Ein Fahrradcomputer ist in erster Linie dazu da, die Geschwindigkeit zu messen. Diese wird live auf dem Display angezeigt und gibt einem jederzeit einen Überblick.
Nicht jeder Fahrradcomputer ist wie der andere. Funktionen über Funktionen, manche Modelle diverser Hersteller unterscheiden sich lediglich mit einer Nummer oder einem Buchstaben und alle können etwas anderes.
Wer im Anschluss seine Routen und seine Statistiken professionell auswerten möchte, hat bei einigen Fahrradtachos die Möglichkeit diese auf den PC zu übertragen.
Funktionen vom Fahrradtacho
Die Höchstgeschwindigkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit, Fahrzeit, Tageskilometer und zurückgelegte Entfernung gehören zu den Standardanzeigen eines guten Fahrradcomputers. können ebenfalls ermittelt werden.
Letzteres wird dabei über ein Zusatzmodul, wie einem Bauchgurt bzw. Pulsgurt einer Pulsuhr mit eingebauten Sensor, erreicht.
Nützliche Funktionen, wie eine Service-Intervall Anzeige, können integriert sein. Wie beim Auto wird dem Nutzer hier nach einer bestimmten Anzahl gefahrene Kilometer der Hinweis für die nächste Inspektion angezeigt.
Integrierte Speicherchips halten die Daten auch bei einem Batterie- bzw. Akkuwechsel.
Alle Modelle sollten eine Wasserfestigkeit aufweisen, damit der Fahrradcomputer während eines Regenschauers nicht direkt abmontiert werden muss.
Fahrradcomputer mit GPS-Empfang
Bekommt der Fahrradcomputer seine Streckeninformationen über das GPS-System, können auch Höhenmeter und ganze Routen mit auf dem Display angezeigt werden.
Fahrradcomputer Test: Ergebnisse
Beim Fahrradcomputer Test kommt es maßgeblich auf die Akkulaufzeit, den Preis und den Funktionsumfang an. Preislich sollte einem der Kauf keine Bauchschmerzen bereiten, von der Funktion her sind meist alle Modelle ausreichend.
1. Sigma BC 9.16
Der Sigma BC 9.16 ist ein leichter Fahrradcomputer, der insgesamt 9 Funktionen hat und sehr einfach am Fahrrad montiert und konfiguriert werden kann. Diesen Fahrradtacho gibt es als Kabel-Variante und als ATS Variante mit Funkübertragung.
2. Sigma BC 14.16 STS
Mit 14 Funktionen und Funktechnologie zur kabellosen Übertragung der erhobenen Daten wie Geschwindigkeit, Strecke, Steigung und Durchschnittswerte.
3. Sigma BC 16.16 (STS)
Mit vielen Funktionen und NFC Funktechnologie zur kabellosen Übertragung der erhobenen Daten in die Sigma eigene App „Link“, ist der Sigma BC 16.16 schon fast ein richtiger Computer.
4. Sigma BC 12.12 Fahrradcomputer
Der Sigma BC 12.12 ist ein gutes Einsteigermodell. Hier werden die vom Sensor erhobenen Daten mittels Kabel an das Gerät übertragen.
5. Blackburn Atom SL 3.0
Der Blackburn Atom SL 3.0 zeigt die durchschnittliche und maximale Geschwindigkeit an. Ebenso wird hier die Gesamtdistanz und die Streckendistanz gemessen.
6. Ciclo Sport CM 4.11
Die Fahrzeit, die durchschnittlichen Werte von Strecken und Zeiten ist für den Sigma BC 1009 STS kein Problem.
7. Bify 16 - Kabelloser Fahrradtacho
Hier gibt es einen LCD Fahrradtacho mit kabelloser Übertragungstechnik und 16 Funktionen wie Zeiten, Strecken, Durchschnittswerte und andere.
