Laufräder sind eine tolle Fortbewegungsmöglichkeit für die Jüngsten. Sie sind ein Spielfahrzeug, welches die erste Möglichkeit zum Einstieg in die Welt der Zweiräder bietet. Schon ab 1,5 Jahren sind Kinder in der Lage, Laufräder zu manövrieren. Sie sind außerdem die ideale Vorübung zum Fahrradfahren. Im Gegensatz zu den „guten“ alten Stützrädern schult das Laufrad von Anfang an Gleichgewicht und die Manövrierfähigkeiten der Kleinen.
Wichtige Kriterien für den Kauf eines Laufrades
Das Laufrad wird durch die Beinbewegung in Gang gesetzt und hat üblicherweise keine Bremse. Es handelt sich also um eine sehr rudimentäre Version des Fahrrades. Das Kind kann sich völlig auf das Balancehalten konzentrieren. Gebremst wird mit den Füßen, festes Schuhwerk ist also ein Muss.
Die richtige Größe
Die richtige Rahmengröße und Geometrie sind essentiell. Kauft bloß nicht eine Nummer größer, „weil es dann länger hält“ oder „weil mir die Farbe besser gefällt“. Euer Nachwuchsbiker will seine Beinchen fest am Boden haben. Nur so bekommen sie auch die Sicherheit, sich auf’s Balancieren einzulassen und die kleinen Treter auch mal ganz vom Boden zu heben. Mit einem zu großen Rahmen wird das Laufrad garantiert schnellstens in der Ecke landen, weil es einfach keinen Spaß macht, ständig umzufallen.
Wie finde ich die richtige Größe beim Laufrad?
Ein Wort: Probefahren! Wenn euer Zwerg schon motiviert ein paar Schritte läuft und vielleicht auch schon versucht, auf das Bike der großen Schwester oder des Nachbarjungen raufzuklettern, ist eine Probefahrt die beste und sicherste Variante, das passende Laufrad zu finden. Dennoch macht es Sinn, die in Frage kommenden Modelle schonmal grob nach der richtigen Größe einzuschätzen und unpassende Ausreißer von vornherein auszuschließen.
Ausschlaggebend ist hierfür die Schrittlänge oder Innenbeinlänge: das Kind sollte mit beiden Beinen sicher den Boden berühren können. Die Knie sollten dabei leicht gebeugt sein.
Wie messe ich die Schrittlänge?
Nimm ein Buch und klemme mit dem Buchrücken nach oben zwischen die Beine deines gerade stehenden Kindes, bis es auf dem Buchrücken „aufsitzt“. Nun misst du den Abstand vom Boden bis zum Buchrücken. Et voilá, der gemessene Wert entspricht der aktuellen Innenbeinlänge Deines Kindes.
Tipp: Am besten misst Du die Innenbeinlänge, wenn Dein Kind Schuhe und eine eng anliegende Hose trägt. Auch Windeln machen einen massiven Unterschied. Seid also realistisch.
Das Gewicht
Leichter ist immer besser (Radlerweißheit). Auch wenn diese Pauschalisierung natürlich nicht immer ins Schwarze trifft und zuweilen absurde Blüten trägt (Titanschrauben zur Gewichtsoptimierung 😉 ), hat sie bei Kinderfahrrädern besondere Relevanz. Ein zu schweres Laufrad wird eurem Zwerg schnell die Kraft rauben, es zu bewegen. Das führt zu Frust und zum gleichen Schluss wie die falsche Rahmengröße: Es wird eher in der Ecke liegen als gefahren, weil es einfach weniger Spaß macht.
Während die Jagd nach dem letzten Gramm bei uns Erwachsenen oft ein wenig verrückt wirkt (und schnell unglaublich teuer ist), relativiert ein Blick auf die Proportionen der Gewichte von Fahrer und Bike den Anspruch beim Laufrad. Wenn unsere Zwillinge mit knapp über einem Jahr und knapp unter 10kg ein 4kg schweres Laufrad bewegen, entspräche das (natürlich etwas vereinfacht) einem sackschweren 26kg Mountainbike für Papa.
