Tacho für E-Bike Test: Umfassender Überblick und Vergleich

Ob fürs Pendeln, das Feierabendtraining oder die große Wochenendrunde - Fahrradcomputer sind mehr als nur Tacho-Ersatz. Sie liefern wertvolle Trainingsdaten, helfen bei der Orientierung und motivieren zu neuen Bestleistungen. Viele Modelle verfügen über GPS oder nutzen die Standortdaten des Smartphones, um Routenführung zu ermöglichen.

GPS vs. Radcomputer mit Sensoren

Generell kann zwischen zwei Arten von Fahrradcomputern unterschieden werden: Zum einen GPS-Fahrradcomputer, die ihre Daten von Satelliten bekommen, und zum anderen Radcomputer mit Sensoren. Fahrradcomputer ohne GPS verwenden Sensoren zur Datenerhebung. Hierfür wird ein kleiner Magnet an eine Speiche des Vorderrads montiert. Ein an der Gabel montierter Sensor registriert den Magneten bei jeder Umdrehung, wenn sie auf gleicher Höhe und in einem bestimmten Abstand zueinander stehen. So kann der Radcomputer die Daten wie Geschwindigkeit und zurückgelegte Strecke ermitteln.

Hier ist es jedoch wichtig, dass zuvor der Radumfang ermittelt und im Fahrradcomputer eingegeben wird. Ansonsten werden die Daten nicht korrekt angezeigt. Bei GPS-Fahrradcomputern werden stets Akkus verbaut, die über USB aufgeladen werden können, aber über eine begrenzte Laufzeit von mehreren Stunden verfügen. Bei Radcomputern ohne GPS wird meist eine CR2032-Knopfzelle benötigt.

Ausgewählte Fahrradcomputer im Detail

Sigma ROX 4.0

Der Sigma ROX 4.0 ist mehr als nur ein GPS-Fahrradcomputer. Er bietet eine Vielzahl an nützlichen Funktionen, etwa eine einfach gehaltene Navigation, einen barometrischen Höhenmesser sowie all die Standardfunktionen, die ein hochwertiger Radcomputer haben muss. Auch lassen sich externe Sensoren koppeln - und E-Bike-Ready ist er obendrein auch noch. Somit ist der ROX 4.0 für nahezu alle Bike-Disziplinen geeignet, egal ob Rennrad oder E-Mountainbike. Der Preis ist in Anbetracht der vielen Funktionen und Möglichkeiten fair.

Der Sigma ROX 4.0 bietet viele nützliche Funktionen, unter anderem Navigation mittels Kopplung eines Smartphones. Auch lassen sich dank der ANT+-Schnittstelle externe Sensoren mit dem Gerät verbinden, wodurch der Radcomputer zu einem vollwertigen Trainingspartner wird. Neben dem Fahrradcomputer selbst ist noch der notwendige Halter mit Kabelbindern, ein USB-C-Ladekabel und eine Bedienungsanleitung im Lieferumfang zu finden. Alle Teile wirken sehr hochwertig und sind gut verarbeitet. Die Montage an Lenker oder Vorbau geht unkompliziert und schnell. Einfach die mitgelieferten Kabelbinder durch den Halter führen und an der gewünschten Position festziehen.

Bevor man jedoch auf Tour gehen kann, muss der Fahrradcomputer noch eingerichtet werden. Hierbei ist es sinnvoll, die Sigma Ride App auf dem Smartphone zu installieren. Hat man den ROX 4.0 via Bluetooth mit dem Handy gekoppelt, kann der Computer eingestellt und bei Bedarf das Anzeigefeld konfiguriert werden. Eine der Hauptfunktionen ist die Navigation. Dafür ist es notwendig, dass der Radcomputer mit dem Smartphone und der Sigma Ride sowie der Komoot App verbunden ist.

