Thule Fahrradträger für 3 Fahrräder im Test: Eine umfassende Bewertung

Das Fahrrad als Fortbewegungsmittel erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Ob als E-Bike oder klassisches Velo, der Bedarf an Transportlösungen wächst. In diesem Testbericht konzentrieren wir uns auf Fahrradträger für die Anhängerkupplung, da sie sich großer Beliebtheit erfreuen und unserer Meinung nach die beste Lösung darstellen.

Warum Fahrradträger für die Anhängerkupplung?

Fahrradträger für die Anhängerkupplung lassen sich sehr einfach montieren und auch das Beladen mit den Rädern funktioniert problemlos. Denn die Velos müssen lediglich wenige Zentimeter angehoben werden, die Montage gelingt somit ohne großen Kraftaufwand. Viele Fahrradträger, die sich abklappen lassen, bieten zudem freien Zugang zum Kofferraum.

Es gibt im Wesentlichen drei unterschiedliche Fahrradträger-Typen. Fahrradträger für die Heckklappe und fürs Dach haben allerdings ihre Tücken, weshalb wir uns in diesem Test auf Modelle für die Anhängerkupplung beschränken.

Alternativen zu Anhängerkupplungsträgern

Dachgepäckträger benötigen zwar keine Anhängerkupplung, jedoch eine Dachreling und die entsprechenden Querstreben. Diese Modelle sind zum Teil sehr preiswert erhältlich. Die Gefahr, dass man beim Montieren des Rads dem Auto einen Lackschaden zufügt, ist jedoch groß. Schließlich muss das Rad auf das Dach gewuchtet werden. Bei Rädern, die mehr als 20 Kilogramm wiegen, ist das kein Vergnügen. Und gerade bei Vans, SUVs oder Geländewagen, die auch schon mal 1,70 oder 1,80 Meter hoch sind, kann es blitzschnell passieren, dass man mit dem Bike gegen das Auto knallt.

Fahrradträger für die Heckklappe sind ebenfalls schon für unter 100 Euro zu haben. Wir raten von diesen Modellen jedoch ab. Heckklappenträger werden in die Fuge zwischen Karosserie und Kofferraumklappe eingehakt und mit Spanngurten fixiert. Heckklappen-Fahrradträger sind teilweise recht labil. Ein anderes Problem ist, dass sich die Spanngurte unterwegs lockern können. Eine regelmäßige Kontrolle ist deshalb wichtig. Zudem wird der Zugang zum Kofferraum durch an der Heckklappe angebrachte Fahrräder enorm erschwert oder ist gar unmöglich.

Wichtige Aspekte vor dem Kauf

Wer sich einen Fahrradträger für die Anhängerkupplung zulegen will, muss vorher die maximale Stützlast der Anhängerkupplung kontrollieren. Diese findet man im Fahrzeugschein unter Ziffer 13. Möchten Sie zwei E-Bikes transportieren und die Stützlast wie in unserem Beispiel bei maximal 75 Kilo liegt, sollten Sie eine möglichst leichte Halterung nehmen. Das Überschreiten der maximalen Stützlast ist nicht nur gefährlich und hat negative Auswirkungen auf das Fahrverhalten des Autos.

Checken Sie zudem den Abstand der Radschienen. Fällt dieser zu gering aus, können die Gabeln der Räder aneinander scheuern. Mindestens 190 Millimeter sollten es sein. Kontrollieren Sie außerdem die Breite der Führungsschienen. Speziell, wenn Sie Mountainbikes besitzen, kann es bei Standard-Schienen zu eng werden und die Reifen passen nicht hinein.

Bei Fahrrädern am Heck oder auf der Anhängerkupplung darf das Nummernschild nicht verdeckt werden. Andernfalls müssen Sie ein drittes Schild am Fahrradträger montieren. Laut Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) darf zusätzliche Ladung nicht weiter als 40 Zentimeter über den Rand der Rückleuchten hinausragen. Sind die Fahrräder zu breit, so müssen Sie Ihren Fahrradträger mit Zusatzleuchten ausstatten. Achten Sie darauf, mit welcher Steckverbindung Ihre Anhängerkupplung für die Stromversorgung ausgestattet ist (7 oder 13 Pole). Für wenig Geld sind passende Adapter erhältlich.

