TomTom hat seine Motorrad Navi Serie neu benannt und ein paar Updates durchgeführt. Das neue Gerät nennt sich TomTom Rider 550. Dazugekommen sind vor allem neue Routen in Kooperation mit tourenfahrer.de. Technisch Unterscheidet sich das Rider 550 kaum vom 400 oder 450.
Die Eckdaten des TomTom Rider 550
- Display: 4,3 Zoll TFT Touchscreen
- Karten: Kartenmaterial für 45 Länder
- Gehäuse: IPx7 Wasserdicht
- Speicher: Micro-SD Karten bis 16 GB
- Anzeige: Quer- oder Hochformat
- Routenberechnung: Verschiedene Modi für Motorradfahrer
- Konnektivität: Bluetooth und WLAN
Im März hat TomTom die neueste Variante seines Motorrad Navis veröffentlicht. Die Unterschiede bestehen beim TomTom Rider 550 allerdings rein aus einem Kartenupgrade. Im Paket enthalten sind 100 vorinstallierte GPS Routen von tourenfahrer.de. Diese sind in 10 Regionen aus Europa aufgeteilt. Weitere Routen können mit einem Abonnement bei Tourenfahrer auf das Gerät geladen werden. Dazu spendiert TomTom ein Booklet mit Information zu den Routen und einen 10 Euro Gutschein für weiteren Download.
Ein weiteres Goodie des TomTom Rider 550 World sind die weltweiten Karten mit Lifetime Update. Ansonsten unterscheidet sich das Rider 550 aber nicht vom bisherigen Paket. Technisch also keine Änderungen.
Welche TomTom Varianten gibt es aktuell?
Momentan bietet TomTom damit 3 verschiedene Pakete mit identischer Grundtechnik an:
- TomTom Rider 500
- TomTom Rider 550
- TomTom Rider 550 Premium Pack
Hier ist eine Übersicht der Unterschiede:
| Feature | TomTom Rider 500 | TomTom Rider 550 | TomTom Rider 550 Premium Pack |
|---|---|---|---|
| Lebenslang TomTom Traffic | ✔ | ✔ | ✔ |
| Lebenslang Radarkameras | - | ✔ | ✔ |
| 100 Touren vorinstalliert | - | ✔ | ✔ |
| Autohalterungsset | - | - | ✔ |
| Anti-Diebstahl Lösung | - | - | ✔ |
| Tragetasche | - | - | ✔ |
| Unverb. Preisempfehlung von TomTom | € 349,95 | € 399,95 | € 499,95 |
Was unterscheidet das TomTom Rider 550 Premium vom Rider 550?
Das Rider 550 Premium Pack unterscheidet sich zur Standard Version an seinem zusätzlichen Lieferumfang.
So beinhaltet das Premium Pack zusätzlich folgendes Zubehör:
- Autohalterungsset
- Schützende Tragetasche
- RAM Anti-Diebstahl-Lösung
Der Preis des Rider 550 Premium Pack liegt mit seinen zusätzlichen Extras ca. 90-100 Euro über der Standard Variante.
Ob es unbedingt das Premium Pack sein muss, muss jeder individuell für sich entscheiden. Als Sinnvoll für reine Motorrad Fahrer erscheint uns die RAM Anti-Diebstahl-Lösung sowie die Tragetasche um sein Navi aufzubewahren.
Wer sein Navi auch ab und an im Auto benutzt, ist mit dem mitgelieferten Autohalterungsset bestens versorgt.
Was ist neu beim Rider 550?
Eine der größten Neuerungen ist die direkte Verbindung per WLAN mit dem Internet. Wodurch vor allem Updates sehr einfach und ohne PC durchgeführt werden können. Ebenso können Routen und Tracks ausgetauscht werden.
Ebenso neu ist die Verbindungsmöglichkeit mit SIRI und Google Now. Damit kann man per Sprachbefehl über das Navi (beispielsweise mit einem Headset) auch die digitalen Helferlein verwenden.
Die letzte große Änderung betrifft den Prozessor. Dieser ist laut Tomtom um 5x schneller beim Start geworden.
