Sobald der Entschluss feststeht, dass ein Motorrad einziehen wird, stellt sich jeder Motorradfahrer die Frage: Welches Motorrad passt zu mir? Die Auswahl an Motorrädern ist riesig, von sportlichen Supersportlern bis hin zu bequemen Tourern oder geländetauglichen Enduros.
Du bist dir unsicher und kannst dich nicht entscheiden oder willst einfach nur wissen, ob dein Bike tatsächlich zu dir passt? Dann ist dieser Test genau der richtige für dich! Motorrad fahren ist ein wahrer Traum, wenn man das richtige Bike hat und die richtigen Leute kennt.
Motorrad-Konfigurator: Schritt für Schritt zum perfekten Bike
Unser Motorrad-Konfigurator vereinfacht diesen Prozess erheblich. Der Motorrad-Konfigurator führt dich Schritt für Schritt durch die wichtigsten Kriterien, die bei der Auswahl eines Motorrads eine Rolle spielen:
- Schritt 2 - Hersteller: Hast du einen Lieblingshersteller? Wähle aus führenden Marken wie BMW, Ducati, Honda, Harley-Davidson, Yamaha und vielen mehr.
- Schritt 3 - Gewicht: Möchtest du ein leichtes Motorrad, das sich einfach manövrieren lässt, oder ein schweres Modell, das Stabilität auf langen Strecken bietet?
- Schritt 4 - Beifahrer & Gepäck: Wenn du oft mit Beifahrer oder Gepäck unterwegs bist, kannst du Motorräder mit hoher Zuladung und komfortabler Ausstattung auswählen.
- Schritt 5 - Größe und Sitzhöhe: Nicht jedes Motorrad passt zu jeder Körpergröße.
- Schritt 6 - Wendigkeit: Für Biker, die enge Kurven und dynamische Fahrten lieben, ist die Wendigkeit eines Motorrads entscheidend.
- Schritt 7 - Beschleunigung: Liebst du schnelle Starts?
- Schritt 8 - Durchzug: Ein starker Durchzug sorgt dafür, dass dein Motorrad auch bei niedrigen Drehzahlen kraftvoll beschleunigt.
- Schritt 9 - TopSpeed: Für Geschwindigkeit-Liebhaber ist die Endgeschwindigkeit ein wichtiges Kriterium.
- Schritt 10 - Hubraum: Der Hubraum spielt eine entscheidende Rolle für die Leistung und das Fahrverhalten eines Motorrads.
- Schritt 11 - Reichweite: Planst du lange Touren?
- Schritt 12 - Antrieb: Bevorzugst du Kette, Riemen oder Kardan?
- Schritt 13 - Gelände: Fährst du gerne Offroad oder bleibst du lieber auf der Straße?
- Schritt 14 - Preis: Setze dein Budget und finde Motorräder, die in deinen finanziellen Rahmen passen.
Starte jetzt deinen Weg zum perfekten Motorrad. Unser Konfigurator führt dich Schritt für Schritt durch die Auswahl und hilft dir, das Bike zu finden, das wirklich zu dir passt.
Körpergröße und Sitzhöhe: Ein entscheidender Faktor
Möchte man ein neues Motorrad kaufen, lohnt es sich, in jeder Hinsicht genau hinzuschauen. So gilt es nicht nur, den passenden Maschinentyp zu finden, sondern es kommt auch darauf an, dass man die richtige Größe des Motorrads wählt. Leichte Tourer, Supermotos oder so genannte „Naked Bikes“ zeichnen sich durch ihre vergleichsweise einfache und recht kompakte Bauweise aus. Darüber hinaus verfügen sie meist über einen breiten Lenker und ermöglichen eine aufrechte Sitzposition.
