Fahrradhelm Test: Nutcase vs. Tchibo – Ein umfassender Vergleich

Wer auf der Suche nach einem Fahrradhelm ist, kommt auch an dem Trend der Nutcase Fahrradhelme nicht vorbei. In einer Garage in den USA wurden die bunten und auffälligen Nutcase Helme entdeckt, entwickelt und marktfähig gemacht. Die Nutcase Helme gibt es auch bei uns in Deutschland zu kaufen.

Die Idee hinter den auffälligen Fahrradhelmen

Nutcase Helme zeichnen sich dadurch aus, dass sie besonders auffällig, bunt und mit einem unverkennbaren Design gestaltet sind. Der Erfinder Michael Morrow war der Meinung, dass es keine schönen Fahrradhelme gibt, die von dem Fahrradfahrer, aber auch anderen Sportlern gerne getragen werden. Der erste Prototyp eines Nutcase war ein schlicht schwarzer Schalenhelm.

Ziel war es jedoch Helme zu gestalten, die in der Schutzfunktion den normalen Mikroschalen-Helmen in nichts nachstehen. Dabei sollte das Design so sein, dass man mit Witz und Kreativität das Tragen eines Schutzhelms bzw. Fahrradhelms attraktiver macht. Gerade Kinder und Jugendliche finden die normalen Fahrradhelme oft „uncool“ und lassen diese lieber weg. Diskussionen mit den Eltern sind häufig an der Tagesordnung, mit dem richtigen Helm sollten diese entfallen.

Die Nutcase Helme schneiden im Test in Punkto Sicherheit recht gut ab. Sicher muss also nicht immer gleich unschön sein. CE Prüfzeichen und EU Normen werden eingehalten. Auch Elemente wie Luftschlitze sind für eine ausreichende Belüftung vorhanden. Der große Vorteil der Helme, sie gehen bis in den Nackenansatz und schützen so auch ideal den Hinterkopf.

Ein abnehmbares Visier, austauschbare Innenpolster und ein weicher Textil-Kinnriemen gehören zur zum Lieferumfang der meisten Modelle. Die Helme gibt es für Erwachsene und für Kinder. Layouts wie ein Wassermelonendesign entsprechen dabei der Grundform des Helms. Schildkrötenoptik, bunte und schrille Farben, auffällige Aufdrucke und lustige Motive sind oft auf den Helmen zu finden.

Bei uns kennt man die Helme mehr aus dem Sportbereich und vom Skaten. Skater haben den Schalenhelm oftmals für sich selbst gestaltet und modifiziert. Michael Morrow hingegen möchte direkt die fertigen und originell gestaltetet Nutcase Helme auf dem Markt etablieren. Seit 2005 kann man diese beliebten Helme frei kaufen. Nach dem Motto : „I Love my brain!“ sind die Helme auf den Markt gekommen. Angeboten werden die Helme für den Rad, Skate, Water, Kids und Moto Einsatz.

Ausstattung vom Radhelm

Damit die Fahrradhelme gut passen, haben diese eine Stellschraube am Hinterkopf. Hiermit kann man den Riemen am Hinterkopf solange in der Größe anpassen, bis der Helm optimal am Kopf sitzt. Die innenliegende Polsterung lässt einen zwar den Helm auf dem Kopf spüren, macht dies jedoch nicht unangenehm.

Der blaue Helm von den Bildern wiegt nach Herstellerangaben knapp 406 Gramm (M - 52 cm bis 56 cm). Dies ist für einen Fahrradhelm nicht wenig, von der Verarbeitung her macht der Nutcase jedoch einiges her und wirkt sehr wertig. Die Grute lassen sich auch in Kombination mit einer Fahrradbrille gut tragen. Der Kinnriemen und die Fixierung für den Riemen sind hochwertig und machen einen soliden Eindruck.

Die Polsterung am Kinn ist ausreichend und bietet genau das, was man von ihr erwartet. Anders als beim Fahrradhelm von Tchibo ist der Nutcase kein In-Mould-Helm. Hier bei wurden die beiden Elemente getrennt voneinander hergestellt und im Anschluss zusammengefügt.

Nutcase Fahrradhelm Ideal für Kinder

Der Helm ist ideal für alle Kinder, die einen Fahrradhelm uncool finden. Durch die Skateroptik kann man die Kleinen über das positive Image eines solchen Helms zum Tragen bewegen. Skaterlegende Tony Hawk hat z.B. auch einen ähnlichen Helm getragen.

