Der private Motorradtransport erfreut sich wachsender Beliebtheit. Warum die Abfahrt im Kurvenrevier stumpf mit dem Bike auf der Autobahn runterspulen, wenn es auch komfortabler geht? Unsere Marktübersicht zeigt, dass es mittlerweile bestechend einfache Lösungen für den privaten Motorradtransport gibt, so wie die im Folgenden gezeigten Motorradanhänger.
Expertenrat zum Kauf oder Miete von Motorradanhängern
Seit zehn Jahren hängen Gabriele und Jean Eiler (Inhaber eines Fachgeschäfts für Fahrzeuganhänger und Baumaschinen) aus Vaihingen/Enz ihrer Kundschaft etwas Passendes an.
MOTORRAD: Anhänger kaufen oder mieten: Gibt es eine Faustregel, ab wann sich was mehr lohnt?
Gabriele & Jean Eiler: Nein. Denn im Prinzip stellt sich eher die Frage, was mit dem Anhänger passiert, wenn er nicht genutzt wird. Gerade in Großstädten hat man keine geeignete Unterstellmöglichkeit. Überhaupt halten sich die Mietkosten im Rahmen. Für eine 14-tägige Urlaubstour müssen maximal 200 Euro kalkuliert werden, die bei Gruppentouren auch noch unter den Mitfahrern aufgeteilt werden können. Für diese Gelegenheitsfahrer ist die Miete die eindeutig bessere Wahl.
MOTORRAD: Wem würden Sie den klassischen Motorradanhänger mit Schienen empfehlen?
Gabriele & Jean Eiler: Die Schienenlösung ist ein reiner Motorradanhänger - nicht mehr und nicht weniger. Deshalb eine gute Lösung für alle, die häufig und mit stets gleicher Beladung zu Rennstrecken oder Crosspisten unterwegs sind. Bei der Auswahl kann der Hänger genau auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt werden. Was die Kosten im Rahmen hält: Mit guter Ausstattung ist solch ein Trailer bereits für weniger als 1000 Euro zu bekommen. Allerdings kann er kaum für andere Einsatzzwecke genutzt werden.
MOTORRAD: Und was sollte sich der Gelegenheitstransporteur hinters Auto hängen?
Gabriele & Jean Eiler: Dem würden wir einen multifunktionalen Anhänger mit praktischer Kippfunktion empfehlen. Zum einen kann er damit auch seinen Grünschnitt wegbringen oder Brennholz holen. Zum anderen erhöht die geschlossene Plattform die Sicherheit bei der Motorradverladung. Mit Vorderradwippen, Standschienen oder Antirutschmatte, richtig gesetzten Verzurrpunkten und 100-km/h-Zulassung kostet ein Trailer, auf den zwei ausgewachsene Bikes passen, zwischen 2000 und 2500 Euro. Das klingt zunächst nach viel. Relativiert sich aber, wenn man die Nutzungsdauer berücksichtigt. Denn ein solcher Anhänger ist meist eine Anschaffung fürs Leben.
MOTORRAD: Was sind typische Fehler der Hobby-Spediteure?
Gabriele & Jean Eiler: Dass falsch verzurrt wird, Gurte oder Fixierpunkte zu schwach ausgelegt sind und das Zuladungslimit nicht beachtet wird. Im Idealfall bringt der Kunde sein Bike zum Anhängerkauf bzw. der Anmietung mit. So kann man gemeinsam besprechen, wie das Motorrad optimal verladen und sicher transportiert wird.
Marktübersicht: Verschiedene Hersteller und ihre Motorradanhänger
Im Folgenden werden verschiedene Hersteller von Motorradanhängern vorgestellt:
Airtrailer
Besonderheiten: Beim Airtrailer lässt sich die Plattform aus durchgehend geriffelter Aluplatte zum Be- und Entladen komplett absenken. Das soll auch einer Person den Umgang mit besonders schweren Motorrädern erleichtern. Continental-Luftfederung, die zurückgesetzte Achse und ein niedriger Schwerpunkt (durch kleine Räder) sollen für einen hohen Fahrkomfort sorgen.
Preisbeispiel: Airtrailer Mono mit Radwippe, Kompressor, Befestigungsgurten und 100-km/h-Zulassung (2.964 Euro).
