GPS-Tracker für Fahrräder im Test: Nie wieder Sorgen um Ihr teures Rad

Nur rund 10 Prozent aller in Deutschland gestohlenen Fahrräder finden ihren Weg zurück zum Besitzer. Gleichzeitig steigt der Gesamtwert der gestohlenen Fahrräder, weil Diebe insbesondere teure E-Bikes ins Visier nehmen. Damit Ihr Hab und Gut in Zukunft vor Diebstahl geschützt ist, kann ein GPS-Tracker eine sinnvolle Anschaffung sein. GPS-Tracker sind praktische Helfer, die in vielen Situationen für Sicherheit und Kontrolle sorgen.

Ob beim Schutz und der Überwachung von Gepäck, Autos, Fahrrädern oder Haustieren - sie bieten eine zuverlässige Möglichkeit zur Standortüberwachung in Echtzeit. Besonders in Notfällen oder zur Diebstahlsicherung sind sie unverzichtbar.

Die Anbieter der Tracker setzen auf verschiedene Systeme - sie unterscheiden sich vor allem in der Signalübermittlung und in ihrer Anbringung am Fahrrad.

Die besten GPS-Tracker für Fahrräder im Überblick

Hier ist eine Übersicht der besten GPS-Tracker für Fahrräder, basierend auf verschiedenen Tests:

  • Der beste GPS-Tracker laut Stiftung Warentest: Prothelis Area Pets GPS-Tracker
  • Der beste GPS-Tracker fürs Auto: PAJ GPS Vehicle Finder 4G 1.0
  • Der beste GPS-Tracker für das Fahrrad: Tkmars Tk906
  • Der beste GPS-Tracker fürs Haustier: Fressnapf GPS-Tracker für Hunde
  • Der beste GPS-Tracker und Testsieger laut Stiftung Warentest: Prothelis Area Pets

Testsieger im Detail

Prothelis Area Pets GPS-Tracker

Laut Stiftung Warentest überzeugt der Prothelis Area Pets als GPS-Tracker als Testsieger und ist damit der beste GPS-Tracker aktuell. Dieses Produkt bietet präzise Ortung und einfache Handhabung. Der Testsieger von Stiftung Warentest 2024 hat auch uns überzeugt. Der „Prothelis Area Pets GPS Tracker“ dient vor allem der Kontrolle und Sicherheit Ihres Hundes. Aufgrund der guten Verarbeitung hat man von diesem GPS Tracker sehr lange etwas. Außerdem ist das Modell mit cleveren Features ausgestattet.

Zum Beispiel kann man virtuelle Zäunen festlegen und so bestimmen, in welchem Gebiet sich Ihr Hund aufhalten darf. Sollte dieser Bereich verlassen werden, bekommen Sie sofort ein Signal und können Ihren Hund auf bis zu drei Meter genau orten.

PAJ GPS - Vehicle Finder 4G 1.0

Bei den GPS-Trackern fürs Auto überzeugten Modelle wie der PAJ GPS - Vehicle Finder 4G 1.0 durch die zuverlässige GPS-Überwachung des Automobils. Durch den Anschluss an die Fahrzeugbatterie verfügt der „PAJ Vehicle Finder 4G 1.0“ über eine dauerhafte Stromversorgung, muss nicht extra geladen werden und ist unauffällig im Motorraum verbaut. Der GPS-Tracker eignet sich ideal für Autos, LKW und sogar für ein Flottenmanagement bei mehreren Fahrzeugen. Der „PAJ GPS-Tracker“ bietet ein Komplettset mit integrierter SIM-Karte und einfacher Registrierung. Der Akku hält 20 Tage im normalen Gebrauch und 60 Tage im Standby-Modus und ist für Anwendungsgebiete wie Auto oder Fahrrad einsetzbar.

TKMARS TK906

Das „TK905 GPS-Gerät“ von TKMARS bietet 2G- und 4G-Unterstützung und ist ideal für PKWs oder LKWs. Dank integrierten Magneten ist er einfach zu installieren. Für den Betrieb benötigt er nur eine lokale SIM-Karte, die Sie allerdings gesondert kaufen müssen.

