Was genau ist der Unterschied zwischen einem Motorrad und einem Roller? Mofa, Moped, Mokick und Roller, jeder kennt sie aber was genau ist der Unterschied zwischen den Kleinkrafträdern? Für Eingeweihte ist dieser offensichtlich: Die Fahrzeuge unterscheiden sich hauptsächlich in ihrer Geschwindigkeit.
Definitionen und Unterschiede von Kleinkrafträdern
Kleinkrafträder sind besonders bei Jugendlichen sehr beliebt, da sie bereits ab 15 bzw. 16 Jahren mit einer entsprechenden Fahrerlaubnis (Klasse AM oder eine weiterführende Klasse) gefahren werden dürfen. Die früheren Führerscheinklassen M und 5 berechtigen ebenfalls zum Führen eines Kleinkraftrads. Zudem sind sie nicht Kfz-steuerpflichtig. Das bedeutet, Sie müssen Ihr Gefährt nicht erst bei der Zulassungsstelle oder über einen Zulassungsdienst anmelden. So gehören Roller, Mopeds und Mofas zu den Kleinkrafträdern, die sich von Leichtkrafträdern mit den genannten Leistungsbeschränkungen unterscheiden.
Mofa
Mofas sind Fahrräder mit Hilfsmotor, hier lässt sich aber nochmal zwischen Leichtmofas, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h und Mofas welche bis zu 25 km/h fahren können unterscheiden. Mofas werden auch als Motorfahrrad bezeichnet und werden mit Pedalen gestartet. Ein wichtiger Unterschied zu den anderen Kleinkrafträdern ist, dass Mofas durch ihre geringe Geschwindigkeit auch Fahrradwege benutzen dürfen. Auf einem Mofa darf außerdem keine zweite Person mitfahren, also nur der Fahrer, ohne Mitfahrer. Die Fahrerlaubnis, um ein Mofa fahren zu können kann man bereits mit 15 Jahren erwerben, mit dem Führerschein der Klasse AM. Ohne gültigen Führerschein ist das Führen eines Mofas ab 15 Jahren nach dem Erwerb einer Mofa-Prüfbescheinigung möglich. Die Prüfbescheinigung ist allerdings nicht erforderlich, wenn der Fahrer vor dem 1. Seit dem 1. Oktober 1985 müssen Mofafahrer einen Helm tragen.
Moped
Wie das Mofa hat das Moped Pedale, um den Motor zu starten, diese können aber auch als Antriebsunterstützung dienen, um den Motor zu unterstützen, falls es mal steil bergauf geht oder wenn der Motor mal ausfallen sollte. Außerdem kann mit den Pedalen auch gebremst werden. Sie dürfen in den meisten Ländern bereits im Alter von 15 Jahren gefahren werden, was die hohe Beliebtheit in dieser Altersgruppe erklärt. In der Regel erreichen sie eine maximale Höchstgeschwindigkeit von ca. 45 km/h und sind mit einem 50 ccm-Motor ausgestattet.
Mokick
Der optische Unterschied zu Mofas oder Mopeds ist, dass bei einem Mokick die Pedale fehlen, stattdessen ist das Kleinkraftrad mit Fußrastern ausgestattet. Zum Starten des Motors wird der Kickstarter mit dem Fuß betätigt, daher auch der Name Mokick. Zudem darf das 45 km/h schnelle Kleinkraftrad auch einen Beifahrer transportieren, sofern das Mokick mit einer Sitzfläche für zwei Personen ausgestattet ist. Auch hier muss der Fahrer mindestens 16 Jahre alt sein.
Motorroller
Ein Roller/ Motorroller, auch Scooter genannt, hat im Vergleich zu den anderen Kleinkrafträdern keine Pedale oder Fußraster, sondern ist mit einem Durchstieg ausgestattet, auf welchen die Füße abgestellt werden können. Die weiterentwickelte Form von Mofa, Moped oder Mokick ist also die modernste Form von Kleinkrafträdern. Mit dem passenden Führerschein dürfen Roller welche bis zu 45 km/h fahren auch ab 16 Jahren gefahren werden. Die meisten Roller erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h und einen maximalen Hubraum von 50 ccm. Der Rollerführerschein Klasse AM für Kleinkrafträder bis 50 ccm kann ab dem 15. Lebensjahr erworben werden.
