In der Welt des MotoGP gibt es immer wieder Spekulationen und Analysen über mögliche Fahrerwechsel und Vertragsverhandlungen. Ein Name, der dabei häufig fällt, ist Valentino Rossi. Es gab Gerüchte, dass Rossi zu Yamaha wechseln könnte, was Honda möglicherweise bereuen würde.
Ein Artikel bei speedtv.com bestätigte dies. Zu lesen bei motogp.com: "Der Vertrag, der mir von Honda in Motegi angeboten wurde, war nicht gut genug, und ich habe ihn nicht unterschrieben. Mein Manager wird heute Abend mit einem neuen Vertrag ankommen, und wir werden sehen müssen. Ich weiß nicht, was die Leute sagen, weil ich die Zeitungen nicht lese, aber ich kann Ihnen sagen, dass ich noch für niemanden unterschrieben habe, das ist sicher."
Rossis mögliche Gründe für einen Wechsel
Es gab Spekulationen darüber, dass nicht das liebe Geld, sondern in erster Linie die Mentalität bei Honda ausschlaggebend für Rossis Entscheidung sein könnte. Des Weiteren gab es keine Garantie von Honda, dass Rossi der Fahrer sein wird, der die Entwicklungsrichtung der RCV auch in Zukunft bestimmt. Wenn das so stimmt, könnte HRC das noch bitter bereuen.
Laut einem spanischen Artikel, der mit Lycos ins Englische übersetzt wurde, setzte Honda Rossi während seines Aufenthalts in Motegi ein Ultimatum, einen Vertrag zu unterzeichnen und sich automatisch für Honda zu erneuern. Rossi erhielt jedoch einen Anruf seines Vertreters, Gibo Badioli, der ihm riet, den Vertrag nicht zu unterzeichnen, selbst wenn man ihm eine Pistole an den Kopf halten würde. Die Hauptursache, warum der viermalige Weltmeister diesen Weg gewählt hat, ist, dass er die despotische Behandlung durch HRC und die Angst vor Repressalien der Fabrik nicht mehr erträgt, sobald er die Erneuerung unterzeichnet hat.
Rossi war sich bewusst, dass er das Seil zu sehr gespannt hatte, und befürchtete, dass sich die Japaner rächen würden, indem sie dafür sorgten, dass irgendjemand von den fünf offiziellen Honda-Fahrern, die im nächsten Jahr auf der Strecke sein werden, gewinnen würde, um zu demonstrieren, dass das Verdienst seiner Siege im Potenzial seines Motorrads liegt, nicht im Fahrer.
Das Repsol-Dilemma
Für Repsol, das im August einen Vorvertrag mit Honda unterzeichnet hatte, ergab sich eine schwierige Situation. Die Bedingungen für die Bemalung ihrer Motorräder sind mit Rossi nicht die gleichen wie ohne ihn. Die Lösungen bestehen darin, diesen Vertrag neu zu verhandeln oder Carlos Checa auf das Motorrad zu setzen, das Rossi verlässt.
Rossis Sicht der Dinge
Auf die Frage nach seinen Plänen für die nächste Saison, die im Fahrerlager für viele Spekulationen gesorgt haben, antwortete Rossi: "Die erste Option, die ich immer bevorzugt habe, ist, bei Honda zu bleiben, obwohl wir einige Dinge ändern mussten. Es wird gesagt, dass ich vertraglich der Fahrer Nummer eins für die Fabrik sein will, aber das ist nicht der Punkt des Konflikts, weil ich das bereits bin. Was ich garantiert haben will, ist, dass ich das Gewicht der Entwicklung des Motorrads tragen werde. Derjenige zu sein, der jederzeit über die Richtung entscheiden kann, die eingeschlagen werden soll. Und das haben sie nicht erlaubt?"
Rossi erklärte weiter: "Das Schwierigste beim Abschluss eines Vertrags mit den Japanern ist, dass sie eine andere Mentalität haben. Geld ist nicht das Problem mit Honda. Neben dem Angebot von Yamaha hatte ich ein weiteres mit Ducati. Das Hauptmotiv für die Entscheidung ist das Motorrad, nicht Autos."
Mögliche Titelanwärter für die neue Saison
Mit den genannten Veränderungen könnten sich folgende Fahrer als Titelanwärter für die neue Saison herauskristallisieren:
- Gibernau, Biaggi und Barros auf Honda
- Rossi auf Yamaha
- Capirossi und Bayliss auf Ducati
- Edwards
Ducati's Fortschritte und Herausforderungen
Ducati hat beim MotoGP-Wintertest in Sepang mit drei Tagesbestzeiten überzeugt. Weltmeister Francesco Bagnaia fuhr mit 1:56.682 Minuten eine Fabelzeit. Im Werksteam und im Pramac-Team setzt man auf die brandneue Desmosedici GP24. Bagnaia und Bastianini äusserten sich überwiegend positiv über Motor und Verkleidung, während Martin noch Zweifel an der Verkleidung hatte.
Bagnaia sieht sich und das Ducati-Werksteam bei 80 Prozent und freut sich auf den Katar-Test. Als grössten Fortschritt im Vergleich zur GP23 nennt er die Bremsphase. Martin musste sich für ein Aero-Paket für die Saison 2024 entscheiden und hat sich für die 2024er-Aero entschieden, die mehr Abtrieb generiert. Bastianini sieht mit der GP24 noch Spielraum für Verbesserungen im Bereich der Motorbremse.
KTM's Philosophie und Herausforderungen
Stefan Pierer verteidigt das Konzept eines MotoGP-Bikes mit Stahl-Gitterrohrrahmen. KTM wird seine Philosophie nicht ändern und nicht wie Ducati vom Stahlrahmen auf den üblichen Alu-Rahmen wechseln. Pierer ist zuversichtlich, dass KTM früher oder später auch in der MotoGP dominieren wird.
Jorge Lorenzo's Situation bei Honda
Jorge Lorenzo muss sich mit Gerüchten herumschlagen, dass Honda seinen Vertrag vorzeitig auflösen könnte. Lorenzo weist die Vorwürfe zurück und betont, dass er von Honda kein Ultimatum bekommen hätte und allen Beteiligten klar ist, dass die Umstellung auf die RC213V sehr lange dauern wird.
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