Trinity Elektroroller im Test: Modelle, Tests und Kaufberatung

Trinity hat sich seit 2014 dem Bau von Elektrorollern verschrieben, wobei die Produktion hauptsächlich in China stattfindet. Hier ist ein umfassender Überblick über verschiedene Modelle, Testergebnisse und wichtige Aspekte, die beim Kauf eines Trinity Elektrorollers zu beachten sind.

Neue Modelle und Updates

Trinity Jupiter GT

Trinity hat seinen Elektroroller Jupiter S gründlich überarbeitet und bringt ihn ab Ende Oktober als neues Modell, den Jupiter GT, auf den Markt. Der Hersteller verspricht dabei signifikante Verbesserungen: Der GT soll nicht nur sicherer und wirtschaftlicher sein, sondern vor allem mit einer deutlich erhöhten Reichweite überzeugen.

Dank eines größeren Akkupacks hat Trinity die Reichweite des Jupiter GT gegenüber dem Vorgängermodell von 200 auf 300 Kilometer steigern können. Der Naben-Elektromotor sei weiterentwickelt worden und nun von der Felge trennbar, was den Wechsel des Hinterreifens deutlich erleichtere. Zudem habe man das Cockpit überarbeitet, inklusive neuer Bedienelemente und einer verbesserten Anzeige, die zusätzliche Funktionen bietet, so der Hersteller.

Laut Trinity erreicht der GT mit seinen 23 PS nicht nur eine autobahntaugliche Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h, er sei darüber hinaus auch besonders handlich. Der GT könne außerdem mit einem TYP2-Ladekabel geordert werden, um ihn damit an öffentlichen Ladesäulen aufzuladen. Das könne während der Arbeit geschehen und sei zudem noch kostenlos.

Gegenüber einem Benzinroller soll der Jupiter GT auch mit deutlich geringeren Betriebskosten punkten. Bei 100 km Strecke würden lediglich 1,40 Euro Stromkosten anfallen; zusätzlich spare man auch Kosten bei der Wartung.

Der neue Jupiter GT soll ab Ende Oktober sowohl direkt beim Hersteller als auch über das Trinity-Händlernetz verfügbar sein und kostet mit ABS ab 7.799,-- Euro.

Trinity Jupiter S

Der Trinity Jupiter S ist der Nachfolger des Jupiter. Im Gegensatz zum Vorgänger soll er im Modelljahr 2022 alltagstauglicher, in den Ausmaßen etwas kürzer und um 36 Kilo leichter anrollen. 16 kW Spitzenleistung (21,7 PS) und 120 km/h machen ihn für Autobahnfahrten tauglich.

Ein überarbeitetes Batteriemanagement soll für eine optimierte Balancierung der Akku-Zellen sorgen und so die Reichweite und die Lebensdauer des Akkus erhöhen. Die Reichweite gibt der Hersteller mit 200 Kilometer an.

Trinity Uranus R

Der ebenfalls brandneue Trinity Uranus R ist zwar günstig (Grundpreis 3.999 Euro), dafür aber lediglich mit einem kleinen Akku ausgestattet. Erst mit dem zweiten Akku für 950 Euro wird die Reichweite alltagstauglich (92 km), im Reichweitentest kommt er mit knappem Vorsprung sogar am weitesten. Den günstigen Grundpreis merkt man dem Trinity an einigen Stellen jedoch an: Der LED-Scheinwerfer hat die schwächste Ausleuchtung, die Ladezeiten sind die längsten und dem unterdämpften Fahrwerk fehlt die Feinabstimmung. Für großgewachsene Fahrer ist zudem das Platzangebot zu klein.

Im Gegenzug gefällt der E-Roller im Vespa-Look mit einem geringen Fahrzeuggewicht, hoher Zuladung und dem niedrigsten Stromverbrauch.

Trinity Venus 2.0

Der E-Roller Trinity Venus 2.0 kommt im klassischen Rollerdesign ohne viel Schnickschnack, ist günstig und fährt sich butterweich. Wie Niu beim NGT setzt auch Trinity auf herausnehmbare Lithium-Ionen Akkus. Das ergibt Sinn, denn nicht jeder kann sein Fahrzeug in der eigenen Garage aufladen. Das Design erinnert stark an die ikonischen Vespa-Roller. Die Blinker sind in die Plastikverkleidung integriert, das sieht lässig aus und verringert die Gefahr einer Beschädigung.

Sehr gutmütig reagiert der Roller auf den Gaszug. Statt hektischer Ruckler wie beim Niu N, beschleunigt der Venus geradezu moderat. Trotzdem oder gerade deswegen macht das Fahren mit ihm Spaß. Das entspannte Fahrverhalten passt gut zum mediterranen Rollerdesign. Mit seinem Eigengewicht von nur 75 kg ist der Roller zudem handlich, enge Kurven und flotte Manöver gehen gut von der Hand. Ebenso gutmütig wie auf das Potentiometer reagiert der Trinity Venus auf die hydraulischen, rekuperativen Scheibenbremsen. Beide hinterlassen einen guten Eindruck und verzögern zuverlässig.

