Uvex Jakkyl Hde Test: Der Enduro-Helm mit abnehmbarem Kinnschutz im Detail

Der Uvex Jakkyl Hde ist ein vielseitiger Enduro-Helm, der sich durch seinen abnehmbaren Kinnschutz auszeichnet. Für preisbewusste Mountainbiker ist der Uvex Jakkyl Hde bereits für 199 € erhältlich und mit nur 708 g der leichteste Helm im Test.

Design und Eigenschaften

Der Uvex Jakkyl Hde bietet eine Reihe aufregender Features. Der abnehmbare Kinnbügel wird mithilfe ordentlich gemachter Metallverschlüsse und Verriegelungen befestigt. Eine mit 360°-Boa-System versehene Innenschale sorgt für komfortablen und sicheren Sitz. Goggle-Nutzer werden sich über den integrierten Bandhalter freuen und über ein verstellbares Visier, das hübsch aussieht und eine gute Bandbreite an Einstellungen bietet.

Zum Thema Style lässt sich sagen: Der Uvex Jakkyl Hde sieht gut, kompakt und aufgeräumt aus. Bauweise und Design versprechen Qualität und scheinen dem Preis angemessen zu sein.

Der Helm wird in zwei Größen (52-57 cm / 56-61 cm) und zwei Farbvarianten ab Anfang nächsten Jahres, zu einem Preis von 199,95 € erhältlich sein. Das Gewicht wird laut Uvex inkl. Auch der Kinnschutz ist noch nicht final und wird in Serie über eine leichte Polsterung verfügen. Der Jakyll Helm ist auch ohne den Kinnschutz erhältlich und begeistert durch seine edle und sportive Optik.

Komfort und Passform

Das Boa-Befestigungssystem lässt sich mit nur einer Drehung des Rädchens effizient bedienen, doch die weiteren Gurte sind sehr lose im Helm und geraten beim Aufsetzen im Fullface-Modus oft in den Weg, was einen besonders wahnsinnig macht, wenn man kalte Hände hat. Die Boa-Innenschale sorgt für präzise Passung und der Helm sieht als Trailhelm super aus.

Die Innenschale kann an viele Kopfgrößen angepasst werden, doch es sind nur zwei Helmgrößen erhältlich (XS-M und M-XL), welche eher klein ausfallen. Fahrer mit großen Köpfen sollten sich also eher anderweitig umsehen.

Belüftung

Bei angestrengter Fahrweise ist die Belüftung okay - zwar nicht ganz so luftig wie bei manch anderen und auf längeren Ausfahrten staute sich die Hitze ein wenig, doch dafür ist die Kopfabdeckung gut. Die zwei kleinen Belüftungsöffnungen, die die Luft vorne entlang des Gesichts leiten, sind sehr angenehm. 14 Ventilationsöffnungen plus innenliegenden Luftkanälen sorgen für die nötige Belüftung. Trotz der großen Kontaktfläche soll der Kopf dank der 20 Belüftungsöffnungen angenehm kühl bleiben.

Sicherheit

Der Uvex Jakkyl Hde ist der einzige Helm im Test, der keine MIPS-Innenschale hat, was manchen bei diesem Preis Bauchschmerzen bereiten dürfte. Der Kinnbügel hat keine ASTM-Zertifizierung und im Aufpralltest schlug sich der Uvex Jakkyl Hde zwar gut, war aber nicht so robust wie der Fox Proframe und der MET Parachute.

Das Herzstück des neuen Helms ist die aufwändige multi-inmould Konstruktion mit acht einzelnen PC-Schalen, die den uvex-typischen Anspruch an bestmöglichen Schutz garantiert.

Der vorgeformte Kinnriemen mit Einhand-Verschluss scheint zunächst etwas überdimensioniert, doch die Button-Release-Funktion ist ein tolles Feature.

Handhabung

Das Abnehmen des Kinnbügels ist simpel, wenn man sich mal an den Mechanismus gewöhnt hat. Wir waren zuerst etwas verwirrt angesichts der extrem steifen kleinen Plastikverriegelungen, doch sie wurden im Gebrauch etwas lockerer.

So war es uns mit etwas Übung möglich, den Bügel ohne Absetzen des Helms in wenigen Sekunden zu montieren. Die Montagen bzw. Demontage geht mit etwas Gefühl für den Helm auch wenn man ihn aufgesetzt hat.

Alternativen im Test

Neben dem Uvex Jakkyl Hde wurden auch andere Helme mit abnehmbarem Kinnbügel getestet. Hier eine kurze Übersicht:

Alpina King Carapax

Der Alpina King Carapax ist leicht und bietet gute Belüftung, aber der Kinnbügel bietet wenig Schutz bei harten Stürzen.

Bell Super 2R Joyride

Der Bell Super 2R Joyride ist stabil, gut belüftet und bietet praktische Features wie einen Verschluss für schnelles Abnehmen des Kinnbügels.

Cratoni C-Maniac

Der Cratoni C-Maniac ist der leichteste und günstigste Helm im Test, aber der Kinnbügel ist schwach und das Visier lässt sich nicht verstellen.

MET Parachute

Der MET Parachute bietet sehr gute Dämpfung und hohen Tragekomfort, aber der Kinnbügel ist nicht abnehmbar.

Urge Archi Enduro Veggie

Der Urge Archi Enduro Veggie ist der schwerste Helm im Test und bietet nur mittelmäßigen Schutz durch den Kinnbügel.

Fazit

Wenn er passt, ist der Uvex Jakkyl Hde ein großartiger Helm zum fairen Preis, der guten Schutz für wenig Geld liefert. Der deutsche Helmspezialist Uvex hat bei seiner Neuheiten-Präsentation im Ötztal zwei neue, spannende Enduro-Helme vorgestellt. Dabei handelt es sich um den Jakyll hde mit abnehmbaren Kinnschutz und das preisgünstige Modell Finale, beide Modelle wurden in enger Zusammenarbeit mit den Uvex Teamfahrern Michal Prokop und Max Schumann entwickelt.

Uvex Jakkyl Hde - Vor- und Nachteile auf einen Blick:

Vorteile Nachteile
Geringes Gewicht Keine MIPS-Innenschale
Abnehmbarer Kinnschutz Kinnbügel ohne ASTM-Zertifizierung
Gute Belüftung Passform könnte für große Köpfe problematisch sein
Boa-Verschlusssystem für präzise Passform Lose Gurte im Fullface-Modus
Stylisches Design

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