Um den Vergleich mit meinem - noch immer ein wenig pummeligen - 13kg Endurohardtail zu schaffen, müsste das Laufrad schon knapp unter 2kg wiegen. Das schafft nur ein Bike in unserem Vergleich. Wo liegt also die Wahrheit? Als Daumenregel sind 20 - 30% des Körpergewichts realistisch.
Laufrad Kaufen: Neu oder Gebraucht?
„Neu ist immer besser“. Aber leider nicht nachhaltiger. Oder besser. Hä? Wir sind der Meinung, dass es absolut Sinn macht, bei Kinderfahrrädern auf gebrauchte Produkte zu setzen, da sie aufgrund des schnellen Wachstums der Kinder eine sehr begrenzte Zeit im Einsatz sind. Außerdem kann man so auch um moderate Preise qualitative Topprodukte erstehen. Mit ein bisschen Pflege bekommt ihr so eine Saison Laufradfahren um 20€.
Auf was ihr beim Gebrauchtkauf achten solltet, werden wir noch in einem separaten Artikel beleuchten. Wir haben bisher alle unsere Bikes, Kinderbikes und Laufräder gebraucht gekauft und nie eine Gurke dabei gehabt.
Der Gebrauchtmarkt war in den letzten Jahren ein wenig verrückt: Angefacht durch die hohe Nachfrage während der Corona-Pandemie, Produktionsausfällen sowie der akuten Wasserknappheit in Taiwan kamen viele Fahrradhersteller in Produktionsrückstand. An neue Bikes der österreichischen Trendmarke Woom kam man nur noch nach monatelanger Wartezeit auf Vorbestellung. Oder eben gebraucht, zum Neupreis oder Sonderspezialpreis 20% teurer als neu.
Der Preis ist heiß - ordentlich sparen beim Laufrad kaufen
Durch die vollen Lager der Hersteller und Händler hat sich der Trend zum Glück 2024 wieder ein wenig relativiert. Bei den Kinderbikes ist der Unterschied zwar nicht ganz so krass wie bei den Fahrrädern für Große, dennoch lässt sich hier im Moment sowohl beim Händler als auch gebraucht einiges zu brauchbaren Preisen finden.
Bei den teueren Markenlaufrädern von Woom, Kubikes, EarlyRider sind hier neben Woom besonders wertstabil (und teilweise absurd teuer am Gebrauchtmarkt). Im Folgenden stellen wir euch neben den Platzhirschen einige großartige Alternativen vor, die genauso gut und leicht (oder leichter) sind.
Unsere Meinung zu einigen Laufrädern
Cruzee Superlight
Das Cruzee Superlight kann tatsächlich schon von den ganz Kleinen bewegt werden. Es ist wirklich super-leicht. Leider könnte die Verarbeitung ein bisschen besser sein. Die Ausfallenden (wo die Räder an Gabel und Rahmen befestigt sind) sind gequetscht und ein wenig zu scharfkantig für unseren Geschmack. Die EVA-Reifen halten aber schon eine ganze Weile. Die lange Nutzungsdauer (bis 120cm Körpergröße) ist wohl eher Gimmick.
Höhere Preisklasse (150+€ Neupreis)
Frog Bikes „Tadpole“
- Neupreis: 269,99€
- Schrittlänge: Beininnenlänge von 31 cm.
- Gewicht: 4,17 kg
- Extras: Tektro Hinterradbremse Reflektoren und Klingel sind inklusive, Schnellspanner am Sattel
Early Rider SuperPly Bonsai
- Neupreis: 179€
- Für 2 - 4 Jahre geeignet
- Gewichtsbeschränkung: 20 kg
- ab 33 cm Innenschrittlänge
- Sitzhöhe: 35 - 45 cm
- Körpergröße: 92,5 cm - 102,5 cm
- Gewicht: 4,3kg
- Pro: einzigartiger Look, hochwertige Verarbeitung
- Con: Gewicht, eher für große Kinder
Wir haben den Vorgänger (Alley Runner)! Unsere Meinung: Wenn es um den Faktor Fancyness geht, kommt ihr am Early Rider nicht vorbei. Die Bikes im „Raw“ Style oder lackiertem Holz sind aber nicht nur chic (besonders für Mama und Papa), sondern auch sauber verarbeitet.
