Trekking E-Bike Nabenschaltung Test: Ein umfassender Überblick

Die Wahl des passenden Pedelecs hängt stark von den individuellen Bedürfnissen und dem geplanten Einsatzbereich ab. Es gibt verschiedene E-Bike-Typen, die sich in Ausstattung und Design unterscheiden. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über Trekking E-Bikes mit Nabenschaltung.

E-Bike Typen und Rahmenformen

City-E-Bikes

City-E-Bikes sind ideal für komfortorientierte Radfahrer, die kurze Strecken zurücklegen möchten. Die aufrechte Sitzposition bietet einen guten Überblick im Straßenverkehr. Dank Nabenschaltung und Riemenantrieb sind diese E-Bikes wartungsarm. Weit verbreitet sind Tiefeinsteiger mit V-förmigem Rahmen, die das Aufsteigen erleichtern. Es gibt sie aber auch mit Diamant- und Trapezrahmen. Eine jüngere Form des Cityrads sind Urban-E-Bikes. Ausstattung und Design sind oft minimalistisch, wodurch sie oft auch leichter und güns­tiger als andere E-Bikes.

Trekking-E-Bikes

Sportlicher als City-E-Bikes, aber komfortabler als Mountainbikes sind Trekking-E-Bikes. Sie eignen sich für Vielfahrer, die das Bike im Alltag und auf Touren nutzen möchten. Die Hersteller statten ihre Trekkingräder üblicherweise mit Lichtanlage, Schutzblechen und Gepäckträger aus. Typisch sind eine leicht nach vorn geneigte Sitzposition, eine Ketten­schaltung und ein belast­barer Gepäck­träger. Er wird häufig bei eher sport­lichen E-Bikes einge­setzt, wie bei den Trekking-E-Bikes im Test 2024.

E-Mountainbikes

Der am häufigsten verkaufte E-Bike-Typ in Deutschland ist das E-Mountainbike. Ketten­schaltung und kräftige Motoren sind da Stan­dard. Typisch ist außerdem ein sogenannter Sloping-Rahmen, bei dem das Ober­rohr in Richtung Sattel leicht abfällt. Zunehmend werden E-Mountain­bikes aber auch in anderen Rahmenvarianten angeboten. Wenn das E-Mountain­bike nicht als reines Sport­gerät im Gelände genutzt wird, sondern auch im Straßenverkehr, ist es häufig notwendig, eine Ausstattung nach Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) nach­zurüsten.

SUV-E-Bikes

Von den Anbietern auch als Allroad- oder Crossover-E-Bikes angepriesen, stellen die SUV-Bikes eine Mischform dar, die Radlern eine Entscheidung zwischen Komfort und Sportlichkeit abnehmen soll. Sie sind die Packesel unter den E-Rädern und werden viel häufiger mit als ohne Motor gekauft.

Weitere E-Bike-Typen

Vom Lasten- bis zum Rennrad: Mittlerweile gibt es jeden Fahrradtyp auch als Pedelec mit einem Elektromotor. Wie die Variante ohne Motor lassen sich E-Falträder beziehungsweise E-Klappräder oft mit wenigen Handgriffen kompakt zusammenlegen. Sie sind deshalb besonders beliebt bei Menschen, die im Alltag mit der Bahn pendeln. Bei E-Rennrädern sind Akku und Motor oft so kompakt im Rahmen verborgen, dass sie optisch kaum auffallen. Diese Räder sind Sportgeräte. Im Normalbetrieb sind Rennräder schneller als 25 km/h unterwegs, sodass der Motor nicht unterstützt.

Rahmenformen

  • Diamantrahmen: Bei diesem sportlichen „Herrenrahmen“ verläuft das Oberrohr nahezu horizontal und sorgt so für eine hohe Fahrstabilität.
  • Wave-Rahmen: Der tief geschwungene Wave-Rahmen erleichtert das Auf- und Absteigen.
  • Trapezrahmen: Bei dieser Rahmenform senkt sich das Oberrohr nach hinten ab, sodass das Aufsatteln deutlich komfortabler als beim Diamantrahmen ist.

Tipp: Wählen Sie die Rahmenform, mit der Sie auch beim Fahrrad ohne Motor gut klargekommen sind. Sind Sie nicht so fit oder lange nicht geradelt, wählen Sie besser einen tieferen Einstieg.

