Die Überwachung der Öltemperatur ist entscheidend, um den Motor optimal warmzufahren und die einzelnen Bauteile vor unnötigem Verschleiß zu schützen. In diesem Artikel betrachten wir das Thema Öltemperatur und Öldruck und zeigen auf, warum es sinnvoll ist, diese Parameter zu überwachen.
Warum die Überwachung von Öltemperatur und -druck sinnvoll ist
Bei den meisten Fahrzeugen wird serienmäßig die Kühlwassertemperatur ermittelt und vom Motorsteuergerät - vor allem für den Kaltstart - berücksichtigt. Manche Fahrzeuge haben auch noch eine Temperaturanzeige des Kühlwassers integriert. Das Motoröl erwärmt sich allerdings langsamer als das Kühlwasser, und somit ist eine optimale Schmierung meist erst später erreicht, als die angezeigte Kühlwassertemperatur vermuten lässt. Hat das Öl dann schließlich Betriebstemperatur, ist in der Regel auch der Motorblock ausreichend warm und die beim Warmlauf entstandene ungleiche Ausdehnung der einzelnen Motorkomponenten beseitigt. Logischerweise sollte erst ab diesem Zeitpunkt der Motor voll belastet werden.
Öltemperatur und Ölviskosität
Weiterhin ist es so, dass sich die Viskosität des Öls mit dem Verlauf der Temperatur ändert. Ist die Öltemperatur niedrig und das Öl zähflüssig, muss die Ölpumpe einen höheren Druck aufbauen, um das Öl zu fördern. Im Gegenzug kann eine hohe Öltemperatur den Schmierfilm abreißen lassen, da das Öl zu dünnflüssig ist. Temperaturen über 130°C sollten daher grundsätzlich vermieden werden.
In einem Test wurden folgende Werte bei Standgas ermittelt:
- Bei 23°C Öltemperatur: Öldruck von 7 bar
- Bei 60°C Öltemperatur: Öldruck von 2,7 bar
- Bei 95°C Öltemperatur: Öldruck von 1,6 bar
Der Öldruck
Der Öldruck steht in direktem Zusammenhang mit der Öltemperatur. Bei kaltem Öl entstehen sehr hohe Drücke, je nach Motorrad teilweise über 10 Bar. Und bei heißem Öl und niedriger Drehzahl kann der Öldruck sogar unter 1 Bar fallen. Da die Ölpumpe vom Motor angetrieben wird, hängt die Förderleistung direkt mit der Drehzahl des Motors zusammen. Bei hohen Drehzahlen wird also auch mehr Öl gefördert, wodurch der Öldruck ansteigt.
Wenn wir nun den Öldruck überwachen, kann uns das viele wichtige Aussagen liefern:
- Ist der Öldruck sehr hoch, dann ist der Motor (noch) kalt - z.B. auch ein Thema im Winter - und sollte natürlich wenig belastet werden.
- Wenn der Öldruck auch bei warmem Motor ungewöhnlich hoch ist, kann hingegen eine Ölleitung verstopft sein, d.h. Weiterhin kann ein mechanisches Problem am Motor vorliegen.
- Vor allem wenn der Öldruck schlagartig deutlich niedriger als gewohnt ist, sollte nicht weitergefahren werden.
- Und Schließlich kann es auch vorkommen, dass der Öldruck ganz abfällt oder pulsiert. Hier kann ein zu niedriger Ölstand die Ursache sein. Die Ölpumpe saugt dann Luft an und kann nicht mehr genug - oder gleichmäßig - Öl fördern. Logischerweise muss dann dringend der Ölstand kontrolliert und ggf. Öl nachgefüllt werden.
