Die Fahrradbranche boomt, besonders E-Bikes erfreuen sich großer Beliebtheit. Mit dem höheren Tempo steigt jedoch auch die Unfallgefahr. Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) weist darauf hin, dass sich im Jahr 2023 bei knapp 27.400 Radunfällen ohne weitere Beteiligte rund 6.400 Menschen schwer und 147 tödlich verletzten. Rad-Alleinunfälle haben sich in den vergangenen 15 Jahren mehr als verdoppelt, wobei die Dunkelziffer hoch ist.
Häufigste Unfallfolge sind schwere Kopfverletzungen. Laut Deutscher Gesellschaft für Unfallchirurgie könnten 60 bis 70 Prozent der tödlichen Hirnverletzungen mit Kopfschutz vermieden werden. Fahrradhelme können schwere Kopfverletzungen verhindern und Leben retten.
Laut Bundesverkehrsministerium kann ein guter Fahrradhelm bis zu zwei Drittel der Energie absorbieren, die bei einem Sturz ohne Helm auf den Kopf einwirken würde. Ein Fahrradhelm kann auch dazu beitragen, dass ein Radler im Straßenverkehr besser gesehen wird. Viele Fahrradhelme bieten zusätzlichen Komfort: Ein Sonnenschutz reduziert einfallendes Licht, und ein wasserdichter Überzug bietet Schutz bei Regen.
Wie findet man den richtigen Fahrradhelm?
Idealerweise sollten Sie einen Fahrradhelm vor dem Kauf immer anprobieren. Nur so können Sie feststellen, ob er optimal zu Ihrer Kopfform passt. Er sollte stramm sitzen, aber nicht drücken. Als Faustformel gilt: Wenn Sie den Helm vor- und zurückbewegen, sollte die Stirn ein wenig Falten schlagen. Dann sitzt der Fahrradhelm fest genug. Ist der Kinnriemen geschlossen, darf sich der Helm nicht nach hinten abstreifen lassen. Grundsätzlich ermöglicht es so gut wie jeder Fahrradhelm, die Größe über ein Drehrädchen anzupassen. Dennoch ist es wichtig, einen Fahrradhelm zu kaufen, der von seiner Dimension her zu Ihrem Kopf passt.
Der Kopf lässt sich in folgende vier Altersgruppen unterteilen:
- Kleinkinder bis zu drei Jahren haben meist einen Kopfumfang von 44 bis 52 Zentimetern
- Zwei- bis Siebenjährige einen von 46 bis 57 Zentimetern
- Fünf- bis Zwölfjährige messen für gewöhnlich 52 bis 60 Zentimeter
- Allen Radfahrern über zwölf Jahren wird ein Helm für einen Kopfumfang von 52 bis 65 Zentimetern empfohlen
Die Angaben dienen jedoch nur der groben Orientierung. Einige Fahrradhelme lassen sich zusätzlich durch versetzbare Kletteinsätze an die Kopfform anpassen. Achten Sie beim Kauf auf zusätzliche Reflektoren oder eine für andere Verkehrsteilnehmer gut sichtbare Farbe. Dunkle Fahrradhelme erwärmen sich bei Sonne stärker als helle. Auf der Verpackung und dem Helm sollte das Produktionsdatum abgedruckt sein. Fahrradhelme, die in der EU verkauft werden, müssen den Anforderungen der DIN EN Norm 1078 entsprechen. Wer noch mehr Wert auf Sicherheit legt, kann beim Kauf nach der Norm NTA 8776 Ausschau halten. Nach einem Sturz sollten Sie Ihren Fahrradhelm durch ein neues Modell ersetzen.
Empfohlene Fahrradhelme im Test
Uvex Urban Planet LED
Der Uvex Urban Planet LED ist der ideale Helm für alle, die auf einem Fahrrad im Straßenverkehr optimal geschützt sein wollen. Er bietet dank seiner tiefergezogenen Bauweise zusätzlichen Schutz im Heck- und im Schläfenbereich. Aber auch auf Inlineskates, dem E-Scooter oder im Gelände auf dem Mountainbike bietet der extrem robuste Helm sehr guten Schutz. Zu haben ist der Uvex in den Größen 54-58 und 58-61 Zentimeter in den Farben Black Matt und Cloud Matt. Wer zusätzlich zwischen einem Gelb- und einem dunklen Blauton auswählen möchte, greift zum günstigeren Uvex Urban Planet.