Die Navigation kann direkt mit Komoot erfolgen, zuvor auf Komoot geplante Touren können jedoch auch mit der Sigma Ride App einfach und schnell auf den ROX 4.0 übertragen und abgespeichert werden. Die Navigation erfolgt dann am ROX 4.0 über Entfernungs- sowie Abbiegehinweise. Wird die geplante Route verlassen, ist auf dem Display erkennbar, in welche Richtung der geplante Track verläuft, um wieder dorthin zurückzufinden. Insgesamt funktioniert die Navigation sehr gut, ist aber nicht auf den Meter genau. Bis auf gelegentliche, aber sehr kurze Abbrüche des GPS-Signals während des Tests gibt es an dieser Stelle nichts zu bemängeln. Ein schönes Detail ist übrigens der barometrische Höhenmesser.

Die Bedienung des Sigma ROX 4.0 durch insgesamt drei Tasten ist sehr einfach und problemlos, auch während der Fahrt. Die aufgezeichneten Touren können gespeichert und im Nachhinein auf der Sigma Ride App analysiert werden. Dabei werden die Touren als FIT-Datei gespeichert und können so exportiert werden. Durch die ANT+-Schnittstelle können externe Sensoren wie zum Beispiel ein Pulsmesser mit dem Gerät verbunden werden. Auch die lange Akkulaufzeit von bis zu 25 Stunden ist im Vergleich sehr gut. Diverse andere Funktionen oder Details wie ein Umgebungslichtsensor, ein Kompass oder individuell einstellbare Sportprofile runden das Gesamtpaket ab.

Am Ende ist der Sigma ROX 4.0 der verdiente Testsieger, da er kaum einen Wunsch offen lässt. Bis auf gelegentliche GPS-Signalabbrüche konnten wir nichts Negatives finden. »Die Verarbeitung ist auf dem Punkt und macht einen hochwertigen Eindruck. Das Display lässt sich gut ablesen und individuell einstellen. Die Ergänzung mit verschiedenen Sensoren macht den Sigma Sport ROX 4.0 zu einem umfangreichen Trainingscomputer. Was für uns wichtig ist, das Training kann durchgeführt werden, ohne, dass das Smartphone mitgeführt werden muss. Insgesamt gefällt uns das Gerät gut bis sehr gut. In unserem Sigma ROX 4.0 Test haben wir einen potenten GPS Fahrradcomputer für unsere Trainings & Touren erlebt.

»Das Sigma ROX 4.0 ist insbesondere allen Fahrradfahrer*innen zu empfehlen, die auf der Suche nach einem preiswerten GPS-Bikecomputer zum Anzeigen, Aufzeichnen und späteren Analysieren von Daten sind. Zumal das ROX über wichtige Funktionen wie eine Smartphone-Anbindung, das Koppeln mit Sensoren und einen barometrischen Höhenmesser verfügt, aber auch ein klasse Display und eine lange Akkulaufzeit bietet.

Cycplus M1

Der Cycplus M1 ist eine im Vergleich zu unserem Testsieger etwas günstigere GPS-Alternative. Er bietet ein großes Display und verfügt über nützliche Funktionen wie einen barometrischen Höhenmesser. Externe Sensoren lassen sich dank der ANT+-Schnittstelle koppeln und die gefahrene Tour auf der Xoss App einsehen, wenn auch etwas umständlich.

Der Cycplus M1 ist gut verarbeitet und sieht wertig aus. Das 2,9 Zoll große Display ist unter allen Bedingungen gut ablesbar und es verfügt über eine automatische Hintergrundbeleuchtung, welche zwischen 18 Uhr am Abend und 9 Uhr in der Früh aktiv ist. Mit der linken Taste kann das Aufzeichnen der Route gestartet und gestoppt werden. Mit der mittleren Taste kann die Aufzeichnung gespeichert werden. Der Computer besitzt neben den üblichen Standardfunktionen auch noch eine Temperaturanzeige und eine Angabe über die Höhe dank eines barometrischen Höhenmessers.

