Dreirad-Roller mit Autoführerschein: Die besten Optionen und Führerscheinklassen

Dreirad-Roller erweisen sich als großartige Alternative zu Autos, um den täglichen Weg zur Arbeit zu erledigen. Praktische Begleiter im Alltag, mit denen man jeden Stau bezwingen kann. Insbesondere, da die meisten dieser Fahrzeuge inzwischen - zumindest in Österreich und Deutschland - auch mit dem B-Führerschein und ohne jeglichem Zusatz gefahren werden dürfen. Zwar wiegen sie meist mehr als ihre zweirädrigen Pendants, doch dank der doppelten Bereifung in der Front bieten sie ein Plus an Sicherheit auf schlechten, beziehungsweise rutschigen Straßen.

Die besten Dreirad-Roller mit B-Führerschein

Die Frage, welcher Dreirad-Roller mit dem B-Führerschein gefahren werden kann, wurde von der 1000PS Redaktion bei der Abstimmung zu den 1000PS Top Awards gestellt. In dieser Kategorie stimmten Vauli, Horvath, Poky und Zonko ab - jene Redakteure, die schon viel Zeit auf solchen Dreirad-Rollern verbracht haben.

1. Platz: Peugeot Metropolis 400

Im Vergleich zu anderen Kategorien konnte der Sieger in dieser Klasse klar bestimmt werden: Der Peugeot Metropolis 400 erhielt einstimmig den 1. Die Idee, sich an Autofahrer zu richten, macht wohl kauf ein Dreirad-Roller besser als der Peugeot Metropolis. Bereits in der Optik ist das zu erkennen: Lichtelemente und Armaturen ähneln jenen der Peugeot Autosparte stark.

In Sachen Stauraum kann er zudem punkten: Dank einer praktischen Durchreiche vom Heck bis unter den Fahrersitz können auch längere Gegenstände transportiert werden. Während der Fahrt überzeugt der kräftige Motor und das gute Gefühl für die Vorderräder. Angeboten wird er in verschiedenen Varianten.

Weitere Details dazu im Test: Peugeot Metropolis Test.

2. Platz: Piaggio MP3

Der Begründer und ewige Klassiker der Dreirad-Roller: Der Piaggio MP3. Mit der neuen Exclusive Version hat Piaggio deutlich nachgelegt und in Sachen Ausstattung das Non plus ultra in dieser Fahrzeugklasse geschaffen: Rückfahrkamera und Retourgang haben wir auf noch keinem anderen Roller gesehen!

Zudem überzeugt er mit seinem großartigen Wind- und Wetterschutz, sowie einem riesen Staufach unter der Sitzbank. Über die Jahre gab es verschiedenste Baureihen in mehreren Motorstärken, doch das Highlight ist bestimmt der aktuelle 530er Motor.

3. Platz: Yamaha Tricity 300

Der Yamaha Tricity 300 macht das Podium der besten Dreirad-Roller komplett. Yamaha hat im Jahr 2020 mit dem Tricity 300 den Schritt unternommen, nun auch in der 300er Klasse der Dreirad-Roller aufzutreten. Hierbei setzt Yamaha beim Tricity 300 ebenfalls auf das Leaning Multi Wheel-Neigetechnik, ein Anti-Kipp-System, welches das Fahrzeug beim Halten an Ampeln stabil aufrecht hält.

Der Yamaha Tricity 300 ist ein Dreirad-Roller, der auch von einem Teil der Autoführerschein-Inhabern gefahren werden kann. Die Testfahrt klärt, wie gut Motor, Kurvenverhalten und Komfort sind. Plus: Technische Daten, Bilder, Preis. Großzügiges Platzangebot, einfach in der Handhabung, aggressives Design, hochwertige Verarbeitung, fahrbar mit Führerschein Kl. 3 und B.

Wer den Pkw-Führerschein der Klasse B oder Klasse 3 vor dem 19. Januar 2013 erworben hat, darf nämlich alle dreirädrigen Kraftfahrzeuge fahren, auch mit Anhänger. Die dafür geforderte Spurweite von 46 Zentimetern übertrifft der Tricity um einen Zentimeter, auch das vorgeschriebene Fußpedal, das alle Bremsen gleichzeitig betätigt, ist an Bord.

Der flüssigkeitsgekühlte Einzylinder mit 292 Kubikzentimetern Hubraum zählt zu den modernsten Aggregaten des Segments mit einteiliger geschmiedeter Kurbelwelle und Semi-Trockensumpfschmierung. So stehen dem Tricity-Treiber ebenfalls 28 PS und ein Drehmoment von 29 Newtonmetern zur Verfügung, die mit dem Gewicht von 239 Kilogramm akzeptabel zurechtkommen.

