Sun Ringlé Laufrad Test: Ein umfassender Überblick

Mit dem Start ins Wochenende hat uns der Postbote mit einem brandneuen Laufradsatz aus dem Hause SUNringle erfreut. Seitens SUN trägt dieser Laufradsatz den Ruf der Unverwüstbarkeit.

Mountainbike-Laufräder mit breiten Felgen im Trend

Immer mehr Mountainbiker schwören auf breite Reifen. Zum einen bei den angesagten Plus-Formaten mit Reifen von 2,8 bis 3,0 Zoll Breite, aber auch beim "normalen" MTBs mit bis zu 2,4 Zoll breiten Reifen. Zudem kommen gerade 2,6 Zoll breite Pneus in Mode. Sie alle bedingen breite, ausladende Felgen wie sie die neuen MTB-Laufräder Sun Ringlé Düroc 30 und 35 aufweisen.

Denn: Breite Felgen betten breite Schlappen besser, die Reifenflanken stehen stabiler, weil gerader im Felgenbett. Zudem baut der Reifen dann selber noch einmal breiter. Die weiteren Vorteile von breiten Felgen/Reifen sind: bessere Rolleigenschaften, höhere Traktion, stabileres Kurven-Handling, höherer Pannenschutz.

Sun Ringlé Düroc: die Maße im Überblick

Die neuen Laufräder Sun Ringlé Düroc 30 weisen eine Außenbreite von 30 mm auf, die Maulweite beträgt 27 mm. Sie richten sich vor allem an CC-, Tour- und Trail-Mountainbiker. Die breiteren Pendants Sun Ringlé Düroc 35 messen außen 35 mm und innen 32 mm. Sie sind prädestiniert für All-Mountain- und Enduro-MTBs.

Die Laufräder sind vorne/hinten aber auch einzeln erhältlich, lassen sich also kombinieren: vorne breiter, hinten schmaler.

Volle Auswahl bei den Laufrädern Sun Ringlé Düroc

Es gibt die neuen Sun Ringlé Düroc 30 und 35 sowohl in 27,5 Zoll als in 29 Zoll. Sie kommen mit Endkappen sowohl für den neuem Boost-Achsen-Standard (vorne 110 x 15 mm, hinten 148 x 12 mm) als auch für das alte Steckachsenmaß mit vorne 100 x 15 mm und hinten 142 x 12 mm. Und sogar als Variante für Schnellspanner (135 x 9 mm).

Beim Freilauf besteht ebenfalls volle Auswahl: traditionell Shimano oder Sram-XD-Body.

Sun Ringlé Düroc: auch schlauchlos aufbaubar

Die Laufräder Sun Ringlé Düroc 30 und 35 kommen mit Tubeless-ready-Felgen, lassen sich also schnell und einfach mit Milch statt Schlauch aufbauen. Die Felgen sind in Doppelwand-Bauweise und geschweißt - keine Kompromisse. Als Naben kommen die bewährten Sun-Ringlé-SRC-Hubs zum Einsatz.

Die Gewichte gibt Sun Ringlé mit sehr ordentlichen 1790 Gramm (27,5 Zoll) und 1840 Gramm (29 Zoll) für den Düroc-30-Satz an, für den Düroc-35-Satz sind es 1900 Gramm (27,5 Zoll) bzw. 1940 Gramm (29 Zoll).

Faire Preise für die Sun-Ringlé-Düroc-Laufräder

Wie erwähnt, stellt sich der Kunde den Satz selber zusammen. Für das Vorderrad ruft Sun Ringlé egal in welcher Konfiguration faire 244 Euro auf, für das Hinterrad 366 Euro. Im Paket dabei sind: vorinstalliertes Tubeless-Tape, Tubeless-Ventile, Tubeless-Milch, End-Caps für alle Achsen sowie sogar beide Freiläufe.

Sun Ringle Mulefüt SL Laufräder im Test

Die Sun Ringle Mulefüt SL Laufräder haben echt eine halbe Ewigkeit gebraucht, um den Weg um die Welt in unser Testlabor zu finden. Wie schon beim Test der ersten Version hat uns Hayes Germany einen Laufradsatz zum Bodycheck überlassen. Und auch dieser Artikel folgt dem Modell unserer bisherigen Serie von Laufradtests.

