E-Bike Motoren im Test: Welcher Antrieb ist der Beste?

Der Markt für E-Bike Motoren ist vielfältig und unübersichtlich geworden. Ziel dieses Artikels ist es, Ihnen einen umfassenden Marktüberblick zu geben und die Eigenschaften, den Umfang sowie Stärken und Schwächen der einzelnen Motorsysteme zu vermitteln, um Sie beim Kauf Ihres (nächsten) E-MTBs bestens zu unterstützen.

Die wichtigsten Faktoren bei der Wahl eines E-Bike Motors

Ein gutes Motorsystem setzt sich aus vielen entscheidenden Faktoren zusammen, die das Fahrerlebnis maßgeblich beeinflussen. Das Motorsystem ist lediglich ein Zahnrad im großen Getriebe, das nur im Zusammenspiel mit anderen Komponenten ein gutes Gesamtpaket ergibt.

Doch welche Eigenschaften sind besonders wichtig, um das Beste aus Ihrem E-MTB herauszuholen? Das sind die Top 7:

  1. Leistung und Dosierbarkeit: Reine Leistungsdaten wie Drehmoment oder Maximalleistung sollten nicht an vorderster Stelle stehen. Ansprechverhalten, Dosierbarkeit und Leistungsentfaltung sind mindestens genauso wichtig.
  2. Motorengeräusche und Lautstärke unter Last: In gewissen Motordrehzahl- und Lastbereichen werden manche Motoren sehr laut, während andere recht leise agieren.
  3. Akkukapazität und Integration: Eine sinnvolle Auswahl an Akku-Optionen mit hoher Energiedichte und gut in den Rahmen integrierbaren Akku-Formen ist fundamental.
  4. Motor-Ökosystem: Freude entsteht durch intuitive Remotes in Kombination mit einem informativen, übersichtlichen und gut ablesbaren Display. Intuitive Apps machen es zu einem Kinderspiel, die Motorcharakteristik individuell anzupassen.
  5. Integration weiterer Bike-Komponenten: Einige Hersteller integrieren weitere Bike-Komponenten wie Schaltungen oder Bremssysteme.
  6. Technische Aufbau und Redundanz: Lässt sich das Bike auch weiterhin einschalten und nutzen, wenn beispielsweise die Remote bei einem Crash kaputt geht? Dahingehend spielen auch der After-Sales-Support und die Wartungsfreundlichkeit eine entscheidende Rolle.
  7. Das passende Motorsystem finden: Letztendlich ergibt sich aus all diesen Aspekten für jeden Fahrer das passende Motorsystem - Sie müssen nur Ihr Match finden.

Die neuesten E-Bike-Trends

Die BikeX-Redaktion testet fortlaufend die aktuelle Modell-Flotte der wichtigsten E-Bike-Hersteller. Unser umfassender E-Bike-Test enthüllt die Stärken und Schwächen der einzelnen Modelle und gibt einen klaren Ausblick auf die zukünftigen Trends.

  • Leichtere Systeme: Der Trend geht klar zu Light-E-Bikes mit kleinerem Akku und Motor - weniger Gewicht, mehr Natürlichkeit beim Fahren.
  • Smartere Technik: E-Bikes werden vernetzter - mit GPS-Tracking, Over-the-Air-Updates, Apps und Diebstahlschutzfunktionen.
  • Neue Motoren: Bosch & Co. bringen kompaktere, leisere und gleichzeitig leistungsfähigere Antriebe auf den Markt.
  • Mehr Integration: Kabel verschwinden, Displays werden unsichtbarer - das Design wird cleaner, Technik tritt in den Hintergrund.
  • Vielfalt für alle: Vom Citybike bis zum High-End-Gravel-E-Racer - fast jede Fahrradkategorie ist elektrifiziert, inklusive speziell abgestimmter Geometrien für Frauen, Senioren oder sportliche Fahrer.

Die getesteten E-Bike-Motoren

Unser riesiger Motoren-Vergleichstest mit allen relevanten Systemen am Markt wird kontinuierlich um die neuesten Motorensysteme ergänzt. Zu den bisher getesteten Systemen von Bosch, Brose, FAZUA, GIANT, Panasonic, Pinion, Shimano, Specialized, TQ und Yamaha gesellen sich nun der spannende DJI Avinox und der brandneue Bosch Performance Line CX Gen5-Motor hinzu.

