Ohne Landkarte kommt kein Biker aus.
Die Qual der Wahl: Welche Karte ist die Richtige?
Welches die beste Karte ist, hängt in hohem Maß vom Einsatzzweck ab. Wer beispielsweise auf dem schnellsten Weg von Hamburg in den Schwarzwald will, ist zunächst mit einer Deutschlandkarte im Maßstab 1:750000 gut bedient. Sie enthält zusätzlich zum Fernstraßennetz und groß gedruckten Ortsnamen, die auch auf den Straßenhinweisschildern stehen, idealerweise noch Raststätten und Tankstellen an der Autobahn. Im Süden angekommen, sollen nun möglichst kleine Sträßchen unter die Räder kommen.
Dafür ist eine Karte nötig, anhand derer man sich eine Vorstellung von der Landschaft machen kann - Basisanforderung für eine gute Motorradkarte. Schließlich fährt das Auge mit. Eine Hilfe können die grünen Linien sein, die auf vielen Karten landschaftlich reizvolle Strecken kennzeichnen. Was jedoch eine subjektive Angelegenheit ist, wie der Vergleich mehrerer Kartenwerke zeigt. Und mit etwas Erfahrung braucht man diese Empfehlungen gar nicht. Auf einer ausreichend genauen Karte erkennt der geübte Leser schöne Strecken an Topographie und Verlauf.
»Im Tal, noch vor dem Bach, rechts die kleine, einspurige Straße hoch, kurz nach der Burgruine links, durch den Wald, nach etwa zwei Kilometern vermutlich schöner Blick ins Tal.« Informationen, die sich auf einer General- oder Michelinkarte im Maßstab 1:200000 oder kleiner leicht ablesen lassen. Daß die Strecke zunächst durch ein Tal und rechts des Bachs dann bergauf führt, sieht man bei topographischen Karten an den Höhenlinien, ansonsten an der Schummerung und den kleinen Pfeil-Symbolen auf den Straßen, die Steigungen oder Gefälle kennzeichnen. Die Kategorie der Straße ergibt sich aus Breite und Farbe der Einzeichnung. Der Bach ist ebenso klar auszumachen wie die Burgruine und der Wald.
Auch der Ausblick und sogar das »vermutlich« läßt sich erklären: Der Punkt liegt ausreichend hoch über dem Tal, um einen schönen Blick zu bieten Doch die Karte ist fünf Jahre alt, der Ausblick könnte also vom Wald zugewachsen sein.
Die perfekte Balance: Übersichtlichkeit vs. Detailreichtum
Zuviel Information auf kleinem Raum kann allerdings auch schiefgehen und die Karte unübersichtlich werden lassen. Dagegen helfen zwei Maßnahmen: Weglassen (Übersichtskarten) oder den Maßstab vergrößern. Denn je größer der Maßstab, desto kleiner ist die Fläche, die auf der Karte dargestellt wird. Folglich lassen sich mehr Details abbilden. Eine gute Karte ist daran zu erkennen, daß sie den Spagat aus Übersicht und maximaler Information am besten meistert. Für Motorradtouren leisten Michelin und Mairs Generalkarte mit ihren 1:200000er Blättern optimale Dienste. Bis hinunter zu Feldwegen ist alles drauf - totzdem muß man sie nicht alle Nase lang umdrehen.
Mit leichten Vorteilen für die Michelin, die sich vor allem beim Suchen kleinster Sträßchen einen Tick besser ablesen läßt. Mit etwas Übung kann man auf ihr sogar während der Fahrt in der Kartentasche noch etwas erkennen. Beide Blätter stehen im Ruf, besonders genau zu sein - was so eigentlich nicht stimmt. Eine wirklich genaue Karte in diesem Maßstab wäre nämlich ohne Lupe nicht lesbar. Ein Beispiel: In einem Tal teilen sich eine Straße dritter Ordnung, die Eisenbahn und ein kleiner Fluß eine Breite von knapp 30 Metern. Im Ort am Ende des Tals führt diese Straße mit 50 Metern Rechts-Links-Versatz über eine Hauptstraße. Bei einer exakt maßstäblichen Abbildung wäre alles nur ein dicker, undefinierbarer Strich. Also werden Straße, Fluß und Eisenbahn optisch getrennt.
