Wer hat die MotoGP Meisterschaft gewonnen?

Die MotoGP bildet seit dem Jahr 2002 die Königsklasse des Motorradsports, aber die Ursprünge des zweirädrigen Motorsports gehen deutlich weiter zurück: Bereits im Jahr 1949 traten die Fahrer erstmals zu einer Weltmeisterschaft für Straßenmotorräder an.

Marc Márquez' Dominanz

Der Spanier Marc Márquez setzt auch nach der Sommerpause seine beeindruckende Siegesserie in der MotoGP fort. Beim 13. Saisonlauf in Spielberg dominierte der 32-Jährige sowohl im Sprint am Samstag als auch im Hauptrennen am Sonntag. Für Márquez, der zuvor noch nie in Österreich gewonnen hatte, war es bereits der neunte Doppelsieg in diesem Jahr und der sechste in Folge.

Damit baut der Spanier seine klare Führung in der Motorrad-Weltmeisterschaft weiter aus und liegt nun 142 Punkte vor seinem jüngeren Bruder Álex Márquez (ebenfalls Ducati). Nach 13 von insgesamt 22 WM-Läufen hat sich der sechsmalige MotoGP-Champion Márquez bereits einen komfortablen Vorsprung auf seinen Bruder erarbeitet, Ex-Weltmeister Francesco Bagnaia (Italien/alle Ducati) folgt mit 197 Zählern Rückstand auf Rang drei. Da für einen Sieg 25 Punkte vergeben werden, scheint Márquez' nächster Titelgewinn nur noch Formsache zu sein. Weiter geht es mit dem 14. Saisonrennen, dem Grand Prix von Ungarn auf dem Balaton Park Circuit (22.-24. August).

Aktuell (Stand: 01.07.2025) führt MM #93 die Fahrerwertung der MotoGP mit 307 Punkten an.

Seit 2013 ist Márquez in der MotoGP aktiv und startete seither zu 199 Rennen. Ganze 68 davon konnte der bislang gewinnen, landete 119 Mal auf dem Podium und krönte sich unglaubliche sechs Mal zum Fahrerweltmeister (2013, 2014, 2016, 2017, 2018 und 2019).

Nach einem Jahr bei Gresini Racing (2024) wechselte Marquez für die Saison 2025 zu Ducati, wo er zu alter Form zurückfand.

Yuasa feiert mit Marc Marquez und dem HRC Repsol Honda MotoGP-Team, nachdem der sensationelle Spanier seine sechste MotoGP-Weltmeisterschaft in sieben Jahren gewonnen hat. Yuasa ist Teamsponsor des HRC Repsol Honda seit dem MotoGP-Debüt von Marquez 2013. Zuvor hatte er bereits die 125ccm- und Moto2-Weltmeisterschaften gewonnen. Die Zusammenarbeit mit GS YUASA, einem der größten Batterie-Hersteller weltweit, hat ihm seitdem geholfen, 55 MotoGP-Rennsiege und 91 Podestplätze zu holen - und diese Serie ist noch nicht zu Ende! In einer seiner bisher konstantesten Saisons sicherte sich Marquez die MotoGP-Weltmeisterschaft 2019 mit 325 Punkten und vier verbleibenden Rennen. Mit 325 Punkten, neun Siegen, 14 Podestplätzen, neun Polen und 10 schnellsten Runden wird Marc Marquez zum sechsten Mal mit dem Repsol Honda Team MotoGP-Weltmeister und fährt die achte Weltmeisterschaft seiner Karriere.

Mit dem Titelgewinn zieht Marquez den Schlussstrich unter eine spannende Saison, die von packenden Zweikämpfen geprägt war. Bei den ersten Läufen musste sich Titelverteidiger Marquez noch hinter Maverick Viñales einordnen, der mit seiner Yamaha zunächst das Geschehen bestimmte. Im weiteren Verlauf der Saison entpuppte sich Andrea Dovizioso als härtester Konkurrent. Marquez macht auch das neue Reglement, das eine Einheitselektronik vorschreibt, für den spannenden Kampf an der Spitze verantwortlich. Diese sorgt aus Sicht des Meisters dafür, dass sich die sportlichen Leistungen der Fahrer stärker auf die Ergebnisse auswirken.

