Veloretti, ein Hersteller aus der Fahrrad-Metropole Amsterdam, bietet eine feine Auswahl an stilvollen Urban Bikes. Das Ziel von Veloretti ist klar definiert: puristisch-elegante Urban Bikes mit einfacher und wartungsarmer Technik zu einem günstigen Preis anzubieten.
Das Sortiment von Veloretti
Interessierte Kunden können inzwischen aus zwei Herrenmodellen und zwei Varianten für Damen wählen, wobei die Unterschiede hauptsächlich in der jeweiligen Rahmenform liegen. Beim Antrieb haben Kunden die Wahl zwischen Singlespeed und einer 3-Gang-Nabenschaltung von Shimano. Gebremst wird immer per Rücktritt am Hinterrad. Eine Vorderradbremse ist nicht verbaut, da diese zumindest in den Niederlanden nicht vorgeschrieben ist.
Bei der Online-Bestellung kann diverses Zubehör konfiguriert werden: Neben einer schicken Klingel bietet Veloretti auch einen LED-Frontscheinwerfer sowie einen passenden Gepäckträger für das Vorderrad an.
Preisgestaltung und Vertrieb
Die Preise im Shop von Veloretti liegen zwischen 370 Euro für die Singlespeed-Modelle und 470 Euro für die Ausstattungs-Varianten mit 3-Gang-Schaltung und sind damit relativ günstig. Ein Grund hierfür ist sicherlich der ausschließliche Online-Vertrieb.
Alternativen und Vergleiche auf dem Markt
Ob zum Einkaufen, Kindertransport oder Pendeln auf dem Weg zur Arbeit: City-E‑Bikes für Damen und Herren erfreuen sich großer Beliebtheit. Daher wurden zehn aktuelle Modelle sowohl im Alltag als auch im akkreditierten Labor getestet. In der Kategorie mit Federgabel konnte sich das City-E-Bike Grandamo Urbeno von HoheAcht dank seiner hohen Reichweite den Testsieg holen, während nur knapp dahinter das Kalkhoff Image 5.B Advance den Preis-Leistungssieg einfuhr.
Hier sind die IMTEST-Favoriten:
- Testsieger (mit Federgabel): HoheAcht Grandamo Urbeno
- Preis-Leistungs-Sieger (mit Federgabel): Kalkhoff Image 5.B Advance+
- Testsieger (ohne Federgabel): Canyon Precede: ON Comfort 7
- Preis-Leistung-Sieger (ohne Federgabel): Tenways CGO600 Pro
Weitere empfehlenswerte City-E-Bikes sind:
- Stevens E-Brione Luxe 2. Generation
- Riese & Müller: Culture Touring
- BMC 257 AMP AL ONE
- Veloretti Electric Two: Ace
Besondere Merkmale ausgewählter Modelle
Aus dem Mountainbike-Sport adaptiert, hat HoheAcht seinem Rad eine absenkbare Sattelstütze spendiert. Diese erweist sich gerade dann als praktisch, wenn man vollbeladen unterwegs ist. Bei einem Ampelstopp kann man sie mithilfe eines Hebels am Lenker schnell absenken und kann dann ohne abzusteigen, mit beiden Beinen sicher auf dem Boden stehen. Ist man wieder in voller Fahrt, lässt sie sich ebenso einfach wieder erhöhen.
Die elektronische Nabenschaltung von Shimano lässt sich wahlweise manuell oder automatisch schalten. Sensoren erkennen, ob der Radfahrer bergauf oder bergab fährt, und reagieren entsprechend. Dank des leistungsstarken Bosch-Performance-Line-Motors mit 75 Newtonmeter, der mit einem 625 Wattstunden-Akku kombiniert ist, absolvierte das E-Bike gute 78 Kilometer im Reichweitentest.
Der Wave-Rahmen des Canyon bietet einen tiefen Einstieg, die Sitzhaltung ist zudem angenehm aufrecht. Die Griffe liegen angenehm in der Hand, der Sattel ist breit und drückt nicht. Obwohl Canyon bei seinem Rad auf eine Federgabel verzichtet, macht sich dies keineswegs beim Fahren bemerkbar. Die Starrgabel aus Carbon bietet ebenso eine gewisse Dämpfung wie die 53 Millimeter dicken Reifen.
