Fahrradhelm: Welche Farbe bietet mehr Sicherheit?

Zuerst muss man sagen, dass man mit einem Helmkauf fürs Fahrrad prinzipiell gar nichts falsch machen kann. Die heutigen Fahrradhelme sind zudem so gebaut, dass man sie auf dem Kopf kaum spürt.

Unfallschutz und Sicherheitsstandards

Der Unfallschutz ist sicherlich das Wichtigste am Fahrradhelm. Sonst bräuchte man ja auch gar keinen Helm, wenn er nicht schützen würde.

Wenn man den Unfallschutz untersucht, so wird der Aufprall auf die Stirn und auch auf die Schläfenpartien geprüft. Hier muss der Helm gut abschneiden, sonst ist er nichts. Eine aktuelle Studie vom ADAC hat diverse Fahrradhelme im Bereich Unfallschutz geprüft.

Für Fahrradhelme gibt es verschiedene Sicherheitszertifikate. Diese besagt, dass alle sicherheitsrelevanten Grenzwerte eingehalten wird. Um diese Norm zu erreichen, wird eine Fallschutzprüfung durchgeführt.

Dazu haben mache Helme noch das GS-Siegel. Das ist ein Siegel, welches die Sicherheit und Gesundheit von Personen für spezielle Produkte gewährleisten soll. Wenn man das hat, hat man noch zusätzliche Sicherheit.

Helme, die in Deutschland, bzw. der EU verkauft werden, müssen zahlreiche Normen und Anforderungen erfüllen. Sie müssen Stürze unbeschadet überstehen, die verwendeten Materialien müssen unschädlich und wetterbeständig sein und dürfen keine Materialermüdung zulassen. Dein Fahrradhelm muss rutschfest am Kopf zu befestigen sein, die Kinnriemen von Kinderhelmen müssen zudem bei einer bestimmten Zugkraft reißen um Strangulation zu verhindern. Für Downhill- und BMX-Helme werden zusätzlich amerikanische Prüfnormen berücksichtigt, die einen Vollgesichtsschutz und einen erweiterten Schutzbereich vorschreiben.

Damit du sichergehen kannst, dass der Helm deiner Wahl alle diese Normen erfüllt, achte auf den Aufkleber innen im Helm. Dort ist vermerkt, ob er die Normen DIN EN 1078, bzw. 1080 für Kinderhelme erfüllt. Das CE-Kennzeichen bekommt ein Fahrradhelm nur dann, wenn er alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt. Viele Helme sind zusätzlich vom TÜV geprüft, oder sie tragen das Zeichen für „geprüfte Sicherheit“ GS.

Preis und Qualität

Ein Fahrradhelm muss nicht teuer sein. Das heißt nicht, dass man den ersten Billigschrott kaufen soll. Allerdings bietet er für das Preis-Leistungsverhältnis einen befriedigenden Schutz. Wenn man jetzt kein Power-Fahrradfahrer ist, kann man ihn durchaus ruhigen Gewissens verwenden.

Die richtige Passform finden

Wichtig ist, dass man den Kopfumfang misst. Bei mir war der Kopfumfang 57 Zentimeter. Trotz meines Kopfumfangs von 57 Zentimetern habe ich mir dann einen Helm gekauft, der mit 58-62 Zentimetern ausgeschrieben war. Der andere hätte einfach nicht gepasst. Vor allem wegen der Helmtiefe, wie ich gelesen habe.

Und prompt war es so, dass der mit der Größe 58-62 superpassend war. Der kleinere ist mit 54-58 Zentimetern ausgezeichnet. Richtungsgrößen sind zwar: S, M und L und XL. Jedoch würde ich auf jeden Fall auf die Zentimeter schauen. Die richtige Passform ist auch wichtig zu wissen, bevor man einen Fahrradhelm kaufen will.

Beim Test muss die Vorderkante des Helms ca. mit den Augenbrauen aufhören. Dazu darf der Radhelm auch nicht in den Nacken fallen. Er darf auch nicht schief sitzen. Das wäre auch unsicher. Der Helm darf nicht zu eng sitzen, so dass irgendetwas abgequetscht wird.

