Verhältnis Laufen Radfahren Vergleich: Was ist effektiver?

Viele Ausdauersportler suchen nach der perfekten Kombination aus verschiedenen Sportarten, um ihre Leistung zu steigern und Verletzungen vorzubeugen. Laufen und Radfahren sind zwei der beliebtesten Optionen, aber wie stehen sie im Vergleich zueinander? Dieser Artikel untersucht das Verhältnis zwischen Laufen und Radfahren, vergleicht ihre Vor- und Nachteile und gibt Einblicke, wie man beide Sportarten optimal kombinieren kann.

Kalorienverbrauch und Gewichtsverlust

Beim Laufen findet mit Abstand der höchste Energieverbrauch aller drei Ausdauersportarten statt. Es werden pro Stunde etwa 547 Kilokalorien verbraucht. Auch beim Radfahren wird eine Menge an Energie verbraucht. Insgesamt findet ein Kalorienverbrauch von 412 Kilokalorien pro Stunde statt. Wie viel Energie beim Schwimmen verbraucht wird, ist von dem Schwimmstil abhängig. Beim Brustschwimmen werden ungefähr 436 Kilokalorien pro Stunde verbraucht. Kraulen hingegen verbraucht sogar noch etwas mehr an Energie und man kommt auf bis zu 900 Kilokalorien pro Stunde.

Laufen verbrennt zwar mehr Kalorien pro Stunde, aber es ist einfacher, insgesamt mehr Kalorien auf dem Fahrrad zu verbrennen, sofern ihr genügend Zeit dafür habt. Entscheident für den Verbrauch ist dein Gewicht und die zurückgelegte Distanz. Du willst Kalorien verbrennen? Es ist klar, dass Joggen bei gleicher Intensität mehr Kalorien verbrennt. Beim Joggen werden mehr Muskeln beansprucht als beim Radfahren, denn der Jogger muss sich mit jedem Schritt stabilisieren und sein ganzes Gewicht tragen.

Laut einer kleinen Studie gibt es Hinweise darauf, dass sowohl Radfahren als auch Joggen den Appetit vermindern. Das ist hilfreich, wenn ihr versucht Heißhunger zu kontrollieren und Essgewohnheiten zu verbessern. Wenn es um den Gewichtsverlust geht, solltet ihr immer euren gesamten Lebensstil betrachten. Essgewohnheiten haben den größten Einfluss, genauso wie eure Schlafqualität, der Grad der sitzenden Tätigkeit und auch die Art der Bewegung spielen eine Rolle.

Es lässt sich also folgendes Fazit ziehen. Laufen verbrennt zwar mehr Kalorien pro Stunde, aber es ist einfacher, insgesamt mehr Kalorien auf dem Fahrrad zu verbrennen, sofern ihr genügend Zeit dafür habt.

Muskelbeanspruchung und -aufbau

Beide Sportarten sind sehr hilfreich bei der Straffung der Muskulatur. Radfahren kann besser für den Aufbau von Beinmuskeln sein, aber keine der beiden Sportarten ist dabei besonders effektiv. Wenn ihr große Muskeln erzielen wollt, solltet ihr mit Gewichten trainieren. Du kannst deinen Muskelaufbau mit dem Heben von Gewichten unterstützen.

Beim Radfahren werden die vorderen Oberschenkelmuskeln und die Wadenmuskeln besonders trainiert. Beim Laufen wird vor allem die Gesäß- und Beinmuskulatur beansprucht. Beim Schwimmen hingegen werden alle Muskelgruppen gestärkt und daher handelt es sich um das ideale Ganzkörpertraining.