Verdrängung nennen das die Kartographen, weil die einzelnen Elemente viel mehr Raum einnehmen, als ihnen maßstäblich korrekterweise zustehen würde. Die versetzte Fortführung der kleinen über die große Straße wird so übertrieben gezeichnet, daß sofort erkennbar ist: erst rechts, dann gleich wieder links.
Die Qualität einer Karte zeigt sich außerdem darin, wie eindeutig sie informiert, ob die Straße nach Kleinkleckersdorf nun am Ortsende oder mittendrin abzweigt. Und ob die Karte Orientierungspunkte wie Bahnlinien, Flußläufe, Wälder, markante Erhebungen und Aussichtstürme enthält. Denn wer vom Kartenstudium weiß, der Hügel mit dem Turm müßte rechts der Straße liegen, sieht ihn aber linker Hand, kann getrost umdrehen - Verfahren kann man sich auch mit der besten Karte.
Praxis-Tipps für den Umgang mit Karten
- Der beste Platz für die Landkarte ist in Sichtweite auf dem Tank. Entweder in einer separaten Tasche oder im Kartenfach des Tankrucksackes.
- Um die Karten nicht zu sehr zu strapazieren, sollte die Einschuböffnung nicht kleiner als das Kartenfach selbst sein und dieses wiederum sicher vor Regengüssen schützen (bei der Verwendungen von Tankrucksack-Regenhaube auf gute Durchsicht zum Kartenfach achten).
- Damit die Karte die vielen Falten besser übersteht, am besten die Pappdeckblätter entfernen und außerdem auf eine Hauptfaltrichtung parallel zur Nord-Süd-Achse achten.
- Um die schnelle Orientierung zu erleichtern, ist es sehr hilfreich, wenn die geplante Route mit dem Leuchtmarker markiert ist.
- Beim Kartenkauf sollte das Erscheinungsjahr beachtet werden (steht bei Generalkarten auf dem Deckblatt, bei Michelin auf der Rückseite unten rechts, sonst meist am weißen Rand beim Copyrightvermerk).
- Karten am besten vor der Abreise zu Hause besorgen. Allerdings sind die Blätter im Lande mitunter billiger: So kosten Michelinkarten in Frankreich ungefähr die Hälfte und die Italienwerke von Kümmerly& Frey in italienischen Buchhandlungen als ACI-Lizenzausgabe nur 10 statt 16,80 Mark.
- Wer einen Tankrucksack mit untauglichem Kartenfach hat, kann unter eine einfache Kartentasche passender Größe ein Stück Klettband nähen, das Gegenstück oben auf den Tankruckucksack anbringen, und fertig ist die Kombination.
Wie eine Karte entsteht: Vom Berg aufs Blatt
Grundlage der meisten Karten ist die sogenannte topographische Karte. Ihre Daten werden von den Landesvermessungsämtern ermittelt, und dort wird auch die Karte erstellt. Anfang des 19. Jahrhunderts wollte man in Deutschland systematisch Grundsteuern erheben können und zeichnete einfache Flurkarten, die das Land im Maßstab 1:2 500 lückenlos abbildeten und Grundlage für das alle Flurstücke verzeichnende Liegenschaftskataster bildeten.
Die topographische Landesaufnahme, also die Berücksichtigung der Landschaftsstruktur, wurde ab 1890 einbezogen. Bis das ganze Land vermessen war, dauerte noch einmal 45 Jahre, bis 1935. Seit dieser Zeit werden systematisch Luftbilder für die Kartographie genutzt: Die Landschaft wird überflogen und mit Spezialkameras im Flugzeugboden streifenweise fotografiert.
