Den besten Tourenradreifen für dich zu finden, ist wahrscheinlich nur eine Frage des Experimentierens. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und eine Menge recherchiert, um herauszufinden, welcher Reifen von Tourenfahrern aus aller Welt bevorzugt wird.
Die Qual der Wahl: Welcher Reifen ist der Richtige?
Die Auswahl ist enorm groß - die Zahl der Fragen vor einem Kauf ist somit extrem groß: Tubeless oder mit Schlauch, 23, 25, 28, 30 oder 32 Millimeter breit, welches Profil, welches Modell, welcher Reifendruck? Geschwindigkeit, Komfort oder Pannensicherheit? Im Folgenden geben wir Antworten - gestützt auf Zahlen, Studien, Erfahrungen und Testergebnisse.
Dennoch ragen einige Modelle heraus. Der Grand Prix 5000 von Continental überzeugt unter den Clincher-Modellen besonders - sowohl durch seine Laborwerte beim Rollwiderstand und beim Pannenschutz als auch durch die Praxiseindrücke zum Grip und zum Abrollverhalten. Dieses Allround-Top-Niveau erreicht ansonsten nur der Pro One von Schwalbe.
Pannensicherheit im Fokus
Beim Suchen nach den besten „unplattbaren“ Fahrradreifen stößt man unweigerlich auf die Marke Schwalbe. Der Schwalbe Road Cruiser Plus in der Dimension 28×1.60 700x40C hat sich in Tests durch seine Pannensicherheit und das ansprechende Profildesign hervorgetan. Für größere Reifendimensionen ist der Schwalbe Big Ben Plus eine ausgezeichnete Wahl.
Was macht einen Fahrradreifen pannensicher? Eine kleine Nadel oder Schraube kann einen regulären Schlauch des Fahrrads zerstören, wenn er durch den Mantel sticht. Bei pannensicheren Fahrradreifen ist das anders, sie sind besonders langlebige und stabile Fahrradreifen.
Ermöglichen tut das eine angepasste, härtere Gummimischung und eine verstärkte Karkasse. Ein gutes Beispiel sind die unplattbaren Reifen von Schwalbe. Der Marathon Plus ist ein Reifen mit Pannenschutzgürtel unter dem Profil (SmartGuard), welcher fünf Millimeter dick ist und Schutz gegen Glasscherben oder kleine Nägel bietet.
Wenn Fahrradreifen als unplattbar bezeichnet werden, haben sie einen sogenannten Pannenschutz. Die speziellen Fahrradreifen sind unplattbar, da sie einen ausgeprägten Pannenschutz aufweisen. Der Hersteller Schwalbe verwendet eine 3 mm dicke Schicht namens „GreenGuard“, bestehend aus recycelten Materialien. Continental nennt seinen „Gummibreaker“ ein „extra PunctureBelt“, welches den Reifen sowohl unterhalb des Profils als auch an den Seitenwänden verstärkt.
Unterschiede bei pannensicheren Reifen
Die Fahrradreifen unplattbar unterscheiden sich hauptsächlich dadurch, wie dick der Pannenschutz ist und für welche Fahrrad-Art sie ausgelegt sind. In der Regel hat der Pannenschutz eine Dicke von drei bis fünf Millimetern. Weitere Unterschiede finden sich in der Beschaffenheit der Reifen.
Art und Dicke des Pannenschutzes sollten bei den Fahrradreifen unplattbar in jedem Fall in Vergleich und Test erwähnt werden. Ein drei Millimeter starker Pannenschutz hält naturgemäß weniger aus, als ein Reifen mit einem fünf Millimeter dicken Pannenschutz. Häufig bestehen diese aus einem Materialgemisch, beispielsweise Kautschuk und recyceltem Kunststoff.
Einer der beliebtesten und am häufigsten von Fahrradtouristen auf der ganzen Welt verwendeten Reifen ist der berühmte Schwalbe Marathon Plus Tour. Dieser Tourenradreifen eignet sich für jede Art von Gelände und ist fast unmöglich zu durchstoßen. Dieser Reifentyp empfiehlt sich für Reisende, die lange Strecken in gemischtem Gelände zurücklegen oder das ganze Jahr über mit schwerem Gepäck unterwegs sind.
Weitere Optionen für Pannenschutz
Die meisten Hersteller (z. B. Schwalbe und Continental) setzen bei pannensicheren Fahrradreifen auf eine zusätzliche Gummiverstärkung. Das Prinzip ist einfach: Fährt man über eine Reißzwecke, bleibt sie im Gummi stecken und erreicht nicht die Luft.