KuBikes 12
- Neupreis: 139€ - ~174€ (Custom Build)
- Gewicht: 3,7kg - 3,3kg (Custom Build ohne Bremse)
- Sattelhöhe: 34 - 44 cm
- Mindestgröße: 88cm
- Pro: Schier endlose Customizing Möglichkeiten, gute Ausstattung Leicht laufende Luftreifen Hinterradbremse
- Con: eher für größere Kids
Unsere Meinung: Ob Bremse, Goldene Speichennippel oder Carbonsattelstütze: Bei der Custom Build Variante kann sich die Bikefreak-Mama (oder Papa) voll austoben - auch wenn 300€ für ein Laufrad ganz schön heftig sind.
Kokua LIKEaBIKE Jumper
- Neupreis: 200€
- Schrittlänge: Sattelhöhe: 34 - 44 cm/Innenbeinlänge: 36 - 46 cm
- Gewicht: 3,4 kg
- Pro: Hinterrad gefedert, gute Ausstattung, Luftreifen
- Con: eher schwer, eher für größere Kinder, hoher Preis, keine Bremse
HABEN WIR! Unsere Meinung: Beim LIKEaBIKE Jumper ist der Name Programm. Es ist das einzige Laufrad im Vergleich mit Federung (hinten). Die Aufgabe der Federung übernimmt hier ein Gummiblock, der im Hinterbau integriert ist. Entsprechend ist das Bike nicht das Leichteste. Die Ausstattung ist für den Preis angemessen - nur eine Bremse würden wir uns noch wünschen, da die Kleinen mit dem Jumper richtig schnell werden.
Woom 1
- Neupreis: 189€
- Sattelhöhe: ab 26,5cm
- Gewicht: 2.95 kg
- Extras: Hinterrad-Handbremse, Lenkeinschlagsbegrenzer
- Pro: Eher leicht, superdünne Griffe, saubere Verarbeitung, sehr niedriger Sattel, langer Radstand, hoher Wiederverkaufswert, Leicht laufende Luftreifen
- Con: eher teuer, teilweise proprietäre Teile
Unsere Meinung: Das Woom 1 ist nicht umsonst sehr beliebt. Die von Woom verwendeten selbstentwickelten Teile erschweren etwas die Reparatur bei Defekten, allerdings sind sehr viele davon sogar über den Webshop verfügbar.
Woom 1 Plus
- Neupreis: 326,29€
- Sattelhöhe: ab 26,5cm
- Gewicht: 4,45 kg
- Extras: Hinterrad-Handbremse, Lenkeinschlagsbegrenzer
- Pro: Große 14 Laufräder breites Trittbrett superdünne Griffe saubere Verarbeitung sehr niedriger Sattel langer Radstand hoher Wiederverkaufswert Leicht laufende Luftreifen
- Con: Preis, teilweise proprietäre Teile
Unsere Meinung: Das Woom 1 Plus ist nicht umsonst sehr beliebt. Die von Woom verwendeten selbstentwickelten Teile erschweren etwas die Reparatur bei Defekten, allerdings sind sehr viele davon sogar über den Webshop verfügbar.
Commencal Ramones 12 Und 14
- Neupreis: 198€ (372€ inkl. Bremse)
- Körpergröße: 90 - 105cm (12 Zoll), 95 - 110 (14 Zoll)
- Alter: 2 - 5 Jahre
- Extras: Hinterrad-Scheibenbremse nachrüstbar
- Pro: Raw Look Mountainbike Look stabiler Rahmen großteils standadisierte Teile, gut aufrüstbar Richtig starker Look
- Con: mit 4,2 bzw. 4,5kg eher schwer Bremsset kostet fast so viel wie das ganze Bike
14-Zoll-Laufräder: Ab welchem Alter geeignet?