Die Sun Ringle Mulefüt 80SL V2 Laufräder* - so sperrig der offizielle Name - sind die Nachfolger des, unserer Beobachtung nach, erfolgreichsten FATBike Laufradsatzes: den Mulefüt 80 Rädern. Und dieser Erfolg hat gute Gründe. Die Räder sind unheimlich robust, haben ein faires Gewicht, es gibt sie in praktisch jeder erdenklichen Konfiguration in Bezug auf Freilauf und Achse und sie sind unangefochten Spitzenklasse in Bezug auf Tubeless Einsätze.

Die Sun Ringle Mulefüt FATBike SL Laufräder versorgen die heute gängigen Standards: 150x15mm vorn und 177x12mm bzw. 197x12mm Einbaubreite hinten. Der uns gelieferte Laufradsatz ist mit einem Shimano Freilauf aus Alu bestückt, ein Sram XD Freilauf aus dem gleichen Material gehört zum Lieferumfang und kann einfach getauscht werden.

Und auch ein Satz Achsstummel für klassische Schnellspanner am Hinterrad liegt im Karton - absolut vorbildlich! Da das Vorderrad nur für 150mm Gabeln angeboten wird entfällt hier die Schnellspannoption.

Die Mulefüt SL* basieren, wie ihre Vorgänger, auf einem Satz robuster Single Wall Felgen, welche nun aber über größere Cut Outs verfügen. Größe und Bestückung der Industrielager bleiben unverändert: zwei 32mm (vorn) und vier 30mm (hinten) Lager übernehmen die Arbeit. Eine genaue Spezifikation der Lager haben wir diesmal nicht gefunden, Hersteller scheint aber die chinesische Firma TTN zu sein.

Zwar ist unsere Erfahrung mit der Lagerqualität bei Sun Ringle Laufrädern bis heute durchaus zufriedenstellend. Die Alternative: SRAM XD. Die massiven Sperrklinken haben sich in der Vergangenheit leider als nicht ganz so bombensicher erwiesen, wie wir ursprünglich dachten. Daher wurde das Design zwischenzeitlich überarbeitet und anfängliche Probleme mit gelegentlichem Zahnausfall weitestgehend eliminiert.

Geblieben ist der FATte, maschinengewehrartige Sound des Freilaufs. Wie gewohnt verhindert eine Lippendichtung das Eindringen von Schmutz in den Freilauf.

Das Material der Felgen ist in seinen Dimensionen weitgehend unverändert: 2,8mm Dicke messen die Flanken, die ihre Rambo-mäßige Härte schon millionenfach unter Beweis gestellt haben. Weggefallen sind dagegen die zweireihig gebohrten Speichenlöcher. Dafür gibt es weiterhin, und das ist viel wichtiger, Double Butted Speichen (2,0/1,8/2,0) des Altmeisters Wheelsmith samt Messingnippel.

Leider wurde auch dieses mal auf Alunippel verzichtet, obwohl sie eine der sinnvollsten Arten sind Gewicht zu sparen. Die Laufräder fallen etwas schwerer aus als von Sun Ringle angegeben, allerdings könnte der Unterschied auf das in unserem Fall bereits werksseitig montierte Tubeless Tape zurückzuführen sein.

Die Gewichtsersparnis zum Vorgänger beläuft sich nach unserer Messung auf ca. ~1.270 Gramm (incl. ~1.410 Gramm (197mm, incl.

Die Sun Ringle FATBike Laufräder haben sich als robuste Zeitgenossen erwiesen, was auch für die Mulefüt SL gilt. Die Oberflächen sind hochwertig und belastbar, die Lager laufen weich, nichts wackelt oder klappert. Ein Segen ist unserer Meinung nach auch die Wartung, die im Prinzip ohne Spezialwerkzeuge auskommt.

Etwas schade für's Geld ist aus unserer Sicht lediglich, dass die schicken und schlichten Schriftzüge nur aufgeklebt und nicht eingelasert sind. Ansonsten gibt es eine Menge präzise gefertigter Teile, viele Dichtungen und, wie schon weiter oben erwähnt, Tubeless Tape ab Werk - Tubeless Umbau leicht gemacht! 100%.

Da die Mulefüt SL Räder bereits „out of the box“ bereit für den Einsatz ohne Unterwäsche sind und auch noch komplett mit Dichtmilch und Ventilen geliefert werden können wir hier nur das Prädikat „vorbildlich“ vergeben.