Herz-Kreislauf-System und Ausdauer

Wenn du dein Herz-Kreislauf-System stärken möchtest, sind sowohl Joggen als auch Radfahren ein gutes Training. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2020 ergab, dass Laufen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduziert. Nachgewiesen ist auch, dass mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren eine gute Möglichkeit ist sein Herz-Kreislauf-System zu stärken und es reduziert ebenfalls das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Für das Ausdauertraining und das Abnehmen über den Stoffwechsel sollte unbedingt die Herzfrequenz beachtet werden. Wenn Du Dich auf ein Fettstoffwechseltraining fokussierst, solltest Du bei dem Laufen höchstens eine Herzfrequenz von 60 bis 70 Prozent der maximalen Herzfrequenz erreichen. Wenn Du Dich hingegen auf ein Herz-Kreislauf-Training fokussierst, kannst Du im Training auch eine Herzfrequenz von 70 bis 80 Prozent erreichen.

Beim Radfahren erreichst Du, bei einem Fokus auf das Fettstoffwechseltraining, eine Herzfrequenz von 55 bis 65 Prozent oder bei einem Fokus auf das Herz-Kreislauf-Training, eine Herzfrequenz von 65 bis 75 Prozent. Beim Schwimmen kommt es natürlich auch wieder darauf an, auf welche Art von Training Du Deinen Fokus setzt. Dementsprechend wird bei einem Fettstoffwechseltraining eine Herzfrequenz von 50 bis 60 Prozent und bei einem Herz-Kreislauf-Training eine Herzfrequenz von 60 bis 70 Prozent erreicht.

Gelenkbelastung und Verletzungsrisiko

Laut einer aktuellen Studie unterstützt Radfahren die Knochengesundheit möglicherweise nicht so sehr wie Laufen. Laufen ist eine gewichtstragende Übung, die das Skelett mechanisch belastet. Dies stimuliert die Knochenbildung und den Knochenumbau. Joggen ist definitiv die Sportart, die dem Körper mehr Schaden zufügt.

Eine Studie, die Radfahrer und Läufer verglichen hat, die 3 Tage lang 2,5 Stunden pro Tag trainierten, ergab, dass die Läufer bis zu 404 % mehr Muskelschäden, bis zu 256 % höhere Entzündungswerte und 87 % mehr Muskelkater hatten als die Radfahrer. Radfahren hat schnellere Erholungszeiten. Im Durchschnitt haben Läufer 11 Verletzungen pro 1000 Stunden Joggen. Am häufigsten sind Knie-, Achillessehnen- und Fußverletzungen. Das sind die typischen Verletzung bei einer Überlastung. Radfahrer haben im Vergleich nur 6 Verletzungen pro 1000 Stunden Radfahren.

Abgesehen von Verletzungen durch Überlastung im Knie, Nacken, Rücken, Handgelenk und Fuß, zählen hier auch Verletzungen durch Unfälle zu. Beim Laufen kompensiert der Körper zum Beispiel eine hohe Stoßbelastung für das Hüft-, Knie- und Fußgelenk. Je nachdem welchen Laufstil Du verfolgst, kann diese Belastung, unter normalem Körpergewicht, gut abgefangen werden. Essentiell ist hierbei auch, die besten Laufschuhe für seinen individuellen Laufstil zu finden.

Das Radfahren kann bei einer falschen Sitzposition zu Komplikationen mit der Wirbelsäule führen. Die Gelenke werden aber kaum belastet und vor allem für das Kniegelenk können diese Bewegungsmuster oft positive Effekte mitbringen. Abgesehen davon, kann man bei einer subpoptimalen Sitzposition nicht sein volles Leistungspotential abrufen. Wer also leistungsorientiert trainiert, sollte sich sein Rad bei einem Bike-Fitting professionell einstellen lassen.

Beim Schwimmen findet in der Regel keine besondere Belastung der Gelenke statt, da der Körper durch den Auftrieb nur noch ein Zehntel des Landgewichtes wiegt. Allerdings muss man hierbei auch auf Probleme vorbereitet sein, wenn die richtige Schwimmtechnik verfehlt wird.

