Was ist ein Dirtbike? Eine Definition

Dirtbikes erlebten in den späten 2000er-Jahren einen Boom, der jedoch schnell wieder abflaute. Dank der zunehmenden Popularität von Pumptracks steigt die Nachfrage jedoch wieder. Doch was genau ist ein Dirtbike und was macht es aus?

Dirtbike Definition

Ein Dirtbike ist ein speziell konstruiertes Fahrrad, das für das Fahren auf unbefestigten Strecken und in Dirtparks entwickelt wurde. Ziel ist es, beim Springen über Erdhügel in der Luft Tricks auszuführen.

Dirtparks und Strecken

Ein Dirtpark ist eine naturnahe Fahrrad-Geländestrecke, die aus Lehm (Dirt) gebaut ist. Anlagen aus Erde sind die sanfteste Variante, um den Sport kennenzulernen. Professionelle Dirtparks bieten unterschiedliche Strecken für nahezu alle Könnerstufen.

Verschiedene Streckentypen im Dirtpark:

  • Table-Line: Eine Strecke mit hintereinander folgenden Sprüngen, wobei die sogenannten "Tables" über eine Absprung- und eine Landungsseite mit einem Plateau dazwischen verfügen.
  • Double-Dirtline: Ähnlich der Table-Line, jedoch mit zwei Hügeln (Absprung und Landung), die meist höher sind.
  • Tricksprung: Ein Sprung mit steilerem Absprung für mehr Höhe und flacherer Landung für ein sanftes Aufkommen.
  • Pumptrack: Ein Rundkurs aus Wellen, Kurven und kleinen Hügeln, der durch Gewichtsverlagerung und "Pumpen" befahren wird, ohne zu treten.

Die Nutzer können aktiv an ihrer eigenen Anlage mitarbeiten und diese nach Einweisung und Einarbeitung auch selbst modifizieren, pflegen und erweitern. Überschüssige Erde kann zur Pflege und Variation der Anlage genutzt werden. Das Gelände bleibt weitestgehend unangetastet, da die Hindernisse durch Erdauftrag gebaut werden.

Materialien und Bau von Dirtparks

Für den Bau wird hauptsächlich lehmige Erde benötigt. Gutes Erdmaterial lässt sich mit Maschinen und Handwerkzeugen relativ gut verarbeiten und formen. Als Maschinen werden hauptsächlich Minibagger und Radlader eingesetzt.

Ein Nachteil ist, dass ein Dirt-Pumptrack nicht bei Nässe genutzt werden kann. Auch besteht die Gefahr, dass durch unsachgemäße Benutzung kleinere Schäden entstehen, z.B. Mopedspuren, Fußabdrücke etc. Eine Deckschicht aus Mineralgemisch (wassergebundene Wegdecke) schafft Abhilfe bei Feuchtigkeit.

Kosten für den Bau von Dirtparks

Je nach Größe, Gelände, Umfang und Anzahl der Dirtpark-Anlage & Slopestyle-Elemente und diversen weiteren Bedingungen ist ein Bau durchschnittlich ab ca. 20.000 € realisierbar. Durchschnittlich kosten professionelle Dirtparks zwischen ca.

Beispiele für Dirtparks in München:

  • Dirtpark Allach: Kombiniert Dirtlines und einen Pumptrack und bietet Trainingsmöglichkeiten für Biker*innen unabhängig von Alter und Fahrkönnen.
  • Dirtpark Herterichstraße: Legt den Schwerpunkt auf Pumptrack-Elemente mit verschiedenen Wellen und Kurven, ergänzt durch Dirtline-Elemente.

Dirtbikes im Vergleich zu anderen Disziplinen

Im Gegensatz zum Motocross, das auf Geschwindigkeit und Wettbewerb ausgelegt ist, konzentriert sich der Endurosport auf das Können des Fahrers in Bezug auf Ausdauer und Navigation in schwierigem Gelände. Das Rennsystem des Endurosports ist im Vergleich zum Motocross an das Können des Endurofahrers angepasst, was die Rennen angenehmer und fairer für die Fahrer macht. Beim klassischen Enduro und dem Stundenendeuro wird nach dem E1, E2 und E3 System gefahren.

Auch beim Endurosport gibt es weitere verschiedene Varianten, wie z.B. Hardenduro ist die mit Abstand schwierigste Variante des Endurosports, zugleich die schwierigste Variante des gesamten Zweirradsports überhaupt. Beide Disziplinen ähneln sich darin, dass die Strecke ein Hindernisparcours ist, was für Zuschauer ein Vorteil darstellt, da die Strecke auf kleinstem Raum gebaut und gut überschaubar ist.

Empfehlungen vom Experten

Marius Hoppensack, Ex-Profi und Dirtbike-Experte, gibt folgende Empfehlungen:

  • Für Pumptracks sollte man auf eine gute Gabel, einen verwindungssteifen Rahmen und leichtes Gewicht achten.
  • Beim Neukauf sollte man auf die passende Rahmengröße, ein leichtes Gewicht und eine solide Federgabel achten.
  • Ob man eine Vorderbremse am Dirtbike benötigt, muss jeder für sich entscheiden.

Empfohlene Dirtbike Modelle

Einige empfohlene Dirtbike-Modelle laut Expertenmeinungen sind:

Modell Beschreibung Preis (ungefähr)
Canyon Stitched Guter Allrounder mit hochwertigen Komponenten und leichter Bauweise. ab 999 €
Rose The Bruce Einsteigerfreundliches Modell mit guter Ausstattung. ab 829 €
Radon Slush Rahmen mit austauschbaren Ausfallenden und integriertem Kettenspanner, geeignet für Pumptracks und Dirt-Sprünge. 299 € (Rahmen)
YT Dirtlove Stahlrahmen, besonders geeignet für Skateparks. ab 1399 €
Beddo Sway Ideal für Dirt-Sprünge, Pumptracks und Skateparks, mit mechanischem BMX-Rotor. 2799 €

Fazit

Dirtbikes sind vielseitige Fahrräder, die sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Fahrer geeignet sind. Mit der richtigen Ausrüstung und einem geeigneten Dirtpark steht dem Fahrspaß nichts im Wege.

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