Auch verfügt der M1 über den größten Akku, laut Hersteller beträgt die Laufzeit bis zu 35 Stunden. Dies jedoch wahrscheinlich ohne Hintergrundbeleuchtung. Schön ist, dass der Computer über eine ANT+-Schnittstelle verfügt, wodurch externe Sensoren wie Pulsmesser oder Trittfrequenz verwendet werden können. Die gefahrene Tour und dessen Daten können später an einem Handy angesehen werden. Hierfür muss die XOSS App installiert werden. Jedoch dauert das Übertragen bzw. Synchronisieren der Daten sehr lange und ist ein wenig umständlich, funktioniert aber dann recht gut. Auch kann die Tour in Portalen wie Strava geladen werden. Insgesamt ein toller GPS-Fahrradcomputer mit tollen Funktionen, guter Verarbeitung und großem Display.

Ciclo Protos 213

Der Ciclo Protos 213 ist ein einfacher, günstiger und dennoch gut verarbeiteter, drahtloser Fahrradcomputer für den Gelegenheits- und Freizeitbiker, der gerne wissen möchte, wie lang er unterwegs war.

Die Montage des Ciclo ist sehr einfach, und der Sensor sowie der Halter des Computers werden mit Kabelbindern fixiert, wodurch alles bombenfest sitzt. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig, und es fällt nichts Negatives auf. Nach der Montage und der Einstellung des Radumfanges stehen einem insgesamt 13 Funktionen zur Verfügung, welche in dem großen Vier-Zeilen-Display angezeigt werden und welche man mit der MODE-Taste und der SET-Taste durchschalten kann.

Neben den Standardfunktionen wie Fahrdistanz, Durchschnittsgeschwindigkeit oder der Uhrzeit werden auch noch die verbrannten Kalorien angezeigt. Schön ist auch die sogenannte Pendlerfunktion. Hier ist gemeint, dass die Hintergrundbeleuchtung dauerhaft angeschaltet werden kann, falls es dunkel werden sollte. Der Lieferumfang beinhaltet alles, was zum Betrieb und Befestigen am Lenker notwendig ist.

Weitere getestete Modelle

  • Sigma ROX 2.0: Einfacher und kostengünstiger GPS-Fahrradcomputer für gelegentlichen Einsatz.
  • Xoss G+: GPS-Fahrradcomputer, vergleichbar mit dem Cycplus M1, jedoch mit kleinen Schwächen in der Genauigkeit.
  • Coospo BC107: Gut durchdachter GPS-Fahrradcomputer mit ANT+-Schnittstelle, jedoch nicht ganz so gut wie die Top-Empfehlungen.
  • Cat Eye Padrone Digital: Kabelloser Fahrradcomputer mit nützlichen Funktionen, aber mit einigen Schwächen bei der Montage und Bedienung.

Funktionsumfang und wichtige Features

Ein vernünftiger Fahrradcomputer sollte neben den grundlegenden Funktionen wie Geschwindigkeit, Uhrzeit, Tages- und Gesamtstrecke auch die aktuelle Fahrzeit oder Gesamtfahrzeit anzeigen. Wünschenswert ist zudem, wenn auch noch Durchschnittswerte wie zum Beispiel die Durchschnittsgeschwindigkeit angezeigt werden. Diese Werte helfen einem, den Trainingszustand zu verbessern. Mit diesen grundlegenden Funktionen kann man viel über die gefahrene Tour oder seinen Trainingszustand erfahren.

Wer jedoch noch mehr wissen möchte, für den gibt es Geräte, die auch noch über eine Höhenmessung verfügen oder sogar mit Sensoren zur Messung der Herzfrequenz, Trittfrequenz oder Leistungsmessung gekoppelt werden können.

E-Bike Displays von Bosch, Yamaha, Shimano und Fazua

Charakteristisch für e-Bikes ist natürlich zunächst einmal der Elektromotor. Um diesen optimal zu nutzen und zu bedienen, braucht es natürlich noch etwas mehr. Zu einem e-Bike Antriebssystem gehören auch ein Akku, eine Gangschaltung und vor allem ein Bordcomputer mit Display und dazugehöriger Bedienungseinheit. Der kleine Bildschirm am Lenker dient unter anderem dazu, den Überblick über die gegenwärtige Geschwindigkeit und die Akkuladung zu behalten, dem Auswählen der gewünschten Tretkraftunterstützung und vielen weiteren Funktionen. Er steuert die e-Bike Fahrt. Da ein Bordcomputer also ein unverzichtbarer Teil eines Pedelecs und der Freude am Fahren ist, lohnt es sich die Bandbreite der verschiedenen Modelle einmal näher in Augenschein zu nehmen.