Der von uns getestete Planet LED in 54-58 bringt knapp 390 Gramm auf die Waage. Das hört sich zunächst viel an, leichtere Helme wiegen locker eine Tafel Schokolade weniger. Allerdings ist der Tragekomfort so hoch, dass das Mehrgewicht kaum auffällt. Außerdem ist uns das Plus an Sicherheit, auf das wir gleich noch näher eingehen, das etwas höhere Gewicht wert. Für die Anpassung des Helms an die Kopfform und an die Kopfgröße setzt Uvex auf eine klassische Verstellschraube an der Rückseite des Helms. Die individuelle Größenanpassung ist sowohl in der Höhe als auch in der Weite möglich. Dazu lassen sich die verstellbaren Kunststoffbänder links und rechts mit etwas Kraftaufwand herausziehen bzw. hineinschieben.
Im Inneren des Helms ist eine Art dünnes Netz angebracht. Dies fungiert beim Tragen als Insektenschutzgitter. Außerdem schmiegt es sich an die Schädeldecke und vermittelt ein sehr angenehmes Gefühl. Der Uvex Urban Planet umhüllt den Kopf perfekt. Was uns gut gefällt: Im Gegensatz zu vielen anderen Helmen sitzt der Uvex nicht nur auf dem Kopf, er umschließt diesen auch, nämlich im Bereich des Hinterkopfs und an den Schläfen. Das steigert das subjektive Sicherheitsempfinden signifikant. Außerdem wirkt der Urban Planet extrem robust. Die Außenschale besteht aus Polycarbonat, innen kommt ein sehr fester Schaum zum Einsatz. Nettes Extra: Uvex setzt bei seinem in Deutschland produzierten Helm auf recycelte und biobasierte Materialien. So ist am Ende des Produktlebenszyklus ein sortenreines Recycling der Helmbauteile durch lösbare Fügetechniken vorgesehen.
Die Gurtbänder reflektieren, um nachts die Sichtbarkeit zu verbessern. Genau wie das Kinnpolster sind diese ebenfalls aus Recyclingmaterial gefertigt. Die Längenanpassung der Gurtbänder gelingt blitzschnell über zwei Kunststoffverschlüsse, die nach oben geklappt bzw. nach unten heruntergedrückt werden. Zum Verschließen des Kinnriemens nimmt man am besten zwei Hände. Eine Art Ratsche wird in das passende Gegenstück eingesetzt, fertig! Das Öffnen gelingt mühelos auch mit einer Hand und mit Handschuhen. Mit der Luftzirkulation sind wir zufrieden. Ja, es gibt noch luftigere Helme. Aber die insgesamt 14 Öffnungen sorgen dafür, dass der Kopf speziell von vorne, oben und hinten mit frischer Luft versorgt wird.
Zum Lieferumfang des Urban Planet LED gehört ein Plug-In-LED-Licht. Durch einen Druck auf das Licht schaltet man dieses ein und wechselt von Dauer- zu Blink- und pulsierendem Licht. Ein langer Druck, und schon ist es ausgeschaltet. Über einen USB-Port lässt sich das LED-Licht beispielsweise an einem PC wieder aufladen. Für rund 15 Euro ist das 24 Gramm leichte Licht separat zu erwerben.
Der Helm ist sehr robust und sowohl hinten als auch im Bereich der Schläfen weit nach unten gezogen. Das sollte im Falle eines Sturzes die Sicherheit erhöhen. Der Tragekomfort ist klasse, der Kopfschutz lässt sich schnell und individuell anpassen. Ein abnehmbares LED-Licht und reflektierende Gurtstreifen erhöhen die Sicherheit. Die Stiftung Warentest und der ADAC haben im März 2024 gemeinsam einige Fahrradhelme getestet. Der Uvex Urban Planet LED schneidet unter den neu getesteten Helmen mit der Gesamtnote 2,0 (gut) am besten ab.