Vermessungstrupps am Boden müssen heute zur Unterstützung der Kartenmaler nur noch in Sonderfällen raus, etwa wenn die Geländestruktur auf bewaldeten Flächen aus der Luft nicht erkennbar ist oder um besondere Gebäudehöhen auszumessen. Jedes Jahr wird ein Fünftel des Landes in Luftbildern neu erfaßt, alle fünf Jahre erscheinen neue topographische Karten im Basismaßstab 1:25 000.
Um die Vogelperspektive zu korrigieren - wirklich senkrecht ist nur die Stelle genau unter der Kamera abgebildet, alle anderen Punkte sind je nach Entfernung mehr oder weniger stark verzerrt abgebildet -, müssen die Fotos zunächst im Computer entzerrt werden, um später als Kartengrundlage dienen zu können. Das Ergebnis nennt sich Orthofoto und kann, auf den richtigen Maßstab gebracht, direkt in eine Karte einfließen. Zur Aktualisierung werden die alte Karte und das neue Orthofoto nebeneinandergelegt, verglichen und die Abweichungen übertragen.
Solche Änderungen gehen relativ einfach vor sich, weil eine Kartendruckvorlage aus mehreren Schichten beziehungsweise Folien besteht. Höhenlinien für die Steigungen, Schummerung für Plastizität durch simulierten Schattenwurf, Vegetationssymbole, Gewässer, Orte, Straßen, Schriften sind jeweils auf separaten Folien verzeichnet, die später übereindergepaßt werden. Ändert sich nun etwa ein Ortsname, muß nur die Folie mit den Schriften korrigiert werden. Genauso lassen sich Spezialkarten für Wanderer oder Radfahrer durch einfaches Hinzufügen einer zusätzlichen Folie hergestellen.
Was früher aufwendig am Zeichentisch entstand, wird heute am Bildschirm erledigt. Zusätzlich macht diese digitale Erfassung es möglich, aus derselben Kartenbasis ein Atlas, eine Karte oder eine CD-Rom herzustellen.
An dieser Stelle beginnt nun das Arbeitsfeld der privaten Kartenverlage. Auf Basis der Topo-Daten des Landesvermessungsamts erstellen sie Kartenwerke für die verschiedensten Zielgruppen und Einsatzbereiche, setzen Schwerpunkte, fügen Informationen hinzu, lassen andere weg. Den Großteil bilden die Straßenkarten, denn zum Reisen sind die Basiswerke der Vermesssungsämter viel zu unhandlich und zu teuer. In der Dimension 1:25000 braucht man allein für Baden-Württemberg 285 Blätter, in 1:50000 wären es 76. Im reiseüblichen Maßstab 1:200000 reichen drei, ist von den Vermessungsämtern selbst aber wenig zu kriegen.
Um die Karten immer auf dem neuesten Stand zu halten, werden Forstämter, Straßenbauämter, Gemeinden, das Land - kurz alle, die mit Straßenbau zu tun haben - regelmäßig angeschrieben und um aktuelle Änderungen gebeten. Ein Netz aus Informanten speist die Korrektur-Kisten in einer Kartenredaktion, die diese in Informationen dann in die jährliche Neuauflage einfließen lassen. Deshalb ist es ratsam, zumindest seine Deutschlandkarten alle zwei bis drei Jahre zu erneuern.
Die digitale Revolution: Motorrad-Navigations-Apps im Test
Vorbei sind die Zeiten von Zwangspausen beim Motorradfahren fürs Kartenlesen oder riskanten Blicken während der Fahrt auf die Tourenkarte: Mit dem ADAC Angebot "NavBikeTour" können Biker sich auf ihren Motorradtouren durch NRW, Süddeutschland und Europa komplett über die Sprachausgabe ihres Navigationssystems oder Smartphones leiten lassen - auf Wunsch mit Stopps an beliebten Bikertreffs oder Sehenswürdigkeiten.
