Für den Alltag, Radtouren oder die Berge: Die Auswahl an E-Bikes ist mittlerweile riesig. Seit ein paar Jahren gibt es eine riesige Auswahl an E-Bikes auf dem Fahrradmarkt. Gerade für diejenigen, die sich zum ersten Mal ein Rad mit Motor zulegen wollen, ist die Orientierung nicht immer leicht. Wie soll man da eigentlich noch den Überblick behalten?
Die SZ hat in den vergangenen Monaten die unterschiedlichsten Modelle unter die Lupe genommen. In dieser Übersicht finden Sie Tests, Tipps und jede Menge Informationen darüber, was sich bei den E-Bikes zuletzt getan hat. Neben den Modellen für den Alltag setzt sich der elektrische Motor vermehrt auch im sportlichen Bereich durch. So gibt es immer mehr Gravelbikes und sogar Rennräder mit Trethilfe.
Ein E-Bike eröffnet völlig neue Möglichkeiten - sei es für den Weg zur Arbeit, lange Touren oder den alltäglichen Einkauf. Doch bevor du loslegst, lohnt sich ein Blick auf die wichtigsten Grundlagen. Weißt du zum Beispiel, was der Unterschied zwischen einem E-Bike und einem Pedelec ist? Und wie schwer ein Pedelec überhaupt ist? Diese Fragen helfen dir, das passende Modell besser einzuordnen.
Falls du dich fragst, welche E-Bike-Marke am besten zu deinen Bedürfnissen passt, geben wir dir hilfreiche Entscheidungshilfen. Und wenn du lieber selbst in die Pedale trittst, bevor du dich entscheidest, erfährst du bei uns, wie du ganz einfach ein E-Bike probefahren kannst. Zudem findest du in unserem umfassenden E-Bike-FAQ Antworten auf viele häufige Fragen - kompakt und leicht verständlich für alle, die ihre E-Bike-Reise beginnen oder vertiefen möchten.
Der E-Bike-Markt floriert und die findigen Tüftler bei den Herstellern bringen immer mehr unterschiedliche E-Bike-Typen auf den Markt. Nach wie vor sind E-Mountainbikes die Renner bei den Verkaufszahlen und erfreuen vor allem die sportliche E-Bike-Fraktion. Aber auch City-, Urban-, SUV-, Lasten oder Cravel-E-Bikes sind nach wie vor gefragt.
Bevor wir uns mit der Typologie der unterschiedlichen E-Bike-Varianten beschäftigen, gilt es noch einmal festzustellen, dass alles, was wir landläufig als E-Bike bezeichnen, regulär unter dem Gattungsbegriff Pedelec oder S-Pedelec subsumiert ist. Also jede Art elektrifiziertes Fahrrad, bei dem der Elektromotor nur dann in Aktion tritt, wenn der Biker in die Pedale tritt. Gleichwohl, wenn im Text von E-Bikes die Rede ist, sind Pedelecs oder S-Pedelecs gemeint, die sich durch die maximale Geschwindigkeit unterscheiden, bis zu der der Antrieb unterstützt. Das sind 25 Stundenkilometer beim Pedelec und 45 Stundenkilometer beim S-Pedelec.
Noch immer ringen viele traditionelle Fahrradfreunde mit der Frage: Brauche ich überhaupt ein E-Bike? Die lässt sich wohl erst dann beherzt beantworten, wenn man einmal das erhebende Gefühl erlebt hat, das der Elektromotor beim Pedelec auslöst. Mehr Geschwindigkeit, größerer Aktionsradius und auch dann gut gelaunt aufs Rad zu steigen, wenn die Lust besonders gering ist: Das ist die Faszination beim E-Biken.
Dabei kann man auch gleich den persönlichen „Welches-E-Bike-passt-zu-mir-Test“ absolvieren, indem man einfach mehrere der hier skizzierten Typen ausprobiert. Und soviel ist sicher: Ist der ideale E-Bike Typ identifiziert, lässt kaum noch jemanden die Begeisterung los, nun endlich auch aufs E-Bike umzusteigen.
