Shimano XT 11-fach Ketten im Test: Verschleiß, Leistung und Alternativen

Viele Radfahrer schenken der Kette wenig Beachtung, obwohl sie ein entscheidendes Bauteil ist. Mit einem Wirkungsgrad von etwa 98 Prozent überträgt sie die Kraft effizient aufs Hinterrad. Regelmäßige Schmierung ist wichtig, da die Kette sich mit der Zeit längt.

Warum Ketten verschleißen

Durch Reibung zwischen den Bolzen und Kettenlaschen wird Material abgetragen, insbesondere bei Alltags- und Geländefahrten oder bei E-Bikes. Eine gelängte Kette ändert ihre Teilung, was Ritzel und Kettenblätter zusätzlich belastet. Ein rechtzeitiger Kettenwechsel schützt die Zahnräder und spart langfristig Kosten.

Ein sportlich betriebenes E-Bike kann eine Kette auf 1000 Kilometer hinrichten. Am gepflegten Schönwetterrad hält die gleiche Kette auch 7000 Kilometer und mehr.

E-Bike-Ketten im Test

Sollte man am E-Bike also besondere Ketten mit dem Zusatz „E“ verwenden? Und lohnt es sich, etwas tiefer in die Tasche zu greifen und die Top-Modelle zu kaufen? Der Test fördert erhebliche Unterschiede im Verschleißverhalten zutage. Während manche Exemplare nach dem Testmarathon noch nicht austauschpflichtig wären, sind andere schon extrem gelängt. Auffällig ist, dass zwei ausgewiesene E-Bike-Ketten im Test - von KMC und von Miché - besonders schlecht abschneiden. Extrem haltbar sind hingegen alle Shimano-Ketten, auch die ganz günstigen, sowie die KMC X10. Auch die Wippermann-Ketten zeigen eine ordentliche Performance, fallen aber durch stärkeren Rollenverschleiß auf. Die teurere Edelstahlkette längt sich dabei etwas weniger als die einfacheren Modelle. Auch bei SRAM ist die teurere PC 1071 deutlich haltbarer als die billige PC 1031.

Unterm Strich lernen wir, dass das Attribut „E-Bike-tauglich“ keine Qualitätsaussage ist. Auch der Preis gibt nur bedingt Auskunft über die Qualität einer Kette. Durch die Bank glänzend sind die Ergebnisse der Shimano-Ketten. Auch die günstigste, die HG 54, schneidet sehr gut ab. Punktabzug gibt es nur durch das umständliche Handling mit dem Verschlussbolzen. Den Testsieg holt sich KMC mit der günstigen X10, die mit einem Kettenschloss montiert wird.

Die schlechtesten Fahrradketten im Test verschlissen siebenmal schneller als die Top-Modelle. Wie lange Ketten insgesamt halten, hängt auch von der Pflege ab. Regelmäßig gereinigte und geölte Ketten halten deutlich länger als verschmutzte.

Testverfahren für Kettenverschleiß

Der Verschleiß der Ketten wurde auf einer Prüfmaschine bestimmt. Dazu wurden je sieben Kettenabschnitte zu einer Prüfkette zusammengesetzt, die auf dem Prüfstand verspannt wurde. 80 Stunden lang wurde die Kette mit 300 N Spannung und 75 U/min bewegt. Weitere 30 Stunden mit einer auf 750 N erhöhten Last, wie sie fürs E-Biken repräsentativer ist. Alle 20 Stunden wurde feiner, aggressiver Quarzsand auf die Kette gerieselt, die mit einfachem Motoröl geschmiert wurde. Am Ende jedes Zyklus wurde die Längung der Gelenke mit Messschiebern unter Vorlast ermittelt. Zusätzlich haben wir den Rollenverschleiß erfasst und mit einer Kettenmesslehre überprüft, ob ein Austausch anstünde. Ein Referenzkettenabschnitt wurde in beiden Prüfketten verwendet.