Was aber auch nicht sein darf: Die Finger dürfen nicht unter den Helm passen. Dann ist er zu locker und die Unfallgefahr ist hoch. Es geht also um ein Austarieren.

Welche Farbe ist die sicherste?

Auch beim Fahrradhelm kann man auf eine sichtbare Farbe setzen. Insgesamt gilt: Je dunkler man angezogen ist, desto schlechter wird man gesehen. Gerade im Dunkeln in schwarz zu fahren, ist nicht so richtig praktisch, da man schlecht gesehen wird. Allerdings muss man auch ehrlich sagen. Denn wenn man ein helles Hemd oder eine Warnweste im Dunkeln an hat, so wird man durchaus gut gesehen.

Dann ist der Fahrradhelm vielleicht nicht mehr so wichtig.

Hitzebeständigkeit und Belüftung

Gerade wenn es sehr heiß ist, so ist Hitzebeständigkeit wichtig. Man darf unter einem Fahrradhelm nicht zu arg schwitzen. Daher sollte man darauf achten, dass der Helm genug Lüftungsschlitze hat.

Ansonsten kann es zum Hitzestau kommen. Dann ist der Helm nicht mehr praktisch.

Gewicht des Helms

Nicht unwichtig ist auch das Kriterium Gewicht des Fahrradhelms. Gut, dass heute viele Fahrradhelme immer leichter werden. Ein gut optimierter Fahrradhelm wiegt so um die 300 Gramm.

Wenn man richtig professionell und schnell Rennrad fährt, wo Gewichtsoptimierung eine immense Rolle spielt, so würde auf jeden Fall einen unter 300 Gramm nehmen. Aus Pappe sollte er aber auch nicht sein.

Online-Kauf und Rückgaberecht

Der TÜV rät zwar vom Blindkauf im Internet ab. Doch im Internet findet man durchaus viele Infos über die Helme, so dass man sich gut entscheiden kann.

Klar: Er muss gut sitzen. So habe icb es bei meinem letzten Helmkauf gemacht und bin sehr zufrieden. Es gibt ja Standardgrößen. Zur Not kann man innerhalb von 14 Tagen den Fahrradhelm zurückschicken. Das ist ja gar gesetzlich so geregelt.

Weitere wichtige Aspekte

Die meisten sind auch hitzebeständig, sofern es eben entsprechende Lüftungsschlitze gibt. Ich selbst trage schon immer einen Fahrradhelm. Seit ich denken kann. Ich muss ihn also unbedingt tauschen. Eigentlich empfiehlt es sich einen Fahrradhelm nach drei Jahren zu wechseln, weil dieser in der inneren Struktur angegriffen sein kann und so nicht mehr optimal schützt. Er wird spröde und porös mit der Zeit. Ich habe meinen schon ca. 10 Jahre. Mein alter kaputter Fahrradhelm. Der würde wohl nicht mehr so viel schützen, wie man an den Rissen sieht.

Ich habe mich, nachdem ich meinen porösen Helm ausgesondert habe, jetzt für den Cratoni Pacer 2 entschieden. Der schien mir von den Top 3, die ich oben erwähnt habe der stylischste zu sein. Es gibt diverse Fabauswahlmöglichkeiten wie blau, grün, schwarz. Zudem ist er im Preis vollkommen okay. 50€ habe ich ca. gezahlt, was man für den Schutz des Lebens und des Kopfes schon einmal bezahlen kann, wie ich finde. Ich fahre ja auch im Jahr 5.000 Kilometer. Er ist außerdem schadstoffarm und ist schön bequem.

Das musste jetzt also unbedingt sein! Und auch noch sehr wichtig! Wenn ihr gestürzt seid, damn wechselt den Fahrradhelm besser. Er kann dann in der inneren Struktur kaputt sein und seine Schutzfunktion eingebüsst haben.