I. E-Bike Technik & Ausstattung im Überblick
Herzstück eines E-Bikes ist der Motor - doch welcher E-Bike-Motor passt zu deinem Fahrverhalten? In unserer Übersicht stellen wir dir die gängigsten Systeme vor. Ebenso entscheidend: die Motorposition. Ob vorne, mittig oder hinten - jede Variante bringt Vor- und Nachteile mit sich. Natürlich spielt auch der Akku eine zentrale Rolle. In unserer E-Bike-Akku-Übersicht zeigen wir dir die Unterschiede zwischen Kapazitäten und Systemen. Zusätzlich gibt’s eine E-Bike-Akku-Kaufberatung für alle, die genau wissen wollen, worauf es ankommt. Und wer tiefer einsteigen möchte, findet alles zu Bosch Akkus & Ladegeräten, dem Bosch Nyon System sowie dem praktischen Bosch Reichweitenrechner. Abgerundet wird dieser Bereich durch unsere E-Bike-Display-Übersicht, die dir die wichtigsten Steuerungs- und Infoeinheiten erklärt.
II. E-Bike Komfort & Alltag
Damit dein E-Bike nicht nur funktioniert, sondern sich auch gut anfühlt, ist der richtige Aufbau entscheidend. Besonders wichtig: Welche E-Bike-Rahmengröße ist die richtige für dich? Und wie gelingt ein sicherer, intuitiver Einstieg? Unser Ratgeber zur E-Bike-Bedienung zeigt dir, wie einfach der Umgang mit moderner E-Bike-Technik sein kann - auch für Einsteiger.
Ob du mit deinem Bike auf große Reise gehst oder einfach zur Arbeit pendelst - gute Planung ist alles. In unserem Ratgeber zu E-Bike-Touren & Reisen bekommst du wertvolle Tipps für deine Ausflüge. Welches Pedelec infrage kommt, hängt vor allem von der gewünschten Nutzung ab. Hier stellen wir E-Bike-Typen vor, die besonders häufig verkauft werden, und nennen die wichtigsten Rahmenformen.
III. Die verschiedenen E-Bike-Typen im Detail
Vom Lasten- bis zum Rennrad: Mittlerweile gibt es jeden Fahrradtyp auch als Pedelec mit einem Elektromotor. Hier eine Übersicht über die gängigsten Typen:
City-E-Bikes
City-E-Bikes eignen sich für bequeme Radlerinnen und Radler, die keine größeren Strecken zurücklegen wollen. Die aufrechte Sitzposition verschafft Überblick im Verkehr. Da dieser E-Bike-Typ häufig mit Nabenschaltung und immer häufiger auch mit einem Riemenantrieb ausgerüstet ist, fallen selten Wartungsarbeiten an.
Weit verbreitet sind Tiefeinsteiger mit V-förmigem Rahmen. Er erleichtert Menschen, die weniger beweglich sind, das Aufsteigen beträchtlich. City-E-Bikes werden aber auch mit Diamant- und Trapezrahmen angeboten.
Eine jüngere Form des Cityrads sind Urban-E-Bikes. Ausstattung und Design sind oft minimalistisch, dadurch sind sie oft auch leichter und günstiger als andere E-Bikes.
S-Pedelecs
Anders das S-Pedelec: Das S steht für „Speed“. Das Rad unterstützt elektrisch das Fahren durch Muskelkraft bis zu 45 km/h. Diese E-Bike-Gattung ist genau das Richtige für die, die täglich einen langen Weg ins Büro absolvieren müssen und trotzdem fast so schnell sein wollen wie mit dem Pkw. S-Pedelecs sind im Touren- und Sportbereich eher selten vertreten.
Trekking-E-Bikes
Sportlicher als City-, aber komfortabler als Mountainbikes sind Trekking-E-Bikes. Sie sind eine gute Allround-Lösung für Menschen, die viel radeln und das Bike sowohl im Alltag als auch auf Touren nutzen wollen. Die Hersteller statten ihre Trekkingräder daher üblicherweise mit Lichtanlage, Schutzblechen und Gepäckträger aus - so auch die elf von uns getesteten Trekking-E-Bikes.