Ketten unter 0,02 Millimeter Längung pro Gelenk sind nach der Prüfung mit Kettenlehre, die auch den Rollenverschleiß erfasst, noch nicht austauschpflichtig.

Testergebnisse im Detail

Nachfolgend finden Sie die Testergebnisse zu den 13 Fahrradketten im MYBIKE-Verschleißtest.

KMC E10

  • Preis: 52,95 Euro
  • Gewicht: 285 Gramm
  • Glieder: 122
  • Gewicht pro Kettenglied: 2,34 Gramm
  • Breite: 5,99 Millimeter
  • Verschleiß: 0,078 Millimeter
  • Fazit: Spezifische E-Bike-Kette. Fällt im Test durch ausgesprochen schwache Haltbarkeit auf.

KMC X10

  • Preis: 33,90 Euro
  • Gewicht: 264 Gramm
  • Glieder: 114
  • Gewicht pro Kettenglied: 2,32 Gramm
  • Breite: 5,88 Millimeter
  • Verschleiß: 0,017 Millimeter
  • Fazit: Die günstige Kette zeigt, dass Shimano-Zulieferer KMC auch unter eigener Flagge extrem haltbare Ketten anbietet.

KMC X10 EL Gold

  • Preis: 54,90 Euro
  • Gewicht: 259 Gramm
  • Glieder: 114
  • Gewicht pro Kettenglied: 2,27 Gramm
  • Breite: 5,89 Millimeter
  • Verschleiß: 0,054 Millimeter
  • Fazit: Goldig glänzend durch Titan-Nitrit-Beschichtung. Sehr leicht durch durchbrochene Laschen, aber in der Haltbarkeit nicht toll.

Miché E-Bike

  • Preis: 48,38 Euro
  • Gewicht: 337 Gramm
  • Glieder: 138
  • Gewicht pro Kettenglied: 2,44 Gramm
  • Breite: 5,94 Millimeter
  • Verschleiß: 0,111 Millimeter
  • Fazit: Die E-Bike-Kette von Miché enttäuscht. Die Kette verschleißt von Beginn an schnell. Schlusslicht in der Haltbarkeitswertung.

Miché 10 Speed

  • Preis: 36,50 Euro
  • Gewicht: 279 Gramm
  • Glieder: 116
  • Gewicht pro Kettenglied: 2,41 Gramm
  • Breite: 5,86 Millimeter
  • Verschleiß: 0,035 Millimeter
  • Fazit: Die vernickelte Kette mit durchbrochenen Laschen zeigt, dass Miché gute Ketten machen kann.

Shimano CNE 6090

  • Preis: 42,95 Euro
  • Gewicht: 303 Gramm
  • Glieder: 126
  • Gewicht pro Kettenglied: 2,40 Gramm
  • Breite: 5,81 Millimeter
  • Verschleiß: 0,017 Millimeter
  • Fazit: Extralange E-Bike-Kette mit geräuschmindernder Siltec-Beschichtung für Einfach-Antriebe. Hervorragende Haltbarkeit.

Shimano Deore HG 54

  • Preis: 29,95 Euro
  • Gewicht: 276 Gramm
  • Glieder: 116
  • Gewicht pro Kettenglied: 2,38 Gramm
  • Breite: 5,94 Millimeter
  • Verschleiß: 0,016 Millimeter
  • Fazit: Laufrichtungsgebundene Kette für Shimano Deore/XT/SLX. Etwas schlichte Optik, aber Top-Haltbarkeit. Günstig.

Shimano HG 95

  • Preis: 32,95 Euro
  • Gewicht: 277 Gramm
  • Glieder: 116
  • Gewicht pro Kettenglied: 2,39 Gramm
  • Breite: 5,8 Millimeter
  • Verschleiß: 0,016 Millimeter
  • Fazit: Laufrichtungsgebundene Kette für Shimano Deore/XT/SLX. Beschichtete Laschen. Hervorragende Haltbarkeit.

