Elektrisch angetriebene Motorroller sind nahezu geräuschlos, flink und ausgesprochen praktisch im dichten Stadtverkehr. Vielleicht stellt ihr euch die Frage, ob ihr eure benzinbetriebene Vespa gegen einen schicken neuen Elektroroller eintauschen solltet. Ihr habt aber noch Vorbehalte? Wir zeigen euch hier ehrlich die Vor- und Nachteile auf.
Vorteile von Elektrorollern
Umweltfreundlichkeit: E-Scooter sind emissionsfrei und verbrauchen daher keinen Kraftstoff. Sie verbrauchen kein Benzin, womit Elektroller im laufenden Betrieb auch kein CO2 erzeugen (für die Bereitstellung des Stroms und bei der Herstellung gleichwohl schon). Elektrofahrzeuge belasten die Stadtluft nicht.
Geringe Lautstärke: Ohne einen Benzinmotor sind sie flüsterleise unterwegs. Dies ist einer der größten Vorteile dieser Art von Fahrzeugen. Einer der großen Vorteile der Fahrzeuge ist gleichzeitig auch ein Nachteil: Anders als auf einer knatternden Vespa machen Elektroroller kaum Geräusche. Andere Verkehrsteilnehmer hören euch damit nicht und reagieren zu Weilen erschrocken, wenn sie euch im letzten Moment erst wahrnehmen. Hier solltet ihr mit einer defensiven Fahrweise gegensteuern.
Fahreigenschaften: Elektroroller bieten meist tolle Fahreigenschaften, denn Elektromotoren funktionieren ohne Schaltgetriebe - auch ohne automatisches. Ihr könnt also direkt voll aufdrehen und lasst so manches andere Gefährt im Straßenverkehr beim Anfahren einfach stehen.
Flexibilität: E-Scooter können an verschiedene Orte gebracht werden, da sie leicht und tragbar sind.
Wirtschaftlichkeit: Eine volle Ladung beider Batterien deines unu Elektrorollers für eine Strecke von 100 km kostet dich nur 1,50€ (bei einem durchschnittlichen Strompreis in Deutschland von 46 Cent/ KwH, Stand August 2023). Ein Benzinroller mit einem Verbrauch von 3 Litern auf 100 km schlägt hingegen mit 5,82€ zu Buche (bei einem durchschnittlichen Benzinpreis von 1,94€/ Liter, Stand September 2023). Abgesehen von den deutlich teureren Fahrtkosten, die auf den hochpreisigen Rohstoff Benzin zurückzuführen sind, kostet ein unu Scooter in der Anschaffung einmalig zwischen 2.999€ - 3.999€. Ein Benzinroller erscheint demnach zu Beginn günstiger, da einige Modelle bereits für unter 2.000€ erhältlich sind.
Wartungskosten: Zudem ist der unu Elektroroller auch im Abo erhältlich und somit auch für all diejenigen erschwinglich, die vor einer zu hohen einmaligen Ausgabe zurückschrecken. Du kannst deinen unu bequem im Abo bestellen, dir alle Vorteile sichern und schon ab einer Rate von nur 69,00€ / Monat (unu Scooter Move, 48 Monate) elektronisch durch deine Stadt fahren. Hier findest du alle Informationen zu dem unu Abo.
Nachteile von Elektrorollern
Hoher Preis: Womit wir bei einem weiteren Nachteil wären: Elektroroller sind nicht selten ganz schön teuer. Premium-Modelle wie die E-Schwalbe oder die Kumpan-1954-Serie schlagen mit Preisen zwischen 5.000 und 8.000 Euro voll aufs Konto. Natürlich gibt es auch günstigere Elektromopeds wie von Emco, Vässla oder Niu.
Begrenzte Reichweite: Elektroroller der Spitzenklasse mit mehreren modernen Akkus schaffen auch eine Reichweite von 100 km oder mehr. Das ist aber leider die Ausnahme. Realistischer sind 30-50 km mit einem Akku. Zum Pendeln in den Nachbarort könnte es da aber schon knapp werden. Und für eine Überlandstour eignet sich das kaum, weil es Stunden dauert, um einen Akku wieder aufzuladen. Dies bedeutet, dass lange Reisen mit dem E-Scooter schwieriger machen können, da man jederzeit anhalten und den Akku aufladen muss.
Ladeinfrastruktur: Praktisch ist es, wenn ihr die Akkus der elektrischen Motorroller herausnehmen und zu Hause oder im Büro laden könnt, wie etwa bei Kumpan-Mopeds, Niu-Scootern oder auch den Modellen von Unu. Darüber hinaus ist es schwierig für E-Scooter-Fahrer, den Akku des Scooters aufzuladen, da dieser in der Regel zu Hause geladen werden muss.
Sicherheitsrisiken: Da es keine vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzung für E-Scooter gibt, kann man leicht überhöhte Geschwindigkeiten erreichen und Unfälle verursachen.
Umweltauswirkungen: In der Herstellung unterscheiden sich Benzinroller nicht maßgeblich von Elektrorollern. Auch in beiden Batterien kommen die endlichen Ressourcen Blei oder Lithium zum Einsatz. Ihre Gewinnung geht häufig mit hohen Belastungen für die menschliche Gesundheit und die Umwelt einher. Gerade in Afrika und Südamerika erfolgt der Abbau von Kobalt bzw. Lithium nicht immer umwelt- und menschengerecht.
CO2-Bilanz: Vergleich von Elektroroller und Benzinroller
Verlässliche Studien gibt es hier leider noch nicht. Wir können aber eine Untersuchung des Umweltbundesamts für Pedelecs aus dem Jahr 2014 zur Hilfe nehmen. Das ermittelte für Elektrofahrräder einen CO2-Ausstoß von 0,56 kg pro 100 km für die Bereitstellung des Stroms. Nehmen wir nun noch die schwereren Bauteile hinzu, können wir mit einmalig 300 bis 500 kg CO2 für die Herstellung rechnen und mit 4 kg CO2 pro 100 km Laufleistung.
Auch hier greifen wir auf Schätzwerte zurück. Motor und Bauteile dürften bei der Herstellung etwa die Hälfte an CO2 erzeugen wie ein Elektroroller. Denn die aufwändige Produktion des Akkus fällt weg. Wir nehmen also etwa 150 bis 250 kg CO2 an. Eine Vespa benötigt dazu im laufenden Betrieb etwa 3 Liter Benzin auf 100 km.
Grob überschlagen hat damit ein neuer Elektroroller nach etwa 5.000 km einen neuen Benzinroller in puncto CO2-Verbrauch überholt. Ihr habt noch eine funktionstüchtige Vespa, aber wollt wechseln? Dann lohnt sich die Neuanschaffung eines E-Mopeds erst nach 9.000 km.
Zusammenfassung der CO2-Bilanz:
| Fahrzeugtyp | CO2-Emissionen bei Herstellung | CO2-Emissionen pro 100 km |
|---|---|---|
| Elektroroller | 300-500 kg | 4 kg |
| Benzinroller | 150-250 kg | ca. 7 kg (3 Liter Benzin) |
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