Sicherheitsvorkehrungen vor der Fahrt

Bevor Sie losfahren, sollten leicht zu verlierende Teile, wie die Luftpumpe, vom Rad entfernt werden. Die Akkus von E-Bikes haben zusätzliches Gewicht und gehören idealerweise ins Auto. Kontrollieren Sie bei einem Heckträger die Beleuchtung und ob das Kfz-Kennzeichen gut zu erkennen ist. Nach 50 Kilometern sollte man noch einmal checken, ob sich Schrauben oder Spanngurte gelockert haben.

Achtung, das Fahrverhalten des Autos mit einem oder mehreren Fahrrädern an Bord kann deutlich anders sein, speziell dann, wenn Sie die Räder am Heck befestigt haben. Fahren Sie deshalb nicht schneller als 130 Kilometer pro Stunde und seien Sie in Extremsituationen, wie einer abrupten Vollbremsung oder engen Kurven, darauf vorbereitet, dass Ihr Pkw unerwartet reagiert. Bedenken Sie außerdem, dass der Spritverbrauch mit einem Fahrradträger wegen der schlechteren Aerodynamik in die Höhe schnellt.

Getestete Modelle im Überblick

Wir haben insgesamt 19 Fahrradträger für die Anhängerkupplung getestet. Hier eine Auswahl der getesteten Modelle:

Thule EasyFold 3

Ab Werk ist der Thule für den Transport von zwei Velos ausgelegt, optional lässt sich der Träger auch für ein drittes Rad erweitern. Für den Fahrrad-Zusatzadapter verlangt Thule knapp 250 Euro. Die gute Nachricht: Der EasyFold 3 ist nach dem Auspacken fast sofort einsatzbereit. Lediglich müssen die beiden Haltearme noch am U-Bügel befestigt werden, den man einstecken und festschrauben muss. Der EasyFold 3 wird einfach auf die Anhängerkupplung gesetzt. Jetzt drückt man nur noch den stabilen Spannhebel nach unten, fertig! Bei uns im Test benötigen wir zunächst zu viel Kraft, der Bügel lässt sich nicht umlegen. Über einen kleinen Regler lässt sich die Öffnung am Thule-Träger für den Kugelkopf der Anhängerkupplung vergrößern oder verkleinern.

Für die Stromversorgung wird jetzt nur noch der 13-polige Stecker in die Steckdose der Anhängerkupplung gesteckt. Der EasyFold 3 wiegt 18,2 Kilo und lässt sich über kürzere Strecken gerade noch so tragen. Leider verzichtet Thule auf Rollen, um den Fahrradträger auch mal zu schieben. In die Schienen passen Räder mit einer maximalen Reifenbreite von 3 Zoll - mit Thules Extra Long Wheel Straps lassen sich auch Reifen mit einer Breite von 5 Zoll einsetzen. Dank seiner Länge von 126 Zentimeter können große Mountainbikes problemlos verstaut werden. Die Reifen haben trotzdem noch genug Auflagefläche.

Die Zuladung pro Schiene darf 30 Kilo nicht überschreiten, womit sich der Träger auch für die meisten E-Bikes eignet. Mit 25 Zentimetern fällt der Abstand zwischen den Schienen stattlich aus. Die Reifen stehen beim EasyFold 3 in stabilen Kunststoffschienen, deren Befestigung mit robusten Kunststoffbändern und Ratschen-Verschlüssen erfolgt. Die Rahmen der Bikes werden über zwei unterschiedlich lange Fahrradarme gehalten. Thule setzt hierbei auf Riemen und einen schwenkbaren Kopf. Während immer mehr Fahrradträger mit Klemmbacken ausgestattet sind, erweisen sich die Riemen als große Stärke. Denn viele E-Bikes sind mit klassischen Fahrrädern nicht mehr zu vergleichen. Rahmen sind mitunter deutlich dicker, weil hier auch die Akkus integriert sind. Mit Klemmbacken steht man da schnell mal vor erheblichen Schwierigkeiten bei der Befestigung.