Noch nie war Motorrad fahren in NRW so entspannt: Dutzende Motorradtouren fürs Navi zum Download für mehr als 15 Navigationsgeräte und vier Smartphone-Apps (iOS und Android). Die Karten werden zudem jährlich aktualisiert und erweitert. Laden Sie sich Ihre Tour jetzt herunter!
Mit dem ADAC Motorradcheck machen Sie ihr Motorrad für die Saison fit und sind allzeit sicher unterwegs. Unsere Technikexperten prüfen an den Standorten Köln und Oberhausen ihr Fahrzeug in 60 Minuten in 23 Punkten: Bremse, Licht, Lenkung, Fahrwerk, Reifen u.v.m.
Auch die HU oder die AU können Sie vor Ort durchführen lassen. Fahren Sie die berühmte Hamalandroute, entdecken Sie Mythen, Sagen und Musiklegenden oder wandeln zwischen Ruhrgebiet und Münsterland.
Die Ballungsraumkarten und Citypläne sorgen zusammen mit dem Zoom-System für die beste Orientierung auch in den Städten. Es ist gut zu wissen, wo sich die kulturellen und landschaftlichen Sehenswürdigkeiten befinden. Das Kartenbild der MARCO POLO Karte führt Sie nicht nur zu diesen Stellen, sondern zeigt Ihnen außerdem noch viele andere wissenswerte Details. Dank des Maßstabs 1:200 000 können Sie sich gut orientieren und finden auch auf interessanten, abgelegenen Straßen sicher zum Ziel.
Wichtige Kriterien für eine gute Motorrad-App:
- Einfache und intuitive Benutzeroberfläche: Ermöglicht das schnelle Erstellen von Routen.
- Zuverlässigkeit und Stabilität: Die App sollte während der Fahrt nicht abstürzen.
- Regelmäßige Updates: Sicherstellen, dass das Kartenmaterial auf dem neuesten Stand ist.
- Nützliche Funktionen in der kostenlosen Version: Routenplanung und Aufzeichnung von Touren sollten möglich sein.
- Detaillierte Informationen über die gefahrene Tour: Strecke, Dauer, Höhenunterschiede, Durchschnittsgeschwindigkeit.
Die Top Motorrad-Navigations-Apps im Vergleich:
| App | Besonderheiten | Bewertung (Sterne) | Kostenlose Version | Kostenpflichtige Version |
|---|---|---|---|---|
| Motobit | Warnungen vor Straßengefahren, Analyse des Kurvenfahrstils | 4,6 | Tourenplanung und Navigation bis 100 km | Motobit Premium: 29,99 € pro Jahr |
| Calimoto | Algorithmus für kurvige Strecken, Offline-Navigation | 3,6 | Ja | Ja |
| Riser | Organisation von Ausfahrten mit Freunden, einfache Bedienung | 3,9 | Viele Funktionen verfügbar | Ja |
| Kurviger | Sehr technisches Tool mit vielen Anpassungs- und Filtermöglichkeiten | 4,5 (Beta) | Nicht alle Funktionen kostenlos | Ja |
| Scenic | Nur für iOS verfügbar, Möglichkeit Touren in Ordnern zu organisieren | 4,7 | Routendarstellung auf der Karte | Premium-Version: 27,99 € pro Jahr oder Lifetime-Lizenz für 110 € |
Detaillierte App-Vorstellung:
Motobit
Motobit zählt zu den neuesten Apps für Motorradfahrer und wurde als Erstversion im Sommer 2020 veröffentlicht. Die Entwicklung von Motobit war am Anfang sehr auf die Übermittlung von Warnungen von Straßengefahren fokussiert, um die Sicherheit beim Motorradfahren zu verbessern. Die Motobit-App ist sehr einfach zu benutzen. Mit Motobit kann man sehr einfach Motorradtouren direkt auf der Karte oder über die Adressensuche planen oder eine Rundtour in nur wenigen Klicks generieren. Die App bietet 4 unterschiedliche Routing-Modi, die es ermöglichen, die Route nach Belieben zu gestalten.
