Motorrad Hauptuntersuchung (HU) bei TÜV, Dekra und Co.: Kosten und Ablauf

Egal ob Pkw, Wohnmobil oder Anhänger: Fahrzeuge müssen regelmäßig zur Hauptuntersuchung. Ist das Fahrzeug technisch in einem vorschriftsmäßigen Zustand, verkehrssicher und umweltverträglich? Diesen Fragen gehen TÜV, Dekra, GTÜ, KÜS oder andere amtlich anerkannte Prüforganisationen nach.

Alle zwei Jahre ist es so weit: Das Auto muss zur Hauptuntersuchung (HU), umgangssprachlich auch "TÜV" genannt. Dabei wird der Wagen auf etwaige Mängel untersucht und bekommt nach bestandener HU eine neue Prüfplakette. Auch die Abgasuntersuchung ist fester Bestandteil der HU.

Auch Motorräder, Trikes und Quads müssen alle zwei Jahre zur Haupt- und Abgasuntersuchung (HU/AUK). Unsere Sachverständigen prüfen dabei, ob alle sicherheitsrelevanten Bauteile und Systeme sowie die Abgas- und Lärmemissionen den gesetzmäßigen Vorschriften entsprechen.

Kosten der HU für Motorräder

Wer ein Motorrad besitzt, kommt mit rund 85 Euro deutlich günstiger weg. Einen Festpreis gibt es nicht, viel eher kommt es darauf an, bei welchem Prüfunternehmen und wo ihr euren Termin vereinbart habt. Wie viel die Prüfinstitute TÜV Nord, TÜV Süd und der TÜV Hessen für Hauptuntersuchung (HU) und Abgasuntersuchung (AU) beim Pkw und Kraftrad verlangen, haben wir euch in den folgenden Tabellen aufgeschlüsselt.

Bei Dekra und GTÜ erhaltet ihr den Preis lediglich auf Anfrage. Auch viele Werkstätten bieten die Untersuchungen an. Es kann sich also lohnen zum Vergleich bei euren lokalen Werkstätten und Prüfstellen anzurufen.

Je nach TÜV-Unternehmen und Bundesland zahlt ihr für euer Motorrad von 72 bis 88 Euro für Prüfungen und die neue Plakette.

Kostenübersicht für Krafträder (mit AU/ohne AU):

BundeslandTÜV NordTÜV Süd & Hessen
Baden-Württemberg87/62 Euro75,10/47,40 Euro
Bayern87/60 Euro75,10/47,40 Euro
Berlin87/61 Euro87/62 Euro
Brandenburg87/61 Euro87/62 Euro
Bremen75,90 Euro87/62 Euro
Hamburg88/61 Euro75,10/47,40 Euro
Hessen87/60 Euro75,20/47,40 Euro
Mecklenburg-Vorpommern88/61 Euro87/62 Euro
Niedersachsen75,90 Euro87/62 Euro
Nordrhein-Westfalen75,90 Euro87/62 Euro
Rheinland-Pfalz87/61 Euro87/62 Euro
Saarland87/61 Euro87/62 Euro
Sachsen86,50/61 Euro87/62 Euro
Sachsen-Anhalt88/61 Euro87/62 Euro
Schleswig-Holstein75,90 Euro87/62 Euro
Thüringen87/60 Euro87/60,50 Euro

Ablauf der HU beim Motorrad

Die Hauptuntersuchung Motorrad stellt sicher, dass keine verkehrsuntauglichen oder nicht vorschriftsmäßigen Fahrzeuge am Straßenverkehr teilnehmen. Früher hatte der TÜV das Monopol für diese Abnahme, daher ist die Rede vom „TÜV fällig“ geblieben. Heute dürfen auch DEKRA, GTÜ und KÜS diese Untersuchung durchführen.

Alle zwei Jahre ist die Motorrad Hauptuntersuchung vorgeschrieben - sogar neue Motorräder müssen im Gegensatz zu Autos schon nach zwei Jahren zur Prüfung. Am Monatsanfang herrscht oft mehr Betrieb, da viele das volle HU Motorrad Intervall von 24 Monaten der Prüfplakette nutzen wollen.

Unsere erfahrenen Motorrad-Sachverständigen führen nach einer Probefahrt eine sogenannte zerlegungs- und zerstörungsfreie Untersuchung an Ihrem Fahrzeug durch, bei der das Motorrad nicht auseinandergebaut wird. Nach erfolgreicher Prüfung erhalten Sie von uns die Plakette und einen detaillierten Bericht.

War Ihr Bike für längere Zeit stillgelegt, reicht der Fahrzeugbrief, die Zulassungsbescheinigung Teil I oder ein anderes Fahrzeugdokument zur gültigen HU (§ 29 StVZO) aus.