SicherheitsstandardsIn Deutschland besteht, wie oben erwähnt, im Moment keine Helmpflicht. Aber Vorsicht: bei einem Unfall, dessen Folgen durch einen geprüften Fahrradhelm verhindert oder verringert worden wären, können die Schadenersatzleistungen von Versicherungen gemindert werden oder ganz ausfallen. Alle Nicht-Helmträger sollten sich also noch einmal darüber Gedanken machen, ob hier die Sicherheit nicht Vorrang hat vor allen Gründen die vielleicht gegen einen Helm sprechen. Eine Ausnahme gilt für Rennradfahrer, die auf Grund ihrer sportlichen Fahrweise als besonders gefährdet gelten. Sie müssen immer einen Helm tragen.

Wie funktioniert ein Fahrradhelm?

Ein Fahrradhelm ist natürlich in erster Linie dazu da, um Kopfverletzungen zu verhindern. Damit das funktioniert muss er die Energie eines etwaigen Aufpralls abfangen, die Wucht verteilen und dabei natürlich stets sicheren Halt bieten.

Damit ein Aufprall abgefangen werden kann, besteht das Grundgerüst eines Helms aus Polystyren-Schaum, also einer Styroporschale, die die Energie des Aufpralls aufnehmen und verteilen soll. Da diese raue Schale leicht bricht oder sich verhakt, bekommt ein Helm eine äußere, glatte Schicht die die innere Schale vor Brüchen schützt und es ermöglicht, dass der Helm auf dem Boden gleitet, um ruckartige Bewegungen zu vermeiden, die die Halswirbelsäule verletzen könnten. Diese äußere Schale verhindert auch, dass sich spitze Gegenstände durch den Helm bohren - das könnte die Polystyrenschicht alleine nicht. Bei den meisten Helmen ist diese äußere Schicht aus Plastik. Bei teureren Modellen besteht diese Schale aus Kohlefaserverbund (Carbon), das höheren Beanspruchungen standhält und dabei weniger Gewicht auf die Waage bringt.

Unter normalen Bedingungen sollte ein Helm auf dem Kopf bleiben, ohne dass das Rückhaltesystem - also der Kinnriemen - gebraucht wird. Die kommen erst ins Spiel, wenn es holprig wird oder eben bei schnellen Richtungswechseln wie Einschlägen oder einem Aufprall. Was du in deinem Helm auch findest, sind Polster, die vor allem der Bequemlichkeit dienen. Für die Sicherheit des Helms sind sie nicht relevant.

Passgenauigkeit

Jeder Kopf ist anders, daher kann ein Helm kann dich nur optimal schützen wenn er richtig passt und sitzt.

Die meisten Firmen bezeichnen ihre Helme mit den Größen S, M und L bzw. Doppelgrößen wie S/M und M/L. Das bezeichnet allerdings keine Standardgrößen, sondern gilt eher als grobe Orientierung. Du wirst also zum Maßband greifen müssen, notfalls helfen eine Schur und ein Lineal weiter.Miss deinen Kopf an der weitesten Stelle, ca. 2 cm über den Augenbrauen, oberhalb der Ohren und nicht tief im Nacken, sondern am unteren Schädelrand entlang. Sollte der ermittelte Wert genau zwischen zwei Größen liegen, so solltest du die größere Größe auswählen. Der Helm muss aber so eingestellt werden können, dass er auch ohne Kinnriemen auf dem Kopf hält wenn der Träger den Kopf nach unten hängen lässt. Sollte das nicht der Fall sein, solltest du eher einen anderen Fahrradhelm wählen.

Die Passform der Helme wird selten erwähnt, aber tatsächlich ist sie von Hersteller zu Hersteller verschieden. Erfahrungsgemäß sind beispielsweise die Helme italienischer Hersteller schmaler, während die amerikanischen etwas weiter ausfallen. Während du die Größe ganz einfach durch Nachmessen ermitteln kannst, hilft da nur eines: Probieren.