Uvex Finale Visor
Regen, Sonne, Wind - wer das ganze Jahr mit seinem Fahrrad unterwegs ist, freut sich möglicherweise über einen Helm mit Visier. Den bietet der Uvex Finale Visor, außerdem eine Beleuchtung und einen Insektenschutz. Uvex verkauft den Finale Visor in den Größen 52 bis 57 und 56 bis 61. Als Farben stehen Schwarz, Grau/Weiß, Grün/Schwarz und Gelb/Weiß zur Auswahl. Unser Testmuster in 56 bis 61 wiegt 370 Gramm. Für einen Helm mit Visier und Beleuchtung ist das ein guter Wert. Zum Vergleich: Der Btwin City CBH 900 bringt satte 630 Gramm auf die Waage.
Vorn, an den Seiten und in der Mitte ist der Finale Visor weich gepolstert. Tragekomfort und Passform des Uvex-Helms sind vorzüglich. Dieser umschließt exakt den Kopf, drückt nicht und reibt nicht. An den Seiten ist der Helm weit heruntergezogen, was das subjektive Sicherheitsempfinden erhöht. Über das rückseitige Rädchen lässt sich die Passform maßgeschneidert anpassen. Der untere Helmbereich wird durch eine zweite Polycarbonat-Schale zusätzlich geschützt. Die gesamte Verarbeitung des in Deutschland hergestellten Helms ist exzellent. Außenhaut und Innenschutz gehen nahtlos ineinander über. Es gibt keine störenden Nähte oder hässliche Klebereste. Das Visier lässt sich ohne Kraftaufwand mit einer Hand sauber herunterklappen oder wieder nach oben schieben.
Wichtig für Brillenträger: In den meisten Fällen darf die Sehhilfe auf der Nase bleiben. Bei uns klappt dies zumindest ohne Probleme, zwischen Helm und Visier ist ausreichend Platz. Trotzdem liegt die gummierte Unterkante des Visiers angenehm auf der Nase auf, was den Tragekomfort verbessert. Uvex hat das Visier ganz dezent getönt. Die Sonneneinstrahlung wird durch die Filterkategorie 1 leicht reduziert, die Lichtdurchlässigkeit beträgt dem Hersteller zufolge 44 bis 80 Prozent. Bei Bedarf kann man einen höheren Sonnenschutz aufrüsten. Das Visier kann abgenommen werden. Ersatzvisiere sind separat erhältlich. Bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen und Helligkeiten sind wir mit der Tönung des Visiers sehr zufrieden.
Beim Verschluss des Kinnriemens setzt Uvex auf eine klassische Ratsche. Diese rastet sauber ein. Drückt man auf den roten Knopf, lässt sich der Verschluss super einfach öffnen. Im Bereich des Kinns ist das Band weich gepolstert. Auf der Rückseite des Helms ist ein LED-Licht integriert. Durch einen leichten Druck wird dieses eingeschaltet, zur Auswahl stehen Dauerlicht und Blinklicht. Die Leuchteinheit kann aus dem Helm genommen werden, die Stromversorgung erfolgt mittels Knopfzelle. Das hat den Vorteil, dass man das Licht nicht aufladen muss. Unterwegs kann es aber auch mal unerwartet passieren, dass die Batterie leer ist.
Um die Luftzirkulation im Finale Visor ist es dank 20 Öffnungen sehr gut bestellt. Innen hat Uvex Ventilationskanäle integriert. Mit dem Uvex Finale Visor ist man das ganze Jahr über und bei jedem Wetter sicher unterwegs.