Die Navigation gestaltet sich mit der Motobit-App einfach und ist sehr intuitiv gemacht. Die Navigationshinweise über Audio-Anweisungen oder dem Smartphonedisplay sind einfach zu folgen. Die Route wird automatisch neu berechnet, wenn eine Anweisung verpasst wird, was jedoch wie bei vielen anderen Apps auch abhängig von GPS- und Netzempfang ein wenig dauern kann. Während der Navigation oder der Aufzeichnung einer Motorradtour liefert Motobit wie eingangs bereits erwähnt auch Warnungen über Gefahren auf der Straße, wie gefährliche Kurven, beschädigte Straßen, usw. sowie Geschwindigkeitskontrollen.
Die Motobit-App bietet viele Informationen über die aufgezeichneten Touren. Selbstverständlich sind alle allgemeine Informationen vorhanden, wie die gesamte Dauer, Distanz, Höhenmeter, usw. aber die App analysiert auch den Kurvenfahrstil während der Fahrt und bietet einen Überblick darüber, wie man jede Kurve fährt, um den eigenen Fahrstil ständig verbessern zu können. Motobit berechnet auch den Schräglage (Neigungswinkel) und die Beschleunigung in Fahrtrichtung mit einer hohen Genauigkeit und bietet diese Informationen in Diagrammen an, die mit der Karte verknüpft sind, so dass man die Werte Punkt für Punkt auf der Karte betrachten und analysieren kann.
Die Stabilität der App ist wirklich gut. Die Motobit-App wird sehr oft aktualisiert und es werden ständig neue Funktionen hinzugefügt. Die durchschnittliche Bewertung der Motobit-App beträgt 4,6 bei über 3500 Bewertungen. In der kostenlosen Version von Motobit kann man Touren planen und navigieren. Die Länge der Touren ist bei der Navigation allerdings auf 100 km begrenzt. Zusätzlich bietet die Vollversion unter anderem auch die Möglichkeit, GPX-Dateien zu importieren, den Neigungswinkel und die Beschleunigungspunkte anzuzeigen. Es gibt noch weitere praktische Appfunktionen welche in der Vollversion enthalten sind, diese sind in der App klar aufgelistet. Die Vollversion von Motobit nennt sich Motobit Premium und kostet nur 29,99 € pro Jahr. Die Motobit-App wurde zuerst für Android entwickelt.
Calimoto
Calimoto könnte dir bereits bekannt sein, da sie eine der bekanntesten Motorrad Navi Apps auf dem Markt ist. Eines der Merkmale, das Calimoto besonders macht, ist der entwickelte Algorithmus, der die „Kurvigkeit“ einer Straße bei der Routenplanung berücksichtigt. Obwohl inzwischen auch andere Motorrad-Apps diese Funktion anbieten, ist Calimoto weiterhin eine beliebte Wahl.
Calimoto bietet verschiedene Möglichkeiten, um eine Route zu erstellen, einschließlich automatisch erstellter Rundkurse sowie der „klassischen“ Variante über die Eingabe von Start- und Zielpunkten nach Adresse oder der Suche nach Wegpunkten auf der Karte. Es gibt auch verschiedene Routing-Modi und Möglichkeiten, die Route zwischen Wegpunkten, sogenannten POIs anzupassen. Calimoto bietet entweder akustische über die Lautsprecher oder visuelle Navigationsanweisungen über das Smartphone-Display.
Calimoto hat seit dem großen Update im April 2022 einige Verbesserungen vorgenommen. Bei Calimoto wird kontinuierlich an Verbesserungen gearbeitet, was zu regelmäßigen Updates führt, die Abstürze vermeiden und Probleme beheben. Die Bewertung der Calimoto-App ist 2024 auf 3,6 Sterne gefallen.