Yamaha Tricity 300: Technische Daten

Motor/Getriebe Flüssigkeitsgekühlter Viertakt-Einzylinder, 292 cm³ Hubraum, 20,6 kW/28 PS bei 7250 U/min 29 Nm bei 5750 U/min; vier Ventile/Zylinder, ohc, Einspritzung, CVT-Automatik, Fliehkraftkupplung, Riemen-Sekundärantrieb
Fahrleistungen und Verbrauch Höchstgeschwindigkeit 126 km/h, 3,7 l/100 km
Fahrwerk Stahlrohrrahmen; zwei 330-mm-Doppel-Telegabeln vorn (nicht einstellbar), 100 mm Federweg; Triebsatzschwinge hinten, zwei Federbeine (Vorspannung einstellbar), 84 mm Federweg; Leichtmetall-Gussräder; Reifen 2x120/70-14 (vorn) und 140/70-14 (hinten).

Führerscheinklassen und Bestimmungen

Welche Führerscheinklasse benötigt man? Genügt der Autoführerschein? Ist ein Helm Pflicht und ein Sicherheitsgurt erforderlich? ADAC Juristinnen beantworten Fragen rund um Trikes.

Trikes: Definition und Führerschein

Optisch erinnern Trikes an motorisierte Dreiräder. Rechtlich werden Trikes als Fahrzeuge mit einer einspurigen Achse vorne und einer mehrspurigen Achse hinten definiert. Sie sind entweder klassisch mit Verbrennungsmotoren oder auch in der Elektro-Variante erhältlich.

Die erforderliche Fahrerlaubnis richtet sich nach der Leistung des Trikes:

  • Klasse AM: Für Trikes mit max. 45 km/h, max. 4 kW Leistung, max. 270 kg Leermasse und max. 50 cm³ Hubraum (Verbrennungs- oder Elektromotor).
  • Klasse A1: Für Trikes mit einer Leistung von bis zu 15 kW.
  • Klasse A: Für stärkere Trikes mit einer Leistung von mehr als 15 kW.

Inhaber der Fahrerlaubnis der Klasse B, die mindestens 21 Jahre alt sind, dürfen im Inland dreirädrige Kraftfahrzeuge mit einer Motorleistung von mehr als 15 kW / 24 PS führen. Dazu zählen beispielsweise die beliebten Piaggio MP3-Modelle oder Peugeots Metropolis, die mit 39 respektive 36 PS antreten.

Wer die Fahrlizenz-B-Prüfung erst nach dem 19. Januar 2013 abgelegt hat, muss mindestens 21 Jahre alt sein um den mp3 500 zu bewegen. Wer jünger ist, darf dreirädrige Kraftfahrzeuge bis maximal 15 kW bedienen.Dieses gilt aber ausschließlich in Deutschland - wer mit seinem starken Dreirad ins Ausland fährt, braucht den Motorradführerschein der Klasse A.

Beim Umtausch in die Scheckkarte erkennt man dies anhand der Schlüsselzahlen 79.03 und 79.04 zu A1 und A.Die ab dem 19.1.2013 erworbene Klasse B umfasst ebenfalls das Führen von dreirädrigen Kraftfahrzeugen, jedoch nur in Deutschland (Schlüsselziffer 194). Sofern das Kraftfahrzeug allerdings eine Motorleistung von mehr als 15 kW aufweist, gilt diese Berechtigung nur, wenn der Inhaber der Fahrerlaubnis mindestens 21 Jahre alt ist.

Dreirad-Roller in Deutschland: Eine Übersicht

Schräglage fahren ohne Motorradführerschein, ohne Erweiterung des Autoführerscheins und ohne Lesitungsgrenze? Das geht. Und ist dank der Dreirad-Roller nicht einmal begrenzt auf 125 Kubik Hubraum.Dreirad-Roller sind vor allem für Autofahrer interessant, da hierfür der Autoführerschein Klasse B ohne Erweiterung ausreichend ist. Aber auch für Roller- und Motoradfahrer, die besonderen Wert auf Sicherheit legen, könnte das Konzept vor allem für Herbst und Winterfahrten eine Überlegung wert sein.

Historischer Hintergrund

Den Dreh, wie aus den bis dato Motorradführerschein-pflichtigen Piaggio MP3 -Roller, Fahrzeuge für die Führerscheinklasse B werden, entdeckte 2006 ein unabhängiger Roller-Spezialist: Die Firma Pedalo aus Sassenberg bei Münster. Hinten größerer Blinkerabstand und vorn mittels eingebauter Distanzstücke eine Verbreiterung des Abstands zwischen den beiden Vorderrädern (Spur) von bislang 42 auf 46 Zentimeter - das reichte aus, um so umgebaute Piaggio MP3 per Ausnahmegenehmigung in der Fahrzeugklasse L5e (anstatt L3e) zuzulassen und damit führerscheinrechtlich als Mehrspurfahrzeug, sprich Auto, einzustufen.

