Die teuersten Motorräder der Welt: Eine exklusive Liste

Für uns Normalsterbliche bleiben diese Bikes zwar immer außer Reichweite. Trotzdem kommen auch wir nicht drum herum, sie zu bewundern und uns vorzustellen, wie es wohl auf so einem edlen Eisen wäre. Doch welches ist denn das Edelste von allen Serienmotorrädern?

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Die teuersten Motorräder in Deutschland

Nicht alles wird immer teurer. Manches war schon immer teuer. So wie diese Serienmotorräder mit Zulassung, die die teuersten in Deutschland sind.

  1. Bimota Tesi H2 ab 63.466 Euro: Zwar widerspricht die Bimota Tesi H2 auf Platz 1 etwas mit Anspruch: unlimitiertes Sondermodell. Doch die 250 Stück versucht Bimota seit einigen Jahren an Mann oder Frau zu bringen. Hier limitiert sich eher die Nachfrage als das Angebot.
  2. Harley-Davidson CVO Road Glide ST ab 50.150 Euro: Sportlicher und stärker war bisher keine Big-Twin-Harley: 128 PS und 193 Nm, dazu ein voll einstellbares Fahrwerk, das kostet nicht nur Geld, sondern trifft auch auf 380 fahrfertige Kilogramm Gewicht.
  3. Indian Roadmaster Elite ab 44.990 Euro: Noch schwerer und noch teurer als die Gold Wing ist der Platz 4, die Indian Roadmaster Elite. Luftgekühlter V2 mit 92 PS, der 417 Kilo beschleunigen muss. Das dürfte mit 171 Nm allerdings souverän möglich sein.
  4. Honda GL 1800 Gold Wing Tour ab 39.900 Euro: Vom leichtesten Krad auf Platz 6 zum schwersten auf Platz 5: Honda verlangt für die Gold Wing Tour mit DCT und dem weiter einzigartigen Airbag ab 39.900 Euro.
  5. BMW M 1000 RR ab 36.300 Euro: Die teuerste Basis-BMW ist die leichteste und stärkste BMW überhaupt. Ab 36.300 Euro kostet die BMW M 1000 RR, wobei auch hier im Konfigurator mit Carbon und Extras die 45.000 Euro keine Ausnahme, sondern die Regel sein dürften.
  6. Kawasaki Ninja ZX-10 RR ab 29.995 Euro: Mit fast 30.000 Euro mit das günstigste der teuersten Motorräder in Deutschland: Kawasaki Ninja ZX-10 RR. Die vormalige Homologationsbasis für die WSBK von Kawasaki und technische Basis für die aktuelle Bimota KB998 in der WSBK.
  7. Honda CBR 1000 RR-R Fireblade SP ab 29.699 Euro: Die Top-Honda, die CBR 1000 RR-R Fireblade hat nicht nur den längsten Modellnamen, sondern ist das günstigste der teuersten Kräder in Deutschland.

Besondere Modelle im Detail

Honda RC 213 V-S

Keine Honda ist technisch näher an den HRC Werksmaschinen in der MotoGP als die in einer Kleinserie von nur 250 Stück hergestellte Honda RC 213 V-S. Der 999ccm V4 liefert inklusive der mitgelieferten Tuningteile 215PS, in der zugelassenen Version für den Straßenbetrieb werden vergleichsweise milde 160PS ans Hinterrad geschickt. Die Fahrwerksgeometrie ist kompromisslos sportlich ausgelegt. Rahmen und Schwinge sind extrem dimensioniert, die Nähe zur MotoGP ist allein schon optisch nicht zu übersehen. Gabel und Stoßdämpfer sind Topware von Öhlins.

Die Honda RC 213 V-S konnte nur online direkt bei Honda bestellt werden, alle 250 Stück waren bereits vor der Produktion ausverkauft.