Bosch e-Bike Displays

Nicht ohne Grund erfreuen sich die e-Bike Antriebssysteme von Bosch sowohl bei Pedelec Herstellern, als auch bei Kunden großer Beliebtheit. Die zahlreichen MitarbeiterInnen arbeiten stetig daran, die Elektromotoren wartungsarm zu halten und ein natürliches Fahrgefühl auf dem e-Bike zu fördern. Die Displays oder auch Bordcomputer von Bosch müssen dem hohen Anspruch ebenfalls gerecht werden. Dabei bietet Bosch für viele unterschiedliche Bedürfnisse das passende Display: von kompakt und puristisch, bis hin zu Farbdisplays, die sogar eine Navigations- und Fitnessfunktion bieten.

  • Bosch Nyon Display 2021: All-in-one Bordcomputer mit Navigation, Fitnessfunktion und Fahrdatenanzeige.
  • Bosch Intuvia Display: Komfortorientiertes Display mit separater Bedieneinheit und guter Lesbarkeit.
  • Bosch Purion Display: Kompaktes und einfaches Display mit wesentlichen Informationen.
  • Bosch Kiox Display: Sportliches Display für Fitnesstraining mit optionalem Brustgurt.

Yamaha e-Bike Displays

Die e-Bike Antriebssysteme von Yamaha sind bereits seit dem Jahr 1993 fester Bestandteil der Pedelec-Welt und gelten gewissermaßen als Vorreiter in Sachen Elektromotor. Zum klassischen Yamaha PW Antrieb gesellten sich in den letzten Jahren ausgefeilte e-Bike Antriebssysteme hinzu, wie zum Beispiel der neue Yamaha PW-Series TE für City- und Trekking e-Bikes. So verschieden die Elektromotoren des Herstellers sind, so vielseitig sind auch die e-Bike Display Konzepte. Ab dem Modelljahr 2019 ist es aber trotz aller Diversität möglich, jedes Display mit jedem Elektromotor zu kombinieren.

  • Yamaha Display X: Robustes Display für den Offroad-Bereich mit zusätzlichen Informationen.
  • Yamaha Display C: Farbdisplay mit guter Lesbarkeit, einfacher Handhabung und zahlreichen Funktionen.
  • Yamaha Display A: Aufgeräumte Anzeige, die sich auf Geschwindigkeit, Ladestand und Fahrmodus beschränkt.

Shimano e-Bike Displays

  • Shimano SC-E8000 Display: Robustes und kompaktes Display für E-Mountainbikes mit E-MTB-Schalter.
  • Shimano SC-E6010 Display: Display für City- und Trekking e-Bikes, kombinierbar mit elektronischer Di2-Schaltung.
  • Shimano SC-E6100 Display: Kompaktes und übersichtliches Display mit Kopplungsmöglichkeit via Bluetooth oder ANT.
  • Shimano SC-E7000 Display: Schlankes Display für E-Mountainbiken in der Freizeit mit zahlreichen Funktionen.

Fazua e-Bike Remote

Der noch recht neue Fazua Evation e-Bike Antrieb ist in vielerlei Hinsicht erstaunlich. So klein, dass man ihn am Pedelec kaum sieht, sehr leicht und dabei dennoch durchaus leistungsfähig. Das Ziel dieses Antriebskonzepts ist es, dass e-Bike Fahren so nah an reguläres Fahrradfahren anzunähern wie möglich, weswegen sich der Antrieb bei Bedarf auch vollständig entnehmen lässt. Da verwundert es nicht, dass die Fazua-Remote ebenfalls eine eher minimalistische Route einschlägt.

