Smarte Fahrradhelme im Test: Sicherheit und Konnektivität vereint

„Naja, ich fahre ja vorsichtig.“, oder „Wenn ich allein unterwegs bin, gebe ich so oder so NIE Vollgas.“, das sind Aussagen die jede/r Biker/in schon gehört oder vor dem besorgten Partner oder den eigenen Eltern gemacht hat. Doch genauso bewusst ist jedem von uns, wie schnell es mal schief gehen kann. Ein rutschiges Wurzelfeld, ein querliegender Baum oder sogar nur ein Bordstein oder rutschige Blätter auf dem Heimweg von der Arbeit. Von Szenarien wie Unfall mit Fahrerflucht mal ganz abgesehen. Jedem kann mal etwas zustoßen.

Wichtig ist dann: Hilfe wenn man selbst keine mehr rufen kann. Aber jeder weiß wie schnell es gehen kann und man mal etwas übersieht. Zack liegt man da…und kann im schlimmsten Fall nicht mal Hilfe rufen.

Uvex Tocsen: Smarter Sturzsensor für mehr Sicherheit

Vor gut einem Monat habe ich den Uvex Tocsen, zum Testen bekommen. Davor hatte ich mir nie wirklich Gedanken gemacht, was wäre wenn ich jetzt stürzen würde und im Wald liege. Der Tocsen ist ein Smarter Sturzsensor, der bei einen möglichen Unfall automatisch Hilfe ruft und deine Notfallkontakte informiert.

Der Tocsen funktioniert über eine APP auf dem Smartphone (IOS/Android). Jeder der die App benutzt, meldet sich in der Community an und wird dort dann als „Held“ bezeichnet, der ggf. In der App sieht man, welche „Helden“ sich in der Nähe befinden. In die Community kann jeder mit der APP eintreten auch ohne solch ein Sturzsensor zu besitzen. Kommt es zu einen Sturz, fragt der Sensor und App akustisch bei dir nach ob alles okay ist. Gibt es keine Reaktion von dir werden die „Helden“ in der Nähe und natürlich dein Notfallkontakt alarmiert.

Ich packte den Tocsen direkt aus und befestigte ihn an meinen Uvex Helm. Für diejenigen die noch keinen Helm haben und auch über den Tocsen nachdenken, gibt es den auch direkt in einigen Uvex Helmen integriert. Ansonsten kann man den Tocsen auf jeden beliebigen Fahrradhelm kleben. Einmal angebracht sitzt dieser dann bomben fest. Da braucht man keine Angst haben dass man ihn verliert.

Obwohl der Tocsen theoretisch an den nächsten Helm mit übernommen werden könnte, liefert Tocsen leider nur ein Klebepad mit. Tocsen auspacken…aufkleben…und fertig! Die erste Frage die ich mir stellte war, warum doppelseitiges Klebeband und nicht Klett? Dann könnte man den Tocsen easy zwischen verschiedenen Helmen tauschen. Die Antwort hierzu ist ganz logisch: Der Tocsen muss wackelfrei mit den Helm verbunden sein, um die Erschütterungen korrekt zu realisieren.

Wer dennoch zwischen Helmen wechseln möchte montiert also am besten einen zusätzlichen Tocsen an dem anderen Helm. Ist der Tocsen erstmal aufgeklebt fällt er auf dem Helm kaum auf und es kann losgehen. Nun gut, erstmal habe ich den Tocsen per USB-Kabel geladen und danach mit dem Handy via Bluetooth verbunden. Erst stand ein Update an, welches automatisch startete. Danach ging es an eine Step by Step Einrichtung, bei der man durch die App geführt wurde. Dieses war selbsterklärend und man musste nicht wirklich was beachten. Nach dem Einrichten ging es gleich aufs Bike!

Hierfür muss man die App starten bevor die Tour losgeht. Während mancher Pausen schaute ich nach, ob sich „Helden“ in der Nähe befinden, um ein Gefühl zu bekommen, wie stark diese Community ist. Es waren immer zwischen zwei und zehn „Helden“ von der Community in der Nähe welche im Notfall benachrichtigt werden. Getestet hatte ich bisher im Taunus vom Winterstein bis Feldberg.