Die Sun Ringle Mulefüt SL Laufräder gehören, wie oben schon gesagt, zu den erfolgreichsten ihrer Art. Vermutlich sind sie sogar DIE erfolgreichsten Laufräder. Und auch, wenn einige Kritikpunkte bleiben, ist das SL Update ein rundum gelungenes Paket.

Der Listenpreis von 699,- Euro geht für das Gebotene bereits absolut in Ordnung, dennoch hat sich der „Straßenpreis“ wie üblich noch ein gutes Stück darunter eingependelt. Wer Interesse hat, bekommt die Sun Ringle Mulefüt SL Laufräder z.B. *Partnerlinks sind, wie immer, mit „*“ gekennzeichnet. Mit der Nutzung dieser Link unterstützt Du unsere Arbeit.

Produktnews: Super Bubba X

Produktnews: Der XC-Rennsport kennt viele Gesichter, vom taktierenden und nichts dem Zufall überlassenden Pro-Racer bis hin zum Hobby-Rennfahrer der den Sprint zum Baumstumpf für etwas Air-Time der Kondition für den nächsten Anstieg vorzieht. Genau wie jeder andere Sport kennt auch der Cross-Country Rennsport viele Gesichter, und genauso viele Vorlieben bei den Komponenten.

Der Weg dorthin war für die Ingenieure nicht ganz einfach. Der Super Bubba X verwendet die gleiche reduzierte Ratschenringtechnologie wie der Super Bubba, wodurch Gewinde für eine einfache Wartung und eine felsenfeste Schnittstelle vermieden werden. Anstelle der zwei versetzten Ringe mit 45 Zähnen, die beim Super Bubba zu finden sind, verfügt der X jedoch nur über einen Ring mit 90 Zähnen.

Die Räder sind mit gerade gezogenen Wheelsmith DB14-Speichen und Alu-Nippeln ausgestattet. Das Gesamtgewicht des Satzes beträgt 1690g und enthält alles, was Sie zum Aufbau von Tubeless in der Box benötigen. In Kombination mit einigen aktuellen Produkte vervollständigt die Manitou R7 das Angebote XC-Produkte.

Laufrad-Test: Carbon vs. Aluminium

Laufräder sind nicht nur Blickfang, sondern auch wichtiger Teil des Fahrwerks. Sie bestimmen mit ihrer Breite, welche Form der Reifen annimmt und mit welchem Luftdruck dieser gefahren werden kann. Mit den aktuellen Breitfelgen - im Test liegt das mittlere Innenmaß bei rund 30 Millimetern - lässt sich der Druck senken, Komfort und Grip steigen.

Das sind starke Argumente, alte Schmalspurlaufräder in Rente zu schicken und ans Zweit- oder Drittrad zu verbannen und in neue Technik zu investieren.Aber auf welche Bauart sollte man setzen? Konventioneller Aufbau oder Systemrad? Welche Gewichte sind realistisch? Überleben Carbon-Felgen einen Ritt durch Steinfelder, oder ist es gar verrückt, auf Carbon ernsthaft über Fels und Wurzelbretter zu rattern?

Klar, jeder will ein leichtes Laufrad. Aber Laufräder müssen vor allem auch robust sein. Denn wenn das Rund versagt, ist die Luft nicht nur aus dem Reifen raus, sondern auch aus der Traum-Tour.

Getestete MTB-Laufradsätze

Diese MTB-Laufradsätze finden Sie im Test:

  • Carbon-Laufräder:
    • 9th Wave Dirt-SW27
    • Acros A-Wheel ED Race Boost Carbon 27,5
    • Bontrager Line Pro 30
    • Bulls Hattori
    • Castle CC Morgenstern 27,5"
    • Syntace C33i Straight Carbon (BIKE TIPP: Testsieger)
  • Aluminium-Laufräder:
    • DT Swiss M1700 Spline 30
    • E*Thirteen TRS+
    • Mavic XA Elite 27.5 Green 2.35
    • Newmen Evolution SL A.30 (BIKE TIPP: Preis / Leistung)
    • Spank Oozy Trail 345 Wheelset Boost
    • Sun Ringlé Düroc 30 Expert AL
    • Veltec ETR-ExtraDrei 27,5"
    • Whizz Wheels LRS DT 350 Boost / ZTR Flow MK3

Ergebnisse des Laufrad-Tests

Zwei Laufräder ragen im Test herausIn Sachen Steifigkeit profitieren alle Räder von der Boost-Bauweise. Durch die breiten Einbaumaße stehen die Felgen standhaft zwischen den Flanschen, obwohl dünnste Speichen wie die Sapim CX-Ray zum Einsatz kommen. Systemräder, also speziell aufei­nander angepasste Naben, Speichen und Felgen realisieren dabei etwas niedrigere Gewichte als konventionelle Aufbauten.