Salind GPS-Tracker 11

Der „Salind GPS-Tracker 11“ bietet 4G-Unterstützung dank einer integrierten M2M SIM-Karte für einfache Inbetriebnahme. Mit bis zu 40 Tagen Akkulaufzeit bei dauerhaftem Tracken, eignet er sich perfekt für Autos, Oldtimer, Wohnwagen und alles andere, was Sie schützen möchten. Der Tracker ist robust, spritzwasserdicht und sendet Alarmsignale bei Erschütterungen oder wenn Leistung der Batterie nachlässt.

Spezielle GPS-Tracker für Fahrräder

GPS-Tracker ohne SIM-Karte bieten eine effektive Diebstahlsicherung für Fahrräder. Bei den GPS-Trackern fürs Fahrrad haben uns Modelle mit langer Akkulaufzeit und präziser Ortung im Test überzeugt.

  • TKMARS TK906: Dank der Doppelfunktion mit Rücklicht ortet der GPS-Tracker nicht nur Ihr Rad, sondern schützt auch Sie im Straßenverkehr.
  • Invoxia Cellular: Der GPS-Tracker „Invoxia Cellular“ wiegt nur 30 Gramm, ermöglicht präzise Positionsverfolgung in Echtzeit und speichert mit der Funktion „Standorthistorie“ Ihre letzten Aufenthaltsorte. Der Tracker sendet Alarmsignale bei Diebstahl oder verdächtigen Bewegungen und erlaubt das Definieren von Alarmzonen oder für Sie wichtigen Orte.
  • Samsung SmartTag2: Klein, aber fein ist der „SmartTag2“ von Samsung. Zwar haben sie keine große Reichweite, dafür aber eine lange Akkulaufzeit von bis zu 500 Tagen. Mit möglichen Erweiterungen können Sie den Samsung-Tracker auch an Ihrem Fahrrad verstecken und orten.

GPS-Tracker für E-Bikes

Richtig zuverlässige Tracker fand der TCS im Test ausschließlich für E-Bikes, nicht für unmotorisierte Fahrräder. Die drei besten Tracker sind fest im Motorgehäuse untergebracht und an die Stromversorgung des Fahrrads angeschlossen.

  • Powunity BikeTrax: Ortete sehr zuverlässig. Hobby-Mechaniker kriegen die Montage im Motorgehäuse hin, brauchen dafür aber das Einverständnis des E-Bike-Anbieters. Der Akku des Trackers lädt nur, wenn das E-Bike eingeschaltet ist. Recht teuer: Rund 200 Euro in der Anschaffung plus laufend 39,50 Euro im Jahr für die GPS-Datenflat.
  • Bosch eBike Systems Connect Module: Ortete zuverlässig. Tracker-Akku lädt auch bei ausgeschaltetem E-Bike. Montage im Motorgehäuse muss durch Fachleute erfolgen. Anbieter unterstützt im Falle eines Diebstahls.
  • Itsmybike Track and Protect: Ortung war zuverlässig. Montage im Motor ist nicht bei allen E-Bikes möglich und muss vom Profi gemacht werden. Unterstützung des Anbieters bei Diebstahl gut. Akku vom Tracker lädt nur bei eingeschalteter Fahrradbeleuchtung.

Im Motorgehäuse eingebaut sind die besten Fahrradtracker im Test kaum zu enttarnen.

Social-GPS-Tracker

Etwas schlechter schnitten im TCS-Test sogenannte Social-GPS-Tracker ab. Sie übermitteln das Signal per Bluetooth an in der Nähe befindliche Smartphones. Die geben dieses dann über eine Signalkette weiter. Im Test zeigte sich: Solche Systeme funktionieren nur da, wo Menschen sind. An menschenleeren Orten stießen sie an ihre Grenzen. Mit Social-GPS arbeiten beispielsweise der Apple AirTag oder der SmartTag2 von Samsung.

Auch Knog Scout Bike Alarm & Finder setzt im Kern auf den Airtag. Sie ließen sich im Test auf einer definierten Route nicht in Echtzeit verfolgen, so der TCS. Der Grund: Sie senden nur alle paar Minuten ein Signal. Den Tags von Apple und Samsung fehle außerdem ein Alarm, der signalisiert, dass sich das Fahrrad in Bewegung setzt.

Der große Vorteil von Social-GPS-Trackern: Sie sind einfach und schnell zu montieren. Der AirTag war im Test in einem speziellen Klingel-Gehäuse verborgen, Samsungs Tag und das System von Knog an der Flaschenhalterung.

