Weserbergland Radweg Karte: Ihr umfassender Guide

Einer der beliebtesten Radwege in Deutschland führt vom Weserbergland an der Weser entlang bis zur Nordsee. Der Weser-Radweg verbindet auf einzigartige Weise Naturgenuss, Kultur und sportliche Herausforderung. Ein ausgezeichnetes Rad-Fluss-Erlebnis erwartet Sie am Weser-Radweg auf einer Streckenlänge von rund 520 Kilometern zwischen Hann. Münden im Weserbergland und Cuxhaven an der Nordsee.

Auf ausgewiesenen Radwegen geht es durch Landschaften, Regionen und Städte, die unterschiedlicher nicht sein können - das Weserbergland, die Mittelweser, die Wesermarsch, das Kulturland Teufelsmoor und das Cuxland sowie die Hansestadt Bremen und die Seestadt Bremerhaven.

Die wichtigsten Informationen zum Weser-Radweg im Überblick

  • Länge: Der Weser-Radweg ist insgesamt 520 Kilometer lang.
  • Anzahl Etappen: 8 lange Etappen oder 23 kurze Etappen
  • Schwierigkeit: leicht
  • Qualität: Der Weser-Radweg zeichnet sich durch seine hervorragende Qualität aus.
  • Beschilderung: Die Beschilderung des Weser-Radweges ist bestens umgesetzt und ermöglicht eine einwandfreie Navigation entlang des Flusses.

Ein einheitliches Logo kennzeichnet die gesamte Strecke und gibt Ihnen eine klare Orientierung. Zur weiteren Verbesserung der Orientierung sind bereits neue, einheitliche Markierungen geplant. Die Beschilderung erfolgt abschnittsweise und ist besonders für Familien geeignet.

Der Weser-Radweg beginnt im niedersächsischen Hannoversch Münden, wo die Flüsse Fulda und Werra zur Weser zusammenfließen. Das Ziel des Radweges liegt nordöstlich des Forts Kugelbake in Cuxhaven an der Mündung der Weser in die Nordsee.

Die ideale Reisezeit für eine Radtour entlang der Weser ist von April bis September. Hier sind einige spezifische Empfehlungen:

  • April bis Juni: Der Frühling bietet ein Erwachen der farbenfrohen Natur entlang des Weser-Radwegs - und es ist Spargelzeit, also die perfekte Zeit für Spargelfans.
  • Juli bis August: In diesen Monaten können Sie sich auf warmes Wetter freuen.

Die sanften Höhenzüge des Weserberglands, gespickt mit imposanten Burgen, Schlössern, Klöstern und Kirchen, malerischen Dörfern und lebendigen Fachwerkstädten prägen den Beginn des Weser-Radwegs. Nach dem Durchbruch in die Norddeutsche Tiefebene bei Porta Westfalica radeln Gäste durch die grüne Weite der Mittelweser-Region vorbei an historischen Städten wie Nienburg oder Achim. Die nächste Station am Weser-Radweg ist die lebendige Hansestadt Bremen, die Heimat der Bremer Stadtmusikanten.

Im Kontrast dazu steht die Weite der Wesermarsch, eine der größten zusammenhängenden Grünlandregionen Europas oder auf der Alternativroute die beeindruckende Landschaft des Kulturlands Teufelsmoor. Der maritime Einfluss auf die Region wird durch die immer größer werdenden Schiffe und Werften sichtbar. Von Nordenham geht es mit der Fähre in die Seestadt Bremerhaven. Vorbei an den beeindruckenden Seehäfen gelangen Radfahrer direkt ins Cuxland.

Das Beste daran: Die Radtour auf dem Anfang 2017 als ADFC 4 Sterne-Qualitätsradroute ausgezeichneten und 2023 rezertifizierten Weser-Radweg führt Sie auf über 520 km stets komfortablen und gut beschilderten Radwegen gen Norden. Die Strecke verläuft ohne große Steigungen sanft hinab nach Cuxhaven und ist daher auch für Ungeübte und Familien geeignet.

Die Etappen des Weser-Radwegs

Die ersten Etappen des Weser-Radwegs werden vom Weserbergland und dem Flusstal geprägt. Bei Porta Westfalica durchbricht die Weser den Kamm des Wesergebirges, es beginnt der Flussabschnitt Mittelweser. Radweg und Fluss befinden sich jetzt nicht mehr in einem engen Tal, sondern führen durch weite, offene Landschaften. Weiter geht es durch die Region Wesermarsch, eine der größten zusammenhängenden Grünlandschaften Europas. Norddeutsche Deichlandschaften prägen die Strecke von Bremerhaven bis nach Cuxhaven. Hier endet die Tour mit Blick auf das Wattenmeer.