Unser Fazit zum Nutcase Helm

Ideal für alle, die keinen normalen Radhelm tragen möchten. Vom Preis-Leistungsverhältnis ist der Velohelm absolut im Rahmen. Für teilweise unter 50 Euro bekommt man hier einen modernen Radhelm. Der Helm ist nicht unbedingt für Rennradfahrer geeignet, hier schlägt das recht Hohe Gewicht negativ zu Buche.

Dies ist kein klassischer Testbericht, aber dennoch geben wir dem Nutcase 4.2 von 5 möglichen Punkten.

Tchibo Fahrradhelm im Detail

Die neueste Tchibo-Aktion wendet sich passend zur Jahreszeit an alle Outdoor-Fans und hält somit auch einiges rund ums Thema Rad und Skateboard bereit. Die Helmschale ist in der so genannten In-Mould-Technik hergestellt, die für eine dauerhafte feste Verbindung der Innen- und Außenschale des Helms sorgen, was die Festigkeit, Hitzebeständigkeit und Haltbarkeit positiv beeinflusst.

Die Innenseite, das Helmband und der Kinnriemen sind weich gepolstert, wobei die Polsterung entnehmbar und waschbar ist. Das Helmband kann mittels eines Drehknopfs stufenlos verstellt werden. Außerdem besitzt der Tchibo In-Mould-Fahrradhelm 50020 zwölf Belüftungsöffnungen sowie ein Insektennetz und eine ebenfalls verstellbare und abnehmbare LED-Leuchte, deren sechs LEDs sowohl als Dauerlicht, wie auch als Blink- oder Lauflicht betrieben werden können.

Falls die Sonne mal nicht scheinen sollte, kann das vordere Sonnenvisier auf Wunsch auch abgenommen werden. Farblich steht nur die schwarz-silberne Version zur Auswahl und über das Gewicht dieses Fahrradhelms schweigt sich die Produktbeschreibung leider aus. Es gibt diesen Radhelm in zwei Größen, angefangen bei einem Kopfumfang von cirka 54 Zentimetern bis hin zu stattlichen 65 Zentimetern.

Eine auch preislich vergleichbare Alternative bietet der bereits erfolgreich getestete Profex City FZ-006 Fahrradhelm. Sein Größenspektrum ist mit 52 bis 62 Zentimetern Umfang etwas kleiner, wobei er mit etwas über 250 Gramm ein recht leichter Helm ist. Allerdings fehlt ihm die LED-Leuchte des Tchibo-Helms.

Für Skateboarder bietet Tchibo im gleichen Aktionszeitraum auch noch einen speziellen Helm ohne LEDs, Schirm und Insektenschutz an, den Tchibo Skatehelm 42862. Seine Größen reichen von 52 bis 62 Zentimetern Kopfumfang und er ist mit etwa 450 Gramm recht schwer.

Tchibo Fahrradhelm mit LED-Rücklicht (Bestellnummer: 160933)

  • Helm mit integriertem LED-Rücklicht
  • LED-Rücklicht mit An- und Aus-Knopf
  • Perfekter Sitz durch stufenlos verstellbares Helmband
  • Hoher Tragekomfort - Kinnriemen und Innenseite weich gepolstert
  • Besonders hygienisch durch herausnehmbares, waschbares Innenfutter
  • Optimale Ventilation durch 12 Belüftungsschlitze
  • Außenschale aus stoßfestem Acrylnitril-Butadien-Styrol, Innenschale aus stoßabsorbierendem EPS
  • Geringes Gewicht
  • Inkl. Batterie
  • In 2 Größen erhältlich: Gr. S/M für einen Kopfumfang von 54 bis 58 cm, Gr. L/XL für einen Kopfumfang von 58 bis 61 cm
  • Farbe: Orange, Futter schwarz

Der Tchibo Fahrradhelm, den wir zum Testen benutzt haben, hat unserer Meinung nach eine zu dünne Polsterung. Die innenliegende Polsterung gibt sehr schnell nach, mit nur wenig Druck erreicht man die Helmkonstruktion selbst, das Micro-Shell-Polycarbonat.

Ein weiterer Minuspunkt ist der Riemen mit dem Stellrad zum Einstellen der individuellen Helmgröße. Dieses Stellrad ist für unseren Geschmack nicht korrekt ausgerichtet. Ein Helm in der Nussschalen-Form (Nutcase), geht im Nacken sehr weit runter. Das ist so gewollt. Das Stellrad befindet sich jedoch noch unterhalb der hinteren Helmkante und liegt bei unserem Test unangenehm auf dem obersten Nackenwirbel auf.

Wenn wir uns vorstellen damit eine 100 km Fahrradtour zu machen, bekommen wir beim Gedanken daran schon Kopfschmerzen. Natürlich ist nicht jeder Mensch gleich und so ist auch dieses Empfinden nicht repräsentativ, wir müssen in unserem Test jedoch darauf hinweisen.