Es gibt aber noch andere Methoden. Der Hersteller Tannus hat z. B. mit dem Modell Airless einen Fahrradreifen auf den Markt gebracht, der ohne Luft fährt. Im Inneren des Reifens befindet sich ein von Tannus patentierter Polymerschaumstoff.
Eine weitere Möglichkeit, ist die Nutzung eines „Zaubermittels“ wie PRO-F-I Reifen-Impfung. Auf Fahrradmessen werden luftgefüllte Fahrradreifen mit langen Nägeln durchstochen und dann in Wasser getaucht - nach ein paar wenigen Bläschen geschieht: nichts. Der Reifen wird nicht platt. Verantwortlich ist eine Dichtemulsion, die ins Ventil gefüllt wird.
Testkriterien und Vergleich
Wer sich für Fahrradreifen entscheiden möchte, die unplattbar sind, sollte im Vorfeld Test und Vergleich zu Rate ziehen. Durch die Ergebnisse daraus kann die richtige Kaufentscheidung getroffen werden. Auch bei einem Fahrradreifen unplattbar Test und Vergleich sollte jedoch auf verschiedene Punkte geachtet werden.
Von wem und wie wurden Test und Vergleich durchgeführt? Wie fließen die einzelnen Test-Punkte in die Gesamtbewertung ein? Auch wenn die Begriffe häufig synonym verwendet werden, handelt es sich bei Test und Vergleich dennoch um verschiedene Verfahren.
Bei einem Test sollten die Fahrradreifen unplattbar tatsächlich auch in der Praxis getestet werden, um die Angaben des Herstellers zu überprüfen. Von wem und wie der Test oder Vergleich durchgeführt wurde, sollte klar erkennbar sein.
Auch die Hersteller oder Händler der Fahrradreifen unplattbar können einen Vergleich durchführen. Das kann unter anderem dann hilfreich sein, wenn verschiedene Modelle oder Serien angeboten werden und die beste Ausführung für den eigenen Bedarf gefunden werden soll. Damit Test und Vergleich der Fahrradreifen unplattbar aussagekräftig sind, sollten die entsprechenden Test-Kriterien entsprechend ausfallen.
Rollwiderstand und Grip
Der Rollwiderstand ist der entscheidende Faktor eines Alltagsreifens, denn er muss immer und jederzeit, bergauf, bergab und in der Ebene überwunden werden. Absolute Spitzenreiter sind Specialized und Schwalbe.
Wie gut ein Reifen haftet, hängt bei Fahrten auf Asphalt vor allem von der Gummimischung ab: Je weicher, desto griffiger und weniger haltbar; je härter, desto haltbarer und weniger griffig.
Luftdruck: Ein entscheidender Faktor
Wussten Sie, dass die meisten Platten nicht durch Scherben, Nägel oder Steine, sondern auf einen zu geringen Luftdruck und damit auf die Nachlässigkeit des Radfahrers zurückgehen und somit hätten oft verhindert werden können? Dazu muss er aber einen breiten Spagat aus Fahrspaß, Komfort und Sicherheit schaffen, bei dem die Hersteller ein möglichst homogenes Gleichgewicht aus Rollwiderstand, Pannensicherheit, Gewicht, Laufleistung und Preis herstellen müssen.
Die meisten Pannen ereilen den Großteil aller Alltagsfahrer wohl durch einen zu niedrigen Luftdruck, da die meisten mit viel zu geringem Druck unterwegs sind, den Luftdruck viel zu selten prüfen und anpassen. Dadurch steigt der Rollwiderstand, die Lauffläche und Karkasse werden über Gebühr beansprucht und verschleißen schneller.
Auch die Plattengefahr durch Durchschläge steigt deutlich an. Dabei wäre alles so einfach. Alle drei Wochen den Luftdruck checken und anpassen. Die grobe Empfehlung lautet: knapp ein bar unter dem Maximaldruck. Schwere Personen oder solche, die viel Last mit dem Rad transportieren können, gerne ein halbes bar mehr aufschlagen.
Wichtig ist der richtige Luftdruck. Er ist vom Reifentyp und -durchmesser abhängig. Zwanzig Millimeter schmale Rennreifen brauchen 8 bar und mehr, bei fünf Zentimeter breiten und dickeren Mountainbike-Reifen fürs Gelände können schon weniger als 2 Bar reichen.
Reifenbreite und ihre Auswirkungen
Bei breiteren Reifen sinkt das Pannenrisiko. Aber: so unplattbar, wie manche Werbung verspricht, sind auch diese Reifen nicht. Gegen Stiche oder Risse von der Seite und Verschleißerscheinungen sind auch „unplattbare“ Reifen nicht geschützt.
