Unterschied zwischen Fahrradhelm und Skaterhelm

Viele Sportarten rücken die Sicherheit mehr und mehr in den Fokus. Gleiches ist auch bei den Skatern zu beobachten, obwohl es keine gesetzliche Helmpflicht gibt. Bei offiziellen Wettbewerben ist der Kopfschutz allerdings vorgeschrieben.

Der richtige Helm für den jeweiligen Einsatzzweck

Der entsprechende Helmtyp leitet sich aus deinem Einsatzbereich ab. So gibt es Unterschiede beim Thema Sicherheit, Schutz aber auch beim Thema Komfort. Hier findest du Erklärungen zu den verschiedenen Helmarten und kannst so den passenden Helm für dich finden.

Fahrradhelme

Gerade im Stadtverkehr oder bei der Fahrradtour am Wochenende ist das Tragen eines Fahrradhelms dringend empfohlen. Die Trekking- & Cityhelme, gerne auch Urban-Helme genannt, bieten Schutz bei einem schlichten und schicken Design. Sie zeichnen sich durch gute Einstellmöglichkeiten und cleveren Features wie Reflektoren oder Lichter aus.

Für Trail und Allmountain-Touren haben sich Halbschalenhelme bewährt, die für einen guten Kompromiss zwischen hohem Schutz und guter Belüftung sorgen. Diese sind gerade am Hinterkopf meist tiefer geschnitten um auch diesen zu schützen.

Für den Einsatz auf Downhill-Strecken oder im Bikepark ist ein vollumschließender Fullface-Helm gedacht. Sie bieten den meisten Schutz und durch den Kinnbügel ist zudem auch dein Gesicht und Kiefer geschützt. Generell ist die Helmschale oft robuster und sie sind auch besser gepolstert als Halbschalen-MTB-Helme.

Auf dem Rennrad zählt natürlich Geschwindigkeit. So sind Rennrad-Helme besonders leicht und haben eine aerodynamische Form um besonders windschnittig zu sein. Dabei sind sie mit einer optimalen Belüftung versehen, was dir hilft immer einen kühlen Kopf zu bewahren. Ihre Form sorgt bei der Kopfhaltung auf dem Rennrad für ein möglichst großes Sichtfeld.

Im Wesentlichen unterscheidet sich ein Fahrradhelm für Kinder nicht großartig von Fahrradhelmen für Erwachsene. Bei beiden soll der Helm die gleiche Funktion erfüllen, nämlich den Kopf vor Stößen im Falle eines Sturzes zu schützen. Allerdings gibt es natürlich ein paar Unterschiede. Kinder haben einen kleineren Kopf und benötigen dementsprechend einen Kinderhelm, der genau auf ihren Kopfumfang passt. Während das Design bei Kindern oft verspielt und farbenfroh ist, kommen Helme für die Großen eher in schlichten Farben daher.

Skate-Helme

Ein Skate-Helm ist dein unverzichtbarer Schutz beim Skateboarden und weit mehr als ein modisches Accessoire. Er hilft deinen Kopf bei Stürzen zu schützen und verhindert in vielen Fällen schwere Verletzungen wie Gehirnerschütterungen oder Traumata. Anders als andere Helme die du auf den Straßen siehst, etwa bei Fahrradfahrern, bietet er eine robuste Konstruktion und spezifische Eigenschaften, die den besonderen Anforderungen des Skateboardens gerecht werden. Wichtig ist auch die Passform: Mit einem gut sitzenden Helm kannst du dich sicherer fühlen und unbeschwert dein Skateboard-Erlebnis genießen. Die richtige Passform des Helms ist entscheidend, da sie sicherstellt, dass er beim Skaten stabil bleibt und optimalen Schutz bietet.

Skate-Helme müssen strengen Sicherheitsstandards entsprechen, um eine hohe Schutzwirkung zu gewährleisten. Beispielsweise definieren die ASTM F1492 in den USA und die CE EN 1078 in Europa klare Richtlinien, die sicherstellen, dass Helme spezifische Aufpralltests bestehen und bestimmte Konstruktionskriterien erfüllen müssen. Die Einhaltung dieser Normen ist sehr wichtig um sicherzustellen, dass ein Helm im Fall eines Sturzes zuverlässig schützt und die Sicherheit des Skaters gewährleistet ist.

Konstruktionsarten von Skate-Helmen: Hardshell vs. In-Mold

Bei der Suche nach einem neuen Skate Helm spielen unterschiedliche Konstruktionsmethoden eine wichtige Rolle. Zwei der häufigsten Typen sind Hardshell und In-Mold.