Ist das Bike zu groß, harmoniert es nicht optimal mit den eigenen Körpermaßen. Das bedeutet unter anderem, dass der Komfort beim Fahren zu wünschen übriglässt. Zudem erhöht sich das Unfallrisiko erheblich, wenn das Motorrad nicht zum Körperbau passt. Ist die Maschine zu klein, melden sich bald Rücken und Gelenke - ist sie indes zu groß, besteht die Gefahr, mit dem Bike umzukippen oder die Kontrolle zu verlieren.
Es wird klar: Ein absolut dringend zu beachtender Faktor für den Kauf eines Bikes ist die Körpergröße, beziehungsweise Sitzhöhe. Probesitzen und Probefahren sind vor dem Kauf eines Motorrads deshalb unerlässlich. Auch das Schieben des Bikes sollte getestet werden. Nachspüren: Sitzt es sich bequem? Probefahrt machen: Wie sicher fühlt sich das Anhalten an der Ampel an? Wie gut funktionieren Auf- und Absteigen?
Sie können die Suche nach einem Motorrad, das Ihrer Körpergröße besonders gut entspricht, mit einem Kniff vereinfachen. Messen Sie dafür den Abstand von Ihrer Fußsohle bis nach oben zu Ihrem Schritt aus. Somit ergibt sich die Sitzhöhe. Nehmen Sie die Messung zunächst ohne Schuhe vor.
Hier eine Tabelle als Anhaltspunkt:
| Körpergröße | Empfohlene Sitzhöhe (ca.) |
|---|---|
| 160 cm | Individuell messen |
| 165 cm | Individuell messen |
| 170 cm | Individuell messen |
| 175 cm | Individuell messen |
| 180 cm | Individuell messen |
| 190 cm | Individuell messen |
Doch Vorsicht: Selbst, wenn die Sitzhöhe eines Motorrads laut Tabelle zu den eigenen Maßen passt, können andere Faktoren die Maschine trotzdem als unpassend ausschließen. Ist der Sitz beispielsweise sehr breit und vielleicht auch etwas kantig, kann dies die Strecke vom Sitz bis zum Boden verlängern - und sich zudem als unbequem erweisen.
Anpassungen sind in gewissem Umfang möglich, beispielsweise das Auf- oder Abpolstern eines Motorrads. Manche Hersteller haben zudem weitere Sitzbänke oder Kits für die Tieferlegung im Angebot. Natürlich sollten Änderungen dieser Art unbedingt von einem Profi vorgenommen werden. In der Werkstatt wird man Sie auf die Folgen einer Tieferlegung des Motorrads aufmerksam machen - von der Kürzung des Seitenständers über die Neuausrichtung des Abblendlichts bis auf das leicht veränderte Fahrverhalten in der Schräglage.
Generell können bei Motorrädern auch Lenker und Fußrasten sowie andere Teile, welche die Sitz- und Fahrergonomie beeinflussen, angepasst werden. Auch hier lohnt sich die Beratung in einer Fachwerkstatt oder im Fachhandel.
Für Anfänger ist es nicht ratsam, sich für eine schwere Maschine zu entscheiden. Stattdessen hilft ein leichtes Modell dabei, ein Gespür für das Motorradfahren über längere Strecken zu entwickeln. Ist das Gewicht des Motorrades zu hoch, führt das zu einem unsicheren Fahrgefühl. So ist es zum Beispiel bei einem Körpergewicht von etwa 60 kg nicht empfehlenswert, ein 500 kg schweres Motorrad zu kaufen. Schon das Schieben der Maschine würde sich in diesem Fall als äußerst herausfordernd herausstellen und könnte gefährlich werden. Auch für das richtige Motorradgewicht gilt demnach die Probefahrt als guter Test.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass viele Motorradfahrer in erster Linie das Design und die Bauweise der Maschine im Fokus haben: Wenn sich bei der Testfahrt ein Gefühl der Unsicherheit bemerkbar macht, wird dieses Empfinden mitunter bagatellisiert oder heruntergespielt. So setzen viele Käufer voraus, dass sie zunächst lediglich eine Gewöhnungsphase überstehen müssen. Experten sind sich allerdings einig, dass dies nur in den seltensten Fällen zutrifft. Vielmehr sollte sich der Fahrer von Anfang an wohlfühlen, wenn er auf der Maschine sitzt.