Zwingend notwendig war ab dann zusätzlich eine Fuß-betätigte Zweikreis-Bremse, die auf alle Räder des Fahrzeugs gleichzeitig wirkt. Doch deren technische Umsetzung bekam Pedalo nicht hin. Piaggio konstruierte aber daraufhin die Fahrzeuge selbst so, dass sie den damals aktuellen gesetzlichen Bestimmungen zur Eingruppierung als Zweispurfahrzeug genügten. Der italienische Hersteller ließ das Fußbremspedal also direkt in die Serienproduktion einfließen.

Gesetzesänderungen

Eine abermalige Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung zum 28. Dezember 2016 ermöglichte in Deutschland aufs Neue allen Besitzern eines Autoführerscheins den Zugang zum Dreirad-Roller. Einschränkung: Wer die Prüfung nach dem 19. Januar 2013 erwarb, benötigte für diese Fahrzeuge dann zusätzlich den Motorradführerschein. Es gehe um die "Wahrung der Verkehrssicherheit", hieß es seinerzeit auf Anfrage aus dem Bundesverkehrsministerium. Es sei "wissenschaftlich unbestritten, dass allein die langjährige Erfahrung, einen Pkw sicher zu führen, nicht ausreicht, um ein Zweirad (wie auch die vergleichbaren Dreiräder) sicher zu führen."

Dreiradroller vs. Führerschein-Erweiterung B196

Als Autofahrer oder Autofahrerin benötigt ihr für einen Dreiradroller, wie er in Deutschland angeboten wird, keinerlei zusätzliche Fahrerlaubnis. Für die Klasse der 125er-Zweiräder braucht ihr aber zumindest den Autoführerschein mit zusätzlicher Schlüsselnummer B196. Aber wie finde ich nun heraus, ob ich besser die B196-Führerscheinerweiterung mache oder mir einen Dreiradroller kaufe?

Vorteile der Dreiradroller

  • Kein extra Führerschein oder Erweiterung notwendig.
  • Keine Grenzen in Sachen Hubraum.
  • Fast keine Leistungseinschränkungen (nur für Führerscheinneulinge unter 21 Jahren, die nach dem 19. Januar 2013 den Führerschein gemacht haben).
  • Mehr Sicherheit durch zwei Vorderräder, besonders im Herbst und Winter.

Nachteile der Dreiradroller

  • Zu breit zum Durchschlängeln im Verkehr.
  • Schwerer als zweirädrige Roller.
  • Verhältnismäßig teuer.
  • Geringe Auswahl an Modellen.

In Deutschland erhältliche Dreiradroller

  • Peugeot Metropolis: 399 Kubik, DOHC, 4 Ventile, 26,2 kW/35,6 PS, 135 km/h, 280 kg, ab 9.355 Euro ohne NK.
  • Piaggio MP3 300/Sport: 278 Kubik, DOHC, 4 Ventile, 19 kW/25,8 PS, 120 km/h, 225 kg, 7.290/7.490 Euro inkl. NK.
  • Piaggio MP3 400/Sport: 399 Kubik, DOHC, 4 Ventile, 26 kW/35 PS, 135 km/h, 257 kg, 9.590/9.590 Euro inkl. NK.
  • Piaggio MP3 500 Sport Advanced: 493 Kubik, DOHC, 4 Ventile, 32 kW/44 PS, 145 km/h, 282 kg, 11.590 Euro inkl. NK.
  • Yamaha Tricity 300: 292 Kubik, OHC, 4 Ventile, 20,6 kW/28 PS, k. A., 239 kg, ab 8.699 Euro inkl. NK.

Nachteile der Führerschein-Erweiterung B196

  • Notwendigkeit einer Führerschein-Erweiterung mit Schlüsselzahl B196.
  • Mindestalter von 25 Jahren und 5 Jahre Besitz des Führerscheins Klasse B.
  • Neun Doppelstunden Fahrschule (4 Theorie, 5 Praxis).
  • Beschränkung auf Leichtkrafträder der 125er-Klasse (max. 125 cm³ Hubraum und 11 kW/15 PS Leistung).

Vorteile der Führerschein-Erweiterung B196

  • Fahrdynamik in Schräglage, wendiges Kurvenverhalten, einfaches Handling.
  • Einfache Parkplatzsuche.
  • Riesige Auswahl an Fahrzeugen.

Der KYMCO CV3 550i ABS ist der erste dreirädrige Scooter in der KYMCO Flotte. Die beiden Vorderräder werden von einer Parallelogramm-Aufhängung mit doppelten Gabeln geführt und sorgen in jeder Situation für zusätzliche Stabilität und Vertrauen. Zuverlässig geschmeidigen Vortrieb liefert der 550er Zweizylinder-Viertakt-Reihenmotor. Und auch bei den Extras wurde nicht gegeizt: das Cockpit ist mit NOODOE samt GPS-Navigation übers Smartphone und Tempomat ausgestattet. Außerdem bietet das Dreirad ein Windschild, Heizgriffe sowie ein Keyless-System.

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