Drückt man beim EasyFold 3 am Haltearm auf einen grauen Taster, so öffnet sich auf der gegenüberliegenden Seite die Halterung, um den Arm an der gewünschten Stelle am U-Bügel zu platzieren. Drückt man den Arm nach unten, rastet der Mechanismus ein. Das Ende mit dem Ratschenverschluss für die Befestigung am Rahmen ist um 360 Grad drehbar. Über ein Fußpedal lässt sich der Fahrradträger nach hinten klappen, um die Heckklappe zu öffnen. Beim Volvo XC 90 gelangen wir mühelos in den Innenraum. Es besteht keine Gefahr, dass die Heckklappe gegen die Halterung stößt. Selbst bei schwerer Beladung hat der Fahrradträger genug Power, um das Abkippen souverän zu meistern.

Unter dem Strich bietet der EasyFold 3 bewährt gute Thule-Qualität. Der Fahrradträger ist stabil, transportiert die Räder super sicher, ist blitzschnell zu montieren und wird bereits fertig zusammengebaut geliefert. Er schultert zwei schwere E-Bikes und bietet zwischen den Schienen genügend Abstand, damit sich Rahmen oder Lenker nicht in die Quere kommen.

Das Online-Portal Efahrer.com hat den Thule EasyFold 3 ebenfalls bereits getestet. Mit dem EasyFold 3 bringt Thule eine verbesserte Version seines Erfolgsmodells auf den Markt. Die Möglichkeit, den Träger flexibel zu erweitern, das überarbeitete Haltesystem und das praktische Zubehör machen ihn noch vielseitiger.

In unserem Test überzeugt der Thule-Träger mit guter Handhabung und Verarbeitung. Er hat aber auch einen kleinen Haken. Die genannten Produkte wurden von unserer Redaktion persönlich und unabhängig ausgewählt.

In so gut wie keiner Disziplin im Test erlaubt sich der Thule-Heckträger eine echte Schwäche. Allerdings ist er recht schwer. Dennoch hat er sich das Siegel "Sehr empfehlenswert" der AUTO ZEITUNG redlich verdient.

Vor allem in Sachen Handhabung hat der falt- und wegklappbare Thule-Träger Easyfold 3 unser Testteam durchweg überzeugt. Nur die von der Bedienungsanleitung geforderte Kraft für den Klemmhebel, die einem Gewicht von 47 kg entsprechen soll, ist in der Praxis schwer zu zu kontrollieren.

Beim Befestigen der Fahrräder mittels Rahmenhalter helfen Spanngute mit Ratschen, wie man sie von Snowboard-Bindungen kennt. An der Rahmenhalterung des Thule Easyfold 3 lassen sich auch E-Bike-Rahmen mit größerem Durchmesser problemlos befestigen.

Vorbildlich: Bei der Vollbremsung aus 100 km/h bleiben alle drei Fahrräder, mit denen der Thule-Träger beladen ist, an ihrem Platz. Anders sieht die Sache nach dem Slalom durch die Pylonen aus: Schnelle Ausweichmanöver quittiert der Thule Easyfold 3 mit Kippneigung und seitlichem Verdrehen. Das ist ein Verhalten, das der Thule Easyfold 3 schon bei unserem Test im Alltagsverkehr in Kombination mit der Thule-Heckbox Santu gezeigt hat.

Beim zügigen Durchfahren des Kreisverkehrs rutschen Träger und Transportbox deutlich zur rechten Seite, wie auf unserem Bild zu sehen ist. Dieses Verhalten bleibt trotzdem die absolute Ausnahme.

Die Urlaubsreise oder der Wochenendtrip steht an, das Auto ist gepackt und die E-Bikes sollen auch mit. Das gelingt am besten mit einem Fahrradträger. Für die Mitnahme von bis zu drei E-Bikes empfehlen sich Fahrradträger für die Anhängerkupplung (AHK), die wir unlängst einem großen Fahrradträger-Vergleichstest unterzogen haben. Hier erklären wir die verschiedenen Fahrradträgersysteme im Überblick.