Barthau Anhängerbau
Besonderheiten: Bei den Motorradanhängern der MO-Reihe, die in ungebremster und gebremster Ausführung erhältlich sind, hat man laut Hersteller auf eine umfangreiche Serienausstattung geachtet. Durch die geprägte Lochung von Auffahr- und Standschiene sowie die verstellbare Radwippe soll sich der Trailer auch von einer Person beladen lassen. Rahmen und Fahrgestell sind feuerverzinkt. Stützrad, Zurrgurtset sowie eine Staubox sind gegen Aufpreis erhältlich.
Preisbeispiel: Barthau MO 750 mit zwei Standschienen und 512 kg Nutzlast (1.345 Euro).
Böckmann Fahrzeugwerke
Besonderheiten: Böckmann gilt als Spezialist bei Pferdeanhängern, für die Stahlrösser vertreibt der norddeutsche Trailerhersteller die Motorradanhänger der slowenischen Marke TPV. Diese gibt es in un- und gebremster Ausführung für den Transport von bis zu drei Motorrädern bei einer Nutzlast von maximal 794 kg.
Preisbeispiel: TPV MB2, gebremst, mit drei Standschienen und Stützrad (1.049 Euro).
Boxer-Design
Besonderheiten: Die süddeutschen BMW-Zubehörspezialisten vertreiben einen Zweiradanhänger, der sich für den Nichtgebrauch mit wenigen Handgriffen komplett zerlegen lässt und mit einem Packmaß von 119 x 57 x 55 cm sogar kofferraumtauglich ist. Der Trailer ist kippbar, eine integrierte Vorderradwippe soll das Handling beim Beladen zusätzlich erleichtern. Der 75 kg schwere Hänger lässt sich mit einem bis zu 375 kg schweren Bike beladen.
Preisbeispiel: Boxer-Design Klappanhänger mit 100-km/h-Zulassung (1.990 Euro).
Brenderup
Besonderheiten: Die dänische Anhängermarke hat für den Motorradtransport ein durch die Bank klassisches Modell mit zwei Standschienen plus Bügel und vier Verzurrösen im Programm. Das Eigengewicht beträgt 132 kg, bis zum Erreichen des zulässigen Gesamtgewichts von 750 kg lassen sich 618 weitere Kilos auflasten. Zum Be- und Entladen lässt sich der Leuchtenträger vom verzinkten Chassis abklappen. Stützrad und Verzurrbeschläge sind als Extra erhältlich.
Preisbeispiel: Brenderup MC 2 (ungebremst) mit 13-Zoll-Bereifung (1.016,62 Euro)
Hermann Harbeck Fahrzeugbau
Besonderheiten: Der Plattformtrailer des bayerischen Herstellers lässt sich dank zahlreicher Extras für mehr als den reinen Zweiradtransport nutzen. Optional können auf die MOPL-Reihe z. B. 400 mm hohe Alu-Bordwände aufgeschraubt werden. Die Plattform selbst ist mit Alu-Riffelblech oder als Holzboden mit rutschhemmender Beschichtung erhältlich. Die ungebremste Version hat eine Nutzlast von 545 kg, der gebremste Hänger darf mit 735 kg aufgelastet werden.
Preisbeispiel: Harbeck B 1000 MOPL mit Holzboden und Einzelradfederung (2.190 Euro)
Heku-Fahrzeugbau
Besonderheiten: Ankuppeln und auffahren - so das Prinzip der Heku-Kippanhänger. Nach Lösen der Verriegelung senkt sich der Rahmen über eine Gasdruckfeder ab. Je nach Schwerpunktlage schwenkt die Plattform beim Auffahren wieder in die waagerechte Grundposition zurück. Eine als Extra erhältliche Radwippe soll das Verzurren erleichtern. Beim Abladen greift das gleiche Prinzip: aus der Wippe zurückrollen, bis sich der Hänger wieder in Schräglage befindet.
Preisbeispiel: Heku Kippanhänger mit 100-km/h-Zulassung und Radwippe (1.470 Euro).
Humbaur
Besonderheiten: Vom simplen Schienen-Anhänger bis hin zum wettergeschützen Koffermodell. Humbaur hat als einer der größten Anhängerhersteller Europas auch für Motorradfahrer ein breites Sortiment aufgefahren. Ein Highlight: der hydraulisch absenkbare Trailer HKT, mit dem das Verladen dank der um sechs Grad angestellten Bodenplatte ein Kinderspiel sein soll.