Verschlusssysteme

Ein Fahrradhelm verfügt über zwei verschiedene Systeme, die sicherstellen, dass er dir nicht vom Kopf fliegt. Zum einen ist da der Kinnriemen, der so eingestellt werden muss, dass zwischen Kinn und Riemen noch zwei Finger Platz haben und der vordere und hintere Riemen unter den Ohren V-förmig zusammentreffen. Achte darauf, dass die Länge der Riemen und die Halteklemmen einfach einzustellen sind und nicht verrutschen.Besondere Vorsicht ist bei Kinderhelmen geboten! Sämtliche Schnüre an Kinderbekleidung müssen eine Sollbruchstelle haben, damit die Kleinen sich nicht strangulieren. Dies gilt insbesondere für Helmriemen. Wenn der Helm die Norm EN 1080 erfüllt, kannst du sicher sein, dass die Riemen bei zu großer Belastung reißen.

Die Weite des Helms kannst du an der Rückseite einstellen. Entweder funktioniert das über einen verstellbaren Ring, der den ganzen Kopf umschließt oder einen Helmverschluss, der nur im Nacken sitzt. So wird der Fahrradhelm sicher und bequem auf dem Kopf gehalten. Aber trotz dieser Systeme muss die innere Schale stets gut sitzen - ein Helm der nicht passt kann auch mithilfe der Rückhaltesysteme nicht so eingestellt werden, dass er deinen Kopf optimal schützt.

Es gibt auch Helme, die keinen Verschluss haben. Diese müssen natürlich ganz besonders sorgfältig ausgewählt werden. Wenn du dir einen solchen Fahrradhelm anschaffen willst, lass dich am besten im Fachhandel beraten.

Wenn du einen Fahrradhelm aufprobierst, lass ihn einige Minuten auf dem Kopf um eventuelle Druckstellen zu spüren. Wenn er unangenehm drückt, vor allem bei ungleichmäßig verteilten Druckstellen ist er zu klein, die Passform ist nicht für dich geeignet oder er ist beschädigt.

Eine gute Nachricht für alle Träger/innen von Langhaarfrisuren: es gibt spezielle Helme, die mit einem „Hair Port“ ausgestattet sind, also einem Durchlass für deinen Zopf am Hinterkopf. Die Haare können so sicher verstaut werden, ohne dass sie die Sicht behindern oder aber den sicheren Sitz beeinflussen.

Falls du beim Fahrradfahren eine Brille oder Sonnenbrille tragen willst, solltest du diese beim Helmkauf unbedingt dabeihaben. Nur so kannst du ausprobieren, ob die Brille unter dem Helm unangenehm drückt. Normalerweise sollte dieser weder die Bügel noch den Rahmen einer Brille berühren.

Wenn Du all das berücksichtigt hast, bist du auf dem Weg zum perfekten Kopfschutz schon ein ganzes Stück weitergekommen. Aber der beste Helm kann dich nicht optimal schützen wenn er nicht richtig an den Träger angepasst wird.

Sicherheit & Schutz

Wenn du in deinem Fahrradhelm einen Aufkleber mit den oben erwähnten Sicherheitssiegeln findest, kannst du davon ausgehen, dass er ein Mindestmaß an wichtigen Sicherheitskriterien erfüllt. Zusätzlich gibt es noch einige Neuerungen, die in der Entwicklung von modernen Modellen mehr und mehr Verbreitung finden. Eine Neuheit auf dem Markt ist das MIPS (Multi-directional Impact Protection System). Während die Helme früher vor allem Stöße abfangen sollten, die in gerader Richtung einwirken, absorbiert MIPS auch Schläge die in einem Winkel auftreffen. Dafür wird eine dünne, bewegliche Schicht eingearbeitet. Kommt es zu einem Aufschlag, kann diese Schicht mit einer minimalen Bewegung die Wucht zwischen Kopf und Helm auf eine größere Fläche verteilen und so Gehirnerschütterungen und schwere Schäden vermeiden. Vorbild für dieses System ist übrigens der Aufbau des menschlichen Kopfes, dort liegt unser Gehirn gut gepolstert durch eine bewegliche, flüssige Schicht in einem harten, stabilen Knochengerüst.