Obwohl der Mivice-Motor mit 35 Newtonmetern beim Tennways der vermeintlich schwächste unter allen Testkandidaten ist, bot das CGO600 Pro eine sportlich starke und agile Unterstützung. Als Singlespeed konzipiert, findet man dabei stets den richtigen Tritt. Während das CGO600 Pro über Asphalt und Schotter schwebt, ruckelt es etwas mehr bei Kopfsteinpflaster.
Das Stevens E-Brione Luxe 2. Generation punktet mit angenehm aufrechter und bequemer Sitzhaltung, mit der man einen guten Überblick im Stadtverkehr hat.
Vor- und Nachteile von City-E-Bikes
Wer ein neues City-E-Bike sucht, hat die Qual der Wahl. Alle zehn Testkandidaten liefern durchweg gute Ergebnisse ab und überzeugen beim Fahrkomfort. Ob man sich für ein Rad mit oder ohne Federgabel entscheidet, hängt von den persönlichen Vorlieben und dem Einsatzzweck ab. Das Grandamo Urbeno kommt zusätzlich mit einer absenkbaren Sattelstütze, die gerade mit viel Gepäck im Stadtverkehr eine willkommene Hilfe ist. Beide E-Bikes besitzen zudem einen leistungsstarken Antrieb und bringen eine hohe Reichweite.
Das Precede:On Comfort 7, der Testsieger der Räder ohne Federgabel, macht seinem Namen alle Ehre. Auch ohne die Federgabel-Dämpfung macht dieses E-Bike Erledigungen in der Stadt zu einem Erlebnis. Trotzdem nur etwa halb so teuer ist das sportliche City-E-Bike von Tenways, das sich den Preis-Leistungs-Sieg der Räder ohne Federgabel sichert.
Motor und Reichweite
Acht der zehn Testkandidaten setzen auf einen sanft und kraftvoll unterstützenden Mittelmotor. Bei den Rädern von Velo de Ville und Riese & Müller Culture touring kommt der neue Antrieb von Bosch, der Performance Line SX mit 55 Newtonmetern zum Einsatz. Ursprünglich für den Einsatz von Sport-E-Bikes konzipiert, setzen ihn Hersteller auch gerne bei City-E-Bikes ein. Die Kehrseite ist jedoch, dass der Akku, eine vergleichsweise geringere Reichweite bietet. Wer jedoch ein City-E-Bike mit höherer Reichweite sucht, findet dieses bei den Testkandidaten von Stevens, Kalkhoff, Hohe Acht, BMC und Canyon.
Mit Werten von 51 Kilometer (Veloretti) und 43 Kilometer (Tenways) liegen die zwei Räder etwa gleich mit dem Culture touring und dem CEB 590. Lediglich das teuerste E-Bike im Testfeld, das Desiknio, enttäuschte mit nur 31 Kilometern Reichweite.
Gewicht und Zuladung
Die klassischen City-E-Bikes müssen im Alltag mitunter viel Gepäck sowie den Nachwuchs transportieren. Es hohes, zulässiges Gesamtgewicht ist daher von Vorteil. Die E-Bikes von Kalkhoff und HoheAcht können sogar bis zu 170 Kilogramm stemmen - damit ist die Summe aus dem Eigengewicht des Fahrrads plus Fahrer und Gepäck gemeint. Praktischerweise bieten einige E-Bikes bereits einen Gepäckträger in der Basisausstattung.
Sicherheit und Bremsen
Reichweite, Energieverbrauch, Akkukapazität, Geschwindigkeit bei sechsprozentiger Steigung sowie Unterstützungsfaktor ermittelt das Prüflabor von Qima im Auftrag von IMTEST. Aber auch bei der Messung der Bremskraft setzt IMTEST auf das international zertifizierte Prüflabor. In Anlehnung an die Norm EN 15194 werden sowohl die Vorder- als auch Hinterradbremsen bei nassen und trockenen Bedingungen getestet. Mit einer simulierten Handkraft von 60 Newton wird dann geprüft, wie hoch die Bremsleistung ist. Das Erfreuliche: Muss der Fahrer im Stadtverkehr plötzlich bremsen, kann er sich mit allen zehn Rädern sicher fühlen. Denn beim Bremsentest schnitten alle E-Bikes souverän ab. Die Modelle von Riese & Müller, HoheAcht, Kalkhoff und Velo de Ville glänzten sogar mit guten Werten.