MTT Y2K

Wer darf in diesem Ranking mitspielen? Serienmotorräder mit Straßenzulassung. Na dann, festhalten, denn die Y2K von MTT wird seit 20 Jahren in Kleinserie von 5-10 Stück/Jahr produziert und trägt in den USA ganz normal ein Kennzeichen. Was daran so besonders ist? Die 320PS und vor allem die 576Nm bei 52.000 (!) Revs der Gasturbine die die 2YK mit milden 402kmh bzw. 250 Meilen zum derzeit schnellsten Serienmotorrad des Planeten mit Straßenzulassung machen. Tourengeeignet ist sie allerdings eher nicht, da das Verhältnis Verbrauch zu Tankinhalt (78/100km und 34 Liter Tank) relativ ungünstig ist. So wie der Preis von 220.000 € wenn man unsere Steuern dazu addiert. Wer lieber auf Privatgrund fährt wählt besser gleich die MTT 420 RR mit 420PS und 678Nm. Ist zwar ohne Zulassung aber immer noch ein Serienmotorrad. Als Topspeed gibt der Hersteller „Schneller als sie sich je trauen werden“ an. Die Mutigsten sahen bisher 440kmh am Tacho.

Ducati Superleggera V4

Ihr Name ist Programm, die Superleggera ist tatsächlich superleicht. Und auf 500 Stück limitiert. Um ihre unglaublichen 152,2 kg Trockengewicht (mit Racekit) zu erreichen, hat Ducati quasi den Rotstift abgeschafft und die gleichen Technologien und Materialien, die sonst nur den Prototypen in der MotoGP vorbehalten sind, verwendet. Chassis, Felgen, Verkleidung, Biplane-Winglets und sogar die Einarmschwinge sind aus Carbon gefertigt und werden wie in der MotoGP thermographisch, tomographisch und mit Ultraschall geprüft bevor sie verbaut werden. Mit gewaltigen 234PS bietet die Superleggera ein superfittes Leistungsgewicht von 1,54 PS pro kg (entspricht einem VW Golf mit 1850PS!) und bleibt dabei dank dem extrem umfangreichen Elektronikpaket gut kontrollierbar.

Mit der Einführung der Ducati Superleggera V4 im Februar 2020 wird das Podium der teuersten Serienmotorräder der Geschichte verändert. Beide Vorgängermodelle hatten schon ein beneidenswertes Gewichts-/Leistungsverhältnis. Der aerodynamische Bausatz ist einer der großen Protagonisten.

Im Circuit-Modus, d.h. dem Einbau einer kompletten, von Akrapovic signierten Auspuffanlage, ist die Superleggera V4 in der Lage 234 PS zu entwickeln und die Waage bei 153 kg zu stoppen. Das ist ein Gewicht, das zum großen Teil durch den Einsatz von Kohlefaser in praktisch jeder Ecke der Baugruppe erreicht wurde, einschließlich Chassis, Schwinge, Aufhängungsstangen, Verkleidung und Aerodynamik-Kit.

MV Agusta F4 1000 CC

2006, als MV Boss Claudio Castiglioni die edle F4 1000 CC auf der EICMA enthüllte, waren ihre 200PS und 125NM aus 1078ccm eine sehr ernste Ansage. Und am Edeleisen, dass seine Initialen trug, durfte nur feinste Ware verbaut werden. Gitterrohrrahmen mit Magnesiumbrücken, Magnesium Einarmschwinge und jede Menge Magnesium auch am Motor. Die Titanventile und Titanpleuel im Motor waren 2006 auch noch Avantgarde im Serienbau. Die Fußrastenanlage, Gabelbrücken und alle Hebel sind CNC-gefräst, die Verkleidung und diverse Anbauteile wurden aus Carbon gefertigt und die geschmiedeten Marchesini-Felgen sind superleichte Eye-Catcher. Zusammen reicht das eigentlich für „über 315km/h“, man setzte aber bei 312km/h einen Limiter. Weil damals kein Reifenhersteller einen Reifen mit einer Homologation jenseits von 315km/h anbieten konnte. Die auf 100 Stück limitierte „CC“ war trotz selbstbewusst aufgerufener 118.000 Euro blitzartig vergriffen.

