Die Abkürzung CDI steht für "Capacitive Discharge Ignition" und bezeichnet ein elektronisches Bauteil, das in vielen Rollern verbaut ist. Dieses Teil sorgt dafür, dass die Zündung (Verbrennung) zum richtigen Zeitpunkt erfolgt.
Was ist eine CDI?
Eine CDI (Capacitor Discharge Ignition) ist ein Zündsystem, das in vielen Motorrollern und anderen kleinen Verbrennungsmotoren verwendet wird. Die CDI nimmt bei Rollern wichtige Funktionsweisen ein und sollte dringend beachtet werden.
Die CDI übermittelt der Zündkerze sowohl die Energie für den Funken, als auch die Information, wann dieser auszulösen ist. Die CDI ist also ein sehr wichtiges Teil deines Mopeds. Ohne sie läuft nix.
Im Wesentlichen ist eine ECU der Computer und damit das Gehirn des Rollers, der neben der Regelung des Zündzeitpunkts und der Kraftstoffeinspritzung auch andere Sensoren steuern kann. Viele Euro4- und Euro5-Roller haben keine CDI, sondern eine ECU. Dies liegt daran, dass diese Roller mit einem Einspritzsystem ausgestattet sind, bei dem der Kraftstoff elektronisch in den Zylinderkopf gespritzt wird. Die ECU berechnet anhand der Motordrehzahl und der Gashebelstellung die ideale Kraftstoffmenge.
Funktionsweise einer CDI
Technisch gesehen erhält eine CDI über ein Pickup-Kabel Strom direkt von der Lichtmaschine. Mit diesem Strom werden die Kondensatoren der CDI geladen, bis die gesamte Ladung abgegeben wird. Dieser Strom ist bereits recht stark, reicht aber alleine für eine Zündung nicht aus. Daher werden Spulen genutzt, die den Strom hochtransformieren.
Die CDI (Capacitor Discharge Ignition) ist ein Zündsystem, das in vielen Motorrollern und anderen kleinen Verbrennungsmotoren verwendet wird. Das CDI-System besteht aus mehreren Teilen, einschließlich einem CDI-Steuergerät, einem Zündspulen und einem Zündkerzenstecker. Wenn der Fahrer den Anlasser betätigt, sendet das CDI-Steuergerät einen Impuls an die Zündspulen, die dann eine hohe Spannung erzeugen.
Bei Verbrennungsmotoren ist die CDI eine Methode für die Zündung. Hierbei wird durch eine Gleichspannung der Kondensator zunächst aufgeladen, um anschließend wieder ad hoc via der Primärseite des vorliegenden Zündtransformators entladen zu werden. An der Sekundärseite entsteht hierbei eine sogenannte Hochspannung, die im weiteren Verlauf weitergeleitet wird an die entsprechenden Zündkerzen. Die vorliegende Hochspannungskondensatorzündung speichert hierbei die Energie durch den Kondensator. Diese Technologie findet sich im Übrigen häufig Motorrädern oder in weiteren Hochleistungsmotoren wieder.
Da es sich bei einer CDI um eine kontaktlose und mikroelektronische Steuereinheit handelt, findet die Steuerung des Zündzeitpunkts in der Zündkerze elektronisch statt. Hiermit wird die Kraftstoffverbrennung im vorliegenden Zylinder eingeleitet.
Vom Ablauf her wird der Kondensator permanent aufgeladen und über die Batterie bzw. Genauer beschrieben erhält eine vorliegende CDI rein technisch gesehen über ein normales Pickup-Kabel Strom in direkter Weise vonseiten der Lichtmaschine.
Die CDI als Drossel
Die Original verbaute CDI deines Mopeds funktioniert als Drossel. Sie regelt, dass ab einer Drehzahl von 7.000 - 9.000 U/min (je nach Moped unterschiedlich) kein Zündvorgang mehr stattfindet. Ein originaler Mopedmotor ist allerdings locker in der Lage 11.000 - 13.000 U/min zu leisten.