War man früher der Meinung, dass schmale Reifen den geringsten Rollwiderstand bieten, so haben jüngste Tests ergeben, dass etwas breitere Reifen (bis 28 Millimeter) sogar weniger Rollwiderstand haben. Der Rollwiderstand resultiert aus der Materialverformung des Reifens während der Bewegung. Mit Reifen ab zirka 32 Millimetern Breite ist man aber im Gelände im Vorteil.
Tubeless-Reifen: Eine moderne Alternative
Daneben sind in jüngster Zeit schlauchlose Reifen aufgekommen. Sie erfordern spezielle Felgen und werden vor allem im sportlichen Bereich und an Mountainbikes verwendet. Sie sind weniger pannenanfällig, zur Montage muss jedoch eine Dichtmilch verwendet werden.
Tubeless-Systeme, bei denen der „Mantel“ ohne Schlauch - dafür mit einer abdichtenden und Pannen sofort und selbst schließenden Sealant-Milch - auf der Felge montiert wird, haben sich im Mountainbike- und Gravel-Bereich bereits weitgehend durchgesetzt.
Vor- und Nachteile pannensicherer Reifen
Für einige Situationen kann ein pannensicherer Reifen auch Nachteile mitbringen. Beispielsweise sorgt die härtere Gummimischung für Probleme bei hohen Geschwindigkeiten, da die Haftung auf der Straße schlechter wird. Zudem können Pannenschutz-Reifen keinen geringen Rollwiderstand erreichen, da die Karkasse verstärkt ist.
Tabelle: Vor- und Nachteile pannensicherer Reifen
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Hohe Pannensicherheit | Härtere Gummimischung |
| Langlebig und stabil | Schlechtere Haftung bei hohen Geschwindigkeiten |
| Weniger Wartung erforderlich | Höherer Rollwiderstand |
Kaufberatung: Online vs. Fachhandel
Wenn Fahrradreifen unplattbar gekauft werden sollen, stellt sich auch die Frage, wo sie erworben werden sollen. Direkt im Fachhandel vor Ort oder im Internet? Beide Varianten bieten verschiedene Vorzüge und Nachteile.
Die Auswahl im Internet ist deutlich größer als im stationären Handel. Jedes erhältliche Modell kann online gefunden werden. Im Fachhandel kann eine direkte Beratung in Anspruch genommen werden. Online finden sich hingegen verschiedene Ratgeber. Der Vorteil im stationären Handel ist, dass die Beratung direkt vor Ort erfolgen kann. Der Vorteil bei den Ratgebern im Internet ist, dass sie in großer Anzahl zur Verfügung stehen.
Wichtige Aspekte beim Reifenkauf
Damit alle Werte bei Rollwiderstand, Durchschlag- und Durchstichtest sowie der Montagefreundlichkeit absolut vergleichbar sind, haben wir alle Werte im Labor überprüft. Der Durchstichschutz wird mit einem 1,5 mm Runddorn sowie einer 5 mm breiten Klinge durchgeführt. Die Montageeigenschaften aller Reifen werden auf verschiedenen Felgen überprüft.
Sie müssen nicht nur luftdicht sein und bleiben, sondern möglichst viel Haftung zur Fahrbahn vermitteln und wenig Rollwiderstand bieten. Der Reifen besteht aus der Karkasse, einem nylonverstärkten Gewebe, das seine Grundstruktur bildet. Darüber haben moderne Reifen einen Pannenschutzstreifen aus Kevlar und darauf dann das Profil aus Gummi.
Weitere Tipps für den Reifenkauf
- Felgenband: Hochwertige Felgenbänder reduzieren schon ab Werk das Pannenrisiko.
- Flickzeug: Für Butylschläuche hat sich Flickzeug von TipTop stehts bewährt.
- Luftdruckprüfer: Beste Performance gibt’s nur mit dem richtigen Luftdruck. Ein kompakter Luftdruckprüfer hilft bei der regelmäßigen Kontrolle.
- Reifenheber: Intelligente Reifenheber wie der Maxalami NoodLever können mehr: Er hebelt nicht nur, sondern hat auch eine clevere De- und Montagefunktion.
- Schlauch: Ist der Schaden an Tubelessreifen oder Schlauch zu groß, hilft oft nur ein Ersatzschlauch.
Verwandte Beiträge:
- Welches Motorrad hat die meisten PS? Die stärksten Bikes im Vergleich
- Welches Laufrad für welches Alter? Die ultimative Kaufberatung!
- Radfahrer an Kreuzungen: Verhalten & Rechtslage einfach erklärt
- Shimano Rennrad 12-fach: Komponenten, Gruppen & Test
- Ultimativer CST Fahrradreifen Test: So findest du den perfekten Reifen für dein Bike!
Kommentar schreiben