Ein sehr gut für den Transport von E-Bikes geeigneter Fahrradträger für die Anhängerkupplung ist der Thule Easyfold 3. Er transportiert standardmäßig bis zu zwei, optional auch drei E-Bikes und bietet eine maximale Zuladung von 60 kg.

In unsere Redaktion kommt der Thule Easyfold 3 teilmontiert und nicht als loses Bausatz-Konvolut. Dank der gut bebilderten Anleitung ist der Heck-Fahrradträger in Sekundenschnelle in den Endzustand gebracht. Gleiches gilt für das Anbringen des E-Bike-Trägers an der Ausklapp-Anhängerkupplung des Volvo XC90, das uns weniger als 30 s kostet.

Ist der senkrecht stehende Haltebügel einmal montiert, dockt der Thule-Träger passgenau an der Anhängerkupplung (AHK) an und lässt sich mit zwei Handgriffen geschmeidig auf- und zu falten. Schnell zeigt sich: Auch der zuverlässig funktionierende Klapp- und Kippmechanismus erweist sich als echter Segen. Aus der aufrechten Grundposition lassen sich der Träger samt Ladung mit einem Handgriff nach hinten kippen, sodass der Kofferraum zugänglich bleibt. Wird der Träger gerade nicht benötigt, lässt er sich zur Aufbewahrung auf Rollkoffer-Format zusammenfalten.

Die Bedienungsanleitung gibt vor, den Klemmhebel, der den Träger am Kugelkopf der AHK fixiert, mit einer Kraft, die einem Gewicht von 47 kg entspricht, festzuziehen. Das haben wir mithilfe einer Zugkraftwaage überprüft, die allerdings die wenigsten Endverbraucher:innen zur Hand haben werden und sich daher auf das "Pi-mal-Daumen-Prinzip" verlassen müssen. Das hätte man auch besser lösen können.

Auch ohne die optional erhältliche faltbare Thule-Auffahrrampe geht das Aufladen der Testfahrräder, zwei schwere E-Bikes der Marke Canyon, leicht von der Hand. Wenn die Klemmvorrichtung eingerastet ist, sitzt die Aufnahme für die Rahmenhalterung bombenfest. Einmal aufgeladen, haben die E-Bikes mit 24 cm Schienenabstand genug Platz auf dem Träger, um sich nicht gegenseitig ins Gehege zukomme. Geradezu perfekt ist der Thule-Träger für Leute, die gelegentlich ein drittes Fahrrad transportieren wollen.

Stabile Kunststoff-Spanngurte, die per Ratsche nach dem bewährten Prinzip fixiert werden, wie es von Snowboard-Bindungen bekannt ist, sorgen für zusätzlichen Halt der Fahrradfelgen am Träger und dafür, dass die Räder der E-Bikes während der Fahrt nicht "durchdrehen". Mit einer Aufnahmebreite von maximal sieben Zentimeter (sechs Zentimeter bei der Zusatzschiene) eignen sich die Trägerschienen auch für überbreite Fahrradreifen, etwa von E-Mountain-Bikes.

Ebenfalls vorbildlich: Dank einer Schienenlänge von 126 cm hat der Thule Easyfold 3 auch mit dem Transport von 29-Zoll-Fahrrädern mit entsprechend langem Radstand kein Problem. Unnötig dagegen: zwei verschiedene Schlüsselpaare für den Rahmenhalter und den Träger selbst.

Bei unserem Fahrdynamiktest auf der Teststrecke erweist sich der bis hier hin solide Träger allerdings in einem Punkt als überraschend instabil. Beim sportlichen Durchfahren des Slalom-Parcours durch die Pylonen zeigt der Thule Easyfold 3 wiederholt die Tendenz zum seitlichen Verrutschen auf der Anhängerkupplung - und zwar bis an den Stoßfänger des Testwagens heran. Davon geht zwar keine akute Gefahr für Leib und Leben aus, denn die E-Bikes selbst bleiben fest in der Rahmenhalterung.