In der Praxis gibt es jedoch noch einige weitere Unterschiede. Ein wichtiger Punkt ist, dass fast alle Motorroller eine Karosserie haben, die den Fahrer vor Wind schützt. Fast alle modernen Roller haben Variomatikgetriebe. Ein weiterer wichtiger Punkt, der den Motorroller von einem Motorrad unterscheidet, ist der Stauraum unter dem Sitz. Hier kann beispielsweise der Helm aufbewahrt werden. Bei diesen Unterscheidungskriterien ist jedoch anzumerken, dass die Trennlinie hier etwas unscharf ist.
Nach der offiziellen DIN-Norm gibt es nur einen Unterschied zwischen einem Motorrad und einem Roller: Im Gegensatz zum Motorrad verfügt der Motorroller über einen Durchstieg zwischen dem Sitz und der Frontkarosserie - mit einem Roller wird also ohne Knieschluss gefahren. Die größeren und leistungsstärkeren Motorroller-Modelle verfügen jedoch über einen verminderten Durchstieg, da sie aufgrund der hohen Geschwindigkeiten eine höhere Stabilität erfordern.
Die Karosserie eines Motorrollers bringt beim schlechtem Wetter viele Vorteile mit sich. Sie schützt den Fahrer deutlich besser vor Regen, Wind und Spritzwasser. Wer mit einem Motorroller unterwegs ist, braucht also nicht zu schalten, was das Fahren besonders komfortabel gestaltet.
Motorrad vs. Roller: Die Unterschiede
Ein weiterer wichtiger Punkt, der den Roller von einem Motorrad unterscheidet, ist der Führerschein. Roller mit einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 45 km/h und einem maximalen Hubraum von 50 cm³ dürfen schon mit einem Führerschein der Klasse AM gefahren werden. Hier beträgt das Mindestalter 16 Jahre. Wer einen Roller mit einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 25 km/h fahren will, muss mindestens 15 Jahre alt sein. Motorräder dürfen erst ab einem Führerschein der Klasse A1 gefahren werden. Es gibt jedoch auch Roller-Modelle, wie die 125er-Roller, die nur mit einem Führerschein der Klasse A1 gefahren werden dürfen.
Motorräder haben in der Regel eine höhere Leistung als Motorroller. Motorradfahrer stellen ihre Füße auf ein Fußrasten ab. Während Motorradfahrer in der Regel manuell schalten, besitzt der Motorroller ein Variomatikgetriebe.
Während Motorroller sich in der Regel perfekt für Kurzstrecken und Fahrten durch die Stadt eignen, sind Motorräder ideal für längere Touren und sportliches Fahren.
Der Motorroller punktet mit viel Stauraum unter dem Sitz. Hier können zum Beispiel ein Helm, eine Jacke oder sogar kleine Einkäufe verstaut werden - eine Möglichkeit, die man bei einem Motorrad nicht hat. Darüber hinaus haben Motorroller-Fahrer vor ihren Füßen Platz für eine Tasche. Viele Roller verfügen zudem über einen praktischen Haken zur Befestigung.
Sowohl das Motorrad als auch der Motorroller haben ihre Vor- und Nachteile. Ob man sich für ein für einen Roller oder doch lieber für ein Motorrad entscheidet, hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Der Motorroller eignet sich mit seiner automatischen Kupplung perfekt für Fahrten in städtischen Gebieten und seine Karosserie bringt bei schlechtem Wetter und Wind viele Vorteile mit sich. Motorräder eignen sich perfekt für längere Touren und sportliches Fahren, sie haben in der Regel eine höhere Leistung.