SRAM PC 1031

  • Preis: 22,00 Euro
  • Gewicht: 272 Gramm
  • Glieder: 114
  • Gewicht pro Kettenglied: 2,39 Gramm
  • Breite: 6,01 Millimeter
  • Verschleiß: 0,102 Millimeter
  • Fazit: Die günstige Kette der Amerikaner fällt stark ab gegenüber dem teureren Schwestermodell. Die Haltbarkeit ist schwach.

SRAM PC 1071

  • Preis: 48,90 Euro
  • Gewicht: 260 Gramm
  • Glieder: 114
  • Gewicht pro Kettenglied: 2,28 Gramm
  • Breite: 6,05 Millimeter
  • Verschleiß: 0,026 Millimeter
  • Fazit: Hohlbolzen drücken das Gewicht, die vernickelten Außenlaschen sorgen für Glanz. Gute Haltbarkeit.

Wippermann 10 S1

  • Preis: 67,50 Euro
  • Gewicht: 256 Gramm
  • Glieder: 114
  • Gewicht pro Kettenglied: 2,25 Gramm
  • Breite: 5,93 Millimeter
  • Verschleiß: 0,023 Millimeter
  • Fazit: Komplett aus Edelstahl gefertigt. Das treibt den Preis, bedeutet aber hohen Rostschutz. Gute Haltbarkeit. Super Schloss.

Wippermann 10 SE

  • Preis: 57,90 Euro
  • Gewicht: 286 Gramm
  • Glieder: 124
  • Gewicht pro Kettenglied: 2,31 Gramm
  • Breite: 5,85 Millimeter
  • Verschleiß: 0,024 Millimeter
  • Fazit: E-Bike-Modell mit Innenglied aus Edelstahl. Gute Haltbarkeit der Gelenke, hoher Rollenverschleiß. Genialer Verschluss.

Wippermann 10 SO

  • Preis: 34,90 Euro
  • Gewicht: 264 Gramm
  • Glieder: 114
  • Gewicht pro Kettenglied: 2,32 Gramm
  • Breite: 5,85 Millimeter
  • Verschleiß: 0,028 Millimeter
  • Fazit: Auch die günstigste Kette von Wippermann schlägt sich wacker. Toll ist der leicht zu öffnende Verschluss.

Rennradketten im Verschleißtest

Die Verschleißmechanik des Kettengetriebes findet vor allem im Inneren des Kettengelenkes statt. Die Innenlaschen der Rennradkette bewegen sich relativ zu den Kettenbolzen bei jedem Ein- und Ausschwenken aus den Zahnrädern. Die Antriebskraft wird dabei über eine winzige, linienförmige Kontaktfläche übertragen. Der Bolzen widersteht diesen Kräften nur, wenn er extrem hart ist und gut geschmiert wird.

Wir testen die Rennradketten mit einer Maschine. Hohe Kettenkraft, Sand und vorsätzlich unzureichende Schmierung mit einfachem Motoröl belasten die Ketten extrem. So lässt sich der Verschleiß im Zeitraffer begutachten. Im echten Rennradleben können die besten Ketten bei optimaler Pflege 10000 Kilometer und mehr erreichen. Auf dem Prüfstand lassen wir die Ketten 36 Stunden laufen. Eine Zwischenmessung nach 20 Stunden zeigt, wie sich der Verschleiß anbahnt.

Das Ergebnis ist eindeutig: Unter den großen drei Herstellern baut Shimano die haltbarsten Ketten. Dura-Ace und Ultegra zeigen im Testzeitraum nur minimale Ansätze von Verschleiß. Die Bolzen sind demnach extrem verschleißfest. Die günstigere 105er-Kette zeigt etwas mehr Abrieb, ist nach dem Test aber auch nicht verschlissen. Campagnolos Ketten liegen auf vergleichbarem Niveau. SRAM zeigt den stärksten Verschleiß.

Je kürzer die Balken, desto haltbarer die Kette. Das Ergebnis gliedert sich in vier Klassen: Dura-Ace und Ultegra sind extrem widerstandsfähig. Dahinter folgen Campa Record, Chorus und Shimano 105. SRAM ist schon etwas abgeschlagen mit der Red-Kette, die nach 36 Stunden kurz vor der Austauschgrenze steht. Die Force-Kette bricht mehrfach, scheint aber auf dem Niveau der Red zu verschleißen. Die Rival-Kette ist schwach und verschleißt deutlich schneller als der Rest.