Auch wenn es zunächst nicht so aussieht - ein weiterer Sicherheitsaspekt sind die vorhandenen Lüftungslöcher und die Farbe. Letzterer Fakt ist schnell erklärt: Ein Fahrradhelm in einer auffälligen Farbe kann dazu beitragen, dass du im Straßenverkehr besser gesehen wirst. Die Anzahl und Größe der Lüftungslöcher im Helm darf nicht zu groß sein, denn dadurch kann sich die Auflagefläche auf dem Kopf so weit verringern, dass er einwirkende Kräfte nicht mehr ausreichend verteilt oder sogar instabil wird.

Und zu guter Letzt darfst du nicht vergessen, dass ein Helm nur eine begrenze Lebensdauer hat. Es gibt keine eindeutigen Vorgaben dafür, wie lange ein Helm benutzt werden kann, manche Hersteller geben allerdings Empfehlungen heraus. Als Faustregel gilt: Hol dir einen neuen, wenn die Farben verblassen oder der Kinnriemen beginnt auszufransen.

Wenn du einen Unfall hattest solltest du den Fahrradhelm allerdings sofort austauschen. Die Styroporschale wird sich nach einem Aufprall nicht wieder von alleine zurechtbiegen, ganz im Gegenteil, sie kann unsichtbare Risse davongetragen haben die verhindern, dass er beim nächsten Aufprall ganze Arbeit leistet oder sogar für zusätzliche Verletzungen sorgen. Gleiches gilt für Exemplare die aus einiger Höhe herunterfallen. Manche Hersteller gewähren im Falle eines Unfalls einen Preisnachlass bei der Anschaffung eines neuen Modells.

Mountainbiking, Rennradfahren, Triathlon oder die Fahrt zur Arbeit: Für jede Disziplin der passende Helm

Jeder Fahrradhelm ist natürlich dazu da um deinen Kopf zu schützen. Aber die Art des Helms muss zu deinem Fahrstil passen.

Mountainbike-Helm

Bei einem Mountainbike-Helm sticht als erstes ins Auge, dass er mehr Zonen am Kopf bedeckt als andere es tun. Das liegt daran, dass im Gegensatz zu Fahrradfahrern die auf der Straße unterwegs sind und die statistisch gesehen meistens nach vorne fallen, ein Mountainbiker in jede beliebige Richtig stürzen kann. Daher brauchen der Hinterkopf und die Schläfen besonderen Schutz. Wenn du downhill brettern möchtest, solltest du unbedingt einen Integralhelm mit besonderem Kinnschutz tragen. Das gilt natürlich auch für BMX-Fahrer.

Helme mit abnehmbarem Kinnschutz liegen derzeit voll im Trend, denn auf ungefährlicheren Strecken hast du so die Wahl, ob du mehr Sicherheit oder mehr Frischluft bevorzugst. Die Modelle für Mountainbiker haben meist größere Lüftungslöcher, damit sie auch bei geringer Geschwindigkeit gut durchlüftet werden. Der Nachteil dieser großen Löcher ist, dass es bei größeren Geschwindigkeiten auf der Straße durch den Fahrtwind sehr laut wird.

Die meisten Mountainbiker bevorzugen Helme mit einem Visier oder Schild vorne, damit das Gesicht vor der Sonne und Zweigen geschützt ist. Viele Modelle sind mit Halterungen für Lampen oder einer Helmkamera versehen.

Rennradhelm

Wie bereits erwähnt fallen Radfahrer, die auf der Straße unterwegs sind, meistens nach vorne. Daher konzentriert sich die Schutzwirkung auf den Vorderkopf und das Gesicht. Ein guter Helm für Rennradfahrer soll leicht und bei höheren Geschwindigkeiten gut belüftet sein. Hochpreisige Modelle sind aus leichtem Carbon und von Lüftungsschlitzen durchzogen, damit du einen kühlen Kopf behältst. Diese wiegen teilweise nicht mehr als 200g, haben allerdings auch gesalzene Preise.

Bei Helmen für Rennradfahrer wird auf optimale Aerodynamik Wert gelegt, daher kommen sie meist möglichst glatt und schnörkellos daher und haben weniger Lüftungslöcher. Damit der Fahrer selber zwischen mehr Frischluft oder weniger Luftwiderstand entscheiden kann gibt es Modelle wie den Kask Infinity mit verschließbaren Lüftungen oder den Lazer Z1 bei dem ein abnehmbarer aerodynamischer Aufsatz mitgeliefert wird. Der Aufsatz macht sich bei kaltem Wetter doppelt bezahlt, denn er behält die angewärmte Luft.