Verschiedene Arten von Öltemperaturanzeigen
Die Ölthermometer, welche in die Öleinfüllöffnung geschraubt werden, können gar nicht die Ölthemperatur genau messen. Der "Messstab" ist viel zu kurz. Da wird ja nur ein wenig Öl drangespritzt und eher nur die "Lufttemperatur" im Motor gemessen. Genau wird es nur, wenn auf das Ölreservoir drauf gedreht wird, ich muss dazu sagen im Ölreservoir ist auch nicht wirklich viel platz um was langes unter zu schieben, da es nicht gerade runter geht sondern eher gewölbt. Ja, hilft aber nix, die anderen haben schon Recht, der kurze Stab ist nicht im Öl und ragt quasi nur in die Luft im Gehäuse rein.
Wenn Du das ganz genau wissen willst, kommst Du über einen Schraubfühler im Ablassgewinde und eine digitale Anzeige nicht rum. Die wahre Öltemperatur bei wassergekühlten Motoren oder auch anderen zu messen geht eigentlich nur mit Sensoren im Inneren des Motors am Ölkreislauf.
Aus alter Gewohnheit fahre ich mindestens 20km, bevor ich den Hahn weiter aufdrehe, das ist mir der Motor allemal wert. Natürlich sollte man die alten Erkenntnisse, einen Motor nicht kalt zu quälen, beherzen. Also die ersten Kilometer ruhig angehen lassen.
Reifenwärmer: Eine sinnvolle Ergänzung für die Rennstrecke
Wer auf die Rennstrecke geht und sich ernsthaft mit Slicks auseinandersetzen möchte, benötigt früher oder später auch Reifenwärmer. Mit einem Reifenwärmer kannst du deine Reifen schon im Vorfeld optimal auf die empfohlene Temperatur vorheizen und somit direkt ab Ausfahrt aus der Boxengasse von ausgezeichnetem Grip profitieren.
Eigenschaften von Reifenwärmern
- Aufwärmverhalten: Die Mindesttemperatur von 60°C erreichen alle Modelle relativ schnell. Um die Höchsttemperatur von 80°C zu erreichen, benötigen alle Reifenwärmer rund 60 Minuten.
- Passform: Nur wenn dieser gut aufliegt, ist es möglich den Reifen schnell und vor allem gleichmäßig zu erhitzen.
- Verarbeitung: Schwachpunkte sind oftmals die Nähte und die Verkabelung.
- Handhabung: Mit der Zeit bekommt man eine Routine rein und kann die Heizdecken als geübter Trackday-Fahrer sehr schnell anlegen.
Beispiele für Reifenwärmer
Es gibt verschiedene Reifenwärmer auf dem Markt, darunter:
- Alpha Technik Reifenwärmer EVO Supersport 600
- Racefoxx Pro Digital Reifenwärmer
- Matrix Basic Reifenwärmer Set 100 Grad
- Capit Suprema Spina Reifenwärmer
- Thermal Technologie Trizone Reifenwärmer
- Racefoxx BASIC 80°C SUPERBIKE Reifenwärmer
Tyreboy-Messsystem: Reifendruck und -temperatur im Blick
Mit dem Tyreboy haben Motorradfahrer den Reifenluftdruck sowie die Reifenflankentemperatur stets im Blick. Im Alltag funktioniert das System zuverlässig und liefert exakte Werte. Die auf Knopfdruck angezeigte Reifentemperatur bezieht sich laut Hersteller nicht auf die Lauffläche, sondern die Flanke des Reifens.
MOTORRAD-Check
MOTORRAD vergibt 4,5 von 5 Sternen.
- positiv: Einfache Montage, intuitive Bedienung
- negativ: Rustikale und klobige Optik
Das Tyreboy Reifendruck- und -temperatur-Messsystem wiegt nur 64 Gramm.
Verwandte Beiträge:
- Harley Davidson Ölpeilstab mit Temperaturanzeige im Test – Die ultimative Kaufentscheidung!
- Polo Motorradbekleidung: Test, Kollektion & Kaufberatung
- Motorrad Kostüm für Erwachsene: Die besten Outfits für Biker
- Shimano Innenlager 4-Kant: Einbau, Wartung & Ersatzteile
- Shimano GRX 820 Druckpunkt einstellen – Ultimative Schritt-für-Schritt Anleitung für Perfekte Bremsleistung!
Kommentar schreiben