Leichtkrafträder
Als Leichtkraftrad werden Krafträder definiert, deren Hubraum zwischen 50 ccm und 125 ccm liegt. Sie erbringen eine Leistung von maximal 15 PS und dürfen mit der Führerscheinklasse A1 bzw. Somit liegen sie besonders bei Jugendlichen im Alter von 16 bis 18 Jahren im Trend, die noch zu jung für die Fahrerlaubnisklassen A2 bzw. A sind. Aber auch Führerscheinbesitzer, die ihre Pkw-Fahrerlaubnis vor dem 1. Seit dem 19. Januar 2013 dürfen Fahrer unter 18 mit dem Leichtkraftrad schneller als 80 km/h fahren - das Kraftrad muss folglich nicht mehr gedrosselt werden. Auch Leichtkrafträder bis 125 ccm sehen optisch häufig noch wie Roller aus - für sie gelten aber separate Bestimmungen.
Motorräder
Ein Motorrad ist ein ein- bis zweisitziges, einspuriges Fahrzeug. Leichtkrafträder und „richtige“ Motorräder werden anhand der Leistung und des Hubraums unterschieden: Das „richtige“ Motorrad ist weder leistungs- noch hubraumbeschränkt. Für Motorräder mit mehr als 50 ccm Hubraum bzw. 45 km/h ist ein Führerschein der Klasse A erforderlich. Das Mindestalter für die Fahrerlaubnisklasse A liegt bei 20 Jahren - ein zweijähriger Vorbesitz der Fahrerlaubnisklasse A2 ist allerdings Voraussetzung. Ab 24 Jahren ist ein Direkteinstieg in die Klasse A möglich. Wer den Motorradführerschein ab dem 18. Lebensjahr erwerben möchte, benötigt zunächst einen Führerschein der Klasse A2. Dieser berechtigt zum Fahren eines Motorrads mit einer maximalen Leistung von 48 PS bzw. Seit 2013 ist zusätzlich das Verhältnis von Leistung und Gewicht auf 0,2 kW/kg beschränkt.
Motorräder können extreme Geschwindigkeiten erreichen, können aber auch für lange Touren mit Gepäck konzipiert sein. Die Motorisierung liegt dabei zwischen kleineren dreistelligen bis hin zu vierstelligen Kubikzahlen. Auch die Modelle unterscheiden sich. Es gibt sportliche Motorräder oder gemütliche Cruiser, Motorräder mit zwei Rädern oder mit drei Rädern. Die Motorisierung liegt bei mindestens ~250ccm.
Diese Geschwindigkeit ist auch einer der Hauptgründe, weshalb Motorrad-Fahrer auf einen Schutz durch Kleidung wie Motorradjacke, Motorradhose, Motorradstiefel und Protektoren setzen.
Trikes
Ein Trike (von englisch „tricycle“, Dreirad) ist ein dreirädriges Kraftfahrzeug - eine Mischung aus Motorrad und Auto. Vorne gibt es nur einen Reifen und ein Rad, ähnlich einem Motorrad. Die Hinterachse ist zweirädrig. Der Lenker ähnelt meistens den Lenkern von Chopper-Motorrädern. Anders als bei normalen Krafträdern ist das Fahrverhalten von Trikes eher Pkw-ähnlich.
Innerhalb der EU gibt es seit dem 19.01.2013 eine Regelung für Trikes. Trikes mit zwei oder weniger Sitzen und einer Höchstgeschwindigkeit von max. 45 km/h, max. 50 ccm Hubraum und max. Trikes mit max. In Deutschland gibt es aber eine Sonderregelung, mit der alle Trikes weiterhin auch mit der Führerscheinklasse B gefahren werden dürfen. Führerscheine, die vor dem 19.01.2013 ausgestellt wurden genießen Bestandsschutz.
Trikes werden in zwei verschiedenen Varianten hergestellt, zum einem mit Kraftrad-ähnlichem Aufbau und zum anderen mit Pkw-ähnlichem Aufbau. Bei kraftradähnlichen Trikes ist die Sitzbank wie bei einem Kraftrad ausgeführt und es gibt separate Fußrasten für Fahrer und Beifahrer. Der Beifahrer benötigt zusätzlich Haltegriffe. Bei Pkw-ähnlichen Trikes gibt es zwei Varianten, einmal mit Aufbau ähnlich wie bei geschlossenen Pkws und einmal mit Aufbau ähnlich wie bei offenen Pkws. Bei beiden Varianten sind Sicherheitsgurte und passende Sitze notwendig. In der Regel sitzen die Personen hintereinander.
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