Preisbeispiel: Humbaur HKT 752515 S mit Motorradwippe und 450 kg Nutzlast (2.428,71 Euro)
Koch Anhängerwerke
Besonderheiten: Einfach oder exklusiv? Bei Koch gibt es sowohl den klassischen Plattform-Trailer mit 100 km/h-Zulassung wie auch die absenkbaren Anhänger mit besonders flachem Auffahrwinkel von rund drei Grad. Für den besonders edlen Auftritt gibt es zudem den Excalibur (Foto) mit zweifarbig lackiertem Fiberglas-Aufbau und Platz für zwei Motorräder. Dazu gibt es diverse Extras wie Standschienen und Vorderradwippen.
Preisbeispiel: Excalibur M 1056 Ex mit 850 kg Nutzlast und 100-km/h-Zulassung (8.165 Euro)
Ostmann Fahrzeugbau
Besonderheiten: Der nordwestdeutsche Hersteller fertigt die Anhänger im Regelfall individuell nach den jeweiligen Kundenwünschen an. Die Möglichkeiten sind dementsprechend vielfältig und reichen von der einfachen Plattformlösung bis hin zum voll verkofferten Trailer.
Preisbeispiel: Ostmann AB 30 180 1800 P, absenkbar, mit Luftfederung und 100-km/h-Zulassung (6.672,65 Euro).
Pongratz Trailer-Group
Besonderheiten: Auch der österreichische Anbieter will mit dem absenkbaren Trailer PLL das Laden selbst von schweren Motorrädern zum Kinderspiel machen. Dabei verzichtet man auf eine (teure) Kompressortechnik. Die Plattform wird mittels wartungsfreier Seilwinde abgesenkt bzw. wieder angehoben, die hintere Bordwand dient gleichzeitig als Auffahrrampe.
Preisbeispiel: Pongratz PLL 250/12 U mit 352 kg Nutzlast und Einzelradaufhängung (2.780 Euro).
SMV AG
Besonderheiten: Bei den Modellen Alu Star und Space Extender steht das Zweirad nämlich quer zur Fahrtrichtung. Die kurze Ausführung des Trailers soll Vorteile beim Rangieren bringen. Je nach Gewicht lassen sich die Motorräder oder Roller entweder per Seilwinde oder über eine klappbare Auffahrrampe aus Alu auf Transporthöhe hieven.
Preisbeispiel: SMV Alu-Star Moto mit 600 kg Nutzlast und 100-km/h-Zulassung (1.999 Euro).
Stema Metalleichtbau
Besonderheiten: Der ostdeutsche Hängerspezialist bietet ein besonders breit gefächertes Programm. Die einfachen Trailer mit Standschienen für den Transport von bis zu drei Motorrädern beginnen bereits bei rund 600 Euro. Deutlich mehr Komfort und Vielseitigkeit bieten die MUT-Kippanhänger (ab 1.899 Euro) sowie Absenkanhänger der WOM-Classic-Reihe (ab 3.399 Euro), die auch mit Seitenwänden oder Planen aufgerüstet multifunktional nutzbar sind.
Preisbeispiel: Stema WOM XT, absenkbar mit Handhydraulik, 100-km/h-Zulassung (2.599 Euro).
Unsinn Fahrzeugtechnik
Besonderheiten: Für den bayerischen Trailer-Hersteller steht die komfortable Verladung ganz oben im Lastenheft. Weshalb alle Motorradanhänger der AS-Baureihe entweder über eine Kippfunktion (Auffahrwinkel ca. 13 Grad) verfügen oder komplett absenkbar sind (Auffahrwinkel dann ca. sechs Grad). Eine rutschhemmende Siebdruck-Plattform sowie der umlaufende Lochleistenrahmen sollen das Beladen sowie Verzurren weiter erleichtern.
Preisbeispiel: Unsinn AS 826-13-155 mit Absenkfunktion, Holzboden, Stützrad und 520 kg Nutzlast (1.820 Euro).
Wörmann
Besonderheiten: Anhänger für jeden Geldbeutel - so das Angebot von Wörmann aus dem Großraum München. Der einfache Trailer mit Standschiene für ein Motorrad ist für übersichtliche 700 Euro zu bekommen. Deutlich multifunktionaler die MOT-Serie mit Siebdruckboden und Alu-Seitenwänden sowie der Vorbereitung für Zusatzaufbauten (ab 1.773 Euro). Ein besonders komfortables Be- und Entladen versprechen die Hänger mit Absenk- oder Kippfunktion.
Preisbeispiel: Wörmann Load-Master 7525/166, mit Kippfunktion, 560 kg Nutzlast (2.130 Euro).
