TK-Fit und die Integration von Fitness-Trackern: Ein kritischer Blick auf Datenschutz und Kompatibilität

Die TK-App (Techniker Krankenkasse) bietet Versicherten die Möglichkeit, am TK-Bonusprogramm teilzunehmen, indem sie Gesundheitsdaten erfassen und dafür Punkte sammeln. Allerdings sind die Rahmenbedingungen dieses Fitnessprogramms durchaus fragwürdig.

Voraussetzungen für die Teilnahme am TK-Fitnessprogramm

Für die Teilnahme am Fitnessprogramm benötigen Versicherte die Schrittzählung über die Apple Health App, Google Fit oder Samsung Health sowie ein Smartphone oder einen kompatiblen Fitnesstracker. Wer also mitmachen möchte, kommt zwangsläufig nicht umhin, auf Google Fit, Samsung Health, Apple Health oder Fitbit zu setzen.

In den FAQ geht die TK dann auch noch auf Datenschutzbedenken ein: Das Start- und das Enddatum, die gewählte Datenquelle sowie die pseudonymisierte User-ID des jeweiligen Fitnesstrackers, werden auf Servern der Techniker gespeichert. Die zurückgelegten Schritte werden nur für Ihre Fortschrittsanzeige aus der verbundenen Datenquelle in die TK-App übertragen und verwendet. Die Schritte werden nicht dauerhaft in der TK-App gespeichert, lediglich der erfolgreiche Abschluss. Die Techniker hat somit keinen Zugriff auf Ihre tatsächlichen Schritte.

Das mag alles stimmen - da allerdings Google Fit und Co. vorausgesetzt werden, landen die aufgezeichneten Fitnessdaten (erhoben im Rahmen des Fitnessprogramms) aber nicht nur bei der TK, sondern eben auch bei Fremdanbietern. Datenschutz, fuck yeah!

Datenschutzbedenken bei der Nutzung von Google Fit

Die Plattform mobilsicher.de schreibt zu Google Fit: Google hat für die gesammelten Gesundheitsdaten keine besonderen Schutzvorkehrungen vorgesehen. Der Konzern warnt lediglich davor, sensible Gesundheitsdaten abzuspeichern, beziehungsweise anderen Apps zu den Daten Zugang zu gestatten. Denn die Daten werden im Google-Konto des Nutzers gesammelt und unterliegen den gleichen Bedingungen, wie die anderen Daten im Google-Konto auch. Google-Fit Anwender sollten sich also auf entsprechende Werbung einstellen.

Auch Googles App zeigt eine gewisse Sammelwut. Ist die Fit-App installiert, lässt sie sich auch durch einen Neustart oder das Beenden der App nicht daran hindern, Daten über die Aktivitäten des Nutzers zu sammeln. Wer das nicht möchte, kann lediglich die Aktivitätenerkennung abschalten, die Bewegungsformen, wie Laufen oder Radfahren unterscheiden kann. Wer einmal einen Blick in die Datenschutzerklärung zu Google geworfen hat, der weiß: Google sammelt alles. Über Google Fit eben auch noch sensible Gesundheitsdaten.

Die Problematik fehlender direkter Integration von Fitness-Trackern

Gerade die Schrittzählerfunktion ließe sich mit minimalen Aufwand in die TK-App integrieren. Stattdessen setzt die TK lieber auf externe Anbieter und begnügt sich mit einer Schnittstelle. Der Dumme: Der Versicherte, der seine Gesundheitsdaten dann frei Haus mit Datensammlern wie Google teilen muss, falls er am Fitnessprogramm teilnehmen möchte.

Kompatibilitätsprobleme und der Fall Garmin

Nahezu monatlich kommen neue Modelle auf den Markt. Durch einen fehlenden allgemeingültigen Standard ist es schwer, in der TK-App alle Modelle zu unterstützen. Hinweis: Bitte informieren Sie sich vor dem Kauf eines neuen Fitnesstrackers über die Kompatibilität mit Google Fit, Samsung Health, Apple Health oder Fitbit, wenn Sie das Fitnessprogramm damit nutzen möchten.