Welcher Motorradtyp passt zu meinem Fahrstil?
Bist du bereit, herauszufinden, welches Motorrad am besten zu deinem Fahrstil und deiner Persönlichkeit passt? Egal, ob du gerne auf der Rennstrecke Vollgas gibst, gemütlich durch die Landschaft cruist oder waghalsige Stunts auf der Straße zeigst - es gibt für jeden den passenden Motorradtyp. Deine Vorlieben und dein Lebensstil sind wichtige Faktoren bei der Wahl deines perfekten Motorrads. Antworte einfach ehrlich, um das beste Ergebnis zu erzielen und entdecke, welches Motorrad am besten zu dir und deinem Fahrstil passt.
- Tourer: Du magst es bequem, sicher und bist gern auf langen Strecken unterwegs. Für Deine Fahreigenschaften ist ein Tourer, der besonders zum Fahren längerer Motorradreisen geeignet ist, am sinnvollsten. Tourer sind in der Regel großzügig verkleidet, um den Fahrer wirksam vom Fahrtwind zu entlasten. Die klassische Sitzposition ist nur leicht nach vorne gebeugt mit etwas erhöhtem Lenker. Der Kniewinkel ist bequem, zirka 80 bis 90 Grad. Der Motor ist eher auf Durchzugskraft (Elastizität) als auf Höchstleistung ausgelegt, so dass eine ruhige, aber deshalb nicht unbedingt langsame, Fahrweise möglich ist.
- Sportler: Du bist ein klassischer Rennfahrer, magst es gern schnell und leistungsstark. Ein Sportler ist ein kompromisslos auf Sportlichkeit getrimmtes Motorrad. Maximale Motorleistung und ein optimales Verhältnis von Leistung und Fahrzeugmasse sowie eine möglichst einfache Fahrbarkeit stehen im Vordergrund. Die Alltagstauglichkeit hat bei Sportlern und Supersportlern eine eher untergeordnete Bedeutung.
- Cruiser: Bei Dir steht Geschwindigkeit absolut im Hintergrund. Du magst es, langsam durch die Gegend zu fahren. Der Weg ist Dein Ziel. Die typischen Merkmale sind ein langer Radstand, breite Bereifung, großvolumiger Motor, große Kotflügel, breiter Lenker sowie relativ weit vorn angebrachte Trittbretter und eine daraus resultierende aufrechte Sitzposition.
- Enduro: Du bist gern im Gelände unterwegs. Die Straßen dürfen auch gern unbefestigt sein. Autobahnen und lange, gerade Straßen nutzt Du nur um Dein Ziel zu erreichen, an dem Du Dich dann wieder „auf Abwege“ begibst. Die Sitzposition ist aufrecht mit bequemem Kniewinkel, wobei Motorradfahrer mit geringer Körpergröße aufgrund der bei langen Federwegen hohen Sitzposition Probleme mit dem sicheren Stand haben. Die Enduro besitzt eine vergleichbare Fahrwerksgeometrie wie Motocrossmaschinen, ist jedoch von der Leistungscharakteristik her stärker auf Langstrecke bzw.
- Allrounder: Du liebst das Motorradfahren in allen Lebenslagen. Du bist gern mal auf der Rennstrecke, möchtest aber auch viele Kilometer auf dem Weg in den Urlaub auf Deiner Maschine zurücklegen. Du fährst gerne in kurvigem Gelände hast aber auch nichts gegen die Autobahn oder unwegsame Straßen. Für Dich eignet sich ein Allrounder am besten. Als Allrounder wird in der Fachpresse ein Straßenmotorrad bezeichnet, welches die Eigenschaften eines Tourenmotorrades und eines Sportmotorrades weitgehend vereint.