Die meisten Rennradhelme besitzen kein Schild, ganz einfach aus dem Grund, dass ein Schild bei der geduckten Körperhaltung das Gesichtsfeld gefährlich einschränken würde.

Triathlon

Beim Teil des Triathlons, der auf dem Fahrrad stattfindet, gibt es in der Regel für den Fahrer kaum großen Überraschungen. Keine schnellen Richtungswechsel, die Geschwindigkeit bleibt konstant, Aerodynamik ist hier das Zauberwort. Daher haben Triathlonhelme eine Heckspitze, die den Fahrtwind nach hinten ableitet. Allerdings muss der Fahrer eine bestimmte Fahrposition einhalten, um das optimal auszunutzen. Moderne Varianten ähneln Rennradhelmen, aber um den Fahrern größere Bewegungsfreiheit zu verschaffen ist die Heckspitze kürzer. Außerdem sind sie oft auch weniger gut belüftet.

Freizeit und Tour

Die Fahrradhelme für eine gemütliche Radtour am Wochenende oder die tägliche Fahrt zur Arbeit sind deutlich einfacher ausgestattet als Sporthelme, denn die erreichte Geschwindigkeit bleibt überschaubar, Aerodynamik spielt keine Rolle und die Durchlüftung ist weniger wichtig. Deshalb sind diese Helme mit weniger Belüftungsöffnungen versehen, ihr Design ist weniger sportlich und teilweise minimalistisch. Dafür haben teurere Modelle oft eingebaute Leuchten für zusätzliche Sicherheit, auch Smarthelme mit weiteren Funktionen machen gerade die Runde.

Kinderhelme

Kinderhelme sind im Großen und Ganzen verkleinerte Versionen der Erwachsenenhelme. Es gibt aber ein paar dennoch ein paar Besonderheiten zu beachten.

Beim Kauf ist die Devise „Ach, sie wachsen doch hinein!“ ein gefährlicher Fehler! Ein Helm der nicht passt schützt bei einem Unfall nur unzureichend. Einen Kinderhelm solltest du immer passend kaufen und ihn gegen einen größeren austauschen, wenn er zu klein wird. Und ganz wichtig: Sobald das Kind von Fahrrad steigt, muss es den Helm ablegen. Beim Klettern, Spielen oder bei anderen Aktivitäten hat er nichts auf dem Kinderkopf zu suchen, die Gefahr, dass das Kind hängen bleibt oder sich stranguliert ist viel zu groß. Der Helm oder dessen Riemen könnten sich beispielsweise an einem Klettergerüst oder in den Zweigen eines Baumes verhaken und das kann fatale Folgen haben.

Nach welchen Kriterien werden Fahrradhelme getestet?

Die Helme werden auf verschiedene Qualitätsstandards geprüft. Neben der sicheren Bauart werden auch Grenzwerte von Weichmachern in den Kunststoffen getestet. Die Stabilität der Helme wird durch das Durchhaltevermögen bei einem Aufprall überprüft. Ein Kinderhelm muss beispielsweise einen Sturz aus 1,50 Metern aushalten.

Vielen Verbraucher:innen ist nicht bewusst, dass Helme ihre Schutzwirkung nach einem Sturz oder längerer Gebrauchszeit verlieren. „Nach fünf Jahren sollte man über den Kauf eines neuen Helms nachdenken, da das Material dann porös wird“, sagt Waschke. „Nach einem Unfall sollte der Helm gründlich untersucht werden. Kleine Risse, die durch einen Aufprall entstehen, führen zu weniger Stabilität und damit zu einem deutlich geringeren Schutz.“

Wann sitzt der Helm richtig?

Da Helme in verschiedenen Größen erworben werden können, sollte vor dem Kauf der Kopfumfang gemessen werden. Um den richtigen Umfang zu ermitteln, sollten Sie 2,5 Zentimeter über den Augenbrauen ansetzen und ein Maßband möglichst gerade um den Kopf ziehen.