Den Hang zum Verrutschen zeigte der Thule Easyfold 3 auch zuvor schon bei unserem Test der Thule-Santu-Heckbox, für die der Thule-Träger als Basis dient. Ebenfalls suboptimal für einen eher hochpreisigen Fahrradträger: Nach ein paar Regenrunden sammelte sich in beiden Rücklichtern am Träger Kondenswasser.

Unseren Bremstest aus 100 km/h meistert der Thule-Träger dagegen ohne Fehl und Tadel. Am Ende heimst er unter dem Strich die Note "Gut" ein, und erlangt Bestwerte in den Kerndisziplinen Handhabung und Nachhaltigkeit sowie das begehrte Siegel "Sehr empfehlenswert" der AUTO ZEITUNG.

Atera Genio Pro Advanced

Dass man für einen guten Fahrradträger für die Anhängerkupplung ein bisschen mehr ausgeben sollte, macht auch der Atera Genio Pro Advanced deutlich. Rund 580 Euro muss man für dieses System mindestens hinblättern. Klasse: Es reicht vollkommen aus, wenn der Paketbote den Atera-Träger fünf Minuten vor der Abfahrt in den Urlaub abliefert. Der Genio Pro Advanced wird einfach aus dem Karton gehoben, auf die Kupplung gesetzt, arretiert und fertig! Hier muss rein gar nichts gebastelt oder geschraubt werden, einen Blick in die Bedienungsanleitung kann man sich sparen.

Mit 21,4 Kilo ist der Fahrradträger ganz schön schwer, längere Strecken möchte man ihn nicht tragen. Gefaltet ist er zwar nur noch 38,5 × 70,5 × 65 Zentimeter groß, aber das Gewicht lässt sich nicht wegdiskutieren. Dafür ist der Genio Pro Advanced super stabil und sehr hochwertig verarbeitet. Bei einer Stützlast ab 81,4 Kilo darf der Fahrradträger mit maximal 60 Kilo beladen werden. Entscheidet man sich für eine dritte Radschiene, darf die Zuladung ab einer Stützlast von 89,4 Kilo zusammen maximal 65 Kilo betragen. Der Abstand fällt mit 21 Zentimeter zwischen den Schienen angenehm groß aus. Diese sind für Reifenbreiten von bis zu drei Zoll ausgelegt, Mountainbikes sind deshalb herzlich willkommen.

Zusammengefaltet braucht der Atera-Träger nicht viel Platz. Die Montage des Kupplungsträgers ist ein Klacks: Im zusammengefalteten Zustand wird dieser auf die Anhängerkupplung gesetzt. Jetzt genügt es, den stabilen Bügel herunterzudrücken und per Schlüssel zu sichern. Schon sitzt das Atera-System bombenfest auf der Kupplung. Im nächsten Schritt wird der Fahrradträger auseinandergefaltet. Atera hat dabei ein innovatives Faltprinzip entwickelt, bei dem die Klarglasleuchten eingedreht und dadurch perfekt geschützt sind. Der Mechanismus ist durchdacht und funktional. Hier wackelt und klappert nichts.

Ob E-Bike, Trekkingrad oder Kinderrädchen: In der fast durchlaufenden Schiene haben die Räder perfekten Halt. Die Greifarme lassen sich bei Bedarf durch einen Schnellverschluss blitzschnell abnehmen, außerdem kann man sie in jede Richtung drehen. Per Ratschensystem dosiert man gefühlvoll, wie fest der Rahmen fixiert werden soll. Unterstützt werden Rahmendurchmesser von 25 bis 80 Millimeter. Nur das Lösen des Ratschenbands könnte für unseren Geschmack noch ein wenig leichter gehen. Zum Öffnen des Kofferraums bzw. der Heckklappe genügt ein Fußtritt auf ein Pedal, schon lässt sich der Atera-Träger ohne Kraftaufwand kippen.

