Welches Rennrad passt zu mir? Eine umfassende Kaufberatung

Die "fetten Jahre" scheinen für die Fahrradindustrie vorbei zu sein. Nach den pandemiebedingten drei sehr ertragreichen Jahren war schon im letzten Jahr in Deutschland ein Absatz- und Umsatzrückgang in der Radbranche zu erkennen. Laut Statistikanalysen wird sich diese Entwicklung im Jahr 2024 aber stabilisieren. Die Lager von Fachhändlern und Versendern sind teilweise noch picke-packe-voll mit Modellen von 2023 und sogar 2022. Gut für Verbraucher, da man gerade in der jetzigen Jahreszeit bei genauem Hinschauen sehr gute Schnäppchen machen kann - gut aber auch für diejenigen unter uns, die das Jahr 2024 für die Investition in ein neues Rennrad auserkoren haben?

Als Einsteiger eines Hobbys oder Sports ist man anfangs immer etwas verloren. Wo soll ich anfangen? Was ist sein Geld wert? Welches Modell ist das richtige für mich? Welche Rennrad sollte ich kaufen? Keine einfachen Fragen, erst Recht beim Radfahren. Denn hunderte Marken, eine unüberschaubare Menge an Fahrradtypen sowie massig unterschiedliche Modelle machen es dir als Käufer nicht leicht, sich am Ende doch für das richtige Bike zu entscheiden. Um dich beim Auswahlprozess zu unterstützen, haben wir in unserer Rennrad Kaufberatung alle hilfreichen Informationen zusammengetragen, damit du am Ende das bekommst, wonach du suchst: das perfekte Rennrad für deine Ansprüche.

Die Grundlagen: Was macht ein Rennrad aus?

Alle Rennräder haben im Vergleich zu anderen Fahrradtypen einen recht leichten Rahmen. Rennradreifen haben typischerweise eine Breite zwischen 23 mm und 25 mm, bei komfortablen Reifen für lange Touren auch mal bei 28 mm. Im Gegensatz zu Mountainbikes verzichten Rennräder in der Regel auf jegliche Federung, da sie den zusätzlichen Komfort angesichts des bevorzugten glatten Untergrunds nicht benötigen. In der Regel verfügen Rennräder über zwei Kettenblätter vorne und bis zu 11 Gänge in der hinteren Kassette, insgesamt also 22 Gänge.

Typenfrage: Welches Rennrad ist das richtige?

Die Vielfalt an Rennradtypen ist groß - schließlich muss für jede Fahrweise und jedes Terrain ein spezieller Rahmen her. Es gibt Aero-Bikes für flache Strecken, leichtgewichtige Rennräder für hügelige Strecken, Endurance Bikes für die Langstrecke sowie „All-Road“ und Freizeit-/Fitnessbikes, die mehr auf Spaß ausgelegt sind. Nachfolgend beschreiben wir im Detail, was die einzelnen Typen auszeichnet und für wen sie geeignet sind.

Aero-Bikes

Aero-Bikes stehen für ein Ziel - Höchstgeschwindigkeit! Hier geht es weniger um Gewicht und Komfort, sondern einzig und allein darum, mit einer möglichst aerodynamischen Form den Wind hinter sich zu lassen und dabei Energie zu sparen. Die größten Unterscheidungsmerkmale der Aero-Rennräder sind die dickeren Rahmen-Rohre sowie die totale Integration der einzelnen Rahmenkomponenten und die Felgen. Das Rahmenprofil ist deswegen breiter, um eine aerodynamisch verbesserter Form zu kreieren und so Windwiderstand zu reduzieren. Dadurch werden Aero Bikes häufig schwerer als klassische Rennräder.

Die Integration einzelner Komponenten in den Rahmen wie bspw. Bremsen und Kabel ist entscheidend, um dem Wind weniger Angriffsstellen zu bieten und eine noch aerodynamischere Form zu erzielen. Durch die dickeren Rohrquerschnitte sind Aero-Rennräder auch typischerweise sehr steif und sind somit wie gemacht für kraftvolle Sprints. Die Rahmengeometrie verlangt eine aggressivere Sitzposition, der Radstand ist relativ kurz und das Steuerohr ist recht kurz.