Typisch sind außerdem eine leicht nach vorn geneigte Sitzposition, eine Kettenschaltung und ein belastbarer Gepäckträger.
E-Mountainbikes
Der am häufigsten verkaufte E-Bike-Typ in Deutschland ist das E-Mountainbike. Kettenschaltung und kräftige Motoren sind da Standard. Typisch ist außerdem ein sogenannter Sloping-Rahmen, bei dem das Oberrohr in Richtung Sattel leicht abfällt. Zunehmend werden E-Mountainbikes aber auch in anderen Rahmenvarianten angeboten.
SUV-E-Bikes
Von den Anbietern auch als Allroad- oder Crossover-E-Bikes angepriesen, stellen die SUV-Bikes eine Mischform dar, die Radlern eine Entscheidung zwischen Komfort und Sportlichkeit abnehmen soll. 2022 hat die Stiftung Warentest neun solcher SUV-E-Bikes getestet.
Lasten-E-Bikes
Sie sind die Packesel unter den E-Rädern und werden viel häufiger mit als ohne Motor gekauft. 2022 machten sie acht Prozent aller verkauften E-Bikes aus. Von ihnen sind wiederum etliche Typen und Transportvarianten erhältlich.
E-Falträder/Klappräder
Wie die Variante ohne Motor lassen sich E-Falträder beziehungsweise E-Klappräder oft mit wenigen Handgriffen kompakt zusammenlegen. Sie sind deshalb besonders beliebt bei Menschen, die im Alltag mit der Bahn pendeln.
E-Rennräder
Bei E-Rennrädern sind Akku und Motor oft so kompakt im Rahmen verborgen, dass sie optisch kaum auffallen. Diese Räder sind Sportgeräte. Im Normalbetrieb sind Rennräder schneller als 25 km/h unterwegs, sodass der Motor nicht unterstützt.
E-Gravelbikes
E-Gravelbikes sind ein Hybrids E-Rennrad und E-Trekkingbike und verfügen über leicht stollige, etwas breitere Reifen. So machen sie auch vor Forst- und Waldwegen nicht halt. Trotzdem ist der Rahmen eher am Rennrad orientiert und die typische Sitzhaltung am Rennlenker ist auch hier Standardmerkmal. Damit sind sie für Trails und wirklich ruppiges Gelände absolut ungeeignet, erhöhen aber den Aktivitäten-Pool des sportlichen Radfahrers, der Strecke machen will.
IV. Rahmenformen
Hier sind die gängigsten Rahmenformen im Überblick:
- Diamantrahmen: Bei diesem sportlichen „Herrenrahmen“ verläuft das Oberrohr nahezu horizontal und sorgt so für eine hohe Fahrstabilität. Er wird häufig bei eher sportlichen E-Bikes eingesetzt, wie bei den Trekking-E-Bikes im Test 2024.
- Wave-Rahmen: Der tief geschwungene Wave-Rahmen erleichtert das Auf- und Absteigen. Er gilt als tendenziell weniger fahrstabil - in unserem Test von City-E-Bikes 2023 bewiesen die Modelle jedoch durchweg eine gute oder sehr gute Fahrstabilität.
- Trapezrahmen: Bei dieser Rahmenform senkt sich das Oberrohr nach hinten ab, sodass das Aufsatteln deutlich komfortabler als beim Diamantrahmen ist. Das Oberrohr soll den Rahmen versteifen und so für mehr Fahrstabilität sorgen.
Tipp: Wählen Sie die Rahmenform, mit der Sie auch beim Fahrrad ohne Motor gut klargekommen sind. Sind Sie nicht so fit oder lange nicht geradelt, wählen Sie besser einen tieferen Einstieg.
V. Akku und Motor
Der Antrieb unterscheidet ein normales Fahrrad vom Pedelec. Beim Kauf legen viele deshalb ihr Hauptaugenmerk auf Akku und Motor. Im Test von Trekking-E-Bikes hatten die Lithium-Ionen-Akkus einen Energieinhalt von bis zu 625 Wattstunden. Die bringen mehr Reichweite als die getesteten City-E-Bikes mit meist 500 Wattstunden Energieinhalt.