Nach Rückfrage bei denen unterstützen die nur "Apple Health", "Fitbit", "Google Fit" und "Samsung Health". Ich habe deshalb auch versucht, Kontakt mit dem Garmin-Support aufzunehmen. Habe auch die Techniker Krankenkasse kontaktiert, warum Garmin Connect nicht unterstützt wird. Da kam die Antwort, dass nicht jedes einzelne Gerät unterstützt werden kann und man sich deshalb für die gängigen o.g. Apps entschieden hat, weil es genügend Konvertierprogramme gibt, die in diese Apps exportieren können. Ich solle mich doch mal an den Garmin-Support weden. Die haben sicher eine Lösung für das Problem.

Mit dem Update der TK-App am 30.10.2019 wurde die Anbindung an Garmin Connect hergestellt. Die o.g. Also Verknüpfung hin oder her... Garmin connect und TK wollen bei mir nicht miteinander reden...

Alternativen zur Datensynchronisierung

Zwei der wichtigsten Fitness-Apps, Samsung Health und Google Fit, könnt ihr miteinander verbinden, um Daten auszutauschen. Wir zeigen, wie ihr die Dienste synchronisiert. Mit Samsung Health stellt der koreanische Hersteller eine eigene Fitness-App bereit, welche auf Galaxy-Wearables das Tracking von Schlafrhythmus, Schritten, Kalorien etc. übernimmt. Mithilfe einer gesonderten App könnt ihr aber ganz leicht Samsung Health mit Google Fit verbinden und die Daten synchronisieren.

Vor der Auswahl von Quelle und Ziel müsst ihr nochmals auf "OK" tippen. Wählt je nach Bedarf Samsung Health oder Google Fit als gewünschte Datenquelle aus. Health Sync synchronisiert in eine Richtung und nicht automatisch Samsung Health mit Google Fit miteinander. In den folgenden Schritten nutzen wir Samsung Health als Quelle und Google Fit als Ziel. Wählt Google Fit (bzw. Damit habt ihr die Initialisierung abgeschlossen. Damit seid ihr mit der Einrichtung fertig.

TK-Fit: Mehr als nur ein Bonusprogramm

TK-Fit ist das Fitnessprogramm der TK und unterstützt Sie, Ihren Alltag aktiver zu gestalten. Zudem verwandelt TK-Fit jeden Schritt und jeden Meter, den Sie mit dem Rad fahren, in bares Geld! Unser Programm lohnt sich doppelt für Sie! Durch die regelmäßige Bewegung steigern Sie Schritt für Schritt Ihr Wohlbefinden.

Teilnahmevoraussetzungen und Vorteile

Nutzen Sie schon die TK-App und sind mindestens 16 Jahre alt? Dann wählen Sie dort "TK-Fit" aus: Stimmen Sie den Datenschutzbestimmungen und der Teilnahme am Bonusprogramm zu. Aktuell gibt es Prämien auf Sportbekleidung, Fitness-Gadgets und Kurse. Schauen Sie immer wieder in TK-Fit, um neue spannende Partner zu entdecken. Wenden Sie sich dazu bitte direkt an unseren Kooperationspartner, in dessen Shop Sie den Gutschein einlösen möchten. Die Gutscheincodes werden von den Anbietern selbst und nicht von uns generiert.

Hinweise zur Nutzung von TK-Fit

Ein Aufruf von TK-Fit ist nicht möglich. In Ausnahmefällen kann es sein, dass sich TK-Fit nicht korrekt öffnet. Beim Übergang in unser verbessertes Produkt kann es vorkommen, dass historische Daten nicht mehr im vollen Umfang verfügbar sind. Die erfolgreichen Wochen deiner Challenge bleiben dabei aber erhalten. Außerdem werten wir die Woche, in der das Level Up stattfindet, automatisch als erfolgreich.

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