Beim Radfahren spielt die Wahl der richtigen Kleidung eine entscheidende Rolle für Komfort und Leistung. Das gilt auch für die Unterwäsche, die oft unterschätzt wird. Ob kurze Strecken in der Stadt oder ausgedehnte Touren - die richtige Wahl kann den Unterschied zwischen Freude und Frustration ausmachen.
Warum keine normale Unterhose unter der Radhose?
Das Tragen einer herkömmlichen Unterhose unter der Radhose kann unangenehme Folgen haben. Durch die Beinbewegungen beim Radeln reiben sich Hintern und Schenkel beständig an den Nähten der Unterhose auf. Dies kann zu Druckempfinden, Reibung, brennenden Oberschenkelinnenseiten und sogar zu wunden Stellen führen. Im schlimmsten Fall können Wärme und Feuchtigkeit ein explosives Gemisch für Infektionen bilden, die einen Arztbesuch notwendig machen können.
Die Hersteller von Radhosen verwenden viel Know-how, um antibakterielle und bequeme Sitzpolster zu konstruieren. Diese sind entweder nahtlos oder so eingearbeitet, dass sie nicht scheuern. Die verwendeten Materialien sind meistens schnelltrocknend, was den Bakterien die Grundlage zum Vermehren entzieht. Zieht man unter einer Radlerhose eine Unterhose an, so sind Wundscheuern und Infektionen vorprogrammiert.
Die Vorteile von Radlerhosen
Qualitativ hochwertige Radlerhosen fungieren gewissermaßen als 2-in-1-Lösung. Sie übernehmen die Aufgabe der Unterhosen, erledigen sie aber im Kontext des Radfahrens um ein Vielfaches besser. Die meisten Hosen namhafter Hersteller sind aus einem Polyamid-Elasthan-Mischgewebe gefertigt. Dieses ermöglicht durch seine Dehnbarkeit eine hautenge Passform. Aus diesen Merkmalen ergeben sich die entscheidenden Vorteile einer Radlerhose:
- Hygienisch: Das Material sorgt für die nötige Hygiene.
- Komfortabel: Die hautenge Passform verhindert Reibung und Wundscheuern.
- Atmungsaktiv: Das Material transportiert Feuchtigkeit ab und hält die Haut trocken.
Die Polsterung ist je nach Hose unterschiedlich stark ausgeprägt. Dabei empfiehlt es sich, im Falle eines eher harten Fahrradsattels ein Modell mit dickerem Polster zu wählen, um die Sitzknochen zu entlasten.
Dank hochwertiger Garne, die eingefärbt sind, gibt es außerdem keine gefürchteten Einblicke - die Hose bleibt trotz fehlender Unterhose blickdicht.
Alternativen für empfindliche Radfahrer
Für all jene Radbegeisterten, die sich partout nicht damit anfreunden können, ohne extra Unterwäsche auf dem Bike zu sitzen, bieten Hersteller wie Protective, Gonso und Löffler Unterhosen speziell zum Radfahren an. Radunterhosen sind wie klassische Radlerhosen aufgebaut, verfügen also über eine Polstereinlage. Somit existiert auch für all jene Radbegeisterten eine schonende Lösung, die sich partout nicht damit anfreunden können, ohne extra Unterwäsche auf dem Bike zu sitzen.
Übrigens finden sich unter den Radlerhosen Bund- und Trägerhosen. Letztere haben den Vorteil, nicht auf den Bauch zu drücken.
Funktionsunterwäsche als Base Layer
Wie wichtig ein optimales Base Layer ist, ist längst kein Geheimnis mehr. Die Feinripp Unterwäsche hat ausgedient. Stattdessen erfreut sich die atmungsaktive Funktionsunterwäsche zunehmender Beliebtheit. Denn die Funktionsfasern legen die optimale Grundlage für ein perfektes Sportoutfit. Egal wie gut und teuer deine Fahrradjacke oder dein Radtrikot ist - wenn die erste Schicht nicht stimmt, funktionieren die Layer nicht miteinander.
Klassische Baumwolle ist bei sportlichen Aktivitäten nicht als Base Layer zu empfehlen. Hier wird die Feuchtigkeit lediglich aufgenommen und gespeichert. Der Transport an die Außenseite findet kaum statt. Das vollgesogene Material fühlt sich klamm auf der Haut an. Zudem entsteht ein sogenannter "Windchill"-Effekt, durch den sich die Kälte noch stärker anfühlt als nicht ohnehin schon. Du läufst Gefahr auszukühlen.
Hochwertige Funktionsunterwäsche ist im Vergleich zur klassischen Baumwolle deutlich atmungsaktiver. Die Struktur der Funktionsfaser (z.B. Polyamid, Polyester oder Polypropylen) sorgt dafür, dass das Gewebe überschüssige Feuchtigkeit schnell aufnehmen kann. Die Feuchtigkeit wird dann nach außen abgegeben, wo sie verdampfen kann. So bleibt deine Haut angenehm trocken.
Im Winter dient dir ein hochwertiges Unterhemd als zusätzliche Schicht, um dich warm zu halten. Doch auch im Sommer kann ein Unterhemd eine hervorragende Ergänzung sein. Es transportiert überschüssige Feuchtigkeit und Wärme nach außen ab und hält dich so stets angenehm trocken und kühl.
Weitere Tipps für mehr Komfort
- Sitzcreme: Bei langen Radtouren kann die Verwendung einer Sitzcreme helfen, Wundscheuern und Bakterienbildung zu verhindern.
- Richtige Passform: Radlerhosen verhindern das Wundreiben der Haut nur, wenn sie richtig sitzen. Sie sollten eng anliegen, aber dennoch volle Bewegungsfreiheit gewährleisten.
- Sattel: Falls es aber doch dazu gekommen ist, dass du dich an einer Stelle wund gefahren hast, besorge dir am besten Wundsalbe mit Zink. Reinige die betroffenen Stellen mit warmem Wasser, trage die Salbe auf und schaue, dass an die Wunde genügend Luft kommt. Fährst du dich öfter wund, kann der Grund auch an einem falschen Sattel liegen. Abhilfe schafft eine Sitzknochenvermessung und ein neuer Sattel mit passender, errechneter Breite. Viele Fachhändler bieten diesen Vermessungs-Service an.
Radunterwäsche-Modelle
BL produziert und vertreibt leistungsstarke Fahrradunterwäsche, mit Liebe zum Detail und besonders ästhetisch. Die angebotenen Kleidungsstücke, Kurzarm-Unterwäsche, Langarm-Unterwäsche, Boxershorts, Tanktops, garantieren ein effizientes Wärmemanagement, schnelles Trocknen, minimale Dicke, Atmungsaktivität und eine eng anliegende Passform und sie sind dank des Verzichts auf Nähte äußerst bequem.
Produktbeispiele für Radsportunterhosen zum Unterziehen:
- Craft Fuseknit Bike Boxer - Damen: Geeignet für mittlere Touren, leicht perforiert für guten Feuchtigkeitstransport.
- SQ-Short ONE10 BLK M: Für anspruchsvollere Bedingungen, dünnes Polster wirkt Scherkräften entgegen.
- Gorewear C3 Base Layer Boxer Shorts: Weiches Material, elastischer Gummibund für verbesserten Feuchtigkeitstransport.
- Löffler M Cycling Undershorts Elastic: Leicht, elastisch, atmungsaktiv, Comfort-Elastic-Polster mit unterschiedlich dicken Schaumstoffzonen.
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