Viel entscheidender als die Akkukapazität sind für die Reichweite ohnehin Temperatur, Streckenprofil, Eigenleistung der Radelnden, Kraftübertragung des Rades - und vor allem die gewählte Unterstützung des Motors. In einem Vortest reichten 500 Wattstunden bergauf mit maximaler Unterstützung für rund 20 Kilometer, in der Ebene im Eco-Modus für rund 85 Kilometer.
Fazit: Für Kurz- und Mittelstrecken reicht ein Akku mit 500 Wattstunden in der Regel aus.
Tipp: Wird kein 4-Ampere-Ladegerät mitgeliefert, können Sie es beim Fahrradkauf als Dreingabe aushandeln oder selbst zukaufen.
Im Alltag kommt es vor allem darauf an, dass der Akku leicht ein- und auszubauen ist. E-Bike-Akkus sind heute oft ganz oder teils im Rahmen integriert. Dort sind sie geschützt und verschlechtern das Fahrverhalten kaum.
Tipp: Kaufen Sie ein Modell, bei dem der Akku von oben oder seitlich in den Rahmen eingesetzt wird. Von unten eingesetzte Akkus können beim Entnehmen oder Einsetzen schnell mal herabfallen. Dabei kann die teure Batterie Schaden nehmen.
Die elektrische Antriebseinheit eines Pedelecs umfasst Motor, Akku und eine Steuereinheit mit Display am Lenker, außerdem Sensoren - etwa für Trittfrequenz, Drehmoment und Geschwindigkeit - sowie Kabel, die diese Teile verbinden.
Für viele ist ein bestimmter Motor- oder Antriebshersteller eines der wichtigsten Kaufkriterien. Unsere Tests zeigen aber: Das ist nicht unbedingt sinnvoll. Denn das Fahrverhalten entsteht im Zusammenspiel von Motor und restlichen Komponenten des Fahrrads. Grundsätzlich halten wir es für sinnvoll, sich für den Antrieb eines eher großen Anbieters zu entscheiden.
Tipp: Machen Sie die Auswahl nicht per se vom Motor abhängig, sondern fahren Sie - wenn möglich - verschiedene Antriebe Probe. Dabei zeigt sich auch, ob die Sensorik gut abgestimmt ist. In unseren Tests hatten einige günstige Modelle in diesem Punkt Probleme.
Motorpositionen
- Frontmotor: Mitunter ist er an der Nabe des Vorderrads befestigt. Wie im Test von City-Pedelecs ist diese Motorvariante fast ausschließlich bei eher günstigen E-Bikes zu finden. Insbesondere für Menschen, die auf dem Fahrrad eher unsicher sind, ist diese Motorposition nicht optimal: Das Vorderrad kann auf glattem oder losem Untergrund leichter wegrutschen.
- Hinterradantrieb: Ein Motor an der Hinterradnabe ist oft leise und bewirkt wenig Verschleiß an der Kette. Er kommt vor allem im Mountainbike-Bereich zum Einsatz. Bei einem Defekt lässt er sich vergleichsweise leicht ausbauen. Gleichzeitig erschwert diese Motorposition den Ausbau des Hinterrads.
- Mittelmotor: Bei E-Bikes haben sich die Mittelmotoren als Standard-Ausstattung durchgesetzt. Auch die meisten E-Bikes in unseren Tests haben einen Mittelmotor. Er sorgt für einen tiefen Schwerpunkt, das Gewicht ist gleichmäßig verteilt. Als Übersetzung sind Ketten- oder Nabenschaltungen möglich.
Tipp: In unserer Testdatenbank finden Sie etliche gute E-Bikes mit Mittelmotor.
Manche Antriebe helfen kraftvoller mit als andere. Das liegt wesentlich am Drehmoment des Motors. Tendenziell werden E-Bike-Motoren immer leistungsstärker. Antriebe, die einst nur E-Mountainbikes hatten, stecken nun in City-Rädern.