Wolf Anhänger-Großmarkt
Besonderheiten: Die Hessen vertreiben nicht nur diverse Motorradanhänger von Pongratz oder Humbaur und rüsten diese nach Kundenwünschen um, sondern fertigen seit bereits 25 Jahren den zerlegbaren Trailer „Follow me“. Dieser soll sich binnen fünf Minuten ohne Werkzeug zerlegen bzw. wieder zusammenschrauben lassen.
Weitere Aspekte bei der Auswahl eines Motorradanhängers
Neben den vorgestellten Herstellern und Modellen gibt es noch weitere Aspekte, die bei der Auswahl eines Motorradanhängers berücksichtigt werden sollten.
Multifunktionalität
Gibt es einen multifunktionalen Anhänger für Haus und Motorrad? Ziel ist es, einen Anhänger zu entwickeln, der im Alleingang mit Motorrädern beladen werden kann, Platz für zwei BMW R 1250 GS Adventure Motorräder bietet, für Laub und Co geeignet und auch für mindestens eine Tonne Zuladung, wie z.B. Der Anhänger sollte einen möglichsten tiefen Schwerpunkt haben und durch Bordwände, Spiegel, Plane usw. erweitert werden können. Außerdem sollte eine Beladung von „oben“, z.B. für Sand, Kompost, Gartenabfälle usw. möglich sein.
Sicheres Verladen
Um nun aber z.B. meine BMW R1250 GS Adventure mit ihren ca. 270 kg ohne Hilfe auf die 60 cm hohe Plattform zu bekommen, benötigt man entweder sehr viel Mut oder eine breite Auffahrrampe. Schließlich habe ich mich dann aber für ein absolut sicheres und geniales Schienensystem von SAWIKO entschieden. Der große Vorteil des SAWIKO Systems ist, dass das Motorrad in einer Wippe gesichert über eine feste Schiene mit einer Seilwinde auf die Plattform hochgezogen bzw. abgesenkt werden kann.
Größe und Gewicht
Neben der Frage nach dem Reisekomfort für mich bzw. meinen Motorradanhänger wie z.B. Anhänger- gebremst- ungebremst- 100 km/h- Bodenplatte ja / nein- offen oder geschlossen- mit Rampe oder absenkbarstellt sich oft auch die Frage, wie groß muss mein Anhänger eigentlich sein und welche Gewichtsklasse brauche ich?
Hier ein paar Standardwerte ohne Sonderausstattung oder Sonderanfertigungen:
- Roller ca 2 m Länge und zwischen 150 kg + 200 kg Eigengewicht - Lenkerbreite etwa 60 cm bis 80 cm
- Normales Motorrad ca 2,2 m Länge und zwischen 230 kg + 280 kg Eigengewicht - Lenkerbreite etwa 80 cm
- BMW GS ca 2,4 m Länge und zwischen 250 kg + 280 kg Eigengewicht - Lenkerbreite etwa 110 cm
- Harley´s ca 2,5 m Länge und zwischen 280 kg + 400 kg Eigengewicht - Lenkerbreite je nach Modell zwischen 100 cm + 150 cm
- Goldwing ca 2,6 m Länge und zwischen 350 kg + 420 kg Eigengewicht - Lenkerbreite ca. 100 cm bis 120 cm.
Bereits hier lässt sich vermuten, dass Sie je nach Motorrad unterschiedliche Anhänger brauchen für Ihr Bike / Ihre Bikes.
Pauschal für Standardmotorräder lässt sich festhalten, dass Sie mit einer Anhängerlänge von 2,5 m in den meisten Fällen hinkommen. Bei einem Motorrad reicht die Breite von 1,2 m. Bei zwei Motorrädern reicht in der Regel die Breite von 1,5 m.
750-kg-Anhänger im Test
Ungebremste Anhänger der 750-Kilogramm-Klasse werden auch gerne für den Motorrad-Transport hergenommen.
Der ADAC hat sechs Einachser mit Preisen bis zu 770 Euro einem Test unterzogen. Zwei davon fielen glatt durch.
Testergebnis: Drei der einachsigen Anhänger zeigen deutliche Schwächen, zwei davon fallen sogar durch.
Testsieger mit dem ADAC Urteil „gut“ ist der Stema Variolux 750, der mit dem bestem Fahrverhalten und guten Noten in der Handhabung glänzt. Zweitplatzierter ist der Brenderup 1205SUB750 mit der Note 2,5.
„Befriedigend“ (Note 2,7) lautet das Urteil zum günstigsten Pkw-Anhänger im Test: Den Humbaur Steely gibt es bereits für 429 Euro.