Kosten der Ausrüstung

Für das Laufen werden lediglich Laufschuhe und eine entsprechende Laufbekleidung benötigt. Da Du dies überall durchführen kannst, fallen hier nur geringe Ausrüstungskosten an. Dafür sind die Ausrüstungskosten beim Fahrradfahren um einiges höher. Dies resultiert daraus, dass neben dem Rad auch Radbekleidung, Radschuhe sowie Zubehör und ein Helm benötigt werden. Darüber hinaus kann mit mindestens 500 Euro für ein gutes Fahrrad gerechnet werden. Natürlich ist dies vom Modell und dem Typ abhängig.

Auch beim Schwimmen darfst Du die Kosten der Ausrüstung auf keinen Fall unterschätzen. Die Kosten der Ausstattung sind zwar verhältnismäßig günstig, da Du lediglich eine Schwimmbrille, einen Badeanzug oder eine Badehose sowie gegebenenfalls eine Badekappe benötigst. Dafür fallen jedoch immer wieder Eintrittspreise für die Schwimmbäder an.

Psychologischer Aspekt und Spaß

Laufen ist für uns Menschen eine der natürlichsten Arten sich zu bewegen. Das Gefühl, mit dem eigenen Körper eine große Strecke zurückzulegen, hat etwas Besonderes. Beim Laufen könnt ihr außerdem jedes Terrain erkunden, über jedes Hindernis springen, darauf klettern oder darunter durchkriechen. Beim Radfahren hat man das Gefühl zu fliegen - egal ob man nun richtig schnell fährt oder einfach nur mit dem Wind in den Haaren dahinrollt. Mit dem Fahrrad könnt ihr außerdem ein viel größeres Gebiet erkunden als zu Fuß.

Was macht euch glücklicher? Es gibt für beide Sportarten gute Argumente, aber Spaß ist subjektiv.

Vorteile von Laufen und Radfahren im Überblick

  • Vorteile des Joggens: es verbessert die Knochengesundheit, es werden mehr Kalorien pro Stunde verbrannt und das benötigte Equipment ist günstiger.
  • Vorteile des Radfahrens: ein geringeres Verletzungsrisiko durch Überbelastung und es fällt einem oftmals leichter mehr Kalorien pro Trainingseinheit zu verbrennen.

Kombination von Laufen und Radfahren

Eine Kombi aus Joggen und Radfahren ist für viele Ausdauersportler die perfekte Alternative, um präventiv gegen Schmerzen vorzugehen. Diese Kombi ermöglicht euch kurzweilige oder langfristige Unterbrechungen beim Sport zu vermeiden. Medizinische Untersuchungen belegen, dass sich verschiedene Ausdauersportarten wie etwa Laufen und Radfahren gegenseitig ideal ergänzen und kombinieren lassen.

Generell ist für Läufer eine höhere Trittfrequenz beim Radfahren empfehlenswert. Hierbei sollte man als Anfänger möglichst mit 80 bis 90 Umdrehungen pro Minute treten. Das setzt meist voraus, dass in kleineren Gängen gefahren wird. Zeitpunkt und Intensität sind ebenfalls entscheidend, wenn man mit Fahrrad fahren alternativ die Laufleistung verbessern möchte.

Grundsätzlich gilt, je näher der Wettkampf rückt, desto weniger sollte man auf dem Fahrrad sitzen. In der Regel können bis zu acht Wochen vor dem Wettkampf lange Rad Einheiten den Trainings Umfang sinnvoll erweitern. Auch nach einem Rennen oder intensivem Training ist das Radfahren ideal geeignet, um die Regeneration zu fördern.

Wer das Radfahren in Laufkilometer umrechnen möchte, sollte einen Faktor von 1:4 ansetzen. Um zehn Kilometer Laufen zu ersetzen, müssen also entsprechend rund 40 Kilometer Radkilometer zurückgelegt werden.

