Die Geschichte von Motocross-Legende Torsten Hallman

Husqvarna Motorcycles präsentiert ein Legenden-Interview mit Torsten Hallman, einer Ikone des Offroad-Sports. Das Video gibt einen Einblick in die glorreiche Zeit der Husqvarna Werksfahrer. Selten gesehene Aufnahmen des vierfachen Motocross-Weltmeisters zeigen, wie ein Werksrennfahrer in den 1960er Jahren leben und arbeiten musste.

Torsten Hallman ist eine Husqvarna Legende, der sich an die Spitze der Motocross Ära gearbeitet hat.

Die damaligen Fahrer sind zu Helden geworden und haben mit der Marke Husqvarna ein neues Kapitel in der MX-Geschichte geschrieben. Er gewann seinen ersten Motocross Weltmeister Titel im Jahr 1962.

Husqvarna Motocross Legende Torsten Hallman gibt einen faszinierenden Einblick in eine Zeit, in der Rennfahrer noch ihre eigenen Mechaniker waren und das Reisen um die Welt nicht annähernd so einfach war wie es heute ist. Schon einmal überlegt, wie das Leben eines Motocross-Champions in den 1960er Jahren gewesen sein muss?

Heute feiert Torsten seinen 75. Geburtstag und spricht über die heutige Generation von Rennfahrern.

Rückblick auf die Motocross-Geschichte in Bielstein

Viele junge Leute wissen gar nicht, dass in Bielstein von 1958 bis zum Jahr 2001, insgesamt 27 Weltmeisterschaftsläufe ausgetragen wurden. In den ersten Jahren waren es die schwedischen Fahrer, wie Sten Lundin und Torsten Hallmann, auf Husqvarna, CZ, Monark oder auch Lito, die ganz oben auf dem Podest standen.

Die größten unseres Sports waren hier zu sehen.

Ende der 60iger Jahre bis Mitte der 70iger, begann die Siegesserie der Piloten aus Belgien. Der 5-fache Weltmeister Roger De Coster (alle Titel in der Klasse 500 ccm) war hier ebenso siegreich, wie seine Landsleute Joël Robert (6-maliger Weltmeister in der Klasse 250 ccm) und Gaston Rahier, 3-maliger Weltmeister in der Klasse 125 ccm.

Diese Siegesserie wurde 1969 und 1971 von einem Fahrer aus Deutschland durchbrochen, Adolf Weil auf der bärenstarken deutschen Maico. 1969 Sieger bei den 250igern und 1971 bei den 500ern.

1977 gewann hier der Finne Heikki Mikkola auf einer Yamaha in der Klasse 500 ccm. Mikkola wurde 4 mal Welmeister, 3 Titel - 500 ccm und 1 Titel - 250 ccm.

2 Jahre später fanden in Bielstein die Läufe in der WM-250 ccm statt. Es siegte Håkan Carlqvist/Schweden (Anmerkung: einer meiner größten Idole) auf Husqvarna.

1981 wurde das MXdN (Motocross der Nationen) hier ausgetragen. Die größte Veranstaltung in unserem Sport.

Juni 1984, also auf den Tag genau 34 Jahre vor den MX Masters gestern, fanden wieder 2 Läufe in der WM 250 ccm statt. Es gewann der heutige (in der MX2) Rockstar Energy Husqvarna Factory Racing Team Manager Jacky Martens auf KTM. (Anmerkung: Ich durfte im “Rahmenprogramm” im OMK-Pokal 500 ccm Gruppe Nord mit meiner Husqvarna an den Start gehen).

Im Jahr 1987 fand erstmalig eine WM bei den Seitenwagen statt. Es siegte das deutsche Gespann Michael Garhammer und Ralf Matthias Haas. (Dieses Gespann wurde übrigens im Jahr 1990 Vize-Weltmeister).

Danach war noch 6 mal die Weltmeisterschaft zu Gast in Bielstein. Je 1 mal die Klassen 125, 250 und 500 ccm und 3 mal die Sidecars.

Die Seitenwagen waren es, die 2001 zum letzten Mal eine Weltmeisterschaft in Bielstein austrug. Kristers Sergis und Artis Rasmanis aus Lettland hießen die Gewinner.

Der Einfluss von Honda und die CR250M Elsinore

1972 war der Beginn einer neuen Generation japanischer Motocross Maschinen. Was war passiert? Sochiro Honda, der Gründer der HONDA Motor Company, hatte Ende 1972 den damaligen US National 250ccm Class Sieger Gary Jones davon überzeugt, künftig für HONDA zu starten. Ein guter Schachzug, denn Jones brachte dadurch bereits die prestigeträchtige Startnummer eins mit in den HONDA Rennstall.

Nach einigen Testläufen mit 250ccm Viertaktern, die technisch überzeugend entwickelt waren, aber nicht konkurrenzfähig genug, um bei der kommenden Meisterschaft ernsthaft vorne mitfahren zu können, änderte man schließlich den Plan. HONDA ließ Jones nun einen neu entwickelten Zweitakter ausprobieren. Es war der Prototyp der Elsinore.

Die Honda CR250M Elsinore war der erste Zweitakter des japanischen Herstellers überhaupt, mit dem man ganz nebenbei mit alten Grundsätzen brach. Die Tests verliefen erfolgreich.