Hardshell-Konstruktion

Skate Helme mit Hardshell-Konstruktion bestehen aus einer robusten äußeren Schale aus ABS-Kunststoff oder Polykarbonat. Diese Schale bietet ausgezeichneten Schutz vor Stößen und Aufprällen. Unter der harten Schale befindet sich ein dämpfendes Futter aus EPS-Schaum (expandiertes Polystyrol), das zusätzlichen Schutz bietet. Hardshell-Helme zeichnen sich durch ihre Langlebigkeit und ihre Fähigkeit aus, mehrere Stöße zu absorbieren.

In-Mold-Konstruktion

Im Gegensatz dazu werden In-Mold-Helme durch das Einspritzen von Polystyrol direkt in die dünnere, äußere Schale aus Polycarbonat hergestellt. Dieser Prozess führt zu einem leichteren Skate Helm, der dennoch hervorragende Stoßdämpfungseigenschaften bietet. In-Mold-Helme sind oft leichter und belüfteter als ihre Hardshell-Varianten. Die Wahl zwischen Hardshell und In-Mold hängt von den individuellen Vorlieben und den spezifischen Anforderungen des Skaters ab.

Kinderhelme für Skateboarding bieten jungen Skatern die Sicherheit, die sie brauchen. Sie zeichnen sich durch eine optimierte Passform aus, die jungen und damit kleineren Köpfen gerecht wird, sowie durch zusätzliche Sicherheitsmerkmale wie verstärkte Polsterung und eine besonders robuste Konstruktion. Diese Helme sind leichter als Erwachsenenhelme und bieten dennoch den erforderlichen Schutz für Kinder, die sich beim Skateboarden bewegen. Eltern sollten darauf achten, dass der Helm richtig sitzt und regelmäßig überprüfen, ob er noch gut passt, da Kinder schnell wachsen.

Aus technischer Sicht gibt es keine Unterschiede zwischen einem Skate-Helm für Damen und einem Skate-Helm für Herren, entsprechend haben wir auch bei uns lediglich eine Erwachsenen-Kategorie am Start. Ein Skate-Helm kombiniert wie bei den Kids Stil mit Sicherheit, indem er speziell auf die anatomischen Besonderheiten des menschlichen Kopfes abgestimmt ist und dabei immer noch jede Menge Anpassungsmöglichkeiten bietet. Diese Helme bieten nicht nur den erforderlichen Schutz beim Skateboarden, sondern zeichnen sich auch durch eine passgenaue und komfortable Passform aus. Die Auswahl reicht von eleganten gedeckten Designs bis hin zu lebendigen Farben, die den persönlichen Stil unterstreichen. Alle Skate-Helme aus unserem Angebot sind mit robusten Materialien und modernen Sicherheitstechnologien ausgestattet, um den Kopf bei Stürzen wirksam zu schützen.

TSG ist bekannt für seine breite Palette hochwertiger Skate-Helme, die durch ihre robuste Bauweise, innovativen Designs und zuverlässigen Schutz überzeugen. Die Marke genießt das Vertrauen von Skateboardern aller Altersgruppen und vereint Stil mit hoher Sicherheit. Mit einem Skate-Helm von TSG können Skater sicher sein, dass ihr Kopf richtig geschützt ist, während der Helm ihren persönlichen Stil ausdrückt.

Den richtigen Helm finden

Um deine Helmgröße herauszufinden, miss zunächst deinen Kopfumfang mit einem flexiblen Maßband. Platziere das Band etwa einen Zentimeter über deinen Augenbrauen und Ohren. Vergleiche dann diesen Wert mit der Größentabelle des Helmherstellers. Jeder Hersteller bietet eine individuelle Tabelle an, die dir sagt, welche Größe für deinen Kopfumfang am besten geeignet ist. Wenn möglich, probiere den Helm an, um sicherzustellen, dass er gut sitzt und bequem ist, ohne zu locker oder zu eng zu sein.

