Teneriffa, die größte der Kanarischen Inseln, hat sich zu einem beliebten Ziel für Rennradfahrer entwickelt. Besonders im Winter locken die milden Temperaturen viele Radsportler an. Doch was macht Teneriffa so besonders für einen Rennradurlaub? Dieser Artikel fasst Erfahrungen und gibt Tipps, um deinen Aufenthalt optimal zu gestalten.
Warum Teneriffa für Rennradfahrer?
Teneriffa bietet einzigartige Landschaften, die von grünen Wäldern bis zu vulkanischen Mondlandschaften reichen. Das Straßennetz ist gut ausgebaut, was das Rennradfahren angenehm macht. Ein weiterer Pluspunkt sind die rücksichtsvollen Autofahrer, die meist mit genügend Abstand überholen. Allerdings sollte man eine gewisse Grundfitness mitbringen, da die Insel sehr bergig ist.
Die Kanarischen Inseln liegen im Atlantik, etwa 250 Kilometer vor der Küste Afrikas. Sie bilden innerhalb Spaniens eine eigene autonome Gemeinschaft. Teneriffa ist die größte der Inseln und beherbergt den Pico del Teide, den höchsten Berg Spaniens mit 3715 Metern Höhe.
Die beste Reisezeit
Teneriffa ist ein Ganzjahresziel. Die Hauptreisezeit für Radfahrer ist von November bis Mai, wenn die Temperaturen zwischen 16 und 22 Grad liegen. Aber auch im Sommer kann man hier gut fahren, wobei im August heiße Winde von der Sahara wehen können.
Rennradverleih auf Teneriffa
Wer sein eigenes Rad nicht mitnehmen möchte, kann sich vor Ort ein Rennrad leihen. Einige Anbieter sind:
- Bikepoint Teneriffa in Las Americas: Bietet Focus, BMC und Cervélo ab 20 Euro pro Tag.
- Free Motion Teneriffa in Los Cristianos und Costa Adeje: Verfügt über Cannondale und Specialized ab 21 Euro pro Tag.
Tourenvorschläge und Routen
Teneriffa bietet eine Vielzahl von Rennradtouren mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Hier sind einige Vorschläge:
Tour 1: Rund um den Flughafen
Diese 55 Kilometer lange Tour mit 850 Höhenmetern ist ideal zum Einrollen. Sie führt durch die südöstliche Ecke der Insel, vorbei an ockerfarbenen Landschaften und dem Atlantik.
Tour 2: Am Kraterrand
Mit 94 Kilometern und 2400 Höhenmetern ist diese Tour anspruchsvoller. Sie führt von Los Cristianos hinauf zum Teide-Nationalpark und bietet atemberaubende Ausblicke auf den Krater und die Nachbarinsel La Gomera.
Tour 3: Balanceakt im Teno-Gebirge
Diese 69 Kilometer lange Runde mit 2000 Höhenmetern führt ins Teno-Gebirge im Westen Teneriffas. Sie bietet spektakuläre Ausblicke und führt durch üppiges Grün.
Tour 4: Rennradlers Mondfahrt
Mit 133 Kilometern und 3340 Höhenmetern ist dies eine Königsetappe. Sie führt rund um den Pico del Teide und bietet Tiefblicke in eine raue Vulkanlandschaft.
Tour 5: Anstieg zum El Teide
Der Pico del Teide ist ein Muss für jeden ambitionierten Rennradfahrer. Die Auffahrt von der Costa Adeje aus führt über Guia de Isora nach Chio. Auf einer Strecke von 40 km legt man gut 2300 Höhenmeter zurück. Die Steigung ist mit durchschnittlich 6% gut machbar.
Weitere Anstiege und Routen
- Anstieg nach Taucho: Bekannt durch Remco Evenepoel, mit einer Steigung von knapp 9% über 6 km.
- Masca Steigung: Kurz, aber steil mit bis zu 20% Steigung.
- Anstieg nach Vilaflor: Traditioneller Testberg mit großen Namen in den Strava-Bestenlisten.
- Pedro Álvarez: Im Norden der Insel, mit dichter Bewaldung.
- Loros Anstieg: Langer Anstieg mit 17.3 km Länge und 6.9% Steigung, ideal für lange Belastungen.
Wichtige Tipps für deine Rennradtour
- Kompaktkurbel und großes Bergritzel: Das anspruchsvolle Profil mit Steigungen bis über 15 Prozent erfordert eine entsprechende Übersetzung.
- Helm und Warnweste: Auf den Teneriffa wird seit 2-3 Jahren auch nach Helm und Warnweste gefragt.
- Regenjacke: Auch Regen ist keine Seltenheit, eine Regenjacke ist deswegen ein Muss.
- Wasserversorgung: Ausreichend Wasser mitnehmen, da Wasserstellen nicht immer zuverlässig sind.
- Verpflegung: Cafés und Restaurants entlang der Strecke für Stärkungen nutzen.
Klimatische Bedingungen
Das Klima auf Teneriffa ist zweigeteilt: Die Nordküste ist grün und feucht, während die Südküste trocken und karg ist. Dies sollte bei der Tourenplanung berücksichtigt werden.
Unterkünfte
Es gibt viele Hotels, die sich auf die Bedürfnisse von Radfahrern spezialisiert haben, mit eigenem Trainingsgelände und erfahrenem Personal. Besonders Costa Adeje hat sich als guter Standort für Radfahrer etabliert.
Zusammenfassung der Inseln für Radfahrer
Jede der Kanarischen Inseln hat ihren eigenen Reiz und eignet sich für unterschiedliche Arten von Radfahrern. Hier eine kurze Zusammenfassung:
| Insel | Geeignet für | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Teneriffa | Rennradfahrer, Mountainbiker | Höchster Berg Spaniens, abwechslungsreiche Landschaften |
| Gran Canaria | Rennradfahrer, Mountainbiker, Kletterer | Hohe Qualität der Radwege, vielfältige Sportmöglichkeiten |
| Fuerteventura | Rennradfahrer | Flache Strecken, weniger Niederschläge, stärkere Winde |
| Lanzarote | Rennradfahrer, Mountainbiker (fortgeschritten) | Einzigartige Vulkanlandschaft, starker Gegenwind |
| La Palma | Mountainbiker | Grüne Insel, vielfältige Trails |
| La Gomera | Wenig flache Routen, kaum Verkehr | Ruhige Ecken, ursprüngliche Natur |
| El Hierro | Mountainbiker, Ruhesuchende | Wenig Tourismus, Wald- und Steinwege |
Verwandte Beiträge:
- Teneriffa Rennradverleih: Die besten Anbieter & Tipps für Ihre Radtour
- Mountainbike Teneriffa Verleih: Beste Angebote & Trails
- Radfahren auf Teneriffa: Die besten Routen & Tipps für Ihre Radreise
- Teneriffa Mountainbike Urlaub: Trails, Touren & Tipps
- Guter Sattel für Mountainbike: Kaufberatung & Test
- Frog Laufrad 14 Zoll Test: Warum Dieses Laufrad Das Beste Für Ihr Kind Ist!
Kommentar schreiben