Die MV Agusta F4 1000 CC (von Claudio Castiglioni) wird oft inmitten eines großen Katalogs von limitierten Auflagen vergessen. Sie wurde zur gleichen Zeit wie die MotoGP-basierende Desmosedici RR von Ducati präsentiert, hatte aber trotzdem einen deutlich höheren Startpreis. Karbonfaser-Karosserie, die besten Komponenten, die Brembo und Öhlins dem Verbraucher zur Verfügung stellten... und als ob das noch nicht genug wäre, eine exklusive Jacke und eine Schweizer Girard-Perregaux-Uhr. Von der "Claudio Castiglioni" wurden nur insgesamt 100 Einheiten hergestellt.

Münch Mammut 2000

Schon in den 60igern hat Friedel Münch die Untermotorisierung bekämpft indem er ganz einfach einen Automotor in ein Eigenbau-Fahrwerk hängte und mit der „Mammut“ nicht weniger als das damals stärkste, schnellste und teuerste Serienmotorrad der Welt schuf. Die „Mammut 2000“ entwickelte Münch Ende der 90er und begann kurz nach der Jahrtausendwende die Produktion einer Kleinserie. Und wieder erschütterte er mit den Eckdaten der „Mammut 2000“ die Motorradwelt. 1998ccm Turbomotor, 260PS, 380Nm und 380kg voll.

In einer mit einigen der fortschrittlichsten Sportmotorräder der Geschichte vollgepackten Liste, ist die Anwesenheit eines unkontrollierbaren Biests wie der Münch Mammut 2000 ein mächtiges Ausrufezeichen. Ende der 1990er Jahre starteten der deutsche Unternehmer Thomas Petsch und Friedel Münch selbst ein Projekt, um das Mammut aufzutauen und die Zeit des Zahlenkrieges zu erreichen. In Zusammenarbeit mit einer Gruppe von 15 Ingenieuren wurde die Münch Mammut 2000 um einen Zweiliter-Vierzylinder-Turbomotor herum gebaut, der von Cosworth für Opel produziert wurde. So ist es wenig verwunderlich, dass die Leistungs- und Drehmomentzahlen von einem anderen Planeten stammten: bis zu 265 PS bei 5500 U/min und 380 Nm bei 3500 U/min.

Ein echtes "Mammut", und als solches unbezähmbar und für die meisten Fahrer nicht zu empfehlen. "Sie haben das brutalste, leistungsstärkste und teuerste Motorrad der Welt gebaut.", lautet das Urteil.

Bimota Tesi H2

Mit einer Einarmschwinge am Hinterrad fällt man heute nicht mehr auf, mit einer Achsschenkellenkung vorne allerdings schon. Die bei Bimota schon traditionelle, und patentierte Radnabenlenkung ist ein extremer Eye-Catcher, der aber auch technisch Sinn macht: kein eintauchen beim Bremsen, und das fördert den perfekten Strich durch die Ecke. Durch die 49% Beteiligung von Kawasaki an Bimota haben die Italiener Zugang zur Kawasaki Motorpalette. Und für die Tesi kommt nat. nur das derzeit PS-stärkste straßenzugelassene Serientriebwerk der Welt, der 231PS Kompressor Motor der H2 in Frage. Die Tesi wiegt damit volle 31kg weniger als die Kawasaki H2 mit gleichem Motor! Es wird nur 250 Tesi H2 geben, von der Tesi H2 Carbon Edition sogar nur 10 Exemplare! Prognose?

Horex VR6 Black Edition

Extrem Hochwertig im Detail (Red Dot Award Gewinner!), trumpft die Horex VR6 Black Edition mit einigen Alleinstellungsmerkmalen auf. Einziges Serienmotorrad der Welt mit V6 Motor. Erstes Motorrad überhaupt mit einem Lenkkopf aus Karbon. Das leichteste 6 Zylinder Motorrad das je in Serie gebaut wurde. Da gehen die 168PS und 138 Nm des Triebwerks bei nur 217kg fast schon unter. Beim Preistaferl der limitierten Black Edition wird man aber schnell wieder hellhörig: 79000!