Hauptunterschiede

Der Hauptunterschied zwischen einem Fahrradhelm und einem Skaterhelm, oft auch als Skate-Helm bezeichnet, liegt hauptsächlich in ihrem Design und ihrer Schutzfunktion. Fahrradhelme sind in der Regel leicht, aerodynamisch geformt und verfügen über mehrere Belüftungsschlitze, um den Luftstrom beim Radfahren zu unterstützen. Im Gegensatz dazu sind Skate Helme robuster gebaut, um den ganzen Kopf zu schützen. Sie sind oft schwerer und haben weniger Belüftungsschlitze, da Geschwindigkeit und Luftwiderstand bei Skaterinnen und Skatern weniger relevant sind. Beide Helmarten erfüllen wichtige Sicherheitsstandards, doch sie sind für unterschiedliche Aktivitäten konzipiert. Der Fahrradhelm ist perfekt für hohe Geschwindigkeiten beim Radfahren auf der Straße, während der Skaterhelm bei Aktivitäten wie Skateboarden, Inline-Skaten oder bei Tricks auf der Halfpipe bessere Dienste leistet.

Grundsätzlich spielen bei der Frage, ob Sie einen Skaterhelm als Fahrradhelm nutzen können, verschiedene Faktoren eine Rolle. Beide Helmarten sind konzipiert, um bei eventuellen Stürzen den Kopf zu schützen. Allerdings gibt es Unterschiede in ihrer Bauart und Absicherung, die du beachten solltest. Ein Skaterhelm, auch als Skate-Helm bekannt, bietet oft einen größeren Schutzbereich und umfasst auch den Hinterkopf. Dies ist besonders vorteilhaft beim Skaten, wo Stürze unterschiedlichster Natur auftreten. Fahrradhelme sind meist leichter, aerodynamischer geformt und bieten eine bessere Belüftung. Dazu sind sie genau auf die Art von Stürzen ausgelegt, die beim Fahrradfahren auftreten. Sie erfüllen spezifische Sicherheitsstandards wie die DIN EN 1078 Norm, die bei Skate-Helmen nicht immer gegeben ist. Letztendlich sollte die Entscheidung für einen Helm auf der Art der Aktivität basieren. Am besten wählst du einen Helm, der speziell für die Aktivität konzipiert wurde, die du ausführen möchtest.

Worauf du beim Kauf achten solltest

Wenn du mit dem Skaten beginnst, ist einer der ersten und wichtigsten Schritte der Kauf eines geeigneten Skate-Helms. Dein Helm ist dein bester Freund, wenn es um Sicherheit geht, und daher ist es unerlässlich, einen Skate Helm zu wählen, der perfekt passt und gut schützt. Achte beim Kauf eines Skate-Helms darauf, dass dieser den aktuellen Sicherheitsnormen entspricht und eine anerkannte Zertifizierung trägt, um den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten. Prüfe unbedingt auch die Passform. Schließlich spielt auch die Haltbarkeit eine Rolle. Ein hochwertiger Skate Helm sollte robust genug sein, um dich vor starken Stößen und Stürzen zu schützen.

Vergesse dabei nicht, auch einen Blick auf das Design und den Stil des Helms zu werfen. Es gibt viele verschiedene Designs, Farben und Muster, sodass du einen Helm findest, der zu deiner Persönlichkeit und deinem Stil passt. Beim Inline-Skating ist Sicherheit äußerst wichtig und ein qualitativ hochwertiger Helm sollte dabei nicht fehlen. Ein geeigneter Helm für Inline-Skating sollte aus robustem Material hergestellt sein, um optimalen Schutz zu gewährleisten. Der Helm muss außerdem gut sitzen und darf weder zu eng noch zu locker sein. Es wird empfohlen, vor dem Kauf einen genauen Kopfumfang zu ermitteln, um die perfekte Größe zu finden.

Wenn du an Wettkämpfen teilnimmst, sind möglicherweise spezifische Helmtypen erforderlich. Ein sogenannter Full Face-Helm bietet beispielsweise einen zusätzlichen Gesichtsschutz. Dein richtiger Inline-Skate-Helm sollte zudem über ein ansprechendes Design verfügen, damit du dich bei allen Aktivitäten wohlfühlst. Mit einer breiten Palette von Farben und Stilen ist sicherlich für jeden Geschmack etwas dabei.

Protektorensets bieten eine umfassende Lösung für Skater, die sich von den Ellenbogen bis zu den Knien schützen müssen. Diese Sets enthalten jeweils zwei Ellbogenschützer und zwei Knieschützer, die aufeinander abgestimmt sind und einen einheitlichen Schutz bieten. Der Vorteil eines Sets ist, dass alle Teile perfekt zusammenpassen und du dir keine Gedanken über die Kompatibilität einzelner Schoner machen musst. Für Kinder ist der Schutz beim Skaten besonders wichtig, da sie oft unvorsichtiger sind und häufiger stürzen. Kinderprotektoren sind speziell auf die Bedürfnisse der Kleinen abgestimmt und bieten einen hohen Tragekomfort sowie maximale Sicherheit. Sie müssen leicht, gut belüftet und einfach anzulegen sein.