Abus Pedelec 2.0
Fahrradhelme gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Viele unterscheiden sich in Nuancen. Deshalb ist der Abus Pedelec 2.0 eine echte Perle, weil er neben seiner ohnehin schon guten Ausstattung ein absolutes Alleinstellungsmerkmal besitzt: Er hat einen Regenschutz integriert. Verfügbar ist der Helm in den drei Größen S (51 bis 55 Zentimeter), M (52 bis 57) und L (56 bis 62). Die Farbauswahl ist riesig, elf Farben sind erhältlich - von Weiß über Blau, Gelb, Rot und Schwarz bis hin zu Silber, Champagner und Grau. Mit 410 Gramm fällt unser Testexemplar in Größe L nicht sonderlich leicht aus. Sofort sichtbar wird die so genannte In-Mold-Bauweise, bei der die robuste Außenschale mit dem festen Schaumstoff (EPS) untrennbar verschweißt ist. Alle Übergänge sind perfekt verarbeitet.
Für eine optimale Belüftung hat Abus den Pedelec 2.0 mit vier Luftein- und neun Luftauslässen versehen. Rückseitig ist ein LED-Licht integriert. Hier kann man per Knopfdruck zwischen rotem Dauer- und rotem Blinklicht wählen. Der interne Akku wird per USB geladen. Darunter befindet sich der besondere Clou des Helms. Klappt man diese mit etwas Kraft nach unten, so öffnet sich ein Geheimversteck mit einer schwarzen Regenhaube. Diese wird über den Helm gezogen und vorne mit zwei Gummibändern unten eingehakt. Das dauerte im Test nur wenige Sekunden. Die schwarze Außenhaut ist mit kleinen Reflektorstreifen überzogen. Ein nasser Kopf wird durch dieses Regencape zuverlässig verhindert.
Den Pedelec 2.0 gibt es zusätzlich in einer teureren MIPS-Variante (Multi-directional Impact Protection System), bei der der Helm bei bestimmten Aufprallgeschehen schädliche Rotationsbewegungen reduzieren soll, die andernfalls auf den Kopf des Trägers übertragen werden könnten. Wir haben den »normalen« Pedelec 2.0 im Test, bei dem die weichen Polster direkt an die Helminnenseite geklettet bzw. geclipst sind. Der Tragekomfort ist sehr ordentlich. An den Seiten und hinten ist der Helm für besseren Schutz heruntergezogen. Die Größenanpassung lässt sich über das Rädchen fein justieren. Der Riemen im Kinnbereich ist gepolstert und liegt weich auf. Der praktische Verschluss setzt auf Magnetismus - notfalls öffnet und schließt man diesen mit einer Hand, mit zwei Händen gelingt dies super komfortabel.
Sehr sensible Köpfe sollten den Abus unbedingt Probe tragen, ob dieser nicht zu schwer ist. Unter dem Strich ist der Pedelec 2.0 ein innovativer Helm mit integriertem Regenschutz. Auch für die Beleuchtung, die Verarbeitung sowie den Tragekomfort vergeben wir Pluspunkte. Abus bietet als Pedelec 2.0 Ace eine zusätzliche Variante mit komplettem Visier an.
POC Omne Beacon Mips
Farblich ist der schicke POC Omne Beacon Mips ein echter Hingucker. Wenn ein Helm nicht nur ein Lebensretter, sondern auch ein stylisches Accessoire für den Kopf sein soll, dann ist der POC Omne Beacon Mips ein interessantes Modell. In der von uns getesteten Farbversion in Orange und mattem Grün sieht der Kopfschutz super aus. Alternativ gibt es ihn in Orange/Weiß sowie in Orange und mattem Schwarz. Die Rückseite des Helms zieren vier LEDs.
Fischer Urban Plus Brooklyn
Ein vernünftiger Helm muss nicht viel kosten: Das beweist der Fischer Urban Plus Brooklyn. Für gerade mal rund 30 Euro bietet er Beleuchtung, Sonnen- und Insektenschutz, einen gepolsterten Kinnriemen und in die Helmgurte eingewebte Reflexstreifen. Außerdem zeichnet sich der leichte Fahrradhelm durch einen guten Tragekomfort aus.