Antrieb und Akku

Der Antrieb unterscheidet ein normales Fahrrad vom Pedelec. Beim Kauf legen viele deshalb ihr Hauptaugenmerk auf Akku und Motor. Viel entscheidender als die Akku­kapazität sind für die Reichweite ohnehin Temperatur, Streckenprofil, Eigenleistung der Radelnden, Kraftübertragung des Rades - und vor allem die gewählte Unterstützung des Motors. Für Kurz- und Mittelstrecken reicht ein Akku mit 500 Wattstunden in der Regel aus.

Im Alltag kommt es vor allem darauf an, dass der Akku leicht ein- und auszubauen ist. E-Bike-Akkus sind heute oft ganz oder teils im Rahmen integriert. Dort sind sie geschützt und verschlechtern das Fahrverhalten kaum. Kaufen Sie ein Modell, bei dem der Akku von oben oder seitlich in den Rahmen eingesetzt wird. Von unten eingesetzte Akkus können beim Entnehmen oder Einsetzen schnell mal herabfallen. Dabei kann die teure Batterie Schaden nehmen.

Motor und Sensorik

Die elektrische Antriebseinheit eines Pedelecs umfasst Motor, Akku und eine Steuereinheit mit Display am Lenker, außerdem Sensoren - etwa für Trittfrequenz, Drehmoment und Geschwindigkeit - sowie Kabel, die diese Teile verbinden. Für viele ist ein bestimmter Motor- oder Antriebshersteller eines der wichtigsten Kaufkriterien. Das Fahrverhalten entsteht im Zusammenspiel von Motor und restlichen Komponenten des Fahrrads. Grundsätzlich halten wir es für sinnvoll, sich für den Antrieb eines eher großen Anbieters zu entscheiden. Machen Sie die Auswahl nicht per se vom Motor abhängig, sondern fahren Sie - wenn möglich - verschiedene Antriebe Probe. Dabei zeigt sich auch, ob die Sensorik gut abgestimmt ist.

Es gibt verschiedene Motorpositionen:

  • Frontmotor: Ist mitunter an der Nabe des Vorderrads befestigt. Diese Motorvariante ist fast ausschließlich bei eher günstigen E-Bikes zu finden.
  • Hinterradantrieb: Ein Motor an der Hinterradnabe ist oft leise und bewirkt wenig Verschleiß an der Kette. Er kommt vor allem im Mountainbike-Bereich zum Einsatz.
  • Mittelmotor: Bei E-Bikes haben sich die Mittelmotoren als Standard-Ausstattung durchgesetzt. Er sorgt für einen tiefen Schwerpunkt, das Gewicht ist gleichmäßig verteilt.

Manche Antriebe helfen kraftvoller mit als andere. Das liegt wesentlich am Drehmoment des Motors. Tendenziell werden E-Bike-Motoren immer leistungsstärker. Tipp: Wenn Sie auf dem Fahrrad nicht ganz so fit oder lange nicht gefahren sind, wählen Sie einen moderaten Motor mit rund 50 Newtonmeter Drehmoment. Wenn Sie dagegen oft Anstiege mit dem Rad bewältigen möchten und fit sind, ist ein Motor mit mehr Power für Sie sinnvoll.

Je genauer Sensoren die Tretbewegungen der Radelnden erfassen, desto passender kann der Motor die Leistungsabgabe darauf abstimmen, sodass der Antrieb beispielsweise nicht abrupt „anschiebt“ oder nachläuft, wenn Radelnde nicht mehr mittreten. Die Displays zeigen je nach Hersteller verschiedene Parameter wie Geschwindigkeit, Restreichweite, zurückgelegte Strecke und Unterstützungsstufe an. Besonders hilfreich ist eine präzise Anzeige des Akkustands. Die Anzeige lässt sich per Touchscreen auf dem Bildschirm, mit Knöpfen am Display oder mit sogenannten Remote Controllern bedienen - das sind kleine separate Schalter am Lenker, die per Daumen betätigt werden. Immer häufiger wird auch das Smartphone als Steuerungselement und Display verwendet. Es kann per Bluetooth mit der Motor-/Antriebseinheit verbunden werden. Über Hersteller-Apps lassen sich so Änderungen - auch an der Leistungscharakteristik - vornehmen.