Eine Besonderheit von Calimoto ist die Offline-Navigation.
Riser
Riser ist eine bekannte Motorrad App, besonders in Österreich. Das Unternehmen, das die App entwickelt hat, hat seinen Firmensitz in Wien und ist bekannt geworden, weil unter anderem KISKA, der bekannte Designer aller KTM Motorräder, Gesellschafter des Unternehmens war. Riser ist einfach und intuitiv verständlich. Das Menü am unteren Rand des Bildschirms enthält die wichtigsten Funktionen, während der Rest in einem Seitenmenü untergebracht ist.
In Bezug auf die Routenplanung bietet Riser nur eingeschränkte Möglichkeiten. Du kannst eine Rundstrecke oder eine Route mit Start-, Ziel- und Zwischenzielen planen. Es ist zwar nicht super intuitiv Zwischenziele direkt auf der Karte zu planen, aber es ist möglich. Die Navigation von Riser ist recht einfach gestaltet und die nötigen Informationen werden übersichtlich dargestellt.
Für jede aufgezeichnete Motorradtour bietet die Riser-App eine Zusammenfassung der Route mit den wichtigsten Daten. Details wie Geschwindigkeit oder Höhenmeter sind nicht in Grafiken zusammengefasst, aber die maximale Höhe wird angezeigt, was für viele ausreichend ist. Du kannst zusätzliche Informationen für jede Fahrt hinzufügen, wie zum Beispiel eine Beschreibung der Landschaft.
Die Stabilität der Riser-App ist sehr gut. Das größte Manko von Riser ist, wie bereits angesprochen, die hohen Zeitabstände der Updates. Die App wird nicht oft aktualisiert und erweckt den Anschein, kaum weiterentwickelt zu werden. Riser wird mit 3,9 von 5 Sternen bewertet.
In der kostenlosen Version von Riser stehen bereits viele Funktionen zur Verfügung.
Riser bietet auch die Möglichkeit eine Ausfahrt zusammen mit Freunden oder fremden Motorradfahrer zu organisieren.
Kurviger
Kurviger ist für Motorradfahrer eine Art „Legende“ im deutschsprachigen Raum und wurde für seinen Web-Routenplaner bekannt. Erinnerst du dich an den Algorithmus, um kurvige Strecken zu finden, den wir zuvor erwähnt haben? Der Großteil davon ist die Arbeit des Teams von Kurviger, welche die dafür verwendete Methodik dann als „frei nutzbar“ (oder auch Open Source genannt) veröffentlicht haben, so dass andere Entwickler es nutzen, anpassen und verbessern konnten.
Kurviger ist ein sehr technisches Tool mit vielen Optionen, das viele Motorradfahrer abschrecken kann. Das galt besonders für die alte Version, aber die neue Version der App hat eine überarbeitete und intuitivere Benutzeroberfläche. Die neue Version der App ist jedoch noch in Entwicklung, d.h. Kurz gesagt: Kurviger bedeutet Routenplanung!
Die Routenplanung in Kurviger bietet eine riesige Auswahl an Anpassungs- und Filtermöglichkeiten. Die Navigation von Kurviger ist ziemlich gut, die Karte ist übersichtlich und man kann Wegpunkte ganz einfach überspringen, die Navigation pausieren oder einen Überblick der gesamten Route erhalten.
Es wäre noch zu früh, die Stabilität der aktuellen Version von Kurviger zu bewerten, da die App derzeit noch als Betaversion vorzufinden ist. Nach vielen Jahren ist in 2023 endlich die neue Version der Kurviger App als Beta verfügbar. Es scheint, dass die App kontinuierlich weiterentwickelt wird, in der Tat ist die Kurviger-App nicht mehr nur als Beta-Version verfügbar. Nach einer langen Phase der Kurviger-App als Beta, ist sie nun für alle verfügbar. Das bedeutet, dass es nun auch möglich ist, die App zu bewerten. Die Kurviger-App hat derzeit eine Bewertung Auf Android von 4,5 von 5 Sternen bei über 1300 Bewertungen. Da die App derzeit die Beta-Phase abgeschlossen hat, sind nicht alle Funktionen kostenlos verfügbar.