Ducati Desmosedici RR

2007 überraschte Ducati die Welt mit einer MotoGP Replika für die Straße. Die Motorkonfiguration, also 989ccm, 90°-V4 mit 70° Hubzapfenversatz, das Bohrungs/Hub Verhältnis, die zahnradgesteuerte Desmodromik, alles ist vom 2006er MotoGP-Bike übernommen. Gleiches Spiel beim Fahrwerk, die Geometrie und die meisten Baugruppen sind weitgehend identisch. Mit Racekit hat die Desmosedici RR über 200PS und schafft mehr als 300km/h Topspeed. Nur 1500 Stück wurden produziert, und trotz heftigen 70.000 Listenpreis war sie schnell vergriffen.

Norton V4SV Carbon

Mit der Norton V4SV Carbon bewegen wir uns (noch) ein wenig im spekulativen Bereich. Offiziell noch ein Prototyp ist aber zu hören, dass die Serienproduktion bereits angelaufen ist. Norton ist Britischer Spezialist für handgefertigte Luxusmotorräder die durch extrem hochwertige, innovative Lösungen auffallen. Ein Under-seat Carbontank, eine Rückblickkamera mit Bild am großen Farbdisplay oder eine handgefertigte Einarmschwinge findet man sonst an keinem Serienmotorrad. Jede Menge Carbon (Felgen, Verkleidung), CNC Teile und Top-End Fahrwerks- und Bremskomponenten von Öhlins und Brembo machen auch ohne offizielle Preisangabe klar dass die V4SV kein Schnäppchen sein wird. Unsere Spione melden dass man von 59.000.- Listenpreis ausgehen darf.

Honda NR 750

Die Ovalkolbentechnologie der Honda NR 750 ist bis heute das spektakulärste Motorkonzept aller Verbrennungsmotoren des Planeten! Der V4 verfügt über ovale Kolben mit je 2 Pleuel und 8 Ventilen! Mit astralen Drehzahlen über 22.000 Revs versuchte Honda in den 80igern (!) mit diesem Viertakter die Zweitakter der damaligen MotoGP zu schlagen. Als das Konzept nach vielen Rückschlägen ausgereift war, wurden Ovalkolben in allen Motorsportkategorien weltweit verboten. Der Vorsprung von Honda wäre für die Konkurrenz über Jahrzehnte uneinholbar gewesen. Mit der NR750, von der nur 322 Exemplare produziert wurden, setzte Honda der Ovalkolbentechnologie ein Serien-Denkmal, dass bis heute den heiligen Gral der Motortechnologie repräsentiert.

Die Honda NR 750, die in einer limitierten Produktion von 300 Einheiten (alle verkauft) hergestellt wurde, hatte eine ähnliche Struktur wie die NR 500. Ihre vier ovalen Zylinder simulierten die Konfiguration eines V8-Motors und waren der Versuch, die notwendigen Leistungen des Zweitakt-Wettbewerbs mit nur vier Zylindern zu erzeugen. Ihre 125 PS waren weit entfernt von den leistungsstärksten Sportmotoren und ihre 244 kg halfen ihr auch nicht dabei sich agil zu bewegen. Aber die Honda NR 750 würde nicht wegen ihrer Streckenzeiten in die Geschichte eingehen, sondern weil sie ein wahres mechanisches Meisterwerk war.

Kawasaki H2R

Wenn wir oben die Münch Mammut 2000 als ein Vieh von einem Motorrad beschrieben haben, dann übertrifft die Kawasaki H2R das deutsche Biest in Konzept und Ausführung und ist zweifellos eines der überschwänglichsten Werke des letzten Jahrzehnts. Nach mehreren Teasern in sozialen Netzwerken bestätigte Kawasaki während der Intermot 2014 in Köln alle Gerüchte, indem es diese Kawasaki H2R mit nicht weniger als 310 PS für 216 kg (trocken) enthüllte. Kawasaki wollte ein Motorrad bauen, das wieder Geschichte schreiben sollte, wie es die GPZ 900R oder die Mach IV H2 zu ihrer Zeit taten. Und es scheint, dass es ihnen gelungen ist. Noch heute, fünf Jahre später, sind diese Motorräder ein echter Hingucker und haben sich zu einer ganzen Modellfamilie entwickelt.