Was mir auffiel war, dass mein Tocsen auf der Tour zweimal die Verbindung zum Handy verlor, ich fand später heraus dass mein Handy einen zu geringen Akkustand hatte. Ich kann mir den Verbindungsverlust zum Handy nur damit erklären, dass das Handy in einen Stand-by-Modus gewechselt ist und dadurch die Verbindung weg war. Also immer drauf achten, dass euer Akku gut geladen ist. Immer wenn der Akku gut geladen war, gab es keine Verbindungsprobleme - auch auf längeren Touren nicht.

Man stürzt ja auch für einen Test nicht mit Absicht, aber auf einer Fahrt ging ich sogar wirklich über den Lenker und fiel hin. Ich wunderte mich im Nachhinein, dass der Tocsen sich nicht meldete - keine Alarmierung oder Ähnliches. So schnell kanns gehen…gut wenn man den Tocsen am Helm hat! Das finde ich gut. So gibt es keinen überflüssigen Alarm. Bei vergleichbaren Geräten habe ich die Alarmierung genau aus diesem Grund ausgeschaltet, da es auch ohne Notfall schon mal auslöste. Selbst bei einem simuliertem Sturz auf dem Sofa, konnte ich den Tocsen nicht absichtlich zum auslösen bringen.

Ich habe den Tocsen nun einen Monat am Helm und der Akku ist auf 50%, somit muss man den Tocsen eher selten laden. In der App wird einem der Akkustand immer angezeigt. Wer hoch fliegt kann tief fallen - Der Tocsen holt dann Hilfe!

Smarte Fahrradhelme im Vergleich

Nicht nur Fahrräder werden immer smarter, auch die Fahrradhelme sorgen mit nützlichen Features wie Beleuchtung und integrierten Blinkern für mehr Sicherheit. Die Auswahl an Fahrradhelmen ist mittlerweile so groß, dass es kaum mehr Argumente gegen einen gibt. Für jeden Geschmack und jede Kopfform findet sich ein Modell.

So kann - neben der Kernkompetenz Sicherheit - größerer Wert auf weitere Features wie Beleuchtung oder smarte Funktionen wie Telefonie gelegt werden. Was die passive Sicherheit angeht, können Sie mittlerweile bedenkenlos bei den Modellen der bekannten deutschen Hersteller, aber auch bei CE-geprüften Discounter-Produkten zugreifen. Durch eine integrierte Beleuchtung wird die Sicherheit stark erhöht. Doch damit sich das zusätzlich auftretende Gewicht auch lohnt, müssen die Lampen von allen Seiten gut sichtbar sein, dürfen nicht eventuell von einer Kapuze verdeckt werden und sollten sich einfach ein- und ausschalten lassen.

Smarthelme im Test

In der ersten Gruppe der Smarthelme konkurrieren Modelle von Livall, Lumos und Sena um die Gunst der Radler. Das bisher noch sehr übersichtliche Segment wird von den Herstellern recht unterschiedlich interpretiert. So bietet der eine ein individuell einstellbares rückwärtiges Display, während die anderen Kommunikation in den Vordergrund stellen.

Livall BH51M Neo

Egal ob Pendler oder Sportler, Livall hat Smarthelme für alle Anwender im Sortiment. Der BH51M Neo ist Livalls Topmodell, das sich an Pendler richtet. Mit 486 Gramm ist er kein Leichtgewicht, fällt beim Tragen aber auch nicht unangenehm auf. Die Passform ist indes Geschmackssache, einigen könnte der BH51M Neo etwas zu breit sein. Der Helm ist ein schönes Beispiel dafür, dass die Smartfunktionen von Newcomern wie Livall ausgereift sind: Die Bluetooth-Verbindung steht sofort, die Bedieneinheit am Lenker verbindet sich klaglos, und die Musik aus dem Headset schallt klar und deutlich heraus.

Exemplarisch zeigt der BH51M Neo auch, dass Livall noch nicht mit den Helmspezialisten mithalten kann, wenn es um Tragekomfort, Einstellbarkeit und fahrradspezifische Ausstattung geht. Hier sind heimische Spezialisten wie Uvex, Alpina oder Ked dem China-Produkt noch überlegen.