Endurance-Rennrad

Endurance- oder Langstreckenrennräder werden dank ihrer entspannten Geometrie, dem stabilem Fahrverhalten und hohem Komfort immer beliebter. Dafür sorgen der längere Radstand und das höhere Steuerrohr, die aufrechtere Sitzposition und in letzter Zeit auch die Ausstattung mit Scheibenbremsen. Weitere Features umfassen in der Regel ein Antrieb mit Compact-Übersetzung, mehr Freiraum des Rahmens für breitere Reifen sowie zusätzliche integrierte Dämpfungsmechanismen, welche kleinere Unebenheiten in der Strecke ausbügeln. Endurance Rennräder sind sowohl für die Stadt geeignet als auch für eine Tour. Eben ein echter Allrounder.

Für Endurance-Bikes werden häufig die gleichen Rahmenmaterialien und -technologien wie bei den High-End-Racing Bikes eingesetzt. Dazu kommen ähnlich hochwertige Schaltgruppen und Laufräder. Die zusätzliche Nachgiebigkeit des Rahmens ist der größte Unterschied zum regulären Rennrad.

Klassisches Rennrad (ultraleichtes Rennrad)

Die „klassischen“ Rennräder sind die Lieblingsräder der Profis, wenn es um den Erfolg in der Gesamtwertung geht oder Bergetappen anstehen. Sie zeichnen sich durch einen ultraleichten Rahmen aus, der sich extrem agil und schnell durch kurvige Strecken manövrieren lässt. Viele besonders leichte Rennräder wiegen sogar weniger als die 6,8 Kilogramm, welche die UCI für die Profirennen vorschreibt. Deswegen ist in diesem Bereich das Motto: Je leichter, desto besser. Einige Hersteller bleiben mit ihren Bikes sogar unter 5 Kilogramm.

Gravel Bikes & Touring Bikes (All Road Bikes)

Gravel Bikes sind der neueste Trend in der Rennradwelt und eignen sich für jede Art von Terrain. Ermöglicht wird das durch einen widerstandsfähigen und flexiblen Rahmen, der außerdem eine solide Performance auf der Straße ermöglicht. Außerdem liegt das Tretlager höher, um mehr Bodenfreiheit für Hindernisse zu bieten. Weiterhin sind breite Reifen, Scheibenbremsen und ein leichteres Übersetzungsverhältnis wichtige Charakteristiken des Gravel Bikes.

Touring Bikes sind noch ein Stück weit weniger auf Performance fokussiert und legen besonderen Wert auf Stabilität, Komfort und Langlebigkeit. Das macht sich auch im höheren Gewicht bemerkbar. Außerdem sind Gepäckträger, Schutzbleche und wie beim Gravel Bike Scheibenbremsen Standard für die Tourer. Als Rahmenmaterial wird bei diesem Typ häufig Stahl verwendet, aufgrund der hohen Robustheit, den geringeren Kosten und dem guten Fahrkomfort.

Fitness-Rennrad

Zweckmäßigkeit und Komfort sind die beiden wichtigsten Faktoren des Fitness-Rennrads, was hauptsächlich für den Freizeit- und Trainingsgebrauch gedacht ist. Einsteiger sind damit bestens versorgt und kommen schnell von A nach B.

Budget: Wie investiere ich mein Geld am besten?

Bei der Frage "Welches Rennrad kaufe ich?" ist das liebe Geld auch beim Rennrad der wichtigste Faktor, wenn es um die Qualität und Performance geht. Die Preisspanne ist enorm und reicht von Fitnessbikes ab 300€ bis hin zu High-Tech-Profirennrädern jenseits der 10.000€. Auch in den unteren Preisklassen finden sich solide Bikes, die deinen Ansprüchen genügen werden. In den meisten Fällen bekommst du aber für mehr Geld ein Bike mit weniger Gewicht, höherer Steifigkeit, besseren Antriebskomponenten sowie robusterem und komfortableren Rahmen.

Das Material von Rahmen und Gabel verändern sich bis zu einer gewissen Grenze geradlinig, je mehr man bereit ist, zu investieren. Beginnend bei Stahl geht es über Aluminium bis hin zu Carbon. Rennradgruppen sind ebenfalls ein wichtiger Preispunkt und steigern sich in Sachen Verarbeitung, Widerstandsfähigkeit, Leichtigkeit und Funktion. Laufräder bewegen sich auch je nach Preis zwischen schwererem Aluminium und High-Tech-Carbon, mit Keramik-Lagern die Reibung vermindern und so den Rollwiderstand verringern.

Preisklassen im Überblick

Nachfolgend findest du eine Einteilung der unterschiedlichen Preisklassen beim Rennrad und welche Ausstattung du für dein Budget erwarten darfst.