Tipp: Wenn Sie auf dem Fahrrad nicht ganz so fit oder lange nicht gefahren sind, wählen Sie einen moderaten Motor mit rund 50 Newtonmeter Drehmoment, wie ihn die meisten Modelle im Test der City-E-Bikes haben. Wenn Sie dagegen oft Anstiege mit dem Rad bewältigen möchten und fit sind, ist ein Motor mit mehr Power für Sie sinnvoll.
Je genauer Sensoren − etwa für Trittfrequenz, Drehmoment und Geschwindigkeit − die Tretbewegungen der Radelnden erfassen, desto passender kann der Motor die Leistungsabgabe darauf abstimmen, sodass der Antrieb beispielsweise nicht abrupt „anschiebt“ oder nachläuft, wenn Radelnde nicht mehr mittreten.
Die Displays zeigen je nach Hersteller verschiedene Parameter wie Geschwindigkeit, Restreichweite, zurückgelegte Strecke und Unterstützungsstufe an. Besonders hilfreich ist eine präzise Anzeige des Akkustands.
Die Anzeige lässt sich per Touchscreen auf dem Bildschirm, mit Knöpfen am Display oder mit sogenannten Remote Controllern bedienen - das sind kleine separate Schalter am Lenker, die per Daumen betätigt werden. Immer häufiger wird auch das Smartphone als Steuerungselement und Display verwendet. Es kann per Bluetooth mit der Motor-/Antriebseinheit verbunden werden. Über Hersteller-Apps lassen sich so Änderungen - auch an der Leistungscharakteristik - vornehmen.
VI. Weitere wichtige Aspekte
Bevor Sie sich auf die Suche nach einem passenden Pedelec machen oder in Beratungsgespräche stürzen, sollten Sie eine klare Vorstellung davon entwickeln, wie Sie Ihr E-Bike nutzen wollen. Verschiedene Brems- oder Schaltungsarten können sich zwar für eine Nutzungsart eignen, für eine andere aber weniger.
Besonders wartungsarm sind Nabenschaltungen. Sie lassen sich im Stand schalten, sind bergauf aber etwas im Nachteil. Nabenschaltungen sind ein typisches Merkmal von City-E-Bikes.
Eine Kettenschaltung erlaubt oft einen dynamischeren Fahrstil, darum ist sie an sportlicheren Rädern wie Trekking- oder Mountainbikes beliebt. Nachteil: die Kette muss gepflegt werden.
Tipp: Wenn Sie mit dem E-Bike sportlich und öfter mal bergauf unterwegs sein wollen, sollten Sie sich für eine Kettenschaltung entscheiden.
In Kombination mit Nabenschaltung und Mittelmotor kann ein Riemen aus Kunstfasern die klassische Fahrradkette ersetzen - wie beim 2022 getesteten Modell von Simplon. Ein Riemenantrieb überträgt die Kraft minimal schlechter als eine Kette, ist dafür aber leise und besonders pflegeleicht.
Grundsätzlich sind hydraulische Scheibenbremsen für die schnellen und schweren Pedelecs eine sichere Wahl - bei ihnen sind in unseren vergangenen Tests nie Probleme aufgetreten. Bei mechanischen und hydraulischen Felgenbremsen ist das nicht garantiert.
Tipp: Üben Sie ganz bewusst, zu bremsen. Und trainieren Sie auch Gefahrenbremsungen, damit Sie im Ernstfall nicht vorn über den Lenker fliegen.
Für Energie ist am Pedelec gesorgt - deshalb sollten Sie insbesondere bei teuren Modellen keine Kompromisse bei der Beleuchtung eingehen. Der Frontscheinwerfer sollte Wege hell, breit und gleichmäßig ausleuchten. Eine gute Kenngröße dafür ist eine Beleuchtungsstärke von mindestens 50 Lux.
Tipp: Mehr Sicherheit bringen Tagfahrlicht und außerdem eine Standlichtfunktion vorn und hinten. Rückleuchten sind außerdem zunehmend in Sattelstütze, Schutzblech oder am Gepäckträger integriert.
Tipp: Der Sattel beeinflusst das wahrgenommene Fahrgefühl stark, lässt sich aber problemlos tauschen.