Insbesondere die Rival-Kette ist schwach, verschleißt rasant, ist nach 20 Stunden schon knapp austauschpflichtig und nach 36 Stunden völlig ausgeleiert. Die Force-Kette verschleißt langsamer, reißt aber mehrfach, was auf Probleme mit der Herstellungscharge hindeutet. Nach unserer Recherche (siehe unten, Bruchgefahr?) kommt das in der Praxis nur selten vor. Die SRAM Red liegt im Verschleiß auf Force-Niveau und hält. Unterm Strich bietet die Ultegra das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Aber Achtung: SRAM-Fahrer können nicht auf Shimano zurückgreifen, die AXS-Gruppen sind nicht mehr kompatibel.

Detaillierte Ergebnisse des Rennradketten-Verschleißtests

Campagnolo Chorus

  • Marktpreis: 45 Euro
  • Verschluss: Nietstift
  • Gewicht: 243 Gramm
  • Gliederzahl: 114
  • Gewicht pro Glied: 2,13 Gramm
  • Breite: 5,17 Millimeter
  • Längung pro Gelenk: 0,026 Millimeter
  • Beschreibung: Die Campa-Kette mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Sehr gute Schalteigenschaften, die Haltbarkeit ist ebenfalls gut und identisch zur Super Record. Einzig durch den Verzicht auf die Hohlbolzen ist sie etwas schwerer. Ein Kettenschloss wäre ein Gewinn.

Campagnolo Super Record

  • Marktpreis: 60 Euro
  • Verschluss: Nietstift
  • Gewicht: 224 Gramm
  • Gliederzahl: 114
  • Gewicht pro Glied: 1,96 Gramm
  • Breite: 5,17 Millimeter
  • Längung pro Gelenk: 0,024 Millimeter
  • Beschreibung: Nomen est omen: Die Record hält den Gewichtsrekord. Hohle Bolzen schinden 19 Gramm gegenüber der Chorus. Die Haltbarkeit ist gut, erreicht aber nicht ganz das Niveau von Shimano. Das Handling leidet unter dem Verschluss per Nietstift und erfordert Spezial-Werkzeug.

Shimano 105

  • Marktpreis: 30 Euro
  • Verschluss: Einmal-Kettenschloss
  • Gewicht: 258 Gramm
  • Gliederzahl: 116
  • Gewicht pro Glied: 2,22 Gramm
  • Breite: 5,27 Millimeter
  • Längung pro Gelenk: 0,028 Millimeter
  • Beschreibung: Äußerlich kaum von der Ultegra zu unterscheiden, auch ausdauernd, aber messbar weniger haltbar als die teurere Schwester. Laut Spezifikation sind die Innenlaschen nicht chromiert. Das Schaltverhalten ist identisch zu den teureren Ketten. Kettenschloss ist nur einmal verwendbar.

Shimano Ultegra

  • Marktpreis: 40 Euro
  • Verschluss: Einmal-Kettenschloss
  • Gewicht: 258 Gramm
  • Gliederzahl: 116
  • Gewicht pro Glied: 2,22 Gramm
  • Breite: 5,27 Millimeter
  • Längung pro Gelenk: 0,013 Millimeter
  • Beschreibung: Das Arbeitstier aus dem Sortiment des Marktführers wird auch am Mountainbike eingesetzt (XT-Gruppe) und besticht durch exzellente Ausdauer. Chromierte Innenlaschen und extraharte Bolzen machen die Kette standfest. Durch Einmal-Kettenschloss gut im Handling.