Was beinhaltet nun das neue Software Update?
In erster Linie sind es wohl die Fehlerkorrekturen, die uns das Leben erleichtern sollen. Weitere Punkte sind:
- Display Drehung lässt sich nun sperren
- Routen Upload direkt mit USB Kabel über Datei Explorer
- Letzte Ziele und Meine Orte werden in den Suchergebnissen vorgeschlagen
- Diverse Fehlerkorrekturen
Um es vorweg zu nehmen, wir hatten keine Software - Bugs mehr zu beklagen. Egal ob es längere Routen von über 500 km waren die geladen wurden, oder POI´s angefahren werden sollten. Einzig das importieren eine GPX Route machte Probleme, im TomTom Format ITN klappte es aber auf Anhieb. Von daher kann man ab sofort bedenkenlos zugreifen!
Das TomTom 550 Gehäuse
Von außen sieht man dem Gerät sofort an, dass es auf dem neuesten Stand der Technik entwickelt wurde. Das sehr klare Display und die Aluränder wirken sehr edel. Damit ist es zur Zeit das optisch schönste Motorrad Navi das wir im Test hatten (Obgleich das sehr subjektiv ist).
Die Aluränder ziehen sich auch nach hinten fort und übernehmen zwei Aufgaben gleichzeitig. Zum einen sind die Lautsprecher damit eingerahmt und geschützt, zum anderen bilden sie auf der Rückseite den Gegenpol zur Halterung.
Auf der Oberseite befindet sich ein Einschaltknopf, unten eine Öffnung für die SD Karte und eine weitere für das USB Kabel.
Der Akku ist nicht austauschbar und hat eine Laufzeit von ca. 6 Stunden.
Das Rider 550 Display
Das Display ist aktuell einmalig unter den Motorrad Navis. Die Auflösung von 480 x 272 Pixel ist zwar identisch mit den Mitbewerbern, wirkt durch das verwendete Glas aber deutlich klarer und brillanter. Man hat mehr das Gefühl mit einem Smartphone zu hantieren, als mit einem Navigationsgerät.
Auf unserer Ausfahrt hatten wir aber hin und wieder das Gefühl, dass es etwas mehr zum spiegeln neigt, als mattere Displays. Dennoch ist es auf der höchsten Helligkeitseinstellung auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar.
Die Bedienung des TomTom 550 Rider
Das TomTom Rider ist beim Start etwas träge, 55 Sekunden* benötigt es, bis zur Navigationsbereitschaft. Ansonsten sind wir sehr angetan vom Bedienkonzept des neuen TomTom Gerätes. Gerade das Bewegen auf der Karte mit dem Touchscreen ist eine wahre Freude und durchaus mit leistungsstarken Smartphones zu vergleichen.
*Das Update Namens Tomtom Rider 550 hat einen neuen Prozessor erhalten und ist nun deutlich schneller beim Start geworden.
Die Adresseingabe ist intuitiv, das bedeutet man gibt nur den Straßennamen ein, bzw. beginnt diesen einzugeben und das Navi beginnt passend zu ergänzen. Das hat im Test ausgezeichnet funktioniert. Eine Tankanzeige oder ähnliche Features sind nicht mit an Bord. Aber die wichtigsten Funktionen sind leicht gefunden und angenehm zu bedienen. Auch das Einstellungsmenü bietet hier ausreichende Möglichkeiten. So kann man (was wir empfehlen) auf ein kontrastreicheres Kartenmaterial umstellen und die Farbe der Menüs verändern.
Ein für manche interessantes Feature ist die Bluetooth Verbindung mit Smartphones. So kann man sich die Musik bequem über das Headset ausgeben lassen, dass mit dem Motorrad Navi verbunden ist. Auch eingehende Anrufe werden dank der Bluetooth Verbindung angezeigt und können beantwortet oder abgelehnt werden.