  • Fazua Remote Display: Kompakte Bedieneinheit mit LED-Anzeige für Akkuladestand und Unterstützungsstufe.

Funktionen vom Fahrradtacho

Nicht jeder Fahrradcomputer ist wie der andere. Funktionen über Funktionen, manche Modelle diverser Hersteller unterscheiden sich lediglich mit einer Nummer oder einem Buchstaben und alle können etwas anderes. Ein Fahrradcomputer Test zeigt dabei die wichtigsten Informationen an und gibt einen Überblick einzelner Modelle. Ein Fahrradtacho ist in erster Linie dazu da, die Geschwindigkeit zu messen. Diese wird live auf dem Display angezeigt und gibt einem jederzeit einen Überblick. Die Höchstgeschwindigkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit, Fahrzeit, Tageskilometer und zurückgelegte Entfernung gehören zu den Standardanzeigen eines guten Fahrradcomputers.

Je besser die Modelle sind, desto mehr Funktionen sind enthalten. Eine Kalorienanzeige, ein Höhenmesser, das Messen der Kurbelumdrehungen und Vitalparameter (Herzfrequenz) können ebenfalls ermittelt werden. Letzteres wird dabei über ein Zusatzmodul, wie einem Bauchgurt bzw. Pulsgurt einer Pulsuhr mit eingebauten Sensor, erreicht. Alle Modelle sollten eine Wasserfestigkeit aufweisen, damit der Fahrradcomputer während eines Regenschauers nicht direkt abmontiert werden muss. Nützliche Funktionen, wie eine Service-Intervall Anzeige, können integriert sein. Wie beim Auto wird dem Nutzer hier nach einer bestimmten Anzahl gefahrene Kilometer der Hinweis für die nächste Inspektion angezeigt.

Akkulaufzeit der Fahrradtachos

Mit der Anzahl der Funktionen und dem Umfang der Anzeige auf dem Display verringert sich oftmals auch die Akkulaufzeit vom Fahrradcomputer. Während die Batterie von einem Fahrradtacho mit Standardfunktionen mehrere Wochen und Monate hält, kann der Akku bei sehr umfangreich ausgestatteten Fahrradcomputern bereits nach 10 bis 15 Stunden leer sein. Ebenfalls wie bei den Fahrradlampen mit Akku sollte es immer eine ausgiebige Fahrradtour halten. Es empfiehlt sich immer eine Ersatzbatterie in der Schublade vorrätig zu haben, so kann man diese bei Bedarf unverzüglich austauschen. Kleine Modelle werden vornehmlich mit Knopfbatterien und Flachzellen betrieben.

Fahrradcomputer richtig einstellen

Damit der Fahrradcomputer auch die richtigen Werte anzeigt, muss man ihn konfigurieren. Dazu benötigt man den Radumfang. Diesen ausgemessen, wird er in den Computer eingegeben. Über die Anzahl der Umdrehungen kann nun berechnet werden, wie viele Meter zurückgelegt werden. Hat man kein flexibles Maßband zur Hand, kann der Umfang über den Radius ermittelt werden. Die Formel hierfür lautet: Umfang = 2 x pi x Radius. Das Ganze wird in der Maßeinheit Zentimeter (cm) berechnet und für „pi“ ersetzt man den Wert 3,14159. Den Radius ermitteln wir von einer Außenseite des Reifens bis zur Mitte der Radnabe.

Welche Werte noch eingegeben werden müssen, liest man in der entsprechenden Bedienungsanzeige des Fahrradtacho. Beispielrechnung: 2 x 3,14159 x 33 = 207,3449 cm Umfang. Wir haben für euch einen Rechner gebaut mit dem Ihr den Radumfang einfach und schnell ausrechen könnt, hier geht es zum Radumfang-Rechner.