Normen und Prüfsiegel

Ob Discounter-Helm oder High-End-Produkt - alle Fahrradhelme, die in der EU und in der Schweiz verkauft werden, müssen sich einem Testverfahren inklusive Crashtest unterziehen. Wird dieser makellos bestanden, erhält der Fahrradhelm die Norm DIN EN1080 (CE). Zusätzlich sind viele Modelle mit dem Zeichen für "geprüfte" Sicherheit (GS) versehen.

In EU-weiten Testverfahren nach der DIN EN 1078 (CE) muss der Helm einen Test bestehen, bei dem er unter anderem mit einem Prüfkopf einmal auf einen flachen und einen schrägen Sockel fällt, der eine Bordsteinkante imitiert. Dabei darf der Prüfkopf beim Aufprall nicht das 250-fache der Erdbeschleunigung überschreiten. Sehr gute Rad-Helme weisen eine so gute Dämpfung auf, dass sie auch bei einem Aufprall mit „nur“ rund 20km/h den Wert von 82G (82-fache Erdbeschleunigung) nicht überschreiten.

Sicherheitsaspekte

Wer jetzt denkt, dass solche Stürze einem nie passieren würden, irrt. Über 70 Prozent der meisten schwer verletzten Radfahrer tragen Kopfverletzungen davon. Vier von fünf hätten durch das Tragen eines Helms verhindert werden können. Auch wer stets langsam und nur kurze Strecken fährt, profitiert von der erhöhten Sicherheit am Kopf. Denn oftmals resultieren Fahrradunfälle durch Zusammenstöße, Eigenverschulden sowie das Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer.

Ein ewiges Leben hat jedoch bei allen noch sicheren Prüfverfahren kein Fahrradhelm. Du solltest ihn nach circa fünf bis sechs Jahren austauschen. Beobachtest du Verschleißerscheinungen, Risse oder hattest du sogar einen Sturz mit deinem Helm, ist er sofort gegen einen neuen zu ersetzen. Einige Hersteller bieten sogar einen Rabatt nach einem Unfall sowie ein Crash Replacement an. So kann ein neuer Helm der gleichen Marke teilweise bis zu 50 Prozent günstiger erworben werden.

Ganz neu auf dem Markt sind Fahrradhelme mit MIPS (Multi-directional impact protection system). Diese verfügen über eine schwimmend verarbeitete Innenschale, die sich mit der Rotationsbewegung deines Kopfes bei einem schrägen Aufprall etwa 15 mm verschiebt und so einen Teil der Beschleunigungsenergie abbauen kann. Ob dieses System wirklich noch mehr Sicherheit bieten kann, wird derzeit in der Fachwelt noch diskutiert. Wichtiger ist es, sich an Testergebnissen und den eigenen Bedürfnissen an einen Helm zu orientieren.

ADAC Fahrradhelmtest 2020

Der ADAC hat zehn BMX-, Skate- oder Inline-Helme für Jugendliche und Junggebliebene auf Sicherheit, Komfort, Handhabung und Schadstoffgehalt getestet. Das Ergebnis: Coole und sichere Helme müssen nicht teuer sein. Wenn schon ein Fahrradhelm, dann muss er auch "cool" aussehen. Deshalb stehen so genannte BMX-, Skate- oder Inline-Helme bei Jugendlichen und junggebliebenen Radfahrern aktuell hoch im Kurs. Typisch für diese Art der Helme ist die geschlossene abgerundete Form mit wenigen Belüftungsöffnungen. Aber wurde hier das Design vor die Funktion gestellt?

Der ADAC Fahrradhelmtest 2020 zeigt, was außer einem guten Design noch in der neuen Generation der Helme steckt. Die weitaus häufigste lebensbedrohliche Verletzungsart bei Fahrradunfällen sind übrigens Kopfverletzungen. Die Sicherheit, also das Dämpfungsverhalten beim Sturz, ist das wichtigste Qualitätskriterium eines Fahrradhelmes.