Die Routenplanung
Hier ist unsere Meinung etwas zweigeteilt. Zum einen gibt es die neue Funktion der „Planung einer Rundreise“. Man gibt einen Zielort ein und lässt das Navi eine Rundreise zu dem Punkt und wieder zurück planen. Dabei gibt es Einstellungen für bergige und kurvenreiche Strecken. Das ist sehr interessant und man wird in den meisten Fällen Strecken finden, die man noch nicht kannte. Ein Ändern der Route ist aber relativ unhandlich und muss über das Menü durchgeführt werden.
Die zweite Seite ist das Planen einer vom Fahrer definierten Route. Also beispielsweise von A nach B und nicht wieder zurück, wie bei der Computergestützten Rundreise. Man wählt dazu seinen Zielort und fügt dann dazwischen Routenpunkte durch Klicken auf die Karte hinzu. Leider ist ein Verschieben der Punkte nicht möglich. Durch die Enge des Displays macht das Planen so relativ wenig Spaß. Man muss aber fairerweise erwähnen, dass es dennoch das bisher beste System diesbezüglich ist. Das liegt vor allem am schnellen Ansprechen des Displays wenn die Karte verschoben wird.
Das Planen am PC ist natürlich nach wie vor möglich. Durch das neue Software Update kann man die berechneten Routen auch direkt mit USB auf das Navi transferieren. Obwohl so im Handbuch angeführt, gelang es leider nicht, eine GPX Route zu importieren. Wir verwendeten daher das ITN Format, was wunderbar funktioniert hat.
Leider hat sich TomTom nach wie vor zu einer offeneren Softwareumgebung entschließen können. Daher ist es nicht möglich, auf fremdes Kartenmaterial zurückzugreifen.
Ebenfalls gibt es keine direkte Luftlinienplanung, beides Punkte die das TomTom Rider 400 für Offroad Fans unbrauchbar macht. Aber diese Käuferschicht ist wohl eine eher dünne und muss nach wie vor zu Garmin greifen.
Navigation
Auch hier leistet sich das TomTom keine nennenswerten Schwächen. Neu berechnen der Route funktioniert angemessen schnell, die Ablesbarkeit des Displays ist sehr gut. Das drehbare Display hat uns überraschenderweise nicht so gut gefallen. Das mögliche mehr an Streckenübersicht war nicht groß spürbar. Uns gefiel das Querformat besser. Positiv ist in jedem Fall das sperren des Display-drehens in der Software.
Die Akkulaufzeit mit 6 Stunden konnten wir bei unserem Test bestätigen.
Die Sprachanweisungen sind klar und deutlich und kommen zu einem vernünftigen Zeitpunkt über die Lautsprecher oder das Bluetooth.
TomTom Rider 550 kaufen
Die Standard Variante kann direkt hier über Amazon* gekauft werden. Das Premium Pack ist aktuell nicht bei Amazon gelistet, kann aber direkt über die Webseite des Herstellers gekauft werden.
Die Bestellung im Onlineshop des Herstellers ist sehr einfach gestaltet. Nach der Auswahl des Produkts und der gewünschten Anzahl müssen nur noch die Liefer- und Rechnungsadresse angegeben werden.
Für die Bezahlung stehen sowohl Paypal, Sofortüberweisung, GiroPay, Ratenzahlung als auch eine Kreditkartenzahlung zur Auswahl. Die Lieferung ist für den Kunden versandkostenfrei und beträgt in Deutschland durchschnittlich 1 bis 2 Werktage.
TomTom Rider 550 Fazit
Das TomTom Rider 550 hat seine Kinderkrankheiten offensichtlich überstanden. Das ist gut, auch gut das TomTom seinen Käufern zuhört und benötigte Features umsetzt. Das Rider ist damit das modernste Motorrad Navi am Markt. Wer auf fremdes Kartenmaterial und Offroad Fahrten verzichten kann, sollte das TomTom in die engere Auswahl nehmen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen dem Rider 500 und 550?
Bei allen Rider Varianten kann man schonmal durcheinander kommen. Der Unterschied des Rider 500 und 550 liegt am Kartenmaterial. Im 500er Model ist nur Europa enthalten. Bei dem 550er Modell sind weltweite Karten verfügbar.
Welche SD Karte für TomTom Rider 550?
Wer zusätzlich nachrüsten möchte, kann eine Micro SD Speicherkarte mit 8 GB oder 16 GB verwenden.
