Pos

Die Po-Muskeln lassen sich mit etwas Training formen.

  • Großer Gesäßmuskel (Gluteus Maximus): Dieser Muskel liegt dichter an der Oberfläche und ist mit Abstand der größte und wichtigste. Er sorgt für die Stabilisierung der Hüfte und Streckung des Hüftgelenks. Somit ist er für den aufrechten Gang des Menschen unerlässlich. Gleichzeitig ist er einer der stärksten Muskeln des menschlichen Körpers und bestimmt maßgeblich die Form des Pos. Ist er gut trainiert, wirkt Ihr Po straff und knackig.
  • Mittlerer Gesäßmuskel (Gluteus Medius): Er liegt ebenfalls seitlich am Becken und bestimmt, ob Ihr Po mehr oder weniger rund erscheint. Gut trainiert unterstützt er insbesondere die obere Gesäßhälfte. Tipp: Ob bei der Standwaage oder in Rückenlage - der Beinheber fordert den mittleren Gesäßmuskel.
  • Kleiner Gesäßmuskel (Gluteus Minimus): Er sorgt insbesondere für eine runde Hüftform. Seine Beanspruchung hilft dabei, seitliche Fettanlagerungen abzubauen. Von den drei Muskeln liegt er am tiefsten und unterstützt die beiden größeren. Tipp: Treppensteigen trainiert den kleinen Gesäßmuskel und hilft, die Bananenfalte (Übergang zwischen Po und Oberschenkel) zu formen.

Mini-Workout und Pflege-Tipps für straffe Haut

Muskeln zu stärken und so den Po zu festigen, ist die eine Sache. Die andere: mit der richtigen Pflege von außen unterstützen. Gut gepflegte Haut wirkt glatter und straffer.

  • Körperpeeling: Abgestorbene Hautschüppchen entfernen Sie am besten einmal pro Woche mit einem Körperpeeling. Die kleine Massage mit Peeling-Partikeln regt nicht nur die Durchblutung an, sie sorgt auch für zarte Haut. Zudem beugen Sie mit dieser gründlichen Reinigung auch Unreinheiten vor.
  • Feuchtigkeitspflege: Cremes, Lotionen und Körperöle versorgen die Haut von außen mit Feuchtigkeit und Lipiden. Dank speziell entwickelter Anti-Age-Produkte mit Inhaltsstoffen wie beispielsweise Q10 können Sie zudem die Straffheit und Elastizität Ihrer Haut am ganzen Körper unterstützen.
  • Massagen: Massagen können das Erscheinungsbild der Haut verbessern, indem sie Durchblutung und Lymphfluss anregen. Cremen Sie Po und Beine z. B. in kreisenden Bewegungen ein und verstärken Sie den Effekt, indem Sie die Fingerknöchel verwenden. Wer mag, kann Po und Beine auch trocken massieren - mit einer Körperbürste oder einem Luffaschwamm etwa. Aber auch dann gilt: Das Eincremen im Anschluss nicht vergessen.
  • Wechselduschen: Das Hin und Her von warm zu kalt trainiert die Gefäße und regt die Durchblutung sowie den Kreislauf an. So geht‘s: Duschen Sie Po und Beine mindestens 4 Minuten im Wechsel warm und kalt ab. Dabei beginnen Sie warm und schließen mit einem kalten Schwall ab. Tipp: Anfänger starten die kalte Brause an den Füßen, um sich an die Temperatur zu gewöhnen und arbeiten sich dann langsam hoch.

Alltagsübungen für den Po

Schon kurz nach dem Aufstehen bzw. vor dem Start in den Arbeitstag können Sie richtig viel für Ihren Po tun. Dafür brauchen Sie gar nicht viel Zeit!