Testergebnisse:
Gesamtnote:gut (16,5 von 25 Punkten)
Smart-Funktionen:4/5 Punkte
Beleuchtung:4,5/5 Punkte
Helm-Ausstattung:0,5/5 Punkte
Gewicht:3/5 Punkte
Design:4,5/5 Punkte
Preis:170 Euro

Lumos Matrix

Dass die Lumos-Helme als einzige im Apple-Store vertrieben werden, verrät schon, wer die Zielgruppe dieser smarten Kopfschützer ist: die digitale Avantgarde. Der Lumos, für den es natürlich nicht nur eine iOS-, sondern auch eine Android-App gibt, passt optisch perfekt zu den mobilen Endgeräten und bedient die Bedürfnisse der Digital Natives nach blinkender Aufmerksamkeit, progressivem Bike-Lifestyle und spielerischen Gadgets gleichermaßen.

Highlight: Auf dem Matrix-Display können eigene Botschaften oder eine Vielzahl von hippen Animationen abgespielt werden. Und das heißt nicht, dass der Lumos ein schlechter Helm ist, das Mega-Display und die integrierten Frontscheinwerfer treiben allerdings das Gewicht (603 Gramm) nach oben. Den Matrix gibt es nur in einer Größe, allerdings liefert Lumos zwei verschiedene Polstereinlagen für kleine und große Köpfe mit.

Testergebnisse:
Gesamtnote:befriedigend (14 von 25 Punkten)
Smart-Funktionen:2/5 Punkte
Beleuchtung:5/5 Punkte
Helm-Ausstattung:2/5 Punkte
Gewicht:1,5/5 Punkte
Design:3,5/5 Punkte
Preis:250 Euro

Sena R1 Evo

Der unscheinbarste Kandidat unter den Smarthelmen kommt von Sena, einem Spezialisten für Motorradhelme mit Kommunikationsfunktionen. Dementsprechend technisch ausgereift ist das Headset. Mit dem R1 Evo kann man nicht nur Musik hören und Anrufe entgegennehmen, via Intercom wird man direkt mit anderen Sena-Nutzern in der Nähe verbunden (wenn man den gleichen Kanal verwendet). Probleme gab es beim Test der Sena- App, die den Helm nicht erkannte, die Headset-Funktion war dadurch allerdings nicht eingeschränkt. Etwas Übung braucht man für die Bedieneinheit an der Seite. Welche Funktion die drei Seitentasten in welchem Kontext haben, ist nicht sofort ersichtlich.

Das leider recht kleine Licht lässt sich via Sprachbefehl (oder per Knopfdruck) an- und ausschalten, die Passform des recht sportlichen Helms fällt eher breit und rundlich aus.

Testergebnisse:
Gesamtnote:gut (16 von 25 Punkten)
Smart-Funktionen:3/5 Punkte
Beleuchtung:3/5 Punkte
Helm-Ausstattung:2/5 Punkte
Gewicht:3,5/5 Punkte
Design:4,5/5 Punkte
Preis:140 Euro

Helme mit Beleuchtung im Fokus

Bei den folgenden Modellen wurde vor allem auf die Sichtbarkeit und Funktionalität der Beleuchtung wert gelegt. Doch auch die Ausstattung und das Design trugen zur Notenfindung bei.

Cratoni Commuter

Kein Helm für Sonntagsfahrer: Der Name Commuter verrät, dass dieser Helm jeden Tag zum Einsatz kommt. Belüftungsschlitze, Reflektorriemen, MIPS, weiches Futter - Cratoni sammelt ordentlich Ausstattungspunkte und holt damit den (geteilten) Testsieg. Für einen Visierhelm ist der Commuter mit 450 Gramm überdies noch recht leicht.

Testergebnisse:
Gesamtnote:Sehr gut (16,5 von 20 Punkten)
Beleuchtung:4/5 Punkte
Helm-Ausstattung:5/5 Punkte
Gewicht:3,5/5 Punkte
Design:4/5 Punkte
Preis:169 Euro

Ked Mitro

Ein Fahrradhelm muss dem Träger auch gefallen, sonst setzt er ihn nicht gern auf. Beim Mitro hat Ked sowohl bei der Passform als auch beim Design Volltreffer gelandet - der Redaktionsliebling. Kein Visier, dafür ein futuristisches Rücklicht und eine Einstellschraube mit Boa-Drehverschluss, tolle Technik. Leider nicht ganz günstig.