Fahrradcomputer mit Kabel oder Funk

Fahrradcomputer mit einer Funkverbindung sind schnell am Fahrrad montiert und benötigen kein aufwändiges Verlegen eines Kabels. Als Nachteil werden oft die Funkverbindung und die Datenübertragung selbst aufgezählt. Störeinflüsse der Umwelt können sich negativ auf das korrekte Übertragen der Daten auswirken. Wer auf eine Funkverbindung setzen möchte, sollte qualitativ hochwertige Fahrradcomputer wählen, und wer viel im Gelände und außerhalb von städtischen Einflüssen unterwegs ist, dürfte an und für sich weniger Probleme mit Störsignalen haben. Ein Funktacho benötigt zwei Batterien, eine für den Sender und eine für den Empfänger.

Eine kabelgebundene Datenübertragung ist stabiler und wird ohne Verzögerung direkt auf dem Display angezeigt. Der Sender an der Fahrradgabel bzw. am Vorderrad benötigt keine eigene Batterie und wird im Regelfall von der Stromquelle des Fahrradcomputers versorgt. Steht das Kabel oft unter Spannung, kann es im Laufe der Zeit überbeansprucht werden. So kann das Material ermüden und kaputt gehen. In der Anschaffung ist ein Fahrradtacho mit Kabel etwas günstiger.

Fahrradcomputer mit Pulsmessung

Wer die oben erwähnte Funktion zur Überwachung der Herzfrequenz nutzen möchte, der muss sich für ein Modell entscheiden, das ein Zusatzmodul anbietet. Für gewöhnlich ist dies ein Bauchgurt, an dem ein Sensor für die Messung befestigt ist. Diesen Gurt schnallt man sich während der Fahrt um die Brust, so können der Herzschlag und die Herzfrequenz ermittelt und aufgezeichnet werden.

Befestigung vom Fahrradcomputer

Die Halterungen für Fahrradcomputer werden meist mit einem stärkeren Gummi (O-Ring) am Lenker befestigt, für deren Montage kein Werkzeug vonnöten ist. Auch der Impulsgeber an der Fahrradgabel wir mittels Gummibänder befestigt. Alternativ kann man auch Kabelbinder bzw. Strapsen für die Befestigung nutzen. Wichtig ist, dass alle Halterungen fest am Fahrrad sitzen, Vibrationen lösen so kein Abfallen der Teile aus.

AUTO BILD-Test von Fahrradnavis

Wer wirklich nur die Basisdaten wie Geschwindigkeit und Strecke im Blick haben möchte, ist mit einem günstigen Tacho - auch in der kabelgebundenen Variante - bestens bedient. Die Installation ist einfach, die Datenübertragung störungsfrei und für viele Alltagsradler völlig ausreichend.

Wer jedoch mehr Informationen wünscht oder seine Touren dokumentieren möchte, greift besser direkt zu einem GPS-Radcomputer. Hier profitiert man nicht nur von erweiterten Datenfeldern wie Höhenmeter, Herz- oder Trittfrequenz, sondern auch von einer komfortableren Montage. Zudem lassen sich GPS-Tachos flexibel an mehreren Rädern nutzen. Ein echter Mehrwert ist die Möglichkeit, die exakten Strecken aufzuzeichnen und für das digitale Tourtagebuch oder zum Teilen mit Freunden festzuhalten. So wird der Radcomputer zum vielseitigen Begleiter für ambitionierte Touren und gezieltes Training.