14-Zoll-Räder sind ideal für Kinder ab 4 Jahren. Abhängig von der Entwicklung und den Interessen des Kindes können einige bereits mit 3 Jahren, andere erst mit 5 Jahren bereit sein. Sie eignen sich gut zum Erlernen des Fahrradfahrens, da sie relativ leicht und einfach zu manövrieren sind. Die ideale Körpergröße für 14-Zoll-Laufräder liegt zwischen 100 und 105 cm. Die Sitzhöhe sollte 2 cm niedriger sein als die Schrittlänge des Kindes.
Empfehlenswerte 14-Zoll-Kinderlaufräder
Es gibt verschiedene Ausführungen von 14-Zoll-Laufrädern auf dem Markt. Welches Modell am besten geeignet ist, hängt von den individuellen Bedürfnissen des Kindes ab. Hier sind einige empfohlene Modelle:
- Woom 1 Plus
- Sattelhöhe: 37-47 cm
- Gewicht: ca. 4,2 kg
- Alter: ab 3 - 4,5 Jahre (95 - 110 cm Körpergröße)
- Material: Superleichter Vorbau aus geschmiedetem Aluminium
- Vorteile: Zwei Handbremsen, abnehmbares „Surfbrett“, langlebig, leicht, abnehmbarer Lenkungsbegrenzer, 14-Zoll-Reifen
- Nachteile: Teuer (€ 249,00 zum Zeitpunkt der Veröffentlichung)
- Ridgeback Scoot XL
- Sattelhöhe: 40 - 56 cm
- Gewicht: ca. 5,6 kg
- Alter: 3-5 Jahre
- Material: Aluminium
- Vorteile: 14-Zoll-Reifen, breiter, stabiler Lenker, langer Radstand für Stabilität und Langlebigkeit, hohe Qualität und Langlebigkeit, verstellbare Sitzhöhe
- Nachteile: Zu schwer für Kinder mit geringem Gewicht, freiliegende Bolzen (€ 199,00 zum Zeitpunkt der Veröffentlichung)
- Frog Tadpole Plus
- Sattelhöhe: ca. 38 bis 51 cm
- Gewicht: ca. 4,2 kg
- Alter: 3-5 Jahre
- Material: Aluminium
- Vorteile: Leichtgewicht, kinderspezifisches Design, Bremshebel mit verstellbarem Griff, verriegelbarer Steuersatz
- Nachteile: Breiter Sattel (€ 299,00 zum Zeitpunkt der Veröffentlichung)
- LikeaBike Jumper 14
- Sattelhöhe: ca. 44 bis 55 cm
- Gewicht: ca. 4,2 kg
- Alter: 3-5 Jahre
- Material: Aluminum
- Vorteile: Einziges Laufrad mit Stoßdämpfer, weiche, griffige Big Apple-Reifen, dick gepolsterter Sitz, leichter Aluminiumrahmen
- Nachteile: Hochpreisig, Sitz kann am Hinterreifen reiben, wenn er auf die niedrigste Höhe eingestellt ist (€ 249,00 zum Zeitpunkt der Veröffentlichung)
- Early Rider Trail Runner XL
- Sattelhöhe: ca. 38 bis 50 cm
- Gewicht: ca. 3,6 kg
- Alter: ab 3 bis 5 Jahre
- Material: Aluminium
- Vorteile: Sehr leicht, schönes Design, hohe Qualität
- Nachteile: Keine Handbremse, nur in einer Farbe zu haben (€ 199,00 zum Zeitpunkt der Veröffentlichung)
Hier ist eine Liste der besten Laufräder 14 Zoll, basierend auf unseren Recherchen. Wir haben uns Dutzende von Optionen angeschaut und Faktoren wie Preis, Qualität, Funktionen und mehr berücksichtigt. Dann wirst Du die unten aufgeführten großen Lernlaufräder für Kinder lieben. Los geht’s!
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