Testergebnisse:
Gesamtnote:Sehr gut (16,5 von 20 Punkten)
Beleuchtung:4,5/5 Punkte
Helm-Ausstattung:3/5 Punkte
Gewicht:4/5 Punkte
Design:5/5 Punkte
Preis:159 Euro

Endura Luminite II

Sichtbarkeit wird bei Endura großgeschrieben. Vorn neongelb, hinten komplett reflektierend, plus USB-Licht ganz oben - so wird man nur schwerlich übersehen. Sportlichere Fahrer dürften den Endura-Helm ebenfalls zu schätzen wissen, denn mit 266 Gramm ist er der leichteste im Testfeld. Klasse auch die Passform, die sogar bei Zopfträgern gut sitzt.

Testergebnisse:
Gesamtnote:gut (16 von 20 Punkten)
Beleuchtung:4/5 Punkte
Helm-Ausstattung:3,5/5 Punkte
Gewicht:5/5 Punkte
Design:3,5/5 Punkte
Preis:84 Euro

AGU Cit-E IV LED

AGU schickt mit dem Cit-E IV Led den günstigsten Helm ins Rennen. Die Hartschale über dem Schaumstoff sorgt dafür, dass der Helm besonders robust im Alltag ist und keine Risse bekommen kann. Halbe Ausstattungspunkte gibt es für den Schirm, die grelle Farbe und das weiche Futter, die Passform fanden die meisten Testfahrer in Ordnung.

Testergebnisse:
Gesamtnote:befriedigend (12 von 20 Punkten)
Beleuchtung:3/5 Punkte
Helm-Ausstattung:1,5/5 Punkte
Gewicht:4/5 Punkte
Design:3,5/5 Punkte
Preis:50 Euro

Alpina Haga LED

Wäre er doch heller! Der Haga kommt in Sachen Lichtstärke leider nicht an seinen konzeptionellen Bruder von Uvex heran. Sonst macht Alpina hier ganz viel richtig, der Helm ist leicht, passt unseren Testern ganz hervorragend und verfügt über reflektierende Riemen sowie einen praktischen Verschlussknopf. Ein guter Kompromiss aus Style, Gewicht und Preis.

Testergebnisse:
Gesamtnote:gut (14,5 von 20 Punkten)
Beleuchtung:3,5/5 Punkte
Helm-Ausstattung:3/5 Punkte
Gewicht:4,5/5 Punkte
Design:3,5/5 Punkte
Preis:159 Euro

Giro Bexley

776 Gramm bringt der Giro Bexley auf die Waage, das muss man erst mal am Kopf tragen. Dafür steckt unter der Hartschale nicht nur ein praktisches Visier, sondern auch die größte Leuchtfläche im Test. Von innen ist der Bexley mit einem herrlich weichen Stoffmaterial gepolstert, das macht das ohnehin schon gute Tragegefühl noch besser.

Testergebnisse:
Gesamtnote:gut (13 von 20 Punkten)
Beleuchtung:4,5/5 Punkte
Helm-Ausstattung:3,5/5 Punkte
Gewicht:0,5/5 Punkte
Design:4,5/5 Punkte
Preis:280

Lazer Urbanize

Lazers neuester Aufschlag im City-Segment kann sich sehen lassen. Das Visier wird mit einem Magneten vor den Augen oder, wenn man es nicht braucht, an der Stirn befestigt. Keine Sorge, das hält. Preislich liegt der Urbanize im Mittelfeld, dafür gibt es immerhin das MIPS und einen hochwertigen Magnetverschluss am Kinnriemen.

Testergebnisse:
Gesamtnote:gut (15,5 von 20 Punkten)
Beleuchtung:4/5 Punkte
Helm-Ausstattung:3,5/5 Punkte
Gewicht:4,5/5 Punkte
Design:3,5/5 Punkte
Preis:149 Euro

Uvex Finale Light 2.0

Äußerlich ein Klassiker, von innen hochmodern: Beim Finale Light 2.0 setzt Uvex zunächst auf die bewährte, leicht einstellbare Passform. Bei Nacht wird der unscheinbare Helm zur Leuchtkugel, was auch noch richtig cool aussieht. Kleinigkeiten wie der Knopf-Verschluss sorgen für leichtere Bedienung - erhöhen aber auch den Preis.