Wie TomTom Rider 550 auf Werkseinstellung zurücksetzen?
Um das Navi wieder auf Werkseinstellung zurück zu setzen, muss mit einem spitzen Gegenstand (aufgebogene Büroklammer) die Reset Taste auf der Unterseite des Gerätes für mindestens 20 Sekunden gedrückt werden. Danach muss die Ein/Aus Taste mindestens fünf Sekunden lang gedrückt werden. Jetzt ist das Navi wieder auf Werkseinstellung zurückgesetzt.
Wie funktioniert der Geschwindigkeitswarner?
Der Geschwindigkeitswarner funktioniert optisch und auch akustisch, kann aber auch abgestellt werden. Optisch wird die Geschwindigkeitsüberschreitung in unterschiedlichen Rot Farbtönen wiedergegeben.
Kann eine Rundtour direkt mit dem Navi erstellt werden?
Ja das ist machbar. Angenehmer und Komfortabler ist eine Planung einer Rundtour jedoch am PC alternativ am Handy.
Universalhalterung Navi
Entscheidet man sich für ein herkömmliches Navi für Autos oder ein Smartphone, stellt sich die Frage nach einer geeigneten Universalhalterung. Auch wenn die mitgelieferteHalterung eines Motorrad Navis kaputt geht und ausgetauscht werden muss, benötigt man Ersatz, der original vom Hersteller nicht immer günstig ist.
Diese Punkte sollte man beim Kauf einer Universalhalterung beachten:
- stabile Montage am Motorrad
- Wetterbeständig wenn notwendig
- Stromversorgung möglich
- Touchscreen Bedienung möglich
Navitasche mit Halterung
Hierbei handelt es sich um verschließbare Taschen in die das Navi bzw. das Smartphone eingelegt werden. Auf der Rückseite befindet sich dann eine Halterung für den Lenker. Der große Vorteil dieser Halterungen ist eindeutig die universelle Größe und schnelle Installation.
Man sollte hier aber auf eine wasserdichte Außenhülle und stabile Ausführung der Universalhalterung achten. Gerade im niedrigen Preissegment wirken die Halterungen oft sehr wackelig. Die Stromversorgung mittels Kabel ist meist nur möglich indem man dieses durch den nicht ganz geschlossenen Reißverschluss legt.
Günstige Kunststoffhalterungen
Diese bestehen aus zwei Teilen. Der Halterung selbst und einer spezifischen Adapterplatte, die für das eigene Navi bzw. Smartphone bestellt werden sollte. Leider sind die meisten Produkte unterhalb der EUR 20,- Grenze nur mit Vorbehalt zu empfehlen. Das Material besteht meistens aus Hartplastik und verträgt den harten Einsatz am Motorrad nur kurzfristig. Weiteres Manko ist natürlich der fehlende Wetterschutz, diese Variante kommt also nur für Outdoor Geräte in Frage. Auch wenn man freiwillig nur im Trockenen fährt, so gibt es doch leider keine Schönwettergarantie.
Stabile Alternative Universal Halter SW Motech
Die Firma SW-Motech hat sich eine stabile Alternative zu den üblichen Universalhalterungen überlegt. Mittels einer Metallkugel, die an einer M6 oder M8 Schraube, z.B. der Lenkerklemmung, befestigt wird und einem darauf sitzenden Metallarm, kann das Navi sehr sicher und stabil montiert werden. Zusätzlich gibt es eine robuste Kunststofftasche in die das Navi bzw. Smartphone eingelegt wird. Die Montageklemmen sind zusätzlich mit Gummieinlegern ausgestattet um Vibrationen zu dämpfen.