Bremsen und Schaltung

Bevor Sie sich auf die Suche nach einem passenden Pedelec machen oder in Beratungsgespräche stürzen, sollten Sie eine klare Vorstellung davon entwickeln, wie Sie Ihr E-Bike nutzen wollen. Verschiedene Brems- oder Schaltungsarten können sich zwar für eine Nutzungsart eignen, für eine andere aber weniger. Besonders wartungsarm sind Nabenschaltungen. Sie lassen sich im Stand schalten, sind bergauf aber etwas im Nachteil. Naben­schaltungen sind ein typisches Merkmal von City-E-Bikes. Eine Ketten­schaltung erlaubt oft einen dynamischeren Fahrstil, darum ist sie an sportlicheren Rädern wie Trekking- oder Mountainbikes beliebt. Nachteil: die Kette muss gepflegt werden. Tipp: Wenn Sie mit dem E-Bike sportlich und öfter mal bergauf unterwegs sein wollen, sollten Sie sich für eine Ketten­schaltung entscheiden.

Grundsätzlich sind hydraulische Scheibenbremsen für die schnellen und schweren Pedelecs eine sichere Wahl - bei ihnen sind in unseren vergangenen Tests nie Probleme aufgetreten. Bei mechanischen und hydraulischen Felgenbremsen ist das nicht garantiert. Tipp: Üben Sie ganz bewusst, zu bremsen. Und trainieren Sie auch Gefahrenbremsungen, damit Sie im Ernstfall nicht vorn über den Lenker fliegen.

Weitere wichtige Aspekte

  • Beleuchtung: Der Frontscheinwerfer sollte Wege hell, breit und gleichmäßig ausleuchten. Eine gute Kenn­größe dafür ist eine Beleuchtungs­stärke von mindestens 50 Lux. Mehr Sicherheit bringen Tagfahrlicht und außerdem eine Standlichtfunktion vorn und hinten.
  • Sattel: Der Sattel beeinflusst das wahrgenommene Fahrgefühl stark, lässt sich aber problemlos tauschen.
  • Gepäckmitnahme: Es gibt Pedelecs, bei denen das zulässige Gesamtgewicht nur bei rund 120 Kilogramm liegt. Ist geklärt, was das neue E-Bike können soll, kann die Suche nach einem geeigneten Händler beginnen.
  • Probefahrt: Egal, wie gut Sie sich informiert haben: Machen Sie unbedingt eine Probefahrt. Wenn möglich, mit verschiedenen Modellen, Antriebssystemen und auch Rahmenformen. Bringen Sie Ihr übliches Gepäck mit zur Probefahrt.

E-Bike Nabenschaltung: Vor- und Nachteile

Vorteile:

  • Wartungsarm
  • Einfache Bedienung
  • Weniger Fehleranfällig
  • Geschützte Schaltmechanik

Nachteile:

  • Weniger breites Schaltspektrum
  • Höheres Gewicht
  • Teurer in der Anschaffung
  • Reparatur nur beim Fachmann

Die richtige Schaltung für Ihren E-Bike-Motor

Die Wahl der richtigen Schaltung hängt stark vom Typ des E-Bike-Motors ab:

  • Mittelmotor: Hier wird die Kraft des Motors direkt auf das Hinterrad übertragen. Kettenschaltungen sind besonders in Mountainbikes mit großen Übersetzungen verbreitet, da Kette und Ritzel robust und für hohe Kräfte ausgelegt sind.
  • Hinterradmotor: Bei E-Bikes mit Hinterradmotor kommen vorwiegend Kettenschaltungen zum Einsatz. Eine Kettenschaltung mit bis zu 27 Gängen empfiehlt sich für eine bessere Anpassung an unterschiedliche Geländearten und Steigungen.
  • Vorderradmotor: Der Vorderradmotor bietet den Vorteil, dass er mit allen gängigen Schaltungsvarianten kompatibel ist. Dies umfasst sowohl Kettenschaltungen als auch Nabenschaltungen, die mit einer Rücktrittbremse oder einem Freilaufmechanismus ausgestattet sein können.

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