Testergebnisse:
Gesamtnote:gut (16 von 20 Punkten)
Beleuchtung:4,5/5 Punkte
Helm-Ausstattung:3/5 Punkte
Gewicht:4,5/5 Punkte
Design:4/5 Punkte
Preis:199 Euro

Die Qual der Wahl: Welcher Helm ist der Richtige?

Die Argumente, die gegen das Tragen eines Fahrradhelms sprechen, werden immer weniger stichhaltig: Der Kopfschutz ist unbequem? Nie war die Auswahl an Modellen und Passformen so groß wie heute. Meine Frisur wird ruiniert? Viele Helme haben inzwischen eine Aussparung für Zöpfe. Mit Kopfschale sehe ich bescheuert aus? Da waren Sie wohl lange nicht mehr in einem Fahrradgeschäft, die Helme von heute sehen richtig gut aus, und für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Der Nachteil bei so viel Auswahl ist, dass die Entscheidung für das richtige Modell umso schwerer fällt. Der wichtigste Punkt, die Sicherheit, ist dabei nicht in erster Linie kaufentscheidend. Selbst Modelle vom Discounter haben in Deutschland das notwendige CE-Kennzeichen, bei den großen Marken aus Deutschland, Uvex, Ked oder Cratoni, können Sie bedenkenlos zugreifen. Wem die Norm nicht reicht, der kann einen Helm mit MIPS (Multi Directional Impact Protection System) wählen. Diese Einlage an der Innenseite soll gefährliche Fliehkräfte im Falle eine Sturzes reduzieren, erhöht jedoch auch den Kaufpreis.

Worauf es bei einem guten Helm ankommt

Für das Plus an Sicherheit sorgt insbesondere aktive Sichtbarkeit, LED-Rücklichter. Deswegen haben wir den Punkt Beleuchtung in unserem Test. Entscheidend ist dabei nicht nur, wie hell das rote Licht strahlt, sondern auch, ob es von der Seite gesehen wird, ob es weit genug oben angebracht ist (um nicht von der Kapuze verdeckt zu werden) und wie leicht es sich an- und ausschalten lässt.

Reflektierende Elemente, Visiere, Belüftungsöffnungen oder ein kleiner Schirm über den Augen: Die Ausstattung eines Helms kann im Alltag entscheidend sein. Dabei haben wir auch auf Kleinigkeiten geachtet, wie leicht zu bedienende Kinnverschlüsse (wichtig im Falle eines Unfalls), besonders weiches Innenmaterial oder ein höhen- und weitenverstellbarer Halteriemen im Nacken.

Nicht unwesentlich ist auch der Punkt Gewicht, die Bandbreite reicht hier von unter 300 bis über 700 Gramm pro Helm. Hartschalenkonstruktionen, eingebaute Visiere, aber auch eingebaute Elektronik treiben das Gewicht nach oben. Seien Sie sich darüber im Klaren, dass mehr Features auch mehr Gewicht bedeuten, das auf Ihrem Nacken lastet.

Die Passform haben wir bewusst nicht bewertet, dieser Punkt ist zu individuell. Darum, probieren Sie im Fahrradgeschäft so viele Helme wie möglich. Lassen Sie sich beim Einstellen von Kinnriemen und Nackenrädchen helfen, damit der Kopfschutz optimal sitzt. Erst wenn die Schale nirgendwo drückt und auch beim Blick in den Spiegel überzeugt, haben Sie das richtige Modell gefunden.

Smarthelme im Trend

Darüber hinaus haben wir drei Smarthelme untersucht, die nicht nur leuchten können, sondern auch weitere Digitalfunktionen wie Musik und Telefonie bereithalten. Bei diesen Modellen haben wir Punkte für die Smart-Funktionen vergeben.

Uvex-Fahrradhelme im Detail

Der Uvex Unisex i-vo cc Fahrradhelm für Erwachsene ist in unterschiedlichen Größen und Farben erhältlich und soll für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Der Fahrradhelm setzt auf eine extra leichte und dennoch stabile Konstruktion für Sicherheit und Tragekomfort. Die Helmkonstruktion bietet höchste Schlagfestigkeit durch die Kombination aus EPS-Innenschale und die Polycarbonat-Außenschicht. Durch das uvex 3D IAS 3.0 System mit Höhenverstellung wird zudem eine denkbar hohe Passgenauigkeit erzielt für mehr Tragekomfort und optimalen Sitz. Auch das FAS-Gurtbann für den Kinnbereich trägt dazu bei und ermöglicht es, den Helm an die Kopfform anzupassen. Der Helminnenbereich wurde weiterhin mit Helmpolstern versehen und bietet zusätzlich ein Belüftungssystem, das sich im Sommer auszahlt.