Preisklasse Beschreibung
Rennräder bis 750€ Richten sich meistens an Freizeit-Athleten, die besonders hohen Wert auf Langlebigkeit und Vielseitigkeit legen. Rahmen meist aus Aluminium oder Stahl, die Gabel kann auch schon mal aus Carbon sein.
Rennräder bis 1.500€ Die wichtigste Entscheidung in diesem Preisbereich ist die Frage ob Aluminium oder Carbon. Denn bis 1.500€ findet man bei vielen Herstellern bereits Bikes mit Carbonrahmen für Einsteiger.
Rennräder bis 3.000€ In dieser Preisklasse sind wir definitiv im Leistungsbereich angelangt. Das Gewicht der Biker hier nimmt quasi mit jedem Euro ab, die Schaltgruppen werden hochwertiger und es werden immer höhere Geschwindigkeiten möglich.
Rennräder bis 4.500€ Hier dreht sich jetzt alles um den bevorzugten Typ Rennrad - Aero, klassisch oder Endurance. Hier dreht sich jetzt alles um den bevorzugten Typ Rennrad - Aero, klassisch oder Endurance.
Rennräder ab 4.500€ Generelle Unterschiede in Sachen Performance sind hier nur noch schwer auszumachen und steht häufig in keiner Relation zum damit in Verbindung stehen dem Preis. Hier dreht sich alles um persönliche Präferenz, High-Tech-Spielereien und die letzten Gramm Gewicht.

Der Rennrad-Rahmen: Welches Material bringt es am meisten?

Das Rahmenmaterial bei Rennrädern beschränkt sich heutzutage auf Carbon, Aluminium, Titan, Stahl oder eben eine Kombination derer. Jedes hat seine Stärken und Schwächen, die sich vor allem in den Bereichen Preis, Komfort, Gewicht und Fahrgefühl äußern. Hier kann man aber nicht pauschalisieren, da es immer in den Händen der Entwickler liegt, das Maximale aus dem Rahmen herauszuholen und die einzelnen Eigenschaften der Materialien bestmöglich zu nutzen.

Carbonrahmen

Die Kohlenstoff-Fasern lassen sich durch ihren direktionalen Aufbau leicht und sauber verarbeiten und formen, sodass Entwickler mit verschiedenen Rohrdurchmessern experimentieren können und so Stück für Stück die beste Balance aus Steifigkeit, Gewicht und Aerodynamik finden. Carbon dominiert das Verhältnis Gewicht zu Steifigkeit und ist deswegen im Profibereich der etablierte Standard.

Carbon wird aber nicht nur im Rahmen, sondern auch für Gabel, Laufräder, Schaltung, Vorbau, Sattelstütze, Sattel, eigentlich überall eingesetzt. Außerdem zeigt es im Vergleich zu anderen Werkstoffen keine Ermüdungserscheinungen und hat den positiven Nebeneffekt, dass es über vibrationsdämpfende Eigenschaften verfügt, was beim Radfahren stets von Vorteil ist. Sobald der Rahmen beschädigt ist, d.h. er gerissen ist bzw. einen Sprung hat, ist die Integrität, also der Zusammenhalt des Carbons im Eimer und der Carbonrahmen muss komplett ersetzt werden.

Aluminiumrahmen

Aluminium bietet im Grunde die gleichen Vorzüge wie Carbon: leicht, steif und einfach zu bearbeiten, noch kostengünstiger als Carbon, weswegen Alurahmen stets billiger sind. Der größte Pluspunkt ist die herausragende Kraftübertragung, die durch die Steifigkeit des Aluminiums möglich wird. Auf der anderen Seite steht dann aber ein relativ unnachgiebiger Rahmen, der zudem auf lange Sicht an Steifigkeit verlieren wird wenn das Material Ermüdungserscheinungen zeigt. Um mehr Flexibilität des Bikes zu erreichen, kombinieren Hersteller häufig Alurahmen mit Carbongabeln.

Ein Wort, das häufig im Zusammenhang mit Rahmen aus Aluminium fällt, ist „butted“. Hierbei handel es sich um ein Verfahren, mit dem die Wandstärke der einzelnen Rohre bis zu einfach, zweifach, oder dreifach an den Stellen reduziert wird, die nicht so ausschlaggebend für die Steifigkeit sind. So kann Gewicht ohne Steifigkeitsverlust gespart werden. Ein „Tripple Butted Tube“ hat drei verschiedene Wandstärken und ist somit leichter als vergleichbare Rahmenrohre.

Titanrahmen

Durch den Siegeszug des Carbons sind Titanrahmen immer seltener geworden, machen aber in Form von Custom-Anfertigungen gerade ein Comeback. Das relativ leichte und sehr widerstandsfähige Material korrodiert nicht wie Stahl, lässt sich...