Shimano Dura-Ace

  • Marktpreis: 60 Euro
  • Verschluss: Einmal-Kettenschloss
  • Gewicht: 248 Gramm
  • Gliederzahl: 116
  • Gewicht pro Glied: 2,14 Gramm
  • Breite: 5,26 Millimeter
  • Längung pro Gelenk: 0,015 Millimeter
  • Beschreibung: Das Top-Modell paart exzellente Ausdauer mit Leichtbau und findet auch in der XTR-Offroad-Gruppe Verwendung. Der Unterschied zur Ultegra sind die hohlen Bolzen, die die Kette 10 Gramm leichter machen. Der Aufpreis von rund 20 Euro für den kleinen Gewichtsvorteil ist sportlich.

SRAM Rival

  • Marktpreis: 20 Euro
  • Verschluss: Einmal-Kettenschloss
  • Gewicht: 271 Gramm
  • Gliederzahl: 120
  • Gewicht pro Glied: 2,25 Gramm
  • Breite: 5,00 Millimeter
  • Längung pro Gelenk: 0,014 Millimeter
  • Beschreibung: Enttäuschende Haltbarkeit. Äußerlich gleicht die Kette der Force, läuft aber deutlich schneller ein. Schon bei der Zwischenmessung nach 20 Stunden starker Verschleiß. Die Schalteigenschaften sind sehr gut. Durch den größeren Rollendurchmesser nicht kompatibel mit Shimano.

SRAM Force

  • Marktpreis: 31 Euro
  • Verschluss: Einmal-Kettenschloss
  • Gewicht: 271 Gramm
  • Gliederzahl: 120
  • Gewicht pro Glied: 2,25 Gramm
  • Breite: 5,00 Millimeter
  • Längung pro Gelenk: 0,039 Millimeter (bis zum Bruch)
  • Beschreibung: Die Kette bricht mehrfach an den Innenlaschen - ungewöhnlich, da die Lasten im Versuch weit unter der Reißkraft liegen. Der Verschleiß auf halber Strecke ist identisch zur Red, besser als bei der Rival, aber unter den Erwartungen. Das Kettenschloss ist gut, aber nur einmal verwendbar.

SRAM Red

  • Marktpreis: 40 Euro
  • Verschluss: Einmal-Kettenschloss
  • Gewicht: 261 Gramm
  • Gliederzahl: 120
  • Gewicht pro Glied: 2,18 Gramm
  • Breite: 5,00 Millimeter
  • Längung pro Gelenk: 0,066 Millimeter
  • Beschreibung: Das Spitzenmodell bleibt im Verschleiß hinter den Erwartungen und erreicht nicht das Niveau der besten MTB-Ketten von SRAM. Die Hohlbolzen mindern das Gewicht gegenüber der Force um 10 Gramm. Sehr gute Schalteigenschaften. Gutes Kettenschloss für einmalige Nutzung.

Shimano Deore XT M8000 11-fach Schaltgruppe im Test

Seit über 33 Jahren ist die Shimano Deore XT erhältlich und gilt als Rückgrat im Schaltungssegment des Mountainbikesports. Die neue 11-fach-Schaltgruppe Shimano M8000 wurde in Riva del Garda ausgiebig getestet.

Die Gruppe wird als 1-fach-, 2-fach- und 3-fach-Variante angeboten. Die Kassette verfügt bei der 1×11-Variante über eine Bandbreite von 11-42-Zähnen, bei der 2×11 und 3×11 über 11-40 Zähne. Wie auch bei der Topgruppe XTR kann auch bei der neuen XT der Spider der Kurbel gewechselt werden und sie kann so von 1- auf 2-fach umgebaut werden. Mit 3-fach ist dieser Tausch jedoch nicht möglich. Eine große Neuerung ist, neben dem Wechsel auf 11-fach, der neue Side Swing-Umwerfer. Bei ihm wird das Kabel nicht mehr über Umlenkungen an den Umwerfer geführt, sondern läuft direkt vom Rahmen aus auf ihn zu. Das soll den Kraftaufwand verringern und noch schnellere Schaltvorgänge ermöglichen.