Eine wichtige Funktion des Apple-Airtags und des Knog-Fahrradtrackers kann allerdings zum Problem werden: Als Schutz vor unerwünschter Überwachung oder Stalking senden iPhones eine Warnung, wenn sich ein unbekannter Airtag oder Knog-Tracker länger in der Nähe aufhält.

Weitere Tracker und ihre Einschränkungen

Die Tracker Tkstar Tk906 und Swisstrack GPS Fahrrad Tracker senden ihre Signale über das 2G-Netz - doch das ist in der Schweiz bereits abgeschaltet. In Deutschland wären diese Tracker derzeit noch nutzbar, aber sobald ein Fahrrad ins Ausland transportiert wird, verschwindet es je nach Land komplett vom Radar. Zudem steht auch hierzulande das 2G-Netz vor dem Aus.

Rechtliche Aspekte

Rechtlich gesehen, darf man die Standortdaten eines gestohlenen Fahrrades ohne Einschränkungen an die Polizei weitergeben. Bei Itsmybike kontaktiere ein Mitarbeiter den Fahrradbesitzer und biete Hilfe bei der Kommunikation mit der Polizei an, so TCS. In der Bosch-App würde ein Link zum aktuellen Standort direkt an die Polizei geschickt. Beim Tracker von Powunity ist dies laut TCS zwar auch möglich. Selbstjustiz sei in einem solchen Fall strafbar.

Diebstahlschutz: Mehr als nur ein Tracker

Weil manche Fahrradtracker unzuverlässig arbeiten und der Standort oft nicht unbedingt weiterhilft, ist es viel wichtiger, dass das Fahrrad gar nicht erst gestohlen wird. Die wirksamste Maßnahme gegen einen Diebstahl: ein aufbruchsicheres Fahrradschloss.

Der GPS-Tracker bietet in der Ortung dieselben Vorteile wie die fest verbauten Systeme. Er ist einfach in der Lenkerstange montiert und einfach zu nutzen. In der Anschaffung kostet dieser Tracker in Deutschland 185 Euro.

Vor- und Nachteile von GPS-Trackern

Pro:

  • Unauffällige Fahrradüberwachung, die im Falle eines Diebstahls eine schnelle Ortung ohne Wissen des Diebes ermöglicht.
  • GPS-Tracking ermöglicht die kontinuierliche Überwachung eines Fahrrads, selbst während der Fahrt.
  • Vielseitige Einsatzmöglichkeiten, die über den Fahrradschutz hinausgehen und auch andere Gegenstände wie Taschen, Rucksäcke oder Autos absichern.
  • Kostengünstige, platzsparende und flexible Alternative zu schweren, teuren Fahrradschlössern, die einfach am Fahrrad versteckt werden können.

Contra:

  • Bieten keinen physischen Diebstahlschutz.
  • Bei unzureichender Batterielebensdauer oder schlechter Netzwerkverbindung werden sie nutzlos.
  • Physischen Schutz bieten nur klassische Fahrradschlösser.

Die besten GPS-Tracker im Vergleich

Hier eine vergleichende Übersicht einiger der besten GPS-Tracker für Fahrräder:

Marke Produkt Preis (ungefähr) Besondere Merkmale
Prothelis Area Pets GPS-Tracker 90 Euro Testsieger Stiftung Warentest, präzise Ortung
PAJ GPS Vehicle Finder 4G 1.0 1.050 Euro Für Autos, LKW, Flottenmanagement
TKMARS TK906 58 Euro 2G/4G Unterstützung, integrierte Magnete
Fressnapf GPS-Tracker für Hunde 75 Euro Speziell für Haustiere, präzise Standortbestimmung
Invoxia GPS Tracker Ab 116 Euro Lange Akkulaufzeit, unauffällige Optik
Winnes TK913 Ab 57 Euro Kompaktes Format, abofrei

ADAC Tipps für Verbraucher

  • Fahrrad sicher abschließen, am besten an einem festen Gegenstand
  • Alle Daten zum Fahrrad griffbereit haben, zum Beispiel in einem Fahrradpass
  • GPS-Tracker mit SIM-Karte ist ein sinnvoller Diebstahlschutz
  • Die Montage des Trackers kann Laien teilweise überfordern
  • E-Bike-Akku beim Abstellen des Rads herausnehmen - teure Komponente
  • Risiko der Einstellung von Services - Tracker dann unbrauchbar (siehe VanMoof)
  • Folgekosten (z.B. SIM-Karten) beachten
  • Bei Diebstahl: Immer die Polizei einschalten

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