Die Radsätze drücken mit 1400 bis 1950 Gramm auf die Waage, wobei sich das Alu-Modell von Newmen mit 1597 Gramm zwischen die Carbon-Räder mischt, die das Gewichts-Ranking naturgemäß anführen. Große Unterschiede offenbart der Crashtest.

Hier zeigt die Carbon-Felge von Syntace (1600 Gramm) extreme Nehmerqualitäten und bleibt auch unter harter Überlast intakt, die Alu-Felgen einknicken lässt wie ein leere Dose Bier. Zusammen mit den anderen guten Qualitäten gibt das ein "Super" in der Gesamtwertung. Alle anderen Carbon-Felgen versagen viel früher, spätestens bei der Schlagstufe 5; zeigen teilweise aber auch schon vorher kleine Schäden, die nicht immer leicht zu entdecken sind, aber eine Keimzelle für den Totalausfall sein können.

Bei Carbon schwingt deshalb immer die Frage mit, ob der Hersteller garantieren kann, die für Carbon typischen Fertigungsschwankungen im Griff zu haben. Alu ist diesbezüglich ehrlicher. Das Material ist homogen, und ein dicker Schlag zieht immer eine Beule nach sich. Kleinere Beulen kann man auch wieder rausbiegen, aber wenn die Flanke bricht, wie bei Sun Ringlé, ist die Tour zu Ende.

Die Größe der Beulen variiert stark. Newcomer Newmen ragt in dieser Disziplin bei Alu-Rädern heraus und holt sich auch ein "Super" als Endurteil. Die Beulresistenz ist sehr viel besser als bei allen anderen Felgen, dank einer leicht ausgestellten Flanke, abgeschaut vom Motocross-Bereich.

Im Duell der Besten - Syntace und Newmen - herrscht so fast ein Patt zwischen Carbon- und Alu-Rad. Letzteres kostet aber weniger als die Hälfte und ist damit der Preis-Leistungs-Tipp im Test.

Tabellarische Übersicht der Testergebnisse

Laufrad Material Gewicht (gesamt) Schlagresistenz
9th Wave Dirt-SW27 Carbon 1518 g 6/10
Acros A-Wheel ED Race Boost Carbon 27,5 Carbon 1405 g 6/10
Bontrager Line Pro 30 Carbon 1642 g 4/10
Bulls Hattori Carbon 1614 g 6/10
Castle CC Morgenstern 27,5" Carbon 1491 g 8/10
Syntace C33i Straight Carbon Carbon ca. 1600g Sehr Gut
Newmen Evolution SL A.30 Aluminium 1597g Sehr Gut
Sun Ringlé Düroc 30 Expert AL Aluminium - -

Details zu einzelnen Laufrädern

Sun Ringlé Charger EXP Laufradsatz

Sun Ringlé hat eine Art Kultstatus. So hat uns ihr neuer Laufradsatz „Charger EXP“ quasi magisch angezogen und musste unter die Lupe genommen werden. Der Sun Ringlé Charger EXP Laufradsatz zeichnet sich vor allem durch die gute Kombination aus Gewicht, Verarbeitung und Preis aus.

Der neue Charger Laufradsatz bildet da keine Ausnahme und liefert einen stabilen, leichten Satz zu einem bezahlbaren Preis, der für den Enduro-Einsatz vorgesehen ist. Vor allem die Freunde des Understatements werden es begrüßen, dass auch die Decals des Laufradsatzes deutlich dezenter geworden sind und den schlanken Charakter des Charger EXP besser unterstreicht.

MESSWERTE: Felgenweite (innen) 22,7 mm, Gewicht VR 855 g/HR 971 g/ges. 1826 g, Steifigkeit VR 62 N/mm / HR 53 N/mm, Trägheit VR 457 kg x cm²/HR 457 kg x cm².

Gleichmäßig gespannt, dafür Abweichungen im Rundlauf.

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