Mopeds dürfen laut gesetzlichen Regelungen auf öffentlichen Straßen nur bis zu 45km/h fahren. Dabei können die Maschinen oft viel mehr leisten. Um dein Bike auf unter 45km/h zu halten, sind von Werk aus Drosseln verbaut.
Die CDI ist oft unter deinem Sitz oder hinter der vorderen Verkleidung montiert. Es handelt sich oft um eine schwarze Box, die nicht sofort ins Auge fällt.
Defekte CDI erkennen und beheben
Wenn die CDI nicht ordnungsgemäß funktioniert, wirst du feststellen, dass der Motor schlecht läuft, häufig aussetzt oder überhaupt nicht mehr startet. Die Batterie wird in diesem Fall unzureichend aufgeladen oder dein Roller geht während der Fahrt einfach aus.
Oft kann man von außen nicht erkennen, ob eine CDI defekt ist. Eine defekte CDI kann immer noch einen Funken erzeugen, aber oft ist dieser zu schwach oder tritt zu einem falschen Zeitpunkt auf.
Um zu wissen, ob die CDI defekt ist, musst du bei der Quelle beginnen, von der der Funken kommt, nämlich der Zündung. Die Zündung erzeugt eine Spannung, die über die CDI zur Zündspule gelangt. Wenn genügend Spannung von der Zündung in die CDI gelangt, weißt du, dass hier kein Defekt vorliegt. Dies kannst du mit einem Multimeter messen. Anschließend ist es wichtig, die Spannung zu messen, die aus der CDI zur Zündspule geleitet wird. Wenn du keinen Wert misst, weißt du, dass in der CDI etwas nicht in Ordnung ist.
Bist du sicher, dass die CDI oder ECU kaputt ist? Dann kannst du das Bauteil selbst durch eine neue CDI oder ECU ersetzen. Als erstes trennst du die Batterie. Dies ist wichtig, da du mit der Elektrizität deines Rollers arbeitest. Die Abdeckung unter dem Sitz muss entfernt werden. Oft kannst du die CDI direkt herausnehmen, ohne zuerst eine Schraube entfernen zu müssen.
CDI und Tuning
Eine CDI kann die Leistung des Rollers sehr stark beeinflussen. Die CDI wird in einigen Fällen als Drossel, aber auch als Tuningteil eingesetzt.
Vor allem im Tuningbereich verschiebt man den Zündzeitpunkt von 2-Takt Motoren gerne ein wenig nach hinten, um die Verbrennung zu optimieren. 4-Takter werden dagegen besser ein wenig zu früh gezündet.
Wenn eine 45km/h Drosselung an einem Roller eliminiert werden soll, aus welchen Gründen auch immer, so müssen nicht nur die mechanischen, sondern auch die elektronischen Drosselungen beseitigt werden, denn es ist eine offene Zündeinheit, die keine Drehzahlbegrenzung beinhaltet, erforderlich. Bei einer Reihe originaler Zündeinheiten ist die Begrenzung hier zwischen 8.000 bis 9.000 U/min. In diesem Zuge entfällt bei einem Großteil der Roller diese Begrenzung nach einem schlichten Anstecken von einer nicht gedrosselten CDI. Somit kann der Motor frei von Leistungslimits arbeiten und eine etwaige Höchstgeschwindigkeit liegt nun deutlich über der Limitierung von 45 km/h.
Vor allem, wenn du gerade anfängst dein Moped zu tunen, sollte dir dieser Artikel helfen, schon einiges mehr an PS und km/h aus deinem Bike rauszuholen - Zur Verwendung Abseits des öffentlichen Straßenverkehrs ;)
Welche CDI ist die Richtige?
Nicht jede CDI lässt sich durch jede andere ersetzen. Zwar sind Derbi Senda, Aprilia SX und Gilera SMT baugleich, doch in Rieju MRT, Beta RR oder Generic Trigger sind zum Beispiel komplett andere Teile verbaut. In unserem Gearparts Shop findest du jede Menge passende CDIs.Um dir die Auswahl für dein Moped leicht zu machen haben wir einen Bikefilter implementiert. Dort gibst du einfach ein, welches Bike du hast und schon werden dir nur noch passende Teile angezeigt.