Die Montage der Halterung
Zuerst wird das Anschlusskabel an das Motorrad geschlossen und bis zum Lenker verlegt. Hier fällt direkt negativ auf, dass keinerlei Stecker zum Krimpen beigelegt sind. Bedeutet die beiden Enden Plus und Minus sind nackt. Diese müssen nun irgendwie, irgendwo an geschaltetem Zündungsplus angeklemmt werden. Auf keinen Fall sollte man auf Dauerplus gehen. Vergisst man anschließend über einen längeren Zeitraum das Navi von der Halterung zu entfernen, entlädt sich die Batterie. Bei älteren Fahrzeugen empfiehlt es sich, das Zündungsplus vom Abblendlicht abzuzweigen. Dies geht am einfachsten mit Stromdieben. Bei modernen Motorrädern sind unter Umständen bereits separate Abgänge vorhanden. So wie an unserer KTM 1290 Super Duke, an der wir das Navi montiert haben.
Hat man das Kabel sauber bis zum Lenker verlegt, muss der Stecker lediglich noch mit der Halterung verbunden werden. Die Ram Mount Halterung ist schnell am Lenker angebracht und dank der Kugelgelenke, lässt sich das Navi problemlos und flexibel in die gewünschte Position bringen. Eine Diebstahlsicherung gibt es nicht. Das Navi selbst ist relativ schwer (280g). Das liegt aber auch an dem sehr robusten Gehäuse. Wenn es mal herunterfällt, macht das dem Gerät überhaupt nichts aus.
Das 4,3 Zoll große Display ist kapazitiv. Heißt, es lässt sich sehr gut selbst mit dicken Handschuhen bedienen. Diese Empfindlichkeit wird dem Tom Tom Rider 450 jedoch auch zum Verhängnis.
Die Helligkeit ist ideal. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung ist alles gut ablesbar. Tom Tom gibt die Akkulaufzeit mit 6h an. Der Speicher beträgt 16 GB und lässt sich mittels Micro SD erweitern. Auch eine Bluetooth-Verbindung zu Freisprecheinrichtungen, wie dem Sena 30K aus unserem Test, können hergestellt werden. So hört man die Ansagen bequem unter dem Helm.
Grundsätzlich bietet Tom Tom bei allen Geräten ein lebenslanges Kartenupdate an, solange wie diese für das Modell zur Verfügung stehen. Ein großer Vorteil beim Rider 450 sind auch die vorinstallierten und kostenlosen Radarwarner für Europa.
Die nächste Generation von Geschwindigkeitskontrollen wird die sogenannte Sektion Control sein, bei der auf einer definierten Strecke die Durchschnittsgeschwindigkeit gemessen wird. In Deutschland befindet sich bisher nur eine solche Anlage bei Hannover im Testbetrieb. In anderen Ländern wie Italien sind solche Systeme längst Standard. Fährt man nun durch eine solche Messstrecke, rechnet das Tom Tom Rider die aktuelle Durchschnittsgeschwindigkeit aus und blendet diese kontinuierlich ein. Auch wird die restliche Entfernung bis zum Ende der Messung dargestellt. Natürlich werden alle anderen festen als auch mobilen Blitzer akustisch und optisch angezeigt.
Mobiler Blitzer? Wie soll das gehen, fragt Ihr Euch jetzt sicherlich. Das ist ganz einfach. Ein weiterer großer Pluspunkt von dem Tom Tom Rider 450 ist, dass es ständig mit dem Internet verbunden werden kann. Dadurch werden alle aktuellen Verkehrslagen sowie Sperrungen, stockender Verkehr, Staus etc. in Echtzeit auf der Karte übertragen. Gleiches gilt auch für die Blitzer. Jeder Nutzer eines Tom Tom Navigationsgerätes kann falsche Tempolimits, mobile Blitzer etc. während der Fahrt melden.
Voraussetzung für eine Internetverbindung ist, dass man sich als Erstes bei Tom Tom Drive registriert. Dies muss sein, um auch Updates durchführen zu können. Nun muss man über sein Smartphone die Datenverbindung teilen per Bluetooth. Sind beide Geräte miteinander gekoppelt saugt sich das Tom Tom bereits alle Informationen aus dem Internet, wie es auch Google Maps macht. Der Datenverbrauch am Smartphone ist dabei erstaunlich gering. Eigentlich nicht der Rede wert.