Testsieger Bryton Rider 460 E

Preis-Leistungs-Sieger Ciclo Protos 213

Häufige Fragen zu Fahrrad-Computern

  • Was misst ein Fahrradcomputer alles? Neben klassischen Daten wie Geschwindigkeit, Distanz und Fahrzeit erfassen moderne Geräte oft auch Höhenmeter, Trittfrequenz, Herzfrequenz und auch den Kalorienverbrauch. GPS-Modelle speichern zudem Routen und ermöglichen Navigation.
  • Welche Nachteile können Fahrradcomputer mit GPS haben? GPS-Modelle sind in der Regel deutlich teurer als einfache kabelgebundene oder kabellose Geräte mit Basisfunktionen, und die GPS-Funktion verbraucht mehr Energie. Bei längeren Touren oder Mehrtagestouren kann der Akku schnell an seine Grenzen kommen - besonders ohne externe Stromquelle. Außerdem kann in dichten Wäldern, Schluchten, Tunneln oder städtischen Gebieten mit hohen Gebäuden der GPS-Empfang gestört sein. Das kann zu ungenauen Daten oder Abbrüchen in der Aufzeichnung führen.
  • Welche Funktionen bieten Fahrradcomputer ohne GPS? Fahrradcomputer ohne GPS bieten in der Regel grundlegende Funktionen wie Geschwindigkeits- und Distanzmessung, Uhrzeit, Durchschnittsgeschwindigkeit und Fahrzeit. Einige Modelle können auch Trittfrequenz- und Herzfrequenzdaten erfassen, erfordern jedoch separate Sensoren.
  • Sind Fahrradcomputer ohne GPS für bestimmte Nutzergruppen besser geeignet? Fahrradcomputer ohne GPS sind ideal für Nutzer, die keine Notwendigkeit für fortgeschrittene Navigationsfunktionen haben und sich auf grundlegende Daten wie Geschwindigkeit und Distanz konzentrieren möchten. Sie sind auch eine gute Wahl für Fahrer, die lange Touren machen und eine zuverlässige Batterielaufzeit benötigen.
  • Kann ein Smartphone einen Fahrradcomputer ersetzen? In vielen Fällen ja, vor allem mit geeigneten Apps und einer Halterung. Nachteile sind begrenzte Akkulaufzeit, schlechtere Ablesbarkeit bei Sonnenlicht und fehlende Robustheit.

Sowohl für Gelegenheitsfahrer als auch für echte Radsportler ist ein Fahrradcomputer eine hilfreiche Erweiterung des Fahrrad-Setups.

Weitere Empfehlungen

  • Wahoo Elemnt Bolt 3: Renntauglicher GPS-Fahrradcomputer mit aerodynamischem Gehäuse und Farbdisplay.
  • Sigma Sport Rox 4.0 Sensor Set: Fahrradcomputer mit Navigationsfunktion und umfangreichen Konnektivitätsoptionen.
  • Sigma BC 10.0 WL: Kabelloser Fahrradcomputer, der sich auf die wesentlichen Funktionen konzentriert.
  • Sigma Sport BC 5.0 WR: Günstiger Fahrradtacho, der sich vor allem durch einfache Handhabung und zuverlässige Geschwindigkeitsmessung auszeichnet.

Vor- und Nachteile von GPS- und Nicht-GPS-Fahrradcomputern

Fahrradtachos mit GPS bieten die Möglichkeit, detaillierte Routen zu planen und während der Fahrt genaue Abbiegehinweise zu erhalten.

  • Nachteile: Höherer Energieverbrauch und Kosten.
  • Vorteile von Fahrradcomputern ohne GPS: Längere Akkulaufzeit, einfache Bedienung und günstiger Preis.

Smartphone als Fahrradcomputer nutzen

Ja, man kann ein Handy als Fahrradcomputer nutzen. Durch das verbaute GPS im Smartphone kann man Apps wie Komoot und Strava nutzen, um Aufzeichnungen von Fahrdaten zu erhalten. Routen sind somit ebenfalls via GPS-Tracking nachvollziehbar und können in der Community geteilt werden. Allerdings sind Akkulaufzeit und Wetterbeständigkeit im Vergleich zu speziellen Fahrradcomputern oft eingeschränkt. Für Gelegenheitsfahrer ist es eine gute Option, auf das eigene Smartphone auszuweichen.

Navigationsgeräte fürs E-MTB

Neue Wege erkunden, Trail-Abenteuer suchen, Touren planen: Damit ihr immer auf den schnellsten oder schönsten Wegen unterwegs seid, haben wir die fünf spannendsten Navigationsgeräte fürs E-MTB verglichen. Clevere Smartphone-Halterung, GPS-Gerät oder E-MTB-Bordcomputer? Wir sagen euch, was für wen sinnvoll ist.

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