Empfehlungen für Läufer und Radfahrer

Radfahren lässt sich also prima als Präventionsmaßnahme nutzen, um Verletzungen vorzubeugen und dazu noch einem abwechslungsreichen Trainingsplan nachzugehen. Um den Einsteig in den Radsport noch attraktiver zu gestalten, empfehlen wir euch die Radbonus App, mit der ihr zusätzlich zum verletzungsfreien Sportvergnügen Belohnungen für gefahrene Rad-Kilometer kassieren könnt.

Nutze das Rad für ein Grundlagentraining, um deinen Apparat auch mal zu schonen - oder ziehe es mal als Regenerationstraining in Betracht. Ich liebe sehr lange Radausfahrten als Ersatz für die 3-Stunden-Laufeinheiten. Dafür mache ich gerne mal einen Tagesausflug auf dem Rad und erkunde die Gegend. Herrlich - vor allem zusammen mit Freunden ein geniales Erlebnis.

Was ebenfalls richtig Laune macht, ist ein schönes Bergtraining auf dem „Drahtesel“. Dafür suche ich mir eine Strecke aus, bei der ich einige verschieden lange Anstiege zu bewältigen habe und fahre diese gleich mehrfach so schnell es geht. Dann geht die Pumpe ganz schön und man hat das Gefühl, sich richtig ausgepowert zu haben.

Die besten Rad-Work-outs für Läuferinnen und Läufer

  1. Erholungsfahrt: Radfahren zur Regeneration. Langsam, in flachem Gelände, 25 bis 45 Minuten lockeres Treten; ideal an Tagen nach einem anstrengenden Lauf.
  2. Moderate Ausfahrt: Radfahren als Grundlagen- oder Alternativtraining. Locker treten in flachem oder welligem Gelände, mittleres Tempo über etwa 60 Minuten; erhält die Ausdauer, empfiehlt sich auch bei einer (erzwungenen) Laufpause (zum Beispiel bei Verletzung).
  3. Lange Ausfahrt: Radfahren für mehr Ausdauer. Pedalieren Sie bei entspanntem Tempo in jeglichem Gelände über mindestens 90 Minuten, bis zu einer Dauer von drei Stunden; kann gelegentlich sogar einen langen Lauf ersetzen.
  4. Bergfahrt: Radtraining für Kraft und Tempo. Eine oder mehrere Bergpassagen, die etwa 90 Sekunden bis drei Minuten dauern sollten. Hierbei sollten Sie ruhig richtig in die Pedale treten, eventuell im Wiegetritt aus dem Sattel herausgehen; gute Renn-Vorbereitung für Läufe von fünf Kilometer bis Halbmarathon.
  5. Technik-Training: Konzentration auf den flüssigen Bewegungsablauf. Fahren Sie in normaler, entspannter Geschwindigkeit und konzentrieren Sie sich auf einen flüssigen Bewegungsablauf: harmonische Beinarbeit, entspannter Oberkörper, Bauchatmung; empfiehlt sich speziell am Tag nach einem anstrengenden Lauf.
  6. Intervalle: Tempotraining auf dem Rad. Auch auf dem Rad lassen sich Intervalle trainieren. Nach 20 Minuten Aufwärmphase wiederholen Sie mehrere Ein- bis Vier-Minuten-Intervalle, in denen Sie in einem niedrigen Gang eine hohe Trittfrequenz fahren, wie bei einem Zwischenspurt.
  7. Einzelzeitfahren: Wettkampf-Simulation. Nach ausreichender Aufwärmphase fahren Sie zehn bis 20 Minuten mit kleinem Gang und großer Anstrengung; vor den Wiederholungen zwischendurch locker in kleinem Gang. Dieses Training ähnelt dem Einzelzeitfahren bei der Tour de France.