Man kann von einem 19,95 Euro Fahrradhelm keine Wunder erwarten. Er ist sicherlich entsprechend seinem Preis hergestellt worden.

Wer sich mit den genannten Schwachstellen anfreunden kann und den Helm nicht oft trägt, der ist mit dem Tchibo Fahrradhelm gut beraten. Mit dem Fahrrad zur Arbeit, dabei nicht mehr als 2-3 km oder kurz zum Einkaufen, dafür reicht der Helm aus.

Unter Berücksichtigung des Preises, bekommt der Tchibo Fahrradhelm von uns das Testergebnis 3,4 / 5 möglichen Punkten.

Fahrradhelme im Vergleich: Kaufberatung und wichtige Kriterien

Ein Fahrradhelm kann im Ernstfall Leben retten und sollte mit entsprechender Sorgfalt ausgewählt werden. Hier sind einige wichtige Kriterien, auf die Sie beim Kauf achten sollten:

  • Helmtypen: Die meisten modernen Helme werden im In-Mold-Verfahren hergestellt, bei dem Innenfutter und Außenschale fest verbunden sind.
  • Passform: Ein guter Fahrradhelm fällt auch dann nicht vom Kopf, wenn man diesen ohne geschlossenen Kinnriemen hin und her bewegt.
  • Lüftung: Wird meist durch viele kleine Belüftungslöcher im Gehäuse gewährleistet und bietet in Kombination mit einem integrierten Insektenschutznetz am meisten Komfort.
  • Sicherheitskennzeichnen: Essenziell für einen Fahrradhelm sind das CE-Prüfzeichen und der Normhinweis EN 1078.
  • Fahrradhelm Preis: Zwischen 20 und 200 Euro können die Anschaffungskosten eines Fahrradhelms liegen.

Die besten Erwachsenen Fahrradhelme im Test- und Bewertungs-Vergleich

Folgende drei Modelle konnten bereits viele Anwender in der Praxis überzeugen:

  1. Allrounder: Uvex Fahrradhelm - erweiterbar mit einem Plug-in LED
    • Leichte Helmkonstruktion für höchste Schlagfestigkeit.
    • Anpassbarer Umfang am Kopf und am Kinn.
  2. Günstigerer Klassiker: Fischer Urban Fahrradhelm für Erwachsene
    • Hochfeste EPS-Innenschale für optimale Dämpfung.
  3. Schnäppchen: Dunlop HB13 Fahrradhelm
    • Leichter und vielseitiger Fahrradhelm mit sicherer EPS-Innenschale und Blendschutz.

Vergleichsliste unserer empfohlenen Erwachsenen Fahrradhelme:

Uvex i-vo cc Fischer Urban Dunlop HB13
Produkttyp Fahrradhelm mit "inmould technology" Hochfeste EPS-Innenschale Microschalenhelm mit Innenschale aus EPS
Farben u.a. Rot-Schwarz, Weiß-Schwarz, Dunkelblau-Metallic oder matt Weiß u.a. Blau, Blau-Braun, Orange-Schwarz, Weiß oder Grau Blau, Rot, Grün, Weiß kombiniert mit Schwarz und Weiß
Verschluss Fast-Adapting-System-Gurtband stufenlos einstellbar Kinnriemen stufenlos verstellbar Schnellverschluss System
Gewicht 270 g 300 g S ca. 225 g, M ca. 235 g, L ca. 250 g
Größe 52-57 cm oder 56-60 cm 52-59 cm oder 58-61 cm 53 -55 cm, 55-58 cm oder 58-61 cm
Größe verstellbar ja, per IAS-System ja, durch verstellbares Innenring-System ja, 7 Belüftungslöcher
Insektengitter ja ja nein
Belüftungssystem 24 Belüftungskanäle 20 große Lufteinlässe ja
Besonderheiten / Extras abnehmbares Visieratmungsaktive High-Tech-Polsterungoptional erweiterbar mit Plug-in LED-Licht mit beleuchtetem Innenring-Systemabnehmbarer Visor abnehmbares Visierbesonders leicht

Die besten Fahrradhelme für Kinder und Jugendliche

Egal ob kindlich bunt oder in „coolem“ Schwarz, wir haben für Nachwuchs jeden Alters den richtigen Helm und das Beste daran: Sie alle erhielten bereits viele gute Bewertungen und wurden zum Teil sogar als Testsieger ausgezeichnet.