Alles ist sehr robust verarbeitet und der Halt der Reifen in den 126 Zentimeter langen Schienen ist exzellent. Mit dem Atera Genio Pro Advanced steht einem entspannten Urlaubsbeginn nichts im Weg: Der Fahrradträger für die Anhängerkupplung ist zu 100 Prozent montiert. Installation und Bedienkonzept sind sehr durchdacht, die Materialien sind hochwertig und die Verarbeitung klasse. Im Test überzeugt uns der Atera Genio Pro Advanced abgesehen vom recht hohen Gewicht auf ganzer Linie.

Uebler i21

Wen der hohe Anschaffungspreis von mehr als 700 Euro nicht stört, erhält mit dem Uebler i21 einen tollen Fahrradträger für die Anhängerkupplung. Der Uebler i21 ist teurer, aber ein toller Träger für die Anhängerkupplung. Kompakt, leicht, blitzschnell zu montieren und sehr hochwertig verarbeitet: Der Uebler i21 ist ein toller Fahrradträger für die Anhängerkupplung. Selbst schwere E-Bikes transportiert er ohne zu murren.

Der i21 wird komplett fertig montiert geliefert und ist mit einer Größe von 61 × 20 × 60 Zentimetern im zusammengeklappten Zustand angenehm kompakt. Der Uebler-Träger wird im zusammengefalteten Zustand auf die Anhängerkupplung gesteckt. Danach muss man ihn nur noch runterklappen, den Aluminiumbügel nach oben stellen und die Rückleuchten nach außen klappen, fertig! Der i21 macht einen sehr stabilen und hochwertigen Eindruck. Dass er mit maximal 60 Kilo beladen werden darf, nimmt man ihm bedenkenlos ab.

Der i21 schultert bis zu zwei, der i31 bis zu drei Räder. Der Schienenabstand liegt bei sehr ordentlichen 22 Zentimetern. Auch der maximale Achsabstand von 130 Zentimetern bei den Rädern spricht dafür, dass es sich beim Uebler um einen ausgewachsenen Fahrradträger handelt. Fahrrad- und Träger-Diebstahlsicherung sind abschließbar, der Fahrradträger lässt sich auch mit eingesetzten Rädern abkippen, um an den Kofferraum zu gelangen. Mit Artikel-Nummer 15900 beträgt der Abklappwinkel 60 Grad, der 15930 schafft 90 Grad.

Selbst die dicken Reifen unseres E-Mountainbikes passen problemlos in die stabilen Aufnahmen der Halteschienen. Die Räder werden mit Spannriemen gesichert, der Rahmen mittels Klemme mit Drehgriff. Obwohl der Rahmen des Testrads alles andere als grazil ausfällt, passt dieser problemlos in die Halterung. Um den Fahrradträger abzukippen, genügt ein Tritt auf den hinteren Fußhebel. Der Fahrradträger lässt sich jetzt mit minimalem Kraftaufwand herunterklappen, um an den Kofferraum zu gelangen. Das Rad hält dabei super fest, hier wackelt oder klappert gar nichts.

Der Uebler i21 ist zwar nicht gerade günstig, aber super verarbeitet, extrem schnell montiert, leicht, kompakt und schultert selbst schwere E-Bikes mühelos.

Thule Epos 3

Flexibler und einfacher als beim Thule Epos 3 lassen sich Fahrräder nicht montieren. Mehr als 1.000 Euro für einen Fahrradträger ist ein richtig dicker Batzen Geld. Der Thule Epos 3 ist aber wirklich genial und revolutionär.

Abgesehen von den beiden Transportrollen ist die Halterung komplett vormontiert. Jeweils eine Schraube pro Rolle, schon lässt sich der 22,7 Kilogramm schwere Kupplungsträger problemlos ziehen oder schieben. Zusammengeklappt braucht der Epos 3 mit den Maßen 91 × 27 × 75 Zentimeter in der Garage nicht viel Platz. Auf der Anhängerkupplung montiert, werden die linke und die rechte Hälfte des Trägers nach unten geklappt.

