Notausschalter am Motorrad: Funktion und Anwendung

Der Notausschalter am Motorrad ist ein wichtiges Sicherheitselement, dessen Funktion und korrekte Anwendung vielen Fahrern nicht vollständig bewusst ist. Dieser Artikel soll Klarheit schaffen, wann und wieso der Notausschalter eingesetzt werden sollte und worin der Unterschied zum herkömmlichen Zündschlüssel liegt.

Primärfunktion des Notausschalters

Primär ist der Killschalter vorgesehen, um in Situationen den Motor abzuschalten, wenn das Hantieren mit dem Zündschlüssel zu lange dauern würde. Sprich, wenn das Motorrad hingefallen ist oder wenn es da liegt und man nicht mehr selbst an den Schlüssel herankommt, weil man zwei Meter daneben liegt.

Viele Motorräder sind inzwischen aber so konzipiert, dass sie von selbst ausgehen, wenn der Motor auf der Seite liegt, um Schäden zu verhindern, die durch mangelnde Schmierung durch Umverteilung von Öl etc. entstehen. Viele benutzen auch den Schalter, um das Motorrad auszumachen.

Um in Not- oder Gefahrensituationen schnell den Motor zu stoppen, ist der Killschalter da. Im Normalfall ist er mit dem rechten Daumen auch schnell auszulösen. Nicht nur vom Fahrer, auch von Helfern, nach Unfall oder Sturz, wenn das Motorrad womöglich noch mit drehendem Hinterrad läuft, kann jeder schnell eingreifen.

Unterschied zum Zündschlüssel

Der Hauptunterschied zum Zündschlüssel liegt in der Geschwindigkeit und Zugänglichkeit. Während der Zündschlüssel oft eine bestimmte Position oder das Abziehen erfordert, ist der Notausschalter in der Regel leicht erreichbar und sofort betätigt. Dies ist besonders wichtig in Situationen, in denen jede Sekunde zählt.

Design und Kennzeichnung

Ein Notschalter ist in der Regel ROT oder ROT gekennzeichnet. Schon diese Signalwirkung vermeidet langes Suchen nach einer Abstellmöglichkeit. Zudem sind diese Killschalter meistens Schalter mit drei Stellungen, wovon nur die mittlere ON ist. Dadurch ist die Richtung der Betätigung gleichgültig.

Technische Aspekte

Die einfachste Killschalterversion SR500 Impulsleitung von CDI zur Zündspule wird auf Masse gelegt, Ende Aus. (Die gleiche Funktion erfüllt das Zündschloß auch). Bei neueren Moppeds wird das Gleiche verursacht wie beim Ausschalten der Zündung mittels Schlüssel.

Hi Meise.....leider muss ich Dir da wiedersprechen....sorry Der Zündstromkeis wird genauso unterbrochen wie der Stromkeis für die event. vorhandene Benzinpumpe....ist jendenfalls so bei meiner Dragstar und auch der Virago. Das gilt auch für Kühe! Licht brennt aber weiter! Denn es könnt ja z.b. mein mopped hat kein warnblinker...

Die eigentliche Schalteinheit ist (je nach Baujahr/Serie) bei Suzuki gleich, für die allermeisten Modelle. Der Unterschied ist i.d.r. der Kabelbaum der verschieden konfektioniert ist und unterschiedliche Längen aufweist.

Diskussion um die Verwendung im Alltag

Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, ob der Notausschalter im Alltag zum regulären Abschalten des Motors verwendet werden sollte. Einige Motorradfahrer argumentieren, dass dies die Zündspule unnötig belastet oder zu Lichtbögen am Schalter führen kann. Andere wiederum sehen darin kein Problem und nutzen den Schalter aus Gewohnheit.

Beim googeln (und ich habe lange danach gegoogelt) habe ich unter anderem folgende Begründungen für die Nichtverwendung gefunden:

  • das steht so im Handbuch!!! (sowas kann nur von uns Deutschen kommen)
  • Die Zündspule bleibt unter Spannung und wird wärmer, bis sie durchbrennt (aha)
  • jedes Abschalten durch den Schalter verursacht einen kleinen Lichtbogen am Schalter. Dieser ist auf Dauerbenutzung nicht ausgelegt und wird früher oder später kaputtgehen (bei mir war's wohl später. Sehr viel später.)
  • Bei Trennung durch den Schalter bleibt das Licht an (ja und? Wenn ich das Motorrad dauerhaft abstelle werd ich den Schlüssel danach ja trotzdem abziehen, dann ist das Licht aus)

Ich habe in einem Yamaha-Forum Folgendes gefunden:"Einige meiner Motorräder haben NUR den Notausschalter... von Werk aus- warum sollte das also nicht gut sein??? Kannste also ruhig damit ausmachen!"

Und das ist auch die einhellige Meinung aller dort, die geantwortet haben ... Ja, Enduros / Crosser (auch strassenzugelassene) haben zum Teil kein Zündschloss, sondern nur Startknopf und Notaus.

Sicherheitsaspekte und Fahrtechnik

Das Verständnis von Fahrbetrieb, Fahrphysik und Fahrtechnik ist essenziell für die sichere Teilnahme am Straßenverkehr. Wer die technischen und physikalischen Grundlagen kennt und eine vorausschauende Fahrweise praktiziert, minimiert Risiken und erhöht den Fahrkomfort.

Der Fahrbetrieb umfasst alle Aspekte, die das Zusammenspiel von Fahrzeug und Fahrer betreffen. Die Fahrphysik beschreibt die Kräfte und Bewegungen, die während der Fahrt auf ein Fahrzeug wirken.

Eine gute Fahrtechnik sorgt für Sicherheit, Komfort und Effizienz.

Aspekt Beschreibung
Bremsweg Hängt von der Geschwindigkeit und dem Zustand der Fahrbahn ab.
Reibung Die Haftung zwischen Reifen und Straße ist entscheidend für die Fahrstabilität.

Mögliche Probleme und Lösungen

Es gibt Berichte über defekte Notausschalter, die zu Startproblemen führen können. In solchen Fällen kann es helfen, den Schalter zu reinigen oder auszutauschen. Es ist auch wichtig zu beachten, dass die Schalter von verschiedenen Modellen unterschiedlich sein können.

Man kann eine Schalter auch öffnen und die mechanischen Bauteile entfernen, also auch untersuchen auf Mängeln und ggf.

Falls der Notausschalter nicht korrekt funktioniert: Hast du das Teil einfach mal abgeschraubt, und mit Kontaktreiniger etc geflutet, dabei Schalter mehrmals bewegen - trocknen lassen bzw.

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