  1. Gesäß-Training beim Zähneputzen: Spannen Sie beim Zähneputzen Ihre Po-Backen fest an und kommen Sie auf die Zehenspitzen. Halten Sie die Balance! Wiederholen Sie diese Übung einige Male, bis Ihre Zähne blitzeblank sind und Ihre Gesäßmuskulatur schön durchbewegt ist.
  2. Treppensteigen: Nutzen Sie auf dem Weg zur Arbeit die Treppe und nicht den Aufzug. Steigen Sie diese aber nicht auf dem herkömmlichen Weg hinauf, sondern nehmen Sie immer zwei Stufen auf einmal. Das macht den Hintern schön knackig!
  3. Po-Backen zusammenkneifen: Kneifen Sie immer mal wieder die Backen Ihres Allerwertesten zusammen. Das können Sie am Frühstückstisch tun, beim Warten an der Ampel oder im Bus. Das Beste: Keiner sieht’s und Ihr Po wird quasi nebenbei immer fester!

Radfahren im Alltag integrieren

Fahrradfahren lässt sich super gut in den Alltag integrieren, was gleichzeitig einen positiven Effekt auf Ihre gesamte körperliche Gesundheit hat. Die Fettverbrennung beginnt beim Radfahren schon ab der 1. Minute. Die Belastung nimmt im Lauf einer Einheit zu. Ideale Trainingsergebnisse erreichen Sie, wenn Sie mehrmals pro Woche mindestens 30 Minuten bei erhöhter Intensität fahren. Idealerweise in einem Pulsbereich, der bei 60 bis 70 % Ihrer maximalen Herzfrequenz liegt.

Beispielhafter Tagesablauf:

Als Beispiel nehmen wir hier den Tagesablauf einer Frau im Alter von 28 Jahren. Sie fährt bereits regelmäßig mit dem Rad, nimmt aber auch für viele Strecken das Auto. Ihren Arbeitsweg von 15 Kilometer fährt sie in einem entspannten Tempo und benötigt dafür 45 Minuten. In der Mittagspause radelt sie zu einem Bistro, das 2 km entfernt ist, also hin und zurück insgesamt 4 km. Dadurch verbraucht sie noch mal ca. Nach der Arbeit geht's zurück nach Hause. Am Nachmittag besucht sie noch ihre beste Freundin, die 10 Kilometer entfernt wohnt. Unterm Strich ist unsere "Testperson" schon ganz gut dabei, denn sie verbrennt an einem normalen Arbeitstag bereits ca. Bei einem durchschnittlichen Tempo braucht sie für die 10 Kilometer zu ihrer Freundin rund 30 Minuten. Damit verbraucht sie nochmal ca. 270 kcal einfach, also 540 kcal hin und zurück. Wenn die beiden Freundinnen dann auch noch zusammen eine kleine Radtour machen, anstatt nur Kaffee zu trinken, wird es sogar noch mehr.

Kalorienverbrauch beim Fahrradfahren (ungefähre Werte):

Geschwindigkeit Kalorienverbrauch pro Stunde
15-20 km/h ca. 400 Kalorien

Muskeln, die beim Radfahren beansprucht werden

  • Quadrizeps: Der Muskel verläuft an der vorderen Seite des Oberschenkels und baut gut Muskelmasse auf.
  • Wadenmuskeln (Gastrocnemius): Der stabilisiert dich auf den Pedalen und gibt Kraft beim Treten.
  • Gluteus Maximus: Das passiert automatisch, wenn du die Pedale nach unten drückst.
  • Bizeps Femoris: Wenn du mit Klickpedalen fährst, trainierst du außerdem noch deinen Bizeps Femoris (= Beinbeuger auf der Oberschenkel-Rückseite) sowie den Tibialis Anterior (= Fußheber vorne am Schienbein).

Übrigens: Wenn du Knieprobleme hast, ist Fahrradfahren der perfekte Sport für dich. Es hilft dir, schwache Kniesehnen sanft und schonend zu trainieren. Du trainierst deine Rücken-Muskulatur, die Wirbelsäule und bekommst eine gute Körperhaltung. Radsport trainiert deine Arme. Wenn du den Lenker hältst und steuerst, wird deine Schulter-Muskulatur gestärkt. Dein Oberkörper hält dich beim Fahrradfahren stabil. Wenn du aus dem Sattel aufstehst oder dich nach vorne lehnst, trainierst du deinen kompletten Oberkörper sowie die Bauch-Muskulatur.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0