Trainingserfassung: Sportuhr, Fitness Tracker oder GPS-Uhr

Für Sporteinsteiger, die auf die automatische Erfassung des Schwimmtrainings verzichten können, ist durchaus eine Sportapp ausreichend. Denn mit Apps, wie Strava, Komoot oder Runtastic kann man sein Lauftraining und das Radfahren wunderbar per App aufzeichnen. Nur beim Schwimmen muss man die Bahnen und die abgelaufene Zeit dann manuell erfassen. Dafür sind die meisten dieser Apps kostenlos zu bekommen und man kann sogar noch seine Laufstrecken im vorraus vermessen und planen.

Wer Laufen, Schwimmen und Radfahren automatisch erfassen will bekommt mit einem Activity Tracker, wie beispielsweise dem FitBit Charge eine kostengünstige Einstiegsvariante für das Training. Wer eine professionelle GPS-Sportuhr für das Multi-Sport-Training verwenden will, bekommt mit der TomTom Adventurer ebenfalls eine bezahlbare, professionelle Sportuhr. Eine Profi-GPS-Sportuhr, wie die Polar Vantage schlägt hingegen schon mit rund 500€ auf das Budget - ist aber für den Einstieg nicht unbedingt erforderlich.

Kalorienverbrauch beim Laufen und Radfahren im Vergleich

Immer wieder erkundigen sich Leserinnen und Leser nach einem Vergleich der Belastung und des Kalorienverbrauchs beim Radfahren und beim Laufen. Dieser Vergleich ist problematisch, da hierbei viele unterschiedliche physikalische und leistungsphysiologische Größen eine Rolle spielen.

Ein Vergleichsmaß könnte die Berechnung des Energieverbrauchs sein, der für das Laufen mit etwa 4 kJ pro Kilogramm Körpergewicht und pro gelaufenem Kilometer angegeben wird. Dieser Wert ist interessanterweise vom Lauftempo ziemlich unabhängig, weil geschwindigkeitsabhängige Größen wie der Luftwiderstand beim Laufen keine wesentliche Rolle spielen.

Beim Radfahren sieht dies anders aus: Der Energieverbrauchswert steigt hier von 0,2 kJ bei 4 km/h bis auf das Zehnfache bei 45 km/h an. Diese Berechnung gilt für einen 70 Kilogramm schweren Sportler, der sein Radtraining auf ebener Strecke ohne Gegenwind auf dem Rennrad absolviert. Bei einem Tempo von 20 km/h auf dem Fahrrad müsste man also etwa viermal so viele Radkilometer absolvieren, um denselben Energieverbrauch zu erzielen wie beim Laufen. Bei einem Lauftempo von zehn Kilometern pro Stunde entspräche dieses Beispiel also einer doppelten Belastungsdauer für das Radfahren.

Natürlich spielt dabei auch Ihr Stoffwechsel eine entscheidende Rolle, wenn es um den individuellen Kalorienverbrauch und die Fettverbrennung geht. Um den Stoffwechsel anzuregen, kann genau diese Kombination von Rad- und Lauftraining helfen. Für einen langfristigen Abnehmerfolg muss der Stoffwechsel langfristig und permanent auf Touren gehalten werden. Der Körper sollte daher andauernd mit verschiedenen Einheiten gefordert werden, damit er sich nicht an die immer gleiche Belastung gewöhnt.

Muskelbeanspruchung beim Radfahren und Laufen im Vergleich

Während die Trainingswirkung auf das Herz-Kreislauf-System beim Radfahren der beim Laufen doch recht nahe kommt, gibt es bei der muskulären Beanspruchung leichte Unterschiede. Am deutlichsten werden Sie das nach einer ungewohnt hohen Belastung in der für Sie weniger gewohnten Sportart spüren. Vielleicht kommen Sie dabei nicht übermäßig außer Atem, weil Ihr Herz-Kreislauf-System gut trainiert ist, doch der Muskelkater am nächsten Tag wird zeigen, wo die Unterschiede liegen.