Smarte Funktionen und Apps
E-Bikes sind mittlerweile mehr als elektrisch unterstützte Fahrräder. Denn in Kombination mit einer App werden sie fast zum smarten Begleiter. Bei allen Testkandidaten ist die Nutzung nicht zwingend zum Fahren vorausgesetzt, sie bietet jedoch hilfreiche Features und Einstellmöglichkeiten. Neben den Basisdaten zur Tour, wie zurückgelegte Kilometer, Akkustand oder Durchschnittsgeschwindigkeit lassen sich beispielsweise die Unterstützungsstufen individuell feineinstellen. Mit den Apps von Tenways, Veloretti und Bosch können beispielsweise Touren geplant werden.
Die eBike Flow-App von Bosch bietet eine umfangreiche Übersicht und viele Einstellungsmöglichkeiten. So lässt sich beispielsweise eine Tour planen und über das Kiox 500 Display anzeigen. Praktisch bei der Bosch-App ist ebenso die Funktion, sein Rad via App zu sperren oder entsperren, um es Langfingern etwas schwieriger zu machen.
Fahrgefühl und Komfort
Ob mit oder ohne App, ein sehr gutes bis gutes Fahrgefühl bieten alle zehn Testkandidaten durchweg auf verschiedenen Bodenbelägen, in Kurven oder bei Steigungen. Die kleinen, feinen Unterschiede liegen im Detail. Auch wenn die über 60 Millimeter-breiten Reifen vom Grandamo Urbeno gekonnt Unebenheiten auf der Straße parieren, verleihen sie dem Rad auch etwas Trägheit. Zu einer bequemen und komfortablen Fahrt trägt auch die Wahl des Sattels und der Griffe ungemein bei. Hier haben vor allem Kalkhoff, Canyon und HoheAcht eine gute Wahl betroffen und sich für besonders angenehme und ergonomische Komponenten entschieden. Dadurch bieten diese E-Bikes einen besonders hohen Wohlfühl-Faktor.
Klassische und moderne City-E-Bikes
Bei den klassischen Modellen ist es auf jeden Fall die gelungene Mischung aus einer bequemen Sitzhaltung, komfortablem Fahrgefühl sowie breiten Reifen wie den beliebten Schwalbe Marathon Plus in 28 Zoll Größe, der konstruktiv auf das höhere Gewicht und das höhere Durchschnittstempo von Elektro-Fahrrädern abgestimm ist. Auch bügelt die in Kombination mit einer Federgabel Schlaglöcher und Kopfsteinpflaster gekonnt aus. Die klassische Bezeichnung Damenrad hat sich im Laufe der Jahre gewandelt - Comfort-Rahmen, Tiefeinsteiger oder fachspezifische Bezeichnungen wie Mixte und Trapez haben inzwischen Einzug gehalten.
Ausgewählte Urban Bikes mit tollem Design
Hier eine Auswahl besonders schöner Urban Bikes mit tollem Design - fünf davon als E-Bike, fünf weitere als klassisch analoge Fahrräder:
- Moustache Lundi 27: Elegant, bequem, praktisch und intuitiv bedienbar.
- Cowboy ST: Minimalistisches Design mit Nabenmotor im Hinterrad und entnehmbarem Akku.
- Tenways CGO800S: Puristischer Singlespeed-Antrieb mit Zahnriemen und Federgabel.
- Veloretti Electric Ivy Two: Komfortrahmen mit stufenlosem Automatikgetriebe und Riemenantrieb.
- Rose Sneak Plus: Sportliche Sitzposition, leichtes Gewicht und Nabenmotor mit Riemenantrieb.
- Rose Sneak: Schlanker Rahmen mit Kettenschaltung.