Neben der richtigen Größe ist auch der passende Sitz entscheidend. Der Helm sollte etwa 2,5 Zentimeter über den Augenbrauen sitzen. Achten Sie also darauf, dass der Helm nicht zu weit im Nacken sitzt und die Stirn ungeschützt bleibt. Die meisten Helme können zusätzlich an die Kopfgröße und -form angepasst werden. „Neben der Größe bieten Helme weitere Einstellungsmöglichkeiten wie Kopf- oder Kinnriemen. Sie sollten festsitzen, aber kein beengendes Gefühl geben“, so Waschke. „Vor allem Stirn, Schläfen und Hinterkopf sollten vom Helm gut geschützt sein.“

Wie erkennen Sie getestete Sicherheit?

Eine Mindestanforderung ist das CE-Kennzeichen, das vom Hersteller selbst vergeben wird und angibt, dass der Helm den geltenden Anforderungen genügt. Wer sich nicht allein auf die Selbsterklärung des Herstellers verlassen will, sollte beim Kauf auf das GS-Zeichen und das TÜV-Prüfzeichen achten. Sie zeigen, dass der Helm von einer unabhängigen Prüfstelle geprüft wurde, die Europäische Norm EN 1078 erfüllt und auch die Herstellung überwacht wird. Waschke: „Die Anforderungen in den Testlaboren unabhängiger Prüforganisationen sind meist höher als die des Gesetzgebers.“

Was ist also die perfekte Passform?

Der Fahrradhelm sollte den Kopf so umschließen, dass er selbst bei geöffnetem Kinnriemen nicht einfach von der Stirn geschoben werden kann, wie in den folgenden Beispielen ersichtlich ist. Nur dann liefert der Helm seinen bestmöglichen Schutz. Schlechter Sitz: Der Helm rutsch bei leichtem Druck von der Stirn.

Fahrradhelm-Test des ADAC

Der ADAC hat gemeinsam mit der Stiftung Warentest elf City- und Urban-Fahrradhelme sowie drei S-Pedelec-Helme in den Kategorien Sicherheit, Komfort, Handhabung und Schadstoffgehalt getestet.

Ergebnisse des Fahrradhelm-Tests

Hersteller/Modell Mittlerer Preis in Euro ADAC Urteil Handhabung & Komfort Unfallschutz Schadstoffe
Uvex Urban Planet LED 130 2,0 1,8 2,3 1,0
Alpina Gent MIPS 130 2,2 1,9 2,5 1,0
Limar Torino 90 2,2 1,9 2,5 1,0
Lazer Codax KinetiCore 165 2,6 2,6 2,7 1,0
Lidl Crivit - Fahrradhelm mit Rücklicht 31 2,6 1,9 2,9 1,9
Giro Fixture Mips II 110 2,8 2,5 2,9 1,0
Abus HUD-Y 120 3,0 2,8 3,0 1,0
Decathlon / B´Twin City 540 Bowl 15 3,1 2,9 3,1 1,0
Prophete ECO Urban 15 3,1 2,4 4 1,9
Cube Fleet 15 3,2 2,6 4 2,0
Casco E.Motion 2 120 5,5 1,9 5,5 1,6

Was du beim Kauf eines Fahrradhelms beachten solltest

  • Spätestens alle sechs Jahre sollte ein neuer Helm her. Und natürlich nach einem Aufprall.
  • Wie und wo Du unterwegs bist, entscheidet darüber, welche Art Helm Du brauchst.
  • Die richtige Größe und Passform sind essenziell dafür, dass Dein Fahrradhelm Dich optimal schützen kann.
  • Moderne Technologie wie MIPS erhöht die Sicherheit.
  • Reflektoren und LED-Beleuchtung sorgen dafür, dass Du gesehen wirst und Unfälle gar nicht erst passieren.
  • Teurer heißt nicht unbedingt sicherer. Unabhängige Tests helfen bei der Orientierung.
  • Du bist unsicher? Lass Dich bei Deinem Fahrradhändler beraten.

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