Das übersichtliche LC-Display zeigt Reichweite, aktuelle Fahrt, Geschwindigkeit und Batterieladestand - mehr nicht. Beim Start zeigt der Trinity Venus kurz die Gesamtkilometerleistung an. Dass das Display heftig spiegelt, ist hingegen sehr störend. Bei direkter Sonnenstrahlung ist die Geschwindigkeit kaum abzulesen.

Der Trinity Venus 2.0 gehört mit 2599 Euro in der Grundausstattung zu den günstigsten Rollern im Testfeld. Der Preis des Trinity Venus 2.0 ist angesichts des gelungenen Designs und der guten Fahreigenschaften erstaunlich gering.

ADAC Testurteil: Trinity Uranus R

Im ADAC Testurteil schneidet die Trinity Uranus mit dem Testergebnis 3.3 nicht so gut ab.

ADAC Testurteil Details

Testergebnis gesamt 3,3
Alltagstauglichkeit 3,2
Ergonomie 3,5
Antrieb 3,3
Fahreigenschaften 3,1
Preis in Euro 3999
Preis i. Euro f. Testfahrzeug 4949 (mit zweitem Akku)
Reichweite (km) 92 (mit zweitem Akku)

Weitere Trinity Modelle

Neben den bereits genannten Modellen bietet Trinity auch andere Elektroroller und Elektromotorräder an:

  • Trinity Romex: Im klassischeren Look mit verchromten Gepäckabladen.
  • Trinity Neptun R: Erinnert eher an ein Motorrad, mit höheren technischen Leistungen.
  • Trinity Jupiter: Ein E-Motorrad mit einer maximalen Geschwindigkeit von 120 km/h.
  • Trinity Panthera: Das neueste Modell von Trinity, ein Elektromotorrad in der 125er Klasse.

Kaufberatung für Trinity Elektroroller

Hier sind einige Tipps, die Sie vor dem Kauf eines Trinity Elektrorollers beachten sollten:

  • Probefahrt: Machen Sie unbedingt eine Probefahrt, um das Fahrgefühl und die Ergonomie des Rollers zu testen.
  • Akkutyp: Überprüfen Sie, ob der Akku fest verbaut oder herausnehmbar ist, je nachdem, wo Sie den Roller aufladen möchten.
  • Reichweite: Überlegen Sie, welche Fahrstrecken Sie tatsächlich zurücklegen müssen, um die passende Akkugröße zu wählen.
  • Förderungen: Informieren Sie sich über mögliche finanzielle Förderungen beim Kauf eines E-Rollers in Ihrer Stadt.
  • Wartung: Beachten Sie die Wartungs- und Stilllegungshinweise des Herstellers, um die Lebensdauer des Akkus zu verlängern.

Allgemeine Tipps für den Kauf von Elektrorollern

Wer sich für einen E-Roller interessiert, sollte vor dem Kauf unbedingt eine Probefahrt machen. Die Roller fallen unterschiedlich groß aus; wer lange Beine hat, behindert womöglich mit seinen Knien den Lenkeinschlag. Bei großen Rollern wiederum kommen kleinere Menschen nicht mit beiden Füßen auf den Boden.

Einige Roller sind nur im Internet bestellbar. Diese Scooter werden geliefert, die Endmontage (z.B. Montage der Spiegel) ist Sache des Kunden. Heißt: Eine Probefahrt ist hier nicht möglich. Servicepartner findet man oftmals nur in Großstädten.

Unbedingt überprüfen, wo der E-Roller aufgeladen werden kann: Modelle mit fest verbautem Akku lassen sich nur per Kabel an der Steckdose oder an Ladestationen aufladen. Dagegen können herausnehmbare Akkus bequem in der Wohnung Strom tanken und bieten so mehr Flexibilität.

Gut überlegen, welche Fahrstrecken tatsächlich anfallen: Wer mit der Reichweite in der Basisversion auskommt, kann auf Zusatzakkus verzichten und so eventuell viel Geld sparen.

Einige Städte bieten eine finanzielle Förderung beim Kauf eines E-Rollers an. Interessenten sollten sich vor dem Kauf bei ihrer Stadt informieren.

Man sollte die Wartungs- und Stilllegungshinweise der Hersteller befolgen, da der Akku bei mehrwöchiger Nichtnutzung (etwa über den Winter) und falscher Behandlung Schaden nehmen kann, was den Kauf eines teuren Ersatzakkus zur Folge haben kann. Bei einigen Herstellern erlöschen bei Nichteinhaltung zudem die Garantie bzw. Gewährleistung.

Hat der Roller eine eingetragene Höchstgeschwindigkeit von mindestens 60 km/h, darf man damit auch die Autobahn befahren. Allerdings sollte man dies nur in Ausnahmefällen machen, da die meisten Roller weniger als 90 km/h erreichen und man mit ihnen schnell zum Verkehrshindernis wird.

Tipp: Hier finden Sie mehr Informationen und Tests zum Thema Roller.

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