Die Abgasuntersuchung (AU)

Ist man an der Reihe, steht vor der Motorrad TÜV Prüfung zunächst die Abgasuntersuchung (AU) an. Die AU Motorrad ist seit einigen Jahren ein fester Bestandteil der TÜV Vorbereitung Motorrad, kann aber auch separat in zertifizierten Werkstätten durchgeführt werden. Den Schnorchel des Prüfinstruments im Auspuff, darf der jeweilige Grenzwert der Motorrad Abgasnorm, nach der das Bike zugelassen ist, nicht überschritten werden.

Die eigentliche HU-Prüfung

Jetzt beginnt die eigentliche Prüfung TÜV Motorrad. Zuerst führt der Sachverständige eine Motorrad TÜV Sichtprüfung durch. Wichtig: Die Fahrgestellnummer am Rahmen muss mit den Fahrzeugpapieren übereinstimmen - also den Fahrzeugschein / die Zulassungsbescheinigung Teil 1 unbedingt zur Motorradprüfung HU mitbringen. Alle Modifikationen sollten eingetragen oder durch Papiere (ABE) belegbar sein.

Es folgt die Prüfung des Fahrwerks zur HU, konkret ob Gabel und Federbein dicht sind und die Reifen den Vorgaben entsprechen: Die Reifengröße muss im Fahrzeugschein vermerkt und für das Modell freigegeben sein. Auch die Profiltiefe ist entscheidend - in Deutschland muss das Reifenprofil für die Motorrad HU mindestens 1,6 mm aufweisen - und der Reifen darf keine Risse oder andere Schäden haben.

Der TÜV kontrolliert alle Lichter am Motorrad. Auch müssen alle Kontrolllampen funktionieren, da häufig kleine Lichter wie Tachobeleuchtung und Kennzeichenbeleuchtung unauffällig ausfallen.

Die Lenkung muss leichtgängig sein und darf keine Rastpunkte haben - diese deuten auf ein verschlissenes Lenkkopflager hin.

Als Nächstes wird der Notaus- oder Kill-Schalter geprüft, und in diesem Zuge auch der Seitenständerschalter.

Der Bremsenbelag sollte zur HU vorn und hinten ausreichend Materialstärke aufweisen und die Bremsscheiben müssen frei von Rissen und Riefen sein. In den Ausgleichsbehältern sollte genug Bremsflüssigkeit vorhanden sein, die klar und hell ist. Im Gegensatz zum Pkw wird die Bremsfunktion beim Motorrad im Fahrversuch getestet.

Vorbereitung auf die HU

Wer ohne Sorgen zur Prüfstelle fahren möchte, kann die Motorrad HU Vorbereitung vorab in der Garage vornehmen und offensichtliche TÜV Motorrad Mängel beheben.

Um unnötige Kosten durch eine HU-Nachprüfung bei TÜV, Dekra, GTÜ und KÜS anlässlich der Hauptuntersuchung zu vermeiden, ist ein kurzer Fahrzeug-Check vor der Prüfung unbedingt zu empfehlen.

Durch die kompakte Bauweise des Motorrads lassen sich viele Schritte bei einer HU Vorabprüfung Motorrad bequem zu Hause durchführen - eine TÜV Motorrad Checkliste hilft beim TÜV Motorrad bestehen.

Was ist zu tun, wenn die HU nicht bestanden wird?

Sollte den Experten etwas auffallen, was keinesfalls so bleiben darf, dann werdet ihr ohne Plakette nach Hause geschickt. Das kann schon der Fall sein, wenn die Bremse schleift, die Reifen zu abgenutzt sind oder zu viel Spiel in der Lenkung ist. Anschließend habt ihr einen Monat lang Zeit, eine Werkstatt aufzusuchen und das Problem zu beheben. Dann müsst ihr mit eurem Wagen zur Nachprüfung.

Da euer Auto schon beim ersten Mal vom Prüfer ordentlich unter die Lupe genommen wurde, dauert die Überprüfung häufig nur wenige Minuten, da nur geschaut werden muss, ob ihr die Mängel behoben habt. Die Kosten halten sich mit rund 20 Euro (je nach Organisation und Bundesland) auch im Rahmen.

Falls ihr diese überschreitet, ist leider eine komplett neue HU fällig, für die ihr dann auch erneut den kompletten Preis zahlt.

Fristen und Konsequenzen bei Überziehung der HU

Neben dem Stempel im Fahrzeugschein gibt die TÜV-Plakette auf dem Kennzeichen Auskunft über die nächste Fälligkeit der HU. Die Farbe und Zahl in der Mitte geben Auskunft über das Jahr, die Zahl in der Senkrechten über den fälligen Monat. So ist selbst während der Fahrt zu erkennen, wann das Fahrzeug zum TÜV muss.

Es kann vorkommen, dass man die Motorradprüfung HU nicht pünktlich schafft. Kein Problem: In den ersten zwei Monaten hat das bei einer Polizeikontrolle oder bei der Prüfung selbst keine Konsequenzen. Danach erheben die Prüforganisationen einen Aufschlag von 20 % für eine vertiefte Hauptuntersuchung Motorrad.

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