Hier ist eine Übersicht der getesteten E-Bike-Motoren:

  • Rocky Mountain Dyname 4.0
  • Bosch Performance Line CX Race
  • Bosch Performance Line CX
  • Panasonic GX Ultimate
  • Brose Drive SMag
  • Shimano EP801
  • Shimano EP8
  • Yamaha PW-X3

Reichweite von E-Bike Motoren im Vergleich

Die Reichweite eines E-Bikes hängt von weit mehr ab als nur der Akkukapazität. Motorleistung, Effizienz, Reifenwahl, Untergrund, Geländeprofil, Fahrergewicht und Unterstützungsstufe spielen eine entscheidende Rolle.

Im Test von Ride Better Bikes treten sechs Motoren gegeneinander an: Bosch Performance Line CX Gen 5, Bosch Performance Line CX Gen 4, DJI Avionix, Giant SyncDrive Pro 2 MG (Yamaha), Shimano EP801 und Specialized 2.2 (Brose). Der YouTuber vergleicht ihre Akkus unter realen Bedingungen.

Der Shimano erreichte mit 2.200 Höhenmetern bei voller Leistung die höchste Reichweite im Test.

Die Effizienz der getesteten Motoren variiert nur geringfügig - alle erreichen etwa 2,8 Höhenmeter pro Wattstunde.

Besondere Motoren im Detail

DJI Avinox

Der DJI Avinox Motor ist leichter, leiser, stärker und kleiner als die aktuellen Flaggschiffe von Bosch, Shimano und Co. Noch dazu besticht er mit einer noch nie da gewesenen Connectivity und einem Touch Display.

DJI sagt selber, dass im Motor bzw. dem kompletten Antriebssystem 10 unterschiedliche Sensoren verbaut sind, um die jeweilige Fahrsituation zu erkennen.

Der häufig angesprochene Nachschub des Motors ist bei diesem System auch nicht mehr Gott gegeben, sondern lässt sich ganz einfach per App an persönliche Vorlieben anpassen.

Der Motor ist bergauf hörbar, aber dennoch leiser als aktuelle Shimano-Antriebe.

Drohnenbusiness ist Leichtbaubusiness. Diese Expertise von DJI kommt auch beim Akku zum Tragen.

Auch beim Ladegerät klatscht DJI der Konkurrenz eine vor den Latz. Denn während Bosch schon mit einem 6-Ampere-Ladegerät von Schnellladen spricht, arbeitet DJI hier standardmäßig mit 12-Ampere. Möglich wird das durch eine neue GaN-Technologie.

Mit DJIs Avinox System haben wir mit Uphills auf Schotter und Trails und zum Teil auch wirklich steilen Trails mit dem 800er-Akku 1800 Meter geschafft. Wohl gemerkt bei einem Fahrergewicht von 70 Kilo.

Bosch Performance Line CX

Der Bosch CX der 5. Generation bietet konstante Leistung bis zum letzten Akkustand, im Gegensatz zu anderen Motoren, die bei niedrigem Akku oft ihre Leistung reduzieren oder in den Notlaufmodus wechseln.

Wer jedoch konstant starke Leistung bis zum letzten Akkustand bevorzugt, sollte sich für den Bosch CX der 5. Generation entscheiden.

Im Vergleich dazu benötigt der Bosch-Akku rund 6,5 Stunden.

Shimano EP801

Der neueste Shimano EP801 ist die bisher leistungsstärkste Antriebseinheit des Herstellers. Mit 85 Nm Drehmoment hast du volle Power, um auch die steilsten Anstiege selbstbewusst zu meistern.

Wer sowohl hohe Reichweite als auch schnelle Ladezeiten sucht, findet im Shimano EP801 und DJI Avinox die besten Optionen.

Speed-Ranking der Motoren

Für unsere Motoren-Challenge schicken wir acht E-MTB-Motoren auf die Rennstrecke. Mit Messtechnik bewaffnet und einheitlich bereiften Bikes geht es aufs Ganze. Dabei wollen wir keinen stupiden Berg-Sprint abbilden - denn hier würde rein die Maximalkraft der Motoren zum Tragen kommen. Vielmehr wollen wir eine reale Uphill-Challenge abbilden, den idealen Einsatzbereich sportlicher E-Mountainbikes.

Die Ergebnisse der Motoren im Speed-Ranking:

  1. Rocky Mountain Dyname 4.0 | 3:01 min
  2. Bosch CX Race | 3:11 min
  3. Bosch CX | 3:14 min
  4. Panasonic | 3:17 min
  5. Brose | 3:18 min
  6. Shimano EP801 | 3:26 min
  7. Yamaha PW-X3 | 3:27 min
  8. Shimano EP8 | 3:38 min

Fazit

Die Wahl des richtigen E-Bike Motors ist entscheidend für ein optimales Fahrerlebnis. Dieser Artikel hat Ihnen hoffentlich geholfen, die verschiedenen Optionen und Faktoren besser zu verstehen.

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