Besonders trainiert werden beim Radfahren die vorderen Oberschenkelmuskeln und die Wadenmuskeln - bei sehr trainieren Radsportlern meist gut zu sehen. Doch auch Gesäßmuskel (Gluteus maximus) und die hintere Oberschenkelmuskulatur sind beteiligt, letztere besonders beim Hochziehen des Pedals, was natürlich nur mit Pedalystem („Klickpedalen“) funktioniert. Das ist für Läuferinnen und Läufer wichtig zu wissen, denn die hintere Oberschenkelmuskulatur spielt beim Laufen eine entscheidende Rolle für den Vortrieb. Etwas unscheinbar, aber doch entscheidend ist zudem noch die Schienbeinmuskulatur, die durchs Radfahren sehr gut zu trainieren ist.

Der Vorteil beim Radfahren ist, dass Oberkörper, Schultern und Arme beim Radfahren ebenfalls mit trainiert werden, besonders der Deltamuskel (liegt über dem Schultergelenk) sowie Bizeps und Trizeps im Oberarm. Von der Stärkung dieser Muskeln profitieren Sie auch beim Laufen, da sie den korrekten Armschwung unterstützen.

Effektivität des Trainings: Laufen oder Radfahren?

Beide Sportarten eignen sich sehr gut zur Verbesserung des Herz-Kreislauf-Systems. Laufen beansprucht das Herz-Kreislauf-System jedoch etwas mehr, da die Intensität höher ist. Auch die Kalorienverbrennung ist oft ein entscheidender Faktor bei der Frage, welche Sportart effektiver ist. Wie bereits erwähnt, werden beim Laufen grundsätzlich mehr Kalorien pro Minute verbrannt als beim Radfahren, da die Belastung für den Körper höher ist. Allerdings spielt die Intensität des Trainings eine entscheidende Rolle. So kann eine intensive Radtour bergauf genauso viele oder sogar deutlich mehr Kalorien verbrennen als ein moderates Lauftraining.

Laufen und Radfahren beanspruchen unterschiedliche Muskelgruppen. Für Personen, die gezielt ihre Beinmuskulatur aufbauen und kräftigen möchten, kann Radfahren einen besseren Trainingseffekt liefern.

Verhältnis von Radfahren zu Laufen in Kilometern

Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten, da verschiedene Faktoren wie Intensität, Gelände und individuelle Fitness eine Rolle spielen. Eine gängige Faustregel, die diesem Vergleich jedoch nahekommt, ist ein Verhältnis von 1:4. Das bedeutet, dass Sie etwa 40 Kilometer Radfahren müssen, um die Wirkung von 10 Kilometern Laufen zu erreichen.

Konditionstraining: Radfahren oder Laufen?

Besonders für Laufanfängerinnen und -anfänger kann das Radfahren eine gute Möglichkeit sein, die Kondition und insbesondere die Grundlagenausdauer gezielt aufzubauen. Radfahren bietet den Vorteil einer geringeren Belastung auf Gelenke und Muskeln im Vergleich zum Laufen. Dadurch ist es möglich, längere Trainingseinheiten durchzuführen, ohne den Körper übermäßig zu belasten. Der Nachteil beim Joggen ist, dass es dafür oft eine gewisse Grundfitness erfordert, um beispielsweise eine Stunde am Stück zu laufen. Dagegen können Sie beim Radfahren auch als Anfänger problemlos zwei Stunden unterwegs sein und dabei effektiv Ihre Ausdauer trainieren.

Tabelle: Vergleich von Laufen und Radfahren

Merkmal Laufen Radfahren
Kalorienverbrauch Höher pro Stunde Potenziell höher über längere Zeit
Muskelbeanspruchung Gesäß- und Beinmuskulatur Vordere Oberschenkel, Waden
Gelenkbelastung Höher Geringer
Verletzungsrisiko Höher (Überlastung) Geringer (Überlastung, aber Risiko durch Stürze)
Ausrüstungskosten Geringer Höher

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