Dieser Fahrradträger für die Anhängerkupplung ist einfach anders und extrem clever: Der Thule Epos 3 verzichtet auf den klassischen Bügel mit separaten Haltearmen für jedes Fahrrad. Stattdessen befindet sich für jedes Velo auf dem Träger ein eigener ausziehbarer Haltearm mit schwenkbarer Halterung und stahlverstärkten Riemen. Diese werden am Fahrradrahmen oder am Hinterrad befestigt.

Besonderheit: Der Thule hat keinen vorderen Bügel, an dem die Haltestangen für die Rahmen montiert sind. Das schwedische Unternehmen hat sich etwas völ...

Eufab Poker-F

Auch für weniger als 300 Euro gibt es richtig gute Fahrradträger für die Anhängerkupplung: Der Eufab Poker-F transportiert zwei bis zu 60 Kilogramm schwere Velos, lässt sich zum Öffnen des Kofferraums abklappen und zum problemlosen Verstauen in der Garage klein zusammenfalten.

Weitere getestete Modelle und deren Eigenschaften

ModellMax. Anzahl FahrräderMax. ZuladungBesonderheiten
Thule VeloSpace XT 33 (erweiterbar auf 4)60 kgAbklappbar, erweiterbar
Thule VeloSpace XT 2260 kgAbklappbar, für E-Bikes geeignet
Thule EasyFold 9312-Zusammenklappbar, Einhand-Kupplung
Thule VeloCompact 926360 kg (max. 25 kg pro Rad)Für E-Bikes, Mountainbikes, Gravel Bikes, Rennräder, Trekkingfahrräder geeignet
Thule EuroWay G2 920248 kg (max. 24 kg pro Rad)Nicht für E-Bikes geeignet
Thule VeloSlide270 kgFür Wohnmobile und Wohnwägen geeignet, für E-Bikes geeignet
Thule EuroWay G2 922351 kgFür E-Bikes geeignet, abklappbar
Thule Caravan Superb XT260 kg (max. 30 kg pro Rad)Für E-Bikes geeignet, einfach abklappbar
Thule UpRide120 kgFixiert das Fahrrad am Vorderrad, schützt Karbonrahmen
Thule Sport G2 Compact2 (erweiterbar auf 3)50 kgStabile Aluminiumrohrkonstruktion

Zusätzliche Tipps und Informationen

Assistenzsysteme anpassen

In der Regel erkennt das Bordsystem moderner Autos die Verwendung der Anhängerkupplung und ist "schlau" genug, über das Zentraldisplay nachzufragen, was genau das Auto da am Haken hat. Der Volvo XC90, der uns als Testwagen diente, geht hier mit gutem Beispiel voran: Alle Assistenzsysteme werden automatisch an den Ladezustand angepasst. Das lästige Dauerpiepsen von Einparkhilfe und Co. entfällt also!

Stützlast und Gesamtgewicht beachten

Die Gewichtsgrenzen bei Stützlast, Zuladung und Gesamtgewicht müssen unbedingt beachtet werden - nicht nur, um nicht den Garantieanspruch zu gefährden, sondern auch für die Sicherheit beim Fahren. Beim Thule Easyfold 3 liegt die Obergrenze der Zuladung, wie bei den meisten anderen Trägern für zwei E-Bikes, bei 60 kg und maximal 30 kg je Fahrrad.

Garantie verlängern

Apropos Garantie: Dieser beträgt bei der Easyfold 3 wie bei allen Thule-Produkten zwei Jahre ab Kaufdatum. Die Garantie deckt auch Schäden durch normalen Verschleiß oder natürliche Verfärbung des Materials ab. Ebenfalls kundenfreundlich: Bei Online-Registrierung auf www.thule.de innerhalb von zwei Jahren ab Kauf verlängert sich die Garantie auf insgesamt fünf Jahre.

Sind E-Bikes auf dem Fahrradträger versichert?

Grundsätzlich sind bei Autoversicherungen alle Fahrradträger mitversichert, die sich fest am Fahrzeug befinden. Wird also ein Fahrradträger beschädigt, zahlt die Versicherung im Schadenfall. Das gilt auch für Dachträger oder Heckträger fürs Wohnmobil.

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