Der achtfache Weltmeister aus Spanien feierte einen souveränen Start-Ziel-Erfolg und holte seinen zwölften Sieg auf dem Sachsenring. Damit zieht Márquez an MotoGP-Legende Giacomo Agostini vorbei und ist nun alleiniger Rekordsieger auf der Traditionsrennstrecke bei Hohenstein-Ernstthal.

Für den Ducati-Werkspiloten ist es der insgesamt 69. Grand-Prix-Sieg bei seinem 200. Rennen in der Königsklasse.

Valentino Rossi: Eine Legende

Unglaubliche 22 Jahre lang war Rossi in der Königsklasse aktiv und krönte sich am Ende der Saison sieben Mal zum Weltmeister. Damit hält er aktuell auch den Rekord für die meisten Starts: Zu unglaublichen 374 Rennen trat Rossi im Rahmen seiner MotoGP-Karriere an. 89 davon konnte der Italiener gewinnen - und landete 199 Mal auf dem Podium.

Nicht nur, dass der Italiener mit acht WM-Titeln in der höchsten Klasse Rekordweltmeister ist, er hält auch den Rekord für die meisten Siege bei demselben Grand Prix (insgesamt zehn Siege auf dem Tampere Circuit).

Mittlerweile hat sich Rossi aus dem aktiven Sport zurückgezogen und fungiert als Chef seines eigenen Rennstalls und versuchte sich in seiner Karriere auch als Testfahrer für Ferrari in der Formel 1 und trat mehrmals in der WRC an, sollte dann aber doch in der MotoGP bleiben.

Weitere Erfolgreiche Fahrer

Zwischen 1958 und 1967 war der Engländer in der Königsklasse aktiv und krönte sich in den Jahren 1962, 1963, 1964 und 1965 ganze vier Mal in Folge zum Weltmeister der 500-ccm-Klasse. Insgesamt konnte Hailwood 37 Rennen für sich entscheiden. Besonders beeindruckend: Stanley Michael Bailey Hailwood, so der volle Name des bereits 1981 verstorbenen Fahrers, war ein echter Tausendsassa. Neben seiner aktiven Motorrad-Karriere ging er zeitgleich auch in der Königsklasse auf vier Rädern - der Formel 1 - an den Start.

In den Jahren 1994, 1995, 1996, 1997 und 1998 führe kein Weg an dem Piloten vorbei, der in seiner gesamten MotoGP-Karriere im Sattel einer Honda NSR500 Platz nahm - wenn auch für verschiedene Teams. Die erfolgreichste Saison für Doohan war das Jahr 1997, in dem er 12 der 15 Saisonrennen für sich entscheiden konnte. Insgesamt gilt Doohan als Nationalheld Australiens.

Besonders beeindruckend war Stoners Triumpf auf dem unterlegenen Bike von Ducati im Jahr 2007, bevor der Australier in den Saisons 2011 und 2012 an die Seite von Dani Pedrosa zum Repsol Honda Team wechselte.

Zwischen 2008 und 2019 war er in der MotoGP aktiv und brachte es in seiner aktiven Zeit auf ganze 203 Starts in der höchsten Klasse. 47 Mal stand er dann am Ende ganz oben auf dem Podium, was ihm sogar drei Titel als Fahrer-Weltmeister (2010, 2012 und 2015) einbrachte.

Zwischen 2006 und 2018 war Pedrosa für das Repsol Honda Team in der MotoGP aktiv und krönte sich ganz drei Mal zum Vize-Weltmeister (2007, 2010 und 2012). Für einen Meistertitel hat es für einen der talentiertesten Fahrer seiner Generation dabei allerdings nie gereicht. 2007 war Pedrosa jedoch nah dran - mit sieben Siegen seine erfolgreichste Saison.

Damit fuhr der Ducati-Pilot aber in die Top-10 der erfolgreichsten MotoGP-Piloten. Darunter Schwantz‘ Landsmann Eddie Lawson, der zwischen 1983 und 1992 in der 500-ccm-Klasse aktiv war. 31 Mal landete Lawson ganz oben auf dem Siegerpodest, nur sechs Mal mehr als Schwantz.

Fahrer Weltmeistertitel Rennsiege (500ccm/MotoGP)
Valentino Rossi 7 89
Marc Márquez 6 68
Michael Doohan 5 54
Michael Hailwood 4 37
Jorge Lorenzo 3 47

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