Spezielle Anforderungen an Rennradhelme
Rennradhelme müssen natürlich in erster Linie Sicherheit bieten, auch bei hohen Geschwindigkeiten. Rennradler haben allerdings noch weitere, ganz spezielle Anforderungen an ihren Helm. Für optimale Performance soll der Rennradhelm möglichst leicht und aerodynamisch sein. Dabei soll aber auch die Belüftung nicht zu kurz kommen, denn gerade auf dem Rennrad kommt man ordentlich ins Schwitzen. Zu viele Luftkanäle können allerdings die Aerodynamik negativ beeinflussen, weshalb es hier auf eine gute Balance ankommt.
Rennradhelme kommen meist ohne Visier aus - wobei es spezielle Zeitfahrhelme gibt, die ein Visier haben und besonders aerodynamisch geschnitten sind. Mountainbike-Helme (abgekürzt auch MTB-Helme genannt) sind dagegen häufiger mit Visier ausgestattet, um den Fahrer besser vor Sonne, Schmutz oder kleinen Steinen zu schützen - auf Trails geht es schließlich öfter mal rustikaler zu. Auch hier ist gute Belüftung wichtig, gerade wenn man längere Bergauf-Passagen fährt.
Auswahl und Passform bei Rennradhelmen
Leider gibt es keine absolut einheitlichen Rennradhelm-Größen. Wem bei einem Hersteller M passt, benötigt bei einem anderen vielleicht L. Daher sollte man beim Kauf nicht nur auf die Angaben von XS bis XL achten, sondern immer auch die zugehörigen Zentimeterangaben anschauen. Um den eigenen Kopfumfang herauszufinden, setzt man das Maßband etwas überhalb der Ohren an. Natürlich passt nicht jeder Rennradhelm zu jeder Kopfform - selbst wenn man die korrekte Größe gefunden hat.
Hat man schließlich einen Rennradhelm gefunden, der zum Kopfumfang passt und nirgends drückt, sollte man dennoch die Einstellungsmöglichkeiten nutzen, die viele Helme bieten, damit er wirklich perfekt sitzt. In aller Regel kann man Helme mittels Schnallen oder Drehrad am Hinterkopf etwas weiter oder enger machen, bis sie den Kopf sicher umschließen, ohne dabei unangenehm zu drücken. Ist das der Fall, schließt man die Gurtbänder so ums Kinn, dass sie straff anliegen, aber nicht einschneiden. Im Idealfall befindet sich die Kante des Rennradhelms einen guten Finger breit über den Augenbrauen, damit auch die Stirn ausreichend geschützt ist. Dann sollte der Rennradhelm - und auch jeder andere Fahrradhelm - so sitzen, dass man problemlos eine mehrstündige Ausfahrt meistern kann, ohne dass sich Druckstellen bilden.
Empfehlenswerte Rennradhelme
Julbo Fast Lane
Dass ein schön ausgestatteter Rennradhelm nicht allzu viel kosten muss, beweist Julbo mit dem Fast Lane. So ist die Verwendung eines Fidlock-Magnetverschlusses in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich. Hat man den Bogen einmal raus, möchte man Fidlock am Helm nicht mehr missen, es vereinfacht das Handling ungemein. Das werden alle bestätigen, die mal versucht haben, eine Standard-Schnalle mit nur einer Hand zu schließen. Der Fast Lane hat andere Vorteile: Der Unisex-Helm lässt sich auch von Pferdeschwanz-Trägerinnen (und -Trägern!) nutzen. Gut gefallen haben uns auch die unkompliziert in der Höhe per Klapp-Schnalle justierbaren Seitenriemen und die gute Belüftung. Außerdem ist der Helm in sechs verschiedenen Farben erhältlich, passend zu jedem Radoutfit.