Die Käufer auf Amazon sind zum größten Teil sehr zufrieden mit dem Fahrradhelm und loben unter anderem die Anpassungsmöglichkeit und ebenso den Tragekomfort. Das liegt auch an dem geringen Gewicht. Dennoch ist der Helm aber auch sehr robust. Die Käufer schätzen ihn daher auch als gute Absicherung im Straßenverkehr ein, um sich zu schützen.

ModellUvex Unisex i-vo ccUvex Boss RaceUvex Viva 3Uvex Finale 2.0Uvex City 4 MipsUvex touring ccUvex i-vo UnisexUvex Rush Visor
Erhältliche Größen52-57 cm52-56 cm52 - 57 cm52-57 cm55-58 cm52-57 cm56 - 60 cm55-58 cm
KonstruktionDouble-In-MouldDouble-In-MouldIn-MouldDouble-In-MouldIn-MouldIn-MouldIn-MouldIn-Mould
Vorteileextrem leichte & schlagfeste Helmkonstruktionwaschbare Helmpolsterhochwertige Helmpolsterungsehr gute Belüftungseigenschaftensehr leichtaerodynamisches Designsehr stabil durch Double In-Mould-Verfahrengute Belüftungseigenschaftenmit InsektennetzIAS-Größenverstellsystemfrei verstellbarer FAS-Gurtherausnehmbare und waschbare Helmpolstersehr stabil durch Double In-Mould-Verfahrensehr gute Belüftungseigenschaftenherausnehmbare, waschbare Polsterungmit InsektennetzleichtRückleuchte für mehr Sicherheitleichtherausnehmbare, waschbare Polsterungleichtmit Insektennetzlässt sich stufenlos anpassenhochwertige Belüftungseigenschaftenschnell anpassbares Gurtsystemrobustmit getöntem VisierRückleuchte für mehr Sicherheitherausnehmbare, waschbare Polsterung

ADAC Fahrradhelm-Test: Sicherheit und Komfort im Fokus

Der ADAC hat gemeinsam mit der Stiftung Warentest elf City- und Urban-Fahrradhelme sowie drei S-Pedelec-Helme in den Kategorien Sicherheit, Komfort, Handhabung und Schadstoffgehalt getestet.

Mit Ausnahme des Testverlierers erzielten alle Produkte erfreulicherweise eine ausreichende Schutzwirkung bei einem Stoß gegen den Fahrradhelm. Den besten Unfallschutz im Vergleich bot der Testsieger von Uvex. Das Modell Urban Planet LED erhielt im Vergleich Bestnoten beim Unfallschutz und in der Handhabung. Da der Helm zudem keine Schadstoffe aufwies, kam er mit der Gesamtnote 2,0 auf Platz eins.

Tipps und Empfehlungen für den Helmkauf

  • Da sich jede Kopfform individuell darstellt, ist es empfehlenswert, den Helm vor dem Kauf anzuprobieren. So lassen sich Passform und Einstellmöglichkeiten des Wunschhelms prüfen und ein Fehlkauf vermeiden. Nehmen Sie am besten auch Ihre Brille zum Probetragen mit.
  • Die Pflege des Helmes entscheidet über die Dauer der Einsatzfähigkeit. Denn die Schutzwirkung verliert auch ein in die Jahre gekommener Helm nicht wesentlich. Durch regelmäßige Pflege und Reinigung, trockene Lagerung sowie der Schutz vor äußeren Einwirkungen kann der Helm über längere Zeit genutzt werden.
  • Um eine möglichst gute Sichtbarkeit zu gewährleisten, sollte der Helm mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet sein. Da die Aktivierung vom Nutzer bzw. der Nutzerin jedoch oft vergessen wird, sollte der Helm auch über eine passive Sicherheitsausstattung in Form von reflektierenden Elementen an der gesamten Helmschale sowie im Kinnriemen verfügen. Ein helles Design in auffälligen Farben erhöht zudem die Sichtbarkeit bei Tag und Nacht.

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