Nicht nur die Kurbel, auch die Schalthebel erinnern bei der neuen Shimano Deore XT stark an die höherpreisige Topgruppe XTR. Im Vergleich zum Vorgängermodell wurde bei ihnen vor allem die Ergonomie der Hebel überarbeitet, wodurch sich laut Shimano eine Kraftersparnis von bis zu 20 % beim Schalten der hinteren Gänge erreichen ließ. Außerdem verfügen die Hebel nun über eine angenehmere Oberflächenstruktur für noch mehr Grip am Trigger und lassen sich dank der überarbeiten I-Spec II-Schelle noch besser an die Hand des Fahrers anpassen. Am Schaltwerk setzt Shimano weiterhin auf die bekannte und bewährte Shadow Plus-Technologie, um Kettenschlagen mithilfe des Reibungsdämpfers zu minimieren. Bei der neuen Deore XT ist dieser nun aber zusätzlich mithilfe einer Inbus-Schraube von außen einstellbar.

Die neue Shimano XT hämmert die Gänge förmlich rein. Nie gingen Schaltvorgänge mit einer Deore XT schneller und präziser. Ein Unterschied zum Topmodell XTR ist ohne direkten Vergleich bei diesem Modell nur noch schwer festzustellen. Besonders gut gefiel uns direkt von Anfang an der neu designte Schalthebel, der dank der neuen Struktur auf den Schaltpaddeln guten Grip und ein angenehmes Schaltgefühl bietet. Die präzise Rasterung, die kurzen Schaltwege speziell am hinteren Schaltwerk und das definierte Klicken gefallen, doch am meisten begeistert die Leichtgängigkeit des neuen Side Swing-Umwerfers. Die neuen Schalthebel verfügen außerdem über die bekannte Rapidfire Plus-Technologie, wodurch sich sowohl beim Hoch- als auch beim Runterschalten direkt zwei Gänge nacheinander am Hebel durchdrücken lassen.

11-fach Fahrradketten im Vergleich (2025)

Die besten 11-fach-Fahrradketten im Überblick:

Modell Farbe Anzahl der Glieder Gewicht je Glied Maße (Teilung x Innenbreite) Mit Kettenschloss Robustes Material Oberflächenbehandlung
Shimano Cn-Hg901 Silber 116 Stück 2,16 g 1/2" x 11/128" Kettennietstift Legierter Stahl SIL-TEC-Beschichtung
Kmc X11EL Ti-N Gold 118 Stück 2,29 g 1/2" x 11/128" MissingLink-Verschlussglied Carbonstahl Titan-Nitrid-Gold-Beschichtung
Shimano ‎ICNE800011116Q Silber 116 Stück 2,5 g 1/2" x 11/128" Quick-Link Stahl SIL-TEC Beschichtung
Kmc e11 Grau 122 Stück 2,46 g 1/2" x 11/128" MissingLink-Verschlussglied Carbonstahl mit verstärkten Nieten ECO-ProTeQ-Beschichtung
Zonkie Fahrradkette 11-fach Silber 116 Stück 2,50 g 1/2" x 11/128" MissingLink-Verschlussglied mehrfach geschmiedeter, ölbadgehärteter Stahl Oberflächenpolierung
Marken Faktur Fahrradkette Silber 116 Stück 2,59 g 1/2" x 11/128" Powerlink Kohlenstoffstahl keine Herstellerangabe
Kmc X11SL Gold 118 Stück 2,01 g 1/2" x 11/128" Verbindungsglieder Hochlegierter Stahl keine Herstellerangabe
Ybeki Fahrradkette 11-fach Silber 116 Stück 2,22 g 1/2" x 11/128" MissingLink-Verschlussglied Carbonstahl galvanisiertes Silber

Die besten 11-fach-Fahrradketten: Wählen Sie Ihren persönlichen Testsieger aus der Bestenliste.

  • Shimano Cn-Hg901 Vergleichssieger
  • Kmc X11EL Ti-N Preis-Leistungs-Sieger
  • Shimano ‎ICNE800011116Q

11-fach-Fahrradketten-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt aus dem obigen 11-fach-Fahrradketten Test oder Vergleich

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