In unseren Tests von Elektrofahrrädern haben wir häufig festgestellt, dass sich die Räder unterschiedlich gut für die Mitnahme von viel Gepäck oder die Montage eines Fahrradkindersitzes eignen.
Tipp: Wollen Sie Ihre Kinder oder Enkelkinder mit auf Tour nehmen oder in die Kita bringen, sollten Sie - gemeinsam mit dem Fachhändler - einen Blick in die Unterlagen des E-Bikes werfen, ob und unter welchen Bedingungen der Anbieter die Montage eines Kindersitzes erlaubt.
Es gibt Pedelecs, bei denen das zulässige Gesamtgewicht nur bei rund 120 Kilogramm liegt. Wiegt der Fahrer 90 Kilo und das Fahrrad knapp 30 Kilogramm, ist das Maximum schon erreicht.
Insbesondere, wenn das Rad für Einkäufe, längere Touren oder gar Radreisen genutzt werden soll, ist dieser Punkt wichtig - daher beim Kauf stets auf das zulässige Gesamtgewicht und die Zuladung des Gepäckträgers achten.
VII. Probefahrt und Händlerwahl
Ist geklärt, was das neue E-Bike können soll, kann die Suche nach einem geeigneten Händler beginnen. Egal, wie gut Sie sich informiert haben: Machen Sie unbedingt eine Probefahrt. Wenn möglich, mit verschiedenen Modellen, Antriebssystemen und auch Rahmenformen. Bringen Sie Ihr übliches Gepäck mit zur Probefahrt.
In unseren Tests von E-Bikes haben wir immer wieder einzelne Modelle, deren Fahrverhalten sich verschlechtert, sobald Gepäck im Spiel ist. Solche Unterschiede kann eine Probefahrt mit ordentlich Gepäck - in der Regel sind 20 bis 25 Kilogramm auf dem Gepäckträger erlaubt - entlarven.
Wenn Sie Ihr Rad beispielsweise in den Keller oder in die Wohnung tragen müssen, sollten Sie es vor Ort unbedingt anheben und ein paar Meter tragen. Das kann mitunter ein echter Kraftakt sein - die Modelle im Test wiegen bis zu 30 Kilogramm. Trauen Sie sich das nicht zu, sollten sie unbedingt ein leichteres Modell wählen und darauf achten, dass das E-Bike gute Griffmöglichkeiten am Rahmen bietet.
Wer nach einem bestimmten E-Bike-Modell sucht, kommt mitunter nicht daran vorbei, auch online zu recherchieren - und muss das Rad manchmal im Internet kaufen. Bevor Sie zuschlagen: Checken Sie, ob ein lokaler Händler bei Ihnen vor Ort die Marke betreut. Das kann die Wartung und Ersatzteilbeschaffung vereinfachen.
Tipp: Wir haben 2021 Angebot und Service großer Online-Fahrradhändler im Test unter die Lupe genommen.
VIII. E-Bike Typen, Unterschiede und Vergleich
Die folgende Tabelle bietet eine Übersicht über verschiedene E-Bike Typen, ihre typischen Einsatzbereiche und Eigenschaften:
| E-Bike Typ | Einsatzbereich | Eigenschaften |
|---|---|---|
| City-E-Bike | Stadtverkehr, kurze Strecken | Komfortabel, aufrechte Sitzposition, oft mit Nabenschaltung und Riemenantrieb |
| S-Pedelec | Lange Pendelstrecken | Unterstützung bis 45 km/h, Zulassung erforderlich |
| Trekking-E-Bike | Alltag, Touren | Allround-Lösung, Lichtanlage, Schutzbleche, Gepäckträger |
| E-Mountainbike | Gelände, sportlicher Einsatz | Kettenschaltung, kräftige Motoren, Sloping-Rahmen |
| E-Lastenrad | Kindertransport oder Wocheneinkauf | Viel Stauraum und starke Motoren |
| E-Gravelbike | Abenteuerliche Touren und abseits des Asphalts | Leicht und wendig |
| E-Rennrad | Anspruchsvolle Höhenprofile | Schnell und sportlich |
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