Scott Cadence Plus
Der Scott Cadence Plus bietet alles, was einen modernen, zeitgemäßen Rennradhelm ausmacht. Meint man es ernst mit den neuen Bestzeiten und ist auch die Aerodynamik von gesteigerter Bedeutung, ist der Scott Cadence Plus einen genaueren Blick wert. Der Helm sitzt wie angegossen. Das ist bei einer etwas »eigenwilligen« Kopfform nicht selbstverständlich. Es ist also davon auszugehen, dass der in S, M und L erhältliche Helm bei etwas »homogener« geformten Köpfen umso besser sitzt. Der Helm ist zwar nicht ganz so »luftig« wie andere - das ist aber typisch für einen auf Aerodynamik getrimmten Helm. Unnötige Wirbel, die den cw-Wert verschlechtern könnten, sollten vermieden werden. Dafür ist die herausnehmbare, waschbare Polsterung umso besser, der Helm sitzt auch auf langen Ausfahrten bequem. Was die Bedienelemente angeht, ist der Helm auf schnelle, hektische Zugriffe ausgelegt, wie sie im Renneinsatz typisch sind. Ein Ass hat der Scott Cadence Plus noch im Ärmel - oder besser gesagt im Lüftungsschlitz: ein abnehmbares Rücklicht. Es ist ordentlich hell und lässt sich in verschiedenen Modi betreiben.
Rudy Project Skudo
Mit dem Skudo hat Rudy Project ein gelungenes Allround-Talent im Sortiment. Die Belüftung des in Größe L getesteten Helms ist ausgezeichnet, ebenso die Polsterung. Der italienische Hersteller kombiniert diese mit einem integrierten Insektennetz, das das Eindringen lästiger Begleiter verhindert. Das Einstellsystem ist höhenverstellbar und recht filigran, drückt damit aber das Gewicht und ist gut bedienbar. Nicht zuletzt hat uns das dezente, italienische Design gefallen.
Uvex Surge Aero Mips
Der Uvex Surge Aero Mips richtet sich an ambitionierte Fortgeschrittene und (Halb-)Profis - das macht schon die UVP von knapp 250 Euro klar. Uvex hat den Aero Mips mit einem Helmcover versehen, das sich mit wenigen Handgriffen abnehmen lässt. Der Helm wird so im Nu zu einem 306 Gramm schweren, gut belüfteten Rennrad-Allrounder für heißere Tage. Der Helm macht einen überaus soliden und dabei noch angenehm unprätentiösen Eindruck. Positiv hervorzuheben ist zudem die kratzunempfindliche, matte Helmoberfläche. Zudem sitzt der Rennradhelm bequem auf dem Kopf und lässt sich einfach einstellen.
Giro Isode Mips
Der Giro Isode Mips ist günstig, macht aber trotzdem eine gute Figur im Hinblick auf Sicherheit, denn der Isode Mips ist, wie der Name bereits verrät, mit der Mips-Sicherheitstechnologie ausgestattet. Außerdem sitzt der Unisize-Helm bequem auf dem Kopf und lässt sich einfach an die Kopfgröße anpassen. Für ein einfaches Anpassen an die Kopfform ist er mit Giros praktischem Roc-Loc-Sport-System ausgestattet. Für Freizeit-Rennradfahrende, die neben dem Rennrad auch andere Radtypen nutzen, ist der Giro Isode Mips jedoch eine gute Alternative und kann hauptsächlich mit einem attraktiven Preis aufwarten.
Kinderfahrradhelme
Damit Kinder im Falle eines Unfalls geschützt sind, sollten sie beim Radfahren grundsätzlich einen Fahrradhelm tragen. Dabei müssen sowohl harte Stöße abgefangen als auch Verletzungen durch spitze Gegenstände und Kanten verhindert werden. Der perfekte Schutz des Kopfes wird durch die sinnvolle Verbindung besonders harter und elastischer Materialien erreicht. Der Fahrradhelm kann Kinder aber nur schützen, wenn er passt. In der Regel wird der Fahrradhelm beim Fahrradfahren getragen und erfüllt dabei seine schützende Funktion. Und das ist nicht nur in der Übungsphase so, wenn Kinder noch nicht stabil auf zwei Rädern fahren.
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, einen Fahrradhelm für Kinder einem Test 2025 zu unterziehen. Das ist allerdings die Wertung der Fahrradhelme für Erwachsene. Es gibt keinen aktuellen Test für Fahrradhelme für Kinder. Und die Größen überschneiden sich. In der Kindergröße M, die für Kinder im Alter ab 4 Jahren angeboten wird, können die Helme für einen Kopfumfang zwischen 52 cm und 58 cm passend eingestellt werden. Es kommt also gar nicht so selten vor, dass Kinder gegen Ende der Grundschulzeit schon einen Fahrradhelm tragen, der eigentlich für Erwachsene konstruiert ist.
