Was ist ein Moped? Eine Definition und Abgrenzung zu anderen Zweirädern

Der Pkw ist zwar das beliebteste, aber längst nicht das einzige Kraftfahrzeug. Auch Mopeds, Roller und Mofas, die zu den Kleinkrafträdern oder Leichtkrafträdern gehören, haben in den vergangenen Jahren beachtlich an Aufmerksamkeit gewonnen. Wer kein Mofa-, Moped-, Motorroller- oder Motorrad-Fahrer ist, sieht in den Fahrzeugen eher selten einen gravierenden Unterschied. Für Eingeweihte ist dieser offensichtlich: Die Fahrzeuge unterscheiden sich hauptsächlich in ihrer Geschwindigkeit.

Die Definition eines Mopeds

Seinen Ursprung hat das Moped in dem Silbenwort aus Motor und Pedal (Abgrenzung zum leichten Fahrrad mit Hilfsmotor). Es gab also tatsächlich mal Mopeds, die von der Leistung her zwischen Mofas und Motorrädern angesiedelt sind. Dazu zählten zum Beispiel auch das NSU Quickly von 1953 oder das französische Peugeot Cyclomoteur BB von 1957. Als Moped werden aber nicht nur leichtmotorisierte Krads bezeichnet. Der Begriff Moped dient Motorradfahrern auch als Synonym für ihre Motorräder (zwei Silben statt vier!). Ähnlich wie „Bike“ oder „Maschine“.

Moped n. ‘Fahrrad mit Hilfsmotor’, danach ‘Leichtmotorrad’; in den 50er Jahren des 20. Jhs. aus Motor (s. d.) und Pedal (s. d.) gebildet. Das Wort Moped wird heute also überwiegend umgangssprachlich genutzt, auch wenn man ab und zu noch eines der mittlerweile seltenen Mopeds zu sehen bekommt.

Mopeds sind beliebte Fahrzeuge für Jugendliche. Sie dürfen in den meisten Ländern bereits im Alter von 15 Jahren gefahren werden, was die hohe Beliebtheit in dieser Altersgruppe erklärt. In der Regel erreichen sie eine maximale Höchstgeschwindigkeit von ca. 45 km/h und sind mit einem 50 ccm-Motor ausgestattet.

Abgrenzung zu anderen Kleinkrafträdern

So gehören Roller, Mopeds und Mofas zu den Kleinkrafträdern, die sich von Leichtkrafträdern mit den genannten Leistungsbeschränkungen unterscheiden. Die Welt der Zweiräder ist vielseitiger, als so manchem Verkehrsteilnehmer bewusst ist. Da wundert es kaum, dass Laien häufig gar nicht wissen, worüber sich die Motorradexperten unterhalten, wenn sie von Crossern oder Mopeds sprechen. Wir bringen ein wenig Licht ins Dunkel.

Mofa

Die Abkürzung Mofa ist abgeleitet aus der Bezeichnung Motorisiertes Fahrrad. In der Schweiz wird ein Mofa auch gerne Töffli genannt. Mofas sind also mit Pedalen wie beim Fahrrad ausgestattet - und in etwa auch so langsam. Besser gesagt: Mit einem Mofa ist das schnelle Erreichen des Fahrtziels nicht möglich. Wer also schnell von A nach B möchte, sollte lieber auf ein Moped oder Motorrad steigen. Die Höchstgeschwindigkeit von Mofas liegt lediglich bei durchschnittlich 25 km/h. Mofas sind heute eher selten auf der Straße zu sehen.

Ein wichtiger Unterschied zu den anderen Kleinkrafträdern ist, dass Mofas durch ihre geringe Geschwindigkeit auch Fahrradwege benutzen dürfen. Auf einem Mofa darf außerdem keine zweite Person mitfahren, also nur der Fahrer, ohne Mitfahrer.

Motorroller

Der Motorroller kann zu Recht als der "Bequeme" unter den Zweirädern gelten. Sie werden auch als Scooter bezeichnet. Vor allem für Stadtfahrer ist der Motorroller das ideale Gefährt. Eine aufwendige Parkplatzsuche ist nicht notwendig, es ist ein einfacher Auf- und Abstieg möglich und der Stauraum unter der Sitzbank, in dem sogar der Helm Platz findet, sind nur einige Vorteile, die der Motorroller bietet. Erhältlich sind die Fahrzeuge mit schwacher bis starker Motorisierung.

Ein Roller/ Motorroller, auch Scooter genannt, hat im Vergleich zu den anderen Kleinkrafträdern keine Pedale oder Fußraster, sondern ist mit einem Durchstieg ausgestattet, auf welchen die Füße abgestellt werden können. Die weiterentwickelte Form von Mofa, Moped oder Mokick ist also die modernste Form von Kleinkrafträdern.

Mokick

Der optische Unterschied zu Mofas oder Mopeds ist, dass bei einem Mokick die Pedale fehlen, stattdessen ist das Kleinkraftrad mit Fußrastern ausgestattet. Zum Starten des Motors wird der Kickstarter mit dem Fuß betätigt, daher auch der Name Mokick. Zudem darf das 45 km/h schnelle Kleinkraftrad auch einen Beifahrer transportieren, sofern das Mokick mit einer Sitzfläche für zwei Personen ausgestattet ist.

Führerschein und Zulassung

Kleinkrafträder sind besonders bei Jugendlichen sehr beliebt, da sie bereits ab 15 bzw. 16 Jahren mit einer entsprechenden Fahrerlaubnis (Klasse AM oder eine weiterführende Klasse) gefahren werden dürfen. Die früheren Führerscheinklassen M und 5 berechtigen ebenfalls zum Führen eines Kleinkraftrads. Zudem sind sie nicht Kfz-steuerpflichtig. Das bedeutet, Sie müssen Ihr Gefährt nicht erst bei der Zulassungsstelle oder über einen Zulassungsdienst anmelden.

Ohne gültigen Führerschein ist das Führen eines Mofas ab 15 Jahren nach dem Erwerb einer Mofa-Prüfbescheinigung möglich. Die Prüfbescheinigung ist allerdings nicht erforderlich, wenn der Fahrer vor dem 1. April 1965 geboren ist.

Der Rollerführerschein Klasse AM für Kleinkrafträder bis 50 ccm kann ab dem 15. Lebensjahr erworben werden. Bis zur Vollendung des 16. Fahrten ins Ausland sind daher erst ab dem 16. Geburtstag möglich. Auch mit dem Pkw-Führerschein (Klasse B bzw. 3) dürfen Roller mit maximal 50 ccm Hubraum gefahren werden.

Sicherheitsaspekte

Viele Mopedfahrer verzichten beim Mopedfahren auf Sicherheitskleidung und tragen lediglich einen Helm. Dabei können Unfälle bereits bei einer Geschwindigkeit von ca. 30 km/h massive Verletzungen hervorrufen.

Seit dem 1. Oktober 1985 müssen Mofafahrer einen Helm tragen.

Überblick über die verschiedenen Krafträder

Fahrzeugtyp Höchstgeschwindigkeit Hubraum Führerschein Besonderheiten
Mofa 25 km/h Gering Mofa-Prüfbescheinigung ab 15 Jahren Fahrradwege erlaubt, keine Mitfahrer
Moped 45 km/h 50 ccm Klasse AM ab 15 Jahren Pedale zum Starten
Motorroller 45 km/h 50 ccm Klasse AM ab 15 Jahren Durchstieg, Stauraum
Mokick 45 km/h 50 ccm Klasse AM ab 16 Jahren Fußraster, Beifahrer erlaubt

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