Die Mission hieß ab sofort: Team HONDA um Gary Jones sollte eine eigene Nummer eins für ihre Startnummerntafel erringen. Dem neuen Renner den Namen der kleinen kalifornischen Stadt Elsinore zu geben, in der alljährlich ein bekannter Motocross Grand-Prix stattfand, war dabei für HONDA genauso kühn wie der Entwurf dieses Motorrades an sich.

Bereits im Frühjahr 1973 kam die neue Elsinore in die Showrooms der Händler. Die CR250M war allem, was bislang auf dem Markt war, überlegen. Nicht nur in Sachen Ergonomie, Gemischaufbereitung, Verlässlichkeit und Materialeinsatz setzte HONDA mit der Elsinore einen Standard, der sich unter den japanischen Herstellern schnell als Norm etablierte.

Was die CR so begehrenswert machte, waren dabei nicht nur die verheißungsvollen Presse-Artikel, die von neuen Handling- und Performance-Bestwerten zu berichten wussten. Doch auch ihr atemberaubender Auftritt blieb nicht ohne Wirkung für den Betrachter.

Vom schlanken, gebürsteten Aluminium Tank, den silbernen Seitendeckeln bis hin zu den Aluminium-Dämpfern mit gegossenen Kühlrippen: Hondas zurückhaltendes Understatement im Design der Elsinore wirkte fast zeitlos, aber überaus elegant und dabei enorm kraftvoll.

All das machte die Elsinore zu einem hoch attraktiven Gesamtpaket, auf das viele gewartet hatten.

Um die Geschichte kurz zu machen: Gary Jones gewann den Titel 1973.

Schnell waren Teile und Komponenten verfügbar, um aus der Werksmaschine noch mehr Leitung heraus zu kitzeln. Ein Blick auf die Startfelder in den frühen Siebzigern genügte, um diese Behauptung eindrucksvoll zu belegen: ganze Seen aus silbernen Tanks mit grünen Blitzern prägten an allen Renntagen das Bild.

Doch auch im Serienzustand war die Elsinore bereits ein beeindruckendes Kraftpaket. Mit 29 PS bei 7500 U/min. brachte sie mehr Leistung auf den Prüfstand als jede andere bislang gemessene 250ccm Maschine. Motorgehäuse aus hochwertigem Magnesium, Aluminium-Felgen und Aluminium-Gabelbrücken verhalfen ihr darüber hinaus zu nur knapp 97 kg Leergewicht.

HONDA gab allerdings keinerlei Garantie auf irgendetwas, wie auf dem kleinen Aufkleber auf der mattgrünen Tankoberseite zu lesen stand: „CR250M Motorbikes are sold without any warranty. The entire risk as to Quality and Performance is with the buyer”. Selbst das störte die hungrige Kundschaft nicht.

Doch wie viele rauschende Erfolge hatte auch diese Party schließlich ein Ende: nicht viel später hatte die Konkurrenz nachgezogen, und HONDAS eben noch gleißender Stern verblasste wieder angesichts neuerer, leichterer und leistungsstärkerer Herausforderer.

Die legendäre Ur-Elsinore mit dem Model-Code 357 wurde nur zwei Jahre - von 1973 bis 1974 - gebaut und gilt mittlerweile - insbesondere hierzulande - als super seltene Vertreterin ihrer Art. Leider sind die hier und da auftauchenden Exemplare über den ganzen Kontinent verteilt, ihr Zustand meist erbärmlich.

Darüber hinaus lässt die im Prinzip nicht vorhandene Ersatzteil-Situation die Preise für alles, was original ist, schlicht überkochen.

Die hier gezeigte CR250M Elsinore stammt aus dem Baujahr 1974. Die reichlich gebrauchte Maschine befand sich immerhin weitestgehend im Originalzustand. Sie wurde zwischen 2015 und 2016 komplett überholt und aufwändig originalgetreu restauriert.

Und obwohl sie es heute sicher wieder mit derselben Leichtigkeit wie in ihrem Produktionsjahr könnte, wird die hübsche Elsinore wohl nicht mehr zeigen müssen, was sie auf der Cross-Strecke kann.

Thor Motocrossbekleidung: Eine Verbindung zu Torsten Hallman

Als Torsten Hallman 1966 seine erste USA- Reise antrat, um Motocross zu fahren und dafür Werbung zu machen, begann die Geschichte von T.H.O.R. Thor ist ein zum harten Kern gehörendes Unternehmen, das gezeigt hat, was es braucht um an die Spitze zu kommen und noch wichtiger, um dort zu bleiben.

Das Angebot umfasst eine große Bandbreite, die von Brillen & Gläsern über Helme, Protektoren & dazugehörige Ersatzteile, Jerseys, Hosen, Handschuhe, Stiefel, Combos-Sets bis hin zu Jacken reicht. Auch die Sparten Kinder und Girls sind in der Thor Motocrossbekleidung nicht unterrepräsentiert.

Im Freizeitbereich für Erwachsene bietet Thor von Caps & Mützen, T-Shirts, Kaputzenpullover bis hin zu Accessoires, Jacken und Reisetaschen ein ebenso vielfältiges Angebot wie im Bereich der Motocrossbekleidung an.

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