Unser Rennrad Rahmen Ratgeber hilft dir dabei, den passenden Rahmen für dich zu finden, denn dort, wo der Einsatzzweck mit deinen Vorlieben übereinstimmt, wartet maximaler Fahrspaß auf dich.

Die verschiedenen Kategorien im Detail

Das "klassische" Rennrad (Kategorie Race)

Wer ist der typische Race-Rennrad-Fahrer?

Dein Rennrad muss in erster Linie leicht und direkt sein. Du achtest auf ein niedriges Gesamtgewicht und bist gerne schnell auf gut ausgebauten Straßen unterwegs. Schmale Reifen gehören für dich ebenso zum Rennrad wie die konventionelle Felgenbremse. Du bist sportlich ambitioniert, hast deinen Schnitt immer im Blick und misst deine Form auch mal gerne bei einem Rennen mit anderen Fahrern.

Geometrie:

  • Rahmen: tendenziell ausgewogenes Verhältnis zwischen Rahmenhöhe und Rahmenlänge.
  • Steuerrohr: gemäßigte Länge, so dass mit Spacern eine komfortable Höhe und ohne Spacer eine tiefe Lenkerposition erreicht werden kann.
  • Sitzposition: sportliche Sitzposition mit mittlerer bis hoher Sattelüberhöhung.
  • Radstand: der Radstand beträgt beim Race Rennrad üblicherweise 990 mm bei einer mittleren Rahmengröße.
  • Lenkwinkel: der Lenkwinkel beträgt meistens 73 Grad, nur bei sehr kleinen bzw. sehr großen Rahmen variiert er um +/- 1,5 Grad.
  • Sitzwinkel: Ein Sitzwinkel von rund 73,5 Grad bringt den Fahrer bei einem Rennrad der Kategorie Race in eine zentrale Position über dem Tretlager.

In dieser Kategorie hast du die größte Auswahl an Materialien: Vom günstigen Alu-Renner bis zum High-End Carbonrahmen findest du hier die gesamte Bandbreite. Top-Modelle mit gehobener Ausstattung gibt es ab etwa 3000 €. Die meist verwendeten Reifenbreiten sind hier 23 oder 25 mm.

Das Aero Rennrad (Race-Aero)

Wer ist der typische Aero-Rennrad-Fahrer?

Dein Rennrad muss in erster Linie schnell und aerodynamisch sein. Du fährst hauptsächlich auf gut ausgebauten Straßen und in flachem bis welligem Terrain. Du hast Freude an technischen Details wie integrierten Bremsen und Anbauteilen aus dem Aero-Segment. Du bist sportlich ambitioniert, hast deinen Schnitt immer im Blick und misst deine Form auch mal gerne mit aufgesetztem Aerolenker bei einem Triathlon.

Geometrie:

  • Rahmen: tendenziell ausgewogenes Verhältnis zwischen Rahmenhöhe und Rahmenlänge, auch eine leicht gestreckte Haltung durch ein längeres Oberrohr ist möglich.
  • Steuerrohr: tendenziell kurz für eine tiefe und aerodynamische Lenkerposition, daher in Richtung Komfort meist limitiert. Oft integrierte Lösungen im Vorbau/Lenkerbereich.
  • Sitzposition: sportliche Sitzposition mit mittlerer bis hoher Sattelüberhöhung.
  • Radstand: der Radstand beträgt beim Race Rennrad üblicherweise 990 mm bei einer mittleren Rahmengröße.
  • Lenkwinkel: der Lenkwinkel beträgt meistens 73 Grad, nur bei sehr kleinen bzw. sehr großen Rahmen variiert er um +/- 1,5 Grad.
  • Sitzwinkel: Ein Sitzwinkel von rund 73,5 Grad bringt den Fahrer bei einem Rennrad der Kategorie Race in eine zentrale Position über dem Tretlager.

In dieser Kategorie findest du aufgrund der großflächigen Rahmenprofile und integrierten Lösungen meist Rahmen aus Carbon. Wegen dem hohem Einsatz von Carbon und der Detaillösungen meist teurer. Die Einstiegspreise beginnen bei ca. 1600 €. Top-Modelle mit gehobener Ausstattung gibt es ab etwa 3000 €. Die meist verwendeten Reifenbreiten sind hier 23 oder 25 mm, gerne schon auf Hochprofil-Laufrädern.

Das Zeitfahrrad (Aero)

Wer ist der typische Zeitfahrer?