Scenic
Scenic ist eine App, die sicherlich zu den Urgesteinen am Markt gehört. Tatsächlich ist Scenic die „Weiterentwicklung“ von Motomappers, das bereits im Jahr 2014 gegründet wurde. Seitdem ist viel passiert und jetzt ist Scenic ein bekannter Name bei Motorradfahrern, besonders für alle, die ein Apple Smartphone haben.
Warum ist das so? Derzeit ist Scenic nur für iOS-Geräte verfügbar und sich eine Version für Android gerade in Entwicklung befindet. Man erkennt, dass die App schon lange existiert und dass die Entwickler sehr auf das Feedback der Nutzer gehört haben, da die Scenic App für die meisten Anwendungen sehr einfach zu bedienen ist.
Scenic bietet einen guten Routenplaner. Man kann Rundtouren oder vollständig personalisierte Touren mit der Adresssuche oder direkt auf der Karte erstellen. Man kann auch eigene POIs in die Karte integrieren und die geplanten Routen in Ordnern organisieren, damit sie einfacher zu finden sind. Das ist eine sehr coole Funktion, aber es kann auch sehr einfach sein, die eigene Tour in Ordnern zu verlieren.
Die Navigation in Scenic funktioniert reibungslos. Dem Straßenverlauf zu folgen ist einfach und sehr gut auf der Karte sichtbar, aber die Navigationsanweisungen am Bildschirm können für manche Motorradfahrer zu klein sein. Mit Scenic können auch Motorradtouren aufgezeichnet werden. Zusätzlich wird jede Fahrt mit aktivierter Navigation automatisch aufgezeichnet. Am Ende der Aufzeichnung erhält man eine Übersicht der gefahrenen Touren mit den wichtigsten Informationen wie Distanz, Dauer usw.
Die Aktualisierung der App erfolgt in unregelmäßigen Abständen. Es gibt Phasen, in denen die App häufig aktualisiert wird, aber auch längere Zeiträume, in denen keine Aktualisierungen stattfinden. Die letzte Aktualisierung zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Blogposts erfolgte im November 2022.
Die Scenic App hat eine sehr gute Bewertung und beträgt 4,7. Es sollte jedoch angemerkt werden, dass die App-Bewertungen im App Store von Apple in der Regel höher ausfallen als jene im Play Store von Google.
Die kostenlose Version der Scenic App bietet bereits viele Funktionen. Es ist jedoch nicht möglich, die Route mit Navigationsanweisungen zu navigieren, ohne die Premium-Version zu abonnieren. In der kostenlosen Version wird die Route lediglich auf der Karte dargestellt, aber man muss selbst aufpassen, wo man abbiegt. Scenic bietet verschiedene Pakete an. Es ist möglich ein Abo für 27,99€ pro Jahr abzuschließen oder eine zeitlich unbegrenzt nutzbare Lifetime-Lizenz für 110€ zu erwerben.
Allerdings sind nicht alle Funktionen in diesen Paketen enthalten. Um Karten herunterzuladen, benötigt man Credits, die separat erworben werden müssen. Scenic ist die einzige Motorrad-App in unserer Liste, die nur für iOS verfügbar ist. Eine Version für Android befindet sich jedoch in der Entwicklung.
Eine besondere Funktion von Scenic ist die Möglichkeit, Touren in Ordnern zu organisieren.
Google Maps ist keine explizite Motorrad Navi App. Natürlich kann Google Maps auch zum Motorradfahren benutzt werden und funktioniert gut, wenn du schnell von A nach B kommen möchtest.
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