Für die besten Leistungen ist es manchmal erforderlich, eine neue Variomatikhülse zu montieren. Dies ist in unserer Produktinformation klar angegeben.
Einbau einer neuen CDI
Hast du das passende Teil gefunden, geht es darum, ausfindig zu machen, wo sich die CDI an deinem Bike befindet. Hierfür kannst du einfach dem Kabel, welches von der Zündkerze zur Zündspule und weiter zur CDI führt, folgen. Hast du sie lokalisiert, kannst du dich damit befassen, wie du da rankommst. Dafür müssen bei fast allen Mopeds einige Verkleidungsteile abgeschraubt werden. Das ist keine schwere Aufgabe. Pass auf, dass du weißt, was später wieder wo hingehört ;) Hast du die CDI freigelegt, entfernst du die damit verbundenen Stecker und nimmst sie aus der Halterung. Genau dort platzierst du im nächsten Schritt auch schon die neue CDI und schließt sie genau so an. Jetzt kommen wieder alle entfernten Verkleidungsteile dran und schon bist du fertig.
Verschiedene CDI-Typen
Bevor man eine CDI bestellt, sollte man immer erst die Kompatibilität prüfen. Hier sollte man sich immer die Anschlussstecker der CDI anschauen und mit dem Original vergleichen. Bei einigen Zündanlagen gibt es auch noch einen Unterschied zwischen AC und DC Strom.
- 25 km/h CDI: Hier handelt es sich um eine gedrosselte CDI, die für die Drosselung auf 25 km/h entwickelt wurde. Diese CDI beinhaltet einen Drehzahlbegrenzer, der bei einer relativ geringen Drehzahl drosselt, um 45 km/h Modelle auf 25 km/h zu drosseln.
- 45 km/h - 50 km/h CDI: Diese CDI´s sind bei den 50ccm Rollern ab Werk montiert. Sie besitzen im Normalfall einen Drehzahlbegrenzer der die Fahrzeuge auf 45 bzw. 50 km/h drosselt.
- Offene / ungedrosselte CDI: Diese CDI´s wurden für getunte Fahrzeuge entwickelt. Wenn man z.B. einen 70ccm Zylinder und Sportauspuffanlage verbaut, dann bringen diese Tuningteile fast keine Mehrleistung, wenn die CDI noch gedrosselt ist.
- AC / DC CDI: Bei einigen Modellen werden ab Werk unterschiedliche Zündanlagen mit Wechselstrom (AC) oder Gleichstrom (DC) verbaut. Springt der Roller an, ist eine AC CDI verbaut.
- CDI mit variablem Drehzahlbegrenzer: Diese CDI`s haben einen integrierten variablen Drehzahlbegrenzer verbaut, der sich mittels Stellschraube einstellen lässt. Besitzt die CDI jedoch einen variablen Zündzeitpunkt, dann ist auf der CDI eine Zündkurve hinterlegt. Diese verschiebt den Zündzeitpunkt je nach Drehzahl.
Dynamische CDI´s für 4-Takt oder 2-Takt Motoren sind infolge dessen bei einem Roller auch nicht austauschbar, denn sie arbeiten gegenteilig.
Abb1. : Position der CDI im Peugeot JetForce.
Verwandte Beiträge:
- Shimano Gangschaltung Preisvergleich: Kosten & Modelle
- Motorrad Abgasuntersuchung: Pflicht, Termine & Kosten
- Jeden Tag 1 Stunde Radfahren zum Abnehmen: Effekt & Tipps
- Fahrradkette Kosten: Preisvergleich & Qualität
- Geschenkideen für Motorradfahrer: Die ultimativen Überraschungen, die jeden Biker begeistern!
- BMW Motorrad Zentrum Nürnberg: Top Bewertungen & Exklusive Services Enthüllt!
Kommentar schreiben