Du trainierst intensiv, um eine aerodynamische Sitzposition lange halten zu können. Jedes Anbauteil wird auf seinen Luftwiderstand überprüft, optimiert und notfalls getauscht. Der Rahmen und die Felgen sind von flächigen Profilen gekennzeichnet, um dem Wind so wenig wie möglich Angriffsfläche zu bieten. Du fährst meist mit viel Druck auf dem Pedal und freust dich über jede eingesparte Sekunde auf deiner Haus- oder Wettkampfstrecke. Lange Zeit mit hohem Schnitt zu fahren ist dein Hauptziel.

Geometrie:

  • Rahmen: tendenziell längeres Verhältnis von Rahmenlänge zur Rahmenhöhe für eine tiefe und gestreckte Sitzposition.
  • Steuerrohr: tendenziell kurz für eine tiefe und aerodynamische Lenkerposition, daher in Richtung Komfort meist limitiert. Oft integrierte Lösungen im Vorbau/Lenkerbereich.
  • Sitzposition: sportlich-gestreckte Sitzposition mit hoher Sattelüberhöhung. Durch das kurze Steuerrohr ist eine Modifikation Richtung Komfort limitiert.
  • Radstand: Der Radstand beträgt wie beim Race Rennrad üblicherweise 990 mm bei einer mittleren Rahmengröße.
  • Lenkwinkel: Der Lenkwinkel beträgt aus Gründen der hohen Last auf dem Vorderrad für mehr Laufruhe etwa 73 Grad.
  • Sitzwinkel: Ein Sitzwinkel von 73,5 bis 74 Grad bringt den Fahrer für viel Druck auf dem Pedal in eine Position weit vor dem Tretlager.

In dieser Kategorie findest du größtenteils Carbonrahmen vor. Wegen der aufwendigen Formgebung und dem Leichtbauwerkstoff Carbon ist der Einstiegspreis in diesem Segment relativ hoch, ab etwa 1700 € geht es los. Ausgefeilte Zeitfahrmaschinen der Mittelklasse kosten ab 3000 € aufwärts. Die meist verwendeten Reifenbreiten sind hier 23 oder 25 mm.

Das Komfort Rennrad (Endurance)

Wer ist der typische Endurance-Rennrad-Fahrer?

Du sitzt gerne lange und entspannt im Sattel, oft bei dreistelligen Kilometerleistungen. Dein Rennrad muss dich mit einer kleinen Übersetzung lange Anstiege hinaufbringen und darf auch gerne Scheibenbremsen haben, weil du bei jedem Wetter unterwegs bist. Das Rahmenset bringt einen gewissen Federungskomfort mit, trotzdem bist du damit schnell unterwegs... jedoch deutlich komfortabler als beispielsweise Rennradfahrer der Race Kategorie.

Geometrie:

  • Rahmen: Das Oberrohr fällt für eine aufrechte Sitzposition meist etwas kürzer aus.
  • Steuerrohr: Ebenfalls charakteristisch ist das lange Steuerrohr, um den Lenker ohne unansehnliche Spacertürme näher an den Fahrer zu bringen. Mindestens 18 cm bei einem mittleren Rahmen sind durchaus üblich.
  • Sitzposition: sportlich-komfortable Sitzposition mit mittlerer bis geringer Sattelüberhöhung.
  • Radstand: Der Radstand ist etwas länger als in der Race und Aero Kategorie und beträgt üblicherweise 1000 mm bei einer mittleren Rahmengröße.
  • Lenkwinkel: Der Lenkwinkel beträgt ebenfalls aus Gründen der hohen Laufruhe meist zwischen 72 und 73 Grad.
  • Sitzwinkel: Ein Sitzwinkel von 73 bis 74 Grad bringt den Fahrer für satten Druck auf dem Pedal in eine Position zentral über das Tretlager.

In dieser Kategorie findest du vom günstigen Alurahmen bis zum hochwertigen Carbonrahmen alles vor, wobei Carbon diese Kategorie dominiert.

Weitere Faktoren bei der Wahl des richtigen Rennrads

Neben dem Typ und dem Rahmenmaterial spielen auch folgende Faktoren eine wichtige Rolle:

  • Wie viel möchte oder kann ich ausgeben? (Carbon vs. Aluminium)
  • Wie wichtig ist mir Schnelligkeit? (flache vs. aufrechte Sitzposition vs. Aerodynamik)
  • Wie vielfältig möchte ich mein Rennrad einsetzen? (Straße vs. Gelände vs. Alltag)

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