Mit der Anzahl der Funktionen und dem Umfang der Anzeige auf dem Display verringert sich oftmals auch die Akkulaufzeit vom Fahrradcomputer. Während die Batterie von einem Fahrradtacho mit Standardfunktionen mehrere Wochen und Monate hält, kann der Akku bei sehr umfangreich ausgestatteten Fahrradcomputern bereits nach 10 bis 15 Stunden leer sein.
Ebenfalls wie bei den Fahrradlampen mit Akku sollte es immer eine ausgiebige Fahrradtour halten. Es empfiehlt sich immer eine Ersatzbatterie in der Schublade vorrätig zu haben, so kann man diese bei Bedarf unverzüglich austauschen.
Radumfang konfigurieren
Damit der Fahrradcomputer auch die richtigen Werte anzeigt, muss man ihn konfigurieren. Dazu benötigt man den Radumfang. Diesen ausgemessen, wird er in den Computer eingegeben.
Hat man kein flexibles Maßband zur Hand, kann der Umfang über den Radius ermittelt werden. Die Formel hierfür lautet: Umfang = 2 x pi x Radius.
Das Ganze wird in der Maßeinheit Zentimeter (cm) berechnet und für „pi“ ersetzt man den Wert 3,14159. Den Radius ermitteln wir von einer Außenseite des Reifens bis zur Mitte der Radnabe.
Beispielrechnung: 2 x 3,14159 x 33 = 207,3449 cm Umfang.
Funkverbindung vs. Kabelverbindung
Fahrradcomputer mit einer Funkverbindung sind schnell am Fahrrad montiert und benötigen kein aufwändiges Verlegen eines Kabels. Als Nachteil werden oft die Funkverbindung und die Datenübertragung selbst aufgezählt.
Störeinflüsse der Umwelt können sich negativ auf das korrekte Übertragen der Daten auswirken. Wer auf eine Funkverbindung setzen möchte, sollte qualitativ hochwertige Fahrradcomputer wählen, und wer viel im Gelände und außerhalb von städtischen Einflüssen unterwegs ist, dürfte an und für sich weniger Probleme mit Störsignalen haben.
Eine kabelgebundene Datenübertragung ist stabiler und wird ohne Verzögerung direkt auf dem Display angezeigt. Der Sender an der Fahrradgabel bzw. am Vorderrad benötigt keine eigene Batterie und wird im Regelfall von der Stromquelle des Fahrradcomputers versorgt.
Steht das Kabel oft unter Spannung, kann es im Laufe der Zeit überbeansprucht werden. So kann das Material ermüden und kaputt gehen.
Zusatzfunktionen und Montage
Wer die oben erwähnte Funktion zur Überwachung der Herzfrequenz nutzen möchte, der muss sich für ein Modell entscheiden, das ein Zusatzmodul anbietet. Für gewöhnlich ist dies ein Bauchgurt, an dem ein Sensor für die Messung befestigt ist.
Die Halterungen für Fahrradcomputer werden meist mit einem stärkeren Gummi (O-Ring) am Lenker befestigt, für deren Montage kein Werkzeug vonnöten ist. Auch der Impulsgeber an der Fahrradgabel wir mittels Gummibänder befestigt.
Alternativ kann man auch Kabelbinder bzw. Strapsen für die Befestigung nutzen.
Wer einen zuverlässigen Fahrradcomputer für seine Durchschnittswerte, einen Tageskilometer und Überwachung seiner Entfernungen haben möchte, sollte bei der Anschaffung nicht an der falschen stelle sparen. Günstige Funkcomputer können schnell störanfällig sein.
Die Verarbeitung vom Material ist entscheidend für eine lange Lebensdauer. Weiche Faktoren wie die Bedienbarkeit und die Optik dürfen durchaus in den Kaufprozess einbezogen werden.
Welchen Anspruch ein solches Gerät erfüllen muss und worauf man beim Kauf achten sollte, erfahren Sie jetzt.
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