Testergebnisse

Hersteller/ModellPreis in EuroADAC UrteilHandhabung/KomfortUnfallschutzHitzebeständigkeitSchadstoffe
Uvex hlmt 4 cc59,992,31,82,81,51,0
Prophete Artikel Nr. 042424,492,42,62,51,51,0
Giro Quarter FS41,242,52,52,71,51,0
Nutcase Street Gen376,822,62,43,01,51,0
Alpina Airtime59,962,72,23,22,01,0
Abus Scraper 3.049,102,82,82,92,11,0
Btwin Teen 52019,992,82,63,12,51,0
KED 5forty46,482,82,63,12,51,0
Bell Local45,452,92,63,22,21,0
Fischer Modell-Nr.

Der Helm wurde im so genannten Inmold-Verfahren hergestellt. Dabei wird die Außenschale und der Hartschaum miteinander verschweißt. Das Ergebnis ist eine vollständige Verbindung und sehr stabile Helmstruktur. Inmold-Helme sind in der Regel leichter als normale Hartschalenhelme. Das hat sich auch im Test bestätigt: Mit nur 279 Gramm ist der Uvex hlmt 4 cc satte 190 Gramm leichter als der schwerste Helm im Test.

Dass gute Helme nicht teuer sein müssen, zeigt der Zweitplatzierte. Der Helm Prophete kostet etwas über 20 Euro und gehört im Test zu den günstigeren Helmen. Das Modell mit der Artikel-Nr. 0424 erzielt bei den Stoßdämpfungseigenschaften sogar das beste Ergebnis. Ausschlaggebend dafür ist vermutlich die Tatsache, dass bei fast allen Stoßversuchen viel Energie durch das Bersten der ABS-Außenschale beim Aufprall abgebaut wurde.

Der billigste Helm im Test ist der BTwin Teen 520. Ihn bekommt man schon für unter 20 Euro. Zwar weist dieser Helm auch eine befriedigende Schutzwirkung auf, aber dafür zeigt er in anderer Hinsicht einige Schwächen. So gibt es zum einen keine Möglichkeit die Gurte an den Ohren zu verstellen und das Schloss am Kinn hat kein Polster. Auch negativ: Bei der Prüfung der Hitzebeständigkeit kam es zu starker Geruchsentwicklung.

Bronze geht an den Helm Giro Quarter FS: Ein bequemer und angenehm zu tragender Helm. Mühelos verstellbare Gurtbänder erleichtern die Handhabung. Schwächen zeigt der Helm beim schwer zugänglichen Einstellrad der Größenanpassung.

Bei fast allen Helmen gibt es vor allem Verbesserungspotenzial bei der Erkennbarkeit im Dunkeln. Zumindest eine geringe Reflexion im Dunkeln bietet der Viertplatzierte, das Modell Street Gen3 von Nutcase. Dafür ist der Helm mit 469 Gramm leider der schwerste und mit über 70 Euro auch der teuerste im Test.

Testverlierer ist der BMX-Helm der Firma Fischer. Die Beklebung der Außenschale zeigt bei Wärmeeinwirkung starke Veränderungen: Die Enden der Folie rollen sich so ungünstig hoch, dass eine weitere Verwendung nicht mehr empfehlenswert ist. Auch ungünstig: Die seitliche Gurtverstellung kann leicht verrutschen, was den richtigen Sitz des Helmes negativ beeinflussen kann.

In der Bedienungsanleitung als auch im Inneren des Helmes muss eine eindeutige Abbildung zum richtigen Einstellen des Helmes vorhanden sein.

Tipps für den Verbraucher

  • Ein Helm muss gefallen, aber auch passen. Daher sollte unbedingt vor dem Kauf der Helm anprobiert werden. Hierbei muss der Helm gleichmäßig straff und angenehm sitzen, darf aber nicht drücken oder einschneiden. Im Fachhandel können dazu Hilfestellungen eingeholt werden.
  • Wichtig: Tauschen Sie den Helm nach einem Sturz unbedingt aus, auch wenn keine äußeren Schäden sichtbar sind. Entstandene innere Schäden können eine Schutzwirkung bei einem nachfolgenden Sturz deutlich verringern.
  • Wählen Sie möglichst helle und auffällige Farben des Helmdekors. Bestenfalls ist der Helm auch mit einem LED-Licht ausgestattet.

Die ADAC Unfallforschung belegt, dass ein Helm beim Sturz effektiv vor vielen Kopfverletzungen schützen kann. Auch der schlechteste Helm im Test kann im Ernstfall Leben retten, wenn er richtig getragen wird. Daher gilt: Immer mit Helm radeln und diesen auch richtig aufsetzen!

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