Beim Kinderfahrradhelm kommt im Test 2025 ein Kriterium hinzu, das bei Erwachsenen eine untergeordnete Rolle spielt: Der Fahrradhelm muss im Vergleich mit der Umgebung sehr gut sichtbar sein. Ob der Helm in hellen Farben gehalten und mit reflektierenden Elementen versehen ist, oder ob er (stattdessen oder zusätzlich) ein kleines Rücklicht hat, ist für den Vergleich egal. Wichtig ist, dass die kleinen Verkehrsteilnehmer und -teilnehmerinne mit ihrem Fahrrad auf den ersten Blick als Kind mit Fahrrad erkennbar sind.
Passform und Einstellung bei Kinderhelmen
Es ist wichtig, dass der Fahrradhelm zur Kopfform passt. Die etwas schnittigeren Helme, die in erster Linie den Oberkopf schützen (beispielsweise von Lazer, Uvex Alpina und ähnlichen Herstellern) lassen sich durch das ausgeklügelte Gurtsystem sehr fein anpassen. Helme wie der Little Nutty von Nutcase dagegen sind in der Form weniger frei. Sie müssen aufgesetzt und anprobiert werden. Der Helm muss stramm sitzen, darf nirgends drücken, sollte aber auch nicht wackeln. Das ist bei den harten Helmen, die auch für andere Sportarten genutzt werden können, schwieriger zu erreichen.
Achten Sie beim Kauf des Helms darauf, dass das Kind den Helm gerne trägt. Ein Fahrradhelm, der aufgrund eines unbeliebten Designs nicht getragen wird, schützt den Kopf auch nicht. Daher ist es wichtig, dass der Helm dem Kind auch gefällt. Gern getragen wird der Helm auch, wenn die Belüftung ausreichend ist und es alles nötige Zubehör gibt. Zum Zubehör gehören austauschbare Pads innen im Helm, vielleicht ein Visier gegen zu starke Sonneneinstrahlung, eine Rückleuchte, ein Regenschutz.
Idealerweise übernimmt laut Test 2025 der Fachhändler das Einstellen des Helms. Das können Sie aber auch zu Hause selbst machen. Nehmen Sie sich Zeit, und passen Sie einen Moment ab, in dem sowohl Sie als auch Ihr Kind gut gelaunt und geduldig sind. Zuerst wird der Helm mit dem kleinen Rädchen am Hinterkopf auf die größte Stufe eingestellt. Jetzt wird das Rädchen soweit gedreht, dass sich die Gurte um den Kopf legen. Der Helm muss anliegen, darf aber nicht drücken. Wenn das Kind nach oben schielt, muss es das Sonnenschild des Helms gerade so noch im Blickfeld haben. Ist das nicht der Fall, sitzt der Helm noch nicht richtig. Anschließend werden die Gurte um die Ohren und das Kinn eingestellt. Die Gurte sollten seitlich vor und hinter dem Ohr verlaufen, nicht auf dem Ohr. Unter dem Kinn sollten etwa ein bis zwei Fingerbreit Luft unter dem Gurt sein, damit er nicht beim Sprechen und Schlucken behindert. Diese Gurte werden nicht bei jedem Tragen neu eingestellt.
Pflege von Fahrradhelmen
Fahrradhelme benötigen laut Test 2025 nicht viel Pflege. Sie sollten grobe Verschmutzungen nach jeder Nutzung entfernen. Der Fahrradhelm darf aber nicht mit Reinigungsmitteln behandelt werden. Ein feuchtes, weiches Tuch zum Abwischen reicht aus. Im Test lagern sich an den Innenbands immer wieder Schweiß, Haargel und Cremes ab. Daher sollten die Pads regelmäßig gewaschen werden. Sind sie zerdrückt, müssen sie ausgetauscht werden. Zur Pflege gehört auch, dass Sie die Gurte des Helms sowie die Außen- und Innenschale regelmäßig auf Schäden überprüfen.
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