- Creme Echo Mixte Uno: Klassisches Design mit 6-Gang Kettenschaltung.
- Gazelle Van Stael: Traditioneller Look mit wartungsfreier Nabenschaltung.
- Cube Hyde: Moderner Look mit Zahnriemenantrieb.
- Mika Amaro Woman Deluxe: Handarbeit mit High-End-Komponenten und auffälliger Lackierung.
Kundenbewertungen und Erfahrungen
Die Kundenbewertungen zu Veloretti Fahrrädern sind gemischt. Einige Kunden loben die schnelle Lieferung, die unkomplizierte Kommunikation und die super Qualität. Andere berichten von Problemen mit der Verarbeitung, der Qualität der verbauten Komponenten und dem Kundenservice.
Positive Aspekte:
- Schnelle Lieferung
- Einfache Montage mit Videoanleitungen
- Elegantes Design
- Gute Qualität (wird von einigen Kunden gelobt)
Negative Aspekte:
- Schlechte Verarbeitungsqualität (Schweißnähte, minderwertige Komponenten)
- Probleme mit dem Kundenservice (langsame Antworten, keine Hilfe)
- Rostprobleme
- Hohes Gewicht bei einigen Modellen
Überblick über getestete Citybikes
Eine Zusammenfassung der getesteten Citybikes zeigt eine Vielfalt an Designs und Funktionalitäten. Die Spezialisten unter den Herstellern bieten oft Designperlen, die nicht bei den großen Herstellern zu finden sind. Diese Räder zeichnen sich durch eine relativ aufrechte Sitzposition, eine pflegeleichte Nabenschaltung und eine klare, schnörkellose Linienführung aus.
Tabelle der getesteten Citybikes:
| Modell | Preis | Gewicht | Besondere Merkmale |
|---|---|---|---|
| Gazelle Van Stael | 899 Euro | 15 kg | Minimalistisch klassisches Design, agil und komfortabel |
| Koga Supermetro | 1849 Euro | 15,5 kg | Top Lichtanlage, wartungsarmer Gates-Riemen, top Bremsen |
| Retrovelo Louis Duo 26" | 2880 Euro | 17,5 kg | Großer Custom-Baukasten, superkomfortable Reifen-Sattel-Lenker-Kombi |
| Schindelhauer Gustav Moonlight Rose Edition | 1750 Euro | 15,3 kg | Aero-Shape-Rohrsatz, Shimano Nexus-8-Gang-Getriebenabe |
| Veloretti Caféchaser | 472,50 Euro | 14,0 kg | Extrem cleane Optik, toller Lack, stabile Felgen |
Details zu ausgewählten Modellen
Gazelle Van Stael
- Plus: Minimalistisch klassisches Design, toller Lack, super agil und komfortabel
- Minus: Lang übersetzt, Bremsleistung bei Regen, Bereifung wenig komfortabel
Koga Supermetro
- Plus: Top Lichtanlage inkl. Tagfahrlicht, wartungsarmer Gates-Riemen, top Bremsen, robuster Lack, dezenter 25-kg-Träger
- Minus: Relativ schwer
Retrovelo Louis Duo 26"
- Plus: Großer Custom-Baukasten, superkomfortable Reifen-Sattel-Lenker-Kombi, toll verarbeitet, viele Anbauten in Radfarbe
- Minus: Wenig dynamisch, schwer, nicht billig
Schindelhauer Gustav Moonlight Rose Edition
- Fazit: Das Rad ist nicht nur in der Sonderfarbe ein echter Blickfang, es ist auch super variabel einsetzbar.
Veloretti Caféchaser
- Plus: Extrem cleane Optik, toller Lack, stabile Felgen, Bleche in Rahmenfarbe
- Minus: Nur mit Zubehör StVZO-konform, Gang nur Flachland tauglich, Frontträger labil
Fazit zu Veloretti Fahrrädern
Veloretti bietet stilvolle Urban Bikes zu einem günstigen Preis. Die Qualität und der Kundenservice sind jedoch nicht immer optimal. Es lohnt sich, die Vor- und Nachteile abzuwägen und gegebenenfalls Alternativen in Betracht zu ziehen.
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