  1. Empfehlung der Redaktion für Kleinkinder: ABUS Smiley 2.0 Fahrradhelm
    • Kinder- und Jugendhelm aus stoßabsorbierendem EPS-Helmmaterial für erhöhten Rundumschutz.
  2. Alternative für etwas ältere Kinder: Skullcap BMX & Skater- und Fahrradhelm
    • Halbschalenhelm für erhöhten Schutz im unteren Kopfbereich.Hartschale aus Polycarbon mit EPS-Innenschale.
  3. Empfehlung für Jugendliche: Uvex hlmt 4 cc
    • Leichte Helmkonstruktion mit EPS-Innenschicht und Polycarbonat-Außenschicht.

Vergleichsliste unserer empfohlenen Kinder- und Jugend Helme:

ABUS Smiley 2.0 Skullcap BMX & Skater- und Fahrradhelm Uvex hlmt 4 cc Fahrradhelm
Farben u.a. Blau, Grün, Rot, Rosa, Schwarz u.a. Schwarz-Orange, Grau oder Rosa Rot, Rosa, Petrol
Bauweise In-Mold für eine flächige Verbindung der Außenschale und des Helmmaterials (EPS) Hartschale aus Polycarbon die fest mit der EPS-Innenschale verbunden ist untrennbar verbundene Schale aus EPS-Innenschicht und Polycarbonat-Außenschicht
Verschluss Klickverschluss und feinjustierbares Verstellsystem EASfit-Verstellsystem (Easy Adjusting System) Fast-Adapting-System-Gurtband
Gewicht 230 g ca. 400 g 250 g
Größe 44-50 cm oder 50-55 cm 53-55 cm cm oder 55-58 cm 51-55 cm oder 55-58 cm
Größe verstellbar ja, Größeneinstellung über einen Vollring aus besonders strapazierfähigem und leicht verformbarem Kunststoff, ja, bei Bedarf lässt sich die Kopfform zusätzlich mit Pads angleichen. Diese sind beim Hersteller kostenlos verfügbar. ja, Helm Höhenverstellung und stufenlos anpassbarer Gurt
Insektengitter nein nein nein
Belüftungssystem 8 Belüftungslöcher 8 extra-große Luftkanäle Aerodynamisches Belüftungs-Design mit 10 Lüftungskanälen
Besonderheiten / Extras visierartige Vorderkante für höheren Gesichtsschutztief heruntergezogener Schläfen- und Nackenbereich für erhöhten RundumschutzReflektorensehr robust auch zum Inline-Skaten, Rollschuh fahren, Skateboarden, Longboarden und BMX fahren geeignet herausnehmbare, waschbare Helmpolsterlässt sich mit einer Hand öffnen und schließen. Das Kinnband wird auf Knopfdruck justiert

Kaufberatung Fahrradhelme - die wichtigsten Kriterien beim Kauf

Ein Fahrradhelm kann im Ernstfall Leben retten und sollte mit entsprechender Sorgfalt ausgewählt werden. Was ein gutes Model auszeichnet, erfahren Sie in unserem Überblick:

  • Kinnriemen: Er darf nicht drücken, sollte jedoch auf keinen Fall zu locker sitzen.
  • Insektenschutz: Bei manchen Helmen befindet sich hinter den Lüftungslöchern ein Schutznetz.
  • Sonnenblende: Sie verhindert eine Einschränkung der Sicht durch ungünstige Sonneneinstrahlung.
  • Rücklicht: Als Ergänzung zu den weit verbreiteten Helm-Reflektoren bieten auch immer mehr Modelle ein praktisches LED-Rücklicht.
  • Fahrradhelm Kosten: Bei Stiftung Warentest schnitten im letzten Test 2017 zahlreiche Modelle ab 40 Euro gut ab.

Wie finde ich den richtigen Fahrradhelm?

Maßgeblich für die Helmgröße ist der Kopfumfang in Zentimetern. Je nach Hersteller kann die Helm Zuordnung dabei, abhängig von dessen Größentabelle, variieren. Grundsätzlich sind die meisten Fahrradhelme für Frauen und Männer geeignet.

Stiftung Warentest verweist darauf, dass Helme durch Alterungsprozesse ihre Schutzwirkung verlieren können und deshalb regelmäßig ausgetauscht werden müssen. Deshalb sind Anbieter verpflichtet ein Verfalls- oder Herstellungsdatum anzugeben, das dem Kunden Orientierung bietet. Sind dennoch keine genauen Angaben zu finden, empfiehlt der ADAC Fahrradhelme alle 3 bis 5 Jahre auszutauschen.

Spätestens nach einem Sturz sollte der Helm in jedem Fall gewechselt werden, da sich unter der Oberfläche unsichtbare ...

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