Die internationale Präsentation wurde in Losail organisiert, einem Rundkurs von 5.389 Metern, von denen 1.068 zur endlosen Hauptgeraden gehören. Und die Wahl war auch kein Zufall. Dort konnten die Tester mit aufgeladenem Treibstoff experimentieren und ihre Zeiten mit denen anderer Maschinen matchen. Obwohl etwas langsamer als die SBK, schiebt die Kawasaki H2R ohne erkennbare Begrenzung. Als sie mit 200 km/h die Geschwindigkeit erreichte, wo andere Maschinen aufhörten hart zu schieben, beschleunigte die H2R weiter stark bis 300 km/h und drüber.

Die teuersten Oldtimer-Motorräder

MOTORRAD zeigt die aktuell 10 teuersten Oldtimer-Motorräder. Interessant: Die meisten kamen im amerikanischen Auktionshaus Mecum unter den Hammer. Die Marke mit den meisten Top-10-Plätzen gab es nur 10 Jahre, und die baute die stärksten US-Bikes der 1930er-Jahre.

  1. Cyclone V-Twin von 1915: Seit Januar 2025 auf Platz 1 der teuersten Oldtimer-Motorräder, die in einer Auktion versteigert wurden, steht ein V-Twin-Modell von Cyclone.
  2. Harley-Davidson Strap Tank von 1908: Die derzeit teuerste je versteigerte Harley wurde 1908 gebaut.
  3. Vincent Black Lightning von 1951: 929.000 Dollar brachte diese Vincent Black Lightning von 1951.
  4. Crocker 61-46 von 1938: Nach einigen Jahren ohne Crocker im Katalog, stand 2025 eine von 1938 bei Mecum auf der Bühne.
  5. Cyclone Board Tracker von 1915: Platz 5 nimmt eine von wohl nur 6 existierenden Maschinen ein, und die trägt einen berühmten Petrolhead in der Ahnenreihe der Eigner: Diese Cyclone von 1915 gehörte einst Steve McQueen.
  6. Crocker 61-12 von 1936: Die in den vergangenen Jahren älteste Crocker ist die 61-12 von 1936.
  7. Crocker 61-24 von 1937: Im Prinzip sind alle Crocker der Top 10 das gleiche Modell, mit V2, gut 1.000 Kubik und um die 60 PS.
  8. Harley-Davidson Strap Tank von 1907: Aktuell gelten unter Kennern nur 3 Strap-Tank-Harleys als echt, beziehungsweise haben nur 3 eine nachvollziehbare Historie.
  9. Crocker 61-108 von 1939: Crocker ist einer der unzähligen Motorradhersteller aus den USA aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts.
  10. Henderson Four von 1912: Die Henderson Four mit ihrem ikonischen, längs eingebauten Vierzylinder sollte der Grundstein für eine bis 1942 vorherrschende Motorenbauweise sein, die mit dem Namen Henderson verknüpft war.

Brad Pitt fährt eines, Tom Cruise ebenso - exklusive Motorräder wie die Confederate Wraith B120 oder die Ducati Desmosedici RR begeistern nicht nur Hollywood-Größen. Doch richtig teuer werden Bikes, wenn es nur noch eine Handvoll Exemplare gibt.

Für die Hersteller sind die Entwicklungskosten solcher Eisen oft kaum einspielbar. Und für die meisten Kunden sie diese exklusiven Technologieträger kaum bezahlbar. Sinnbefreite, wirtschaftliche Unvernunft aller Beteiligten? Denn ist die Kreation entsprechend exklusiv, lockt sie auch entsprechend zahlungskräftige Kundschaft an. Zudem sollen Top-End Projekte die Kreativität und den Ehrgeiz junger Ingenieure in den Entwicklungsabteilungen zu innovativen Höchstleistungen anstacheln und die Grenzen des Machbaren neu definieren. Und nicht zuletzt dient die extreme Performance und Präzision solcher Technologieträger als "Visitkarte" der globalen Imagepflege der Produzenten. Die enormen Kosten kann man in einigen Fällen zu einem guten Teil als Marketingausgabe betrachten. Und für den erlauchten Kundenkreis bieten diese exklusiven „On the Edge“ Monumente im technischen Grenzbereich nicht nur irre Fahrdynamik und enormen Besitzerstolz, sie sind fast immer auch hochprofitable Anlageobjekte.

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