Multitransporter
Nicht jeder hat den Platz und das Geld, um sich mehrere Anhänger für verschiedene Einsatzzwecke zu Hause hinzustellen. Viele bevorzugen stattdessen einen Allrounder, der einmal im Jahr das Motorrad schultert und den Rest der Zeit bei der Gartenarbeit oder dem Hausbau einen zweiten Nutzen hat. Mit einer Ladefläche von 2,51 x 1,31 Meter ist er lang genug, um auch große Motorräder darauf zu verladen.
Der Anhänger ist in zwei Varianten lieferbar. Als ungebremster Anhänger mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 750 Kilogramm (Nutzlast 592 kg) oder gebremst mit 1300 Kilogramm (Nutzlast 942 kg). Für den Motorradtransport sollte der Anhänger durch Zubehör ergänzt werden.
Campingbus-Anhänger
Um das Bike zur Rennstrecke oder zum Urlaubsort zu transportieren, werden in der Praxis wohl am häufigsten Anhänger verwendet. Sie sind verhältnismäßig günstig, beeinträchtigen die Zuladung des Zugfahrzeugs kaum und lassen sich mit jedem Campingbus ziehen. Abstriche müssen dafür beim Reisetempo gemacht werden. Mehr als 100 km/h sind nicht erlaubt, auf Landstraßen ist Tempo 80 die Grenze. Das Rangieren ist für Ungeübte außerdem eine nicht zu unterschätzende Herausforderung.
Besonders für Biker bietet der Markt eine breite Auswahl an Spezialanhängern. Sie sind üblicherweise mit Schienen ausgestattet, die die Position des Bikes vorgeben. Eine Auffahrrampe sollte ebenfalls zur Ausstattung jedes Motorradanhängers gehören, wenn er nicht über eine Absenk- oder Kippfunktion verfügt, mit der die Ladefläche bis auf den Boden heruntergelassen werden kann.
Welcher Anhänger überhaupt gezogen werden darf, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zunächst vom eigenen Führerschein. Mit der Klasse B darf die zulässige Gesamtmasse des Anhängers 750 Kilogramm hinter einem Campingbus mit 3,5 Tonnen zulässiger Gesamtmasse nicht überschreiten. Für zwei mittelgroße Motorräder reicht das aber immerhin.
Kosten
Bei der Anschaffung eines Anhängers für den Motorradtransport müssen folgende Kosten einkalkuliert werden: Preis des Anhängers selbst (750 Kilogramm für zwei Bikes ab ca. 750 Euro), Zulassung (26 Euro) und Versicherung (rund 55 Euro im Jahr). Unterm Strich stehen dann schon knapp 900 Euro für ein Standardmodell. Dazu kommen regelmäßig Kosten für den TÜV und gegebenenfalls nötige Reparaturen.
Unterschiedliche Anhängerarten
- Standardanhänger: Motorradanhänger verfügen meist über Schienen und Vorderradhalterungen, die das Verladen und Sichern der Fracht erleichtern. Zwei Bikes passen problemlos auf die gängigen Modelle.
- Absenkanhänger: Das Motorrad über eine Rampe auf den Hänger zu manövrieren kann tricky sein. Bei Absenkanhängern nicht: Die Ladefläche wird auf den Boden abgelassen, das Bike barrierefrei aufgeschoben.
- Faltanhänger: Spezielle Anhänger sind nicht nur absenkbar, sondern zusätzlich auch faltbar. Zusammengeklappt nimmt das Eiler-Modell (2549 Euro) nur 1,2 Quadratmeter (1,85 mal 0,64 Meter) ein.
- Quertransporter: Mit dem Anhänger rangieren ist für Unerfahrene eine Herausforderung. Ein Modell, auf das ein Zweirad quer aufgeladen wird - wie auf einen Heckträger -, macht’s leichter, denn es ist besonders kurz.
Absenken in 5 Sekunden
Auf der Motorradwelt Bodensee sorgte er für großes Aufsehen: der neue Absenkanhänger von UNSINN. Motorräder werden einfach direkt in den Anhänger gefahren. Das Absenken dauert ein paar Sekunden - der unsichere Kraftakt über wackelige Auffahrrampen entfällt.
Qualität: Ein astreiner UNSINN Was so manchem Messebesucher in Friedrichshafen auffiel, war die hohe Qualität der Materialien und der Verarbeitung - eben das, was alle UNSINN-Anhänger an sich haben. Das beginnt bei der durchdachten technischen Konstruktion, zeigt sich beim Zugrohr (geschlossenes Vierkantrohr), den feuerverzinkten Profilen und wird spürbar beim Fahrkomfort.
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