- Naked Bike: Du magst es „natürlich“ und kannst auf teure und aufwendige Verkleidungen am Motorrad gut verzichten. Dir geht es um die Maschine an sich und den Spaß am Fahren. Du nutzt Dein Motorrad meistens auf Landstraßen und nicht für lange Strecken. Für Dich eignet sich ein Naked Bike am besten. Diese „nackten“ Serienstraßenmotorräder, das heißt Motorräder ohne Teil- oder Vollverkleidung sind für den Einsatz auf der (Land-) Straße konzipiert. Sie werden wegen ihres als „klassisch“ empfundenen Aussehens geschätzt. Außerdem besteht bei einem Sturz nicht die Gefahr, dass die häufig teure Verkleidung beschädigt werden kann. Motor und Fahrwerk sind bei einem unverkleideten Motorrad besser sichtbar als bei einer verkleideten Maschine. Durch den Verzicht auf eine Verkleidung wird aber auch der Winddruck auf den Kopf und Oberkörper des Fahrers deutlich erhöht.
Die verschiedenen Motorbauarten und ihre Eigenschaften
Die Bauart des Motors entscheidet stark über den Charakter eines Motorrades und dessen Fahrverhalten. Hier ein Überblick über die gängigsten Motorbauarten:
- Einzylinder: Den Einzylinder Motor zeichnet aus, dass er leicht und schmal ist. Er ist mechanisch simpel, wodurch er leicht zu warten ist. Der Motor hat selbst im niedrigen Drehzahlbereich ein gutes Drehmoment und eignet sich somit besonders gut für den Geländebereich. Aufgrund der starken Vibrationen eignet sich der Einzylinder Motor weniger für entspannte Fahrer und längere Auslandreisen.
- V-Twin Motor: Der V-Twin Motor verfügt über ein ordentliches Drehmoment mit einem breiten Power-Band. Außerdem ist er schmal und hat einen niedrigen Schwerpunkt. Abgerundet wird er mit einem unverwechselbaren Sound. Dieser Zweizylinder Motor ist leicht zu warten und ist zudem noch günstig in der Produktion, was sich positiv auf den Kaufpreis auswirken kann. Zudem hat er im Vergleich zu den anderen Motoren weniger Vibration und ist kompakt und leistungsstark.
Führerscheinklassen für Motorräder in Deutschland
Bevor man sich ein motorisiertes Zweirad zulegt, sollte man sich versichern, dass man dieses überhaupt lenken darf.
| Führerschein-Klasse | Berechtigt zur Lenkung von: | Voraussetzungen zum Erwerb des Führerscheins: |
|---|---|---|
| AM | Zweirädrige Krafträder (Mopeds) auch mit Beiwagen und Fahrräder mit Hilfsmotor, Höchstgeschwindigkeit bis 45 km/h, Hubraum von max. 50 ccm oder bei Elektromotoren eine max. Nenndauerleistung von höchstens 4 kW. | Ab 15 Jahren (bis 16 nur mit Einwilligung der Eltern). Wird auch mit dem B-Schein mit ausgestellt. |
| A1 | Leichtkrafträder - Motorrad bis 125 ccm und nicht mehr als 11 kW Motorleistung und einem Verhältnis von Leistung/Leergewicht von maximal 0,1 kWkg. Beinhaltet AM. | Ab 16 Jahren. |
| A2 | Leichtkrafträder (auch mit Beiwagen) - Motorrad bis 35 kW Motorleistung und einem Verhältnis von Leistung/Leergewicht von maximal 0,2 kWkg. Beinhaltet AM und A1. | Ab 18 Jahren. |
| A | Krafträder (Zweiräder, auch mit Beiwagen) mit einem Hubraum von mehr als 50 cm3 oder mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 45 km/h. Beinhaltet AM, A1, A2. | Bei Direkteinstieg ab 24 Jahren. Mit Vorbesitz von A2 frühestens mit 20 Jahren. |
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