Über My Drive lassen sich auch Touren Planen und auf dem Server Speichern. Bei der nächsten Anmeldung mit dem Navi zieht es sich die gespeicherten Routen auf den Speicher. Aber Vorsicht. Die erstellen Routen sind sogenannte Tracks. Hier lassen sich keine Wegpunkte überspringen. Es empfiehlt sich die Routen z.B. über den kostenlosen Motoplaner oder Route Konverter zu erstellen.
Spontane Routen lassen sich aber auch schnell und einfach am Gerät selbst erstellen. Mit der Menüstruktur muss man sich erst einmal zu Recht finden aber dann ist es recht einfach und gut durchdacht. Die vollständigen Funktionen lassen sich in der Bedienungsanleitung ablesen.
Neben allen Tourenfahrerhotels werden auch beliebte Treffpunkte auf der Karte angezeigt. Sehr nützlich! Praktisch ist auch die Tankstellensuche entlang der Route oder in der Nähe. Die Routenführung gefällt uns. Es stehen verschiedene Optionen zur Verfügung. Von schnellster Route, über leicht mittel oder stark kurvig, flaches oder hohes Terrain. Autobahnen, Fähren usw. lassen sich natürlich vermeiden. Bisher sind wir mit dem Rider 450 sehr zufrieden.
Solange es nicht regnet. Wie vorhin angesprochen, gibt es hier ein sehr großes Manko. Die Empfindlichkeit des Displays lässt sich zwar einstellen auf dünne oder dicke Handschuhe. Jedoch beeinflussen Wassertropfen ebenfalls das Display. Unabhängig von der Empfindlichkeit. Auch wenn es in der Anleitung anders beschrieben ist. Was passiert also? Ein Test am Waschbecken zeigt deutlich, wie sich das Display selbstständig macht, wenn Wassertropfen auf das Display fallen oder daran herunter laufen. Das ist natürlich fatal.
Wer sich für ein Tom Tom entscheidet, sollte noch etwas warten. Denn es steht bereits ein Nachfolgemodell, das TomTom Rider 550, in den Startlöchern. Ob die Probleme mit dem Display behoben sind wird sich zeigen. Man kann sich bei Tom Tom bereits für das neue Rider 550 anmelden.
Als Motorrad-Navigationsgerät stehen dem TomTom Rider 550 Funktionen zur Verfügung, die sich von den Funktionen „normaler“ Auto-Navis unterscheiden.
Mit dem TomTom Rider 550 erhalten Nutzer kostenlosen Zugriff auf Kartenmaterial für alle Regionen weltweit. Über die MyDrive-App lassen sich Routen individuell gestalten, wobei Optionen für kurvige und hügelige Strecken speziell für Motorradfahrer zur Verfügung stehen. Auch Rundfahrten und Zwischenstopps können unkompliziert geplant und drahtlos über WLAN oder Bluetooth auf das Gerät übertragen werden.
Das Rider 550 bietet Motorradfahrern eine Vielzahl präziser Navigations- und Assistenzfunktionen, die speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sind. So informiert das Gerät nicht nur über die aktuelle Geschwindigkeit und geltende Geschwindigkeitsbegrenzungen, sondern warnt auch zuverlässig vor Radarkontrollen. Ein weiteres Highlight ist der integrierte Neigungssensor, der die Anzeige bei Kurvenfahrten dynamisch anpasst.
Mit Bluetooth- und WLAN-Konnektivität ausgestattet, ermöglicht das TomTom Rider 550 eine nahtlose Verbindung zu anderen Geräten. Es bietet Echtzeit-Verkehrsinformationen, WLAN-Updates und die Möglichkeit, Headsets oder Helme für klare Navigationsansagen zu verbinden.
Entwickelt für unterschiedlichste Wetterlagen, erfüllt das Rider 550 die IPX7-Standards und bietet Schutz vor Regen und Nässe. Das widerstandsfähige Design ermöglicht eine zuverlässige Nutzung, während der Touchscreen auf Handschuhbedienung angepasst werden kann.
Eine besondere Funktion des Rider 550 ist die Unterstützung von Siri und Google Assistant. Damit können Nutzer ihre Navigation freihändig steuern oder Anrufe und Nachrichten verwalten, ohne die Fahrt unterbrechen zu müssen.
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