  1. Etappe 1: Hannoversch Münden - Höxter

    Die erste Etappe führt auf einer Strecke von rund 70 Kilometern vom niedersächsischen Hannoversch Münden bis nach Höxter. In Wehrden bietet es sich an, die Hauptroute zu verlassen und mit der Fähre erneut auf die rechte Weserseite überzusetzen, um Schloss Fürstenberg mit der Porzellanmanufaktur zu besuchen. Ziel der ersten Etappe ist dann die Fachwerkstadt Höxter.

  2. Etappe 2: Höxter - Hameln

    Neben den für Höxter typischen Fachwerkhäusern und kleinen Gassen lohnt in der Nähe noch ein Abstecher zum UNESCO-Weltkulturerbe Schloss Corvey oder bei Holzminden zum Schloss Bevern, einem typischen Bau der Weserrenaissance. Die Region ist auch Heimat der Märchenfiguren Aschenputtel auf Burg Everstein und Baron von Münchhausen in Bodenwerder.

    Durch das malerische Weserbergland geht es fast immer direkt an der Weser entlang von Höxter nach Hameln. Empfehlenswert ist ein kleiner Umweg zum Schloss Hämelschenburg.

  3. Etappe 3: Hameln - Minden

    Vor Rinteln lädt die Burg Schaumburg zu einem Besuch ein. Hinter Rinteln bietet sich der Doktorsee für eine Rast an oder nach Bad Oeynhausen die Porta Westfalica, der Taleinschnitt zwischen Weser- und Wiehengebirge mit dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal.

    Wer Zeit hat, kann bei einem Zwischenstopp in Bad Oeynhausen im Deutschen Märchen- und Wesersagenmuseum in die Welt der Mythen und Legenden eintauchen.

  4. Etappe 4: Minden - Nienburg

    Von Minden aus führt der Weser-Radweg über weites, leicht hügeliges Land nach Petershausen. Weiter geht es in der Mittelweser-Region nach Stolzenau, vorbei an der Weser-Staustufe bei Landesbergen und durch das Naturschutzgebiet Nienburger Bruch. Ziel der Tagesetappe ist die Spargelstadt Nienburg.

  5. Etappe 5: Nienburg - Verden

    Am nächsten Tag radelt man vom Hafen in Nienburg über die Weser-Brücke bis zur Pferdestadt Verden. Der Weser-Radweg führt in der Mittelweser-Region vorbei an den Orten Drakenburg, Bücken, Hoya und Dörverden. Mit der Weserfähre Schweringen-Gandesbergen kann man wieder auf die linke Weser-Seite wechseln.

  6. Etappe 6: Verden - Bremen

    Von Verden aus führt der Weser-Radweg hinter dem Deich am Langwedeler Schleusenkanal vorbei in Richtung Achim. Kurz vor Achim lohnt ein Stopp bei Schloss Etelsen und seinem Schlosspark. Nach wenigen Kilometern erreicht man die Badener Berge, hier hat man einen schönen Blick auf den Fluss.

    Über die Weserbrücke geht es weiter nach Thedinghausen, wo zum Beispiel in der Nähe von Schloss Erbhof ein Baumpark besichtigt werden kann. Vor der Ankunft in Bremen lockt noch eine kurze Rast am Werdersee.

  7. Etappe 7: Bremen - Nordenham/Bremerhaven

    Die Hansestadt Bremen mit ihren Wallanlagen lässt sich problemlos per Rad erkunden. Nach einem Besuch in der Altstadt genießt man bei gutem Wetter eine Pause am Stadtstrand von Bremen mit Blick auf die Weser. Danach geht es weiter zur Nordsee. Von Nordenham setzt man dann mit der Weserfähre über nach Bremerhaven. Hier ist das Deutsche Schifffahrtsmuseum einen Besuch wert.

  8. Etappe 8: Bremerhaven - Cuxhaven

    Von Bremerhaven durch das Cuxland bis zum Nordseeheilbad Cuxhaven. Bis zum Ziel Wattenmeer und Nordsee sind es ab hier noch knapp 60 Kilometer. Ab Wremen beginnt der offizielle Mündungsbereich der Weser in die Nordsee. Und auf der Kugelbake ist schließlich der nördlichste Punkt Niedersachsens erreicht.

Entfernungen im Streckenverlauf

Hier eine Übersicht der Entfernungen zwischen den Etappenorten:

Etappe Von Nach Entfernung in km
1 Hann. Münden Höxter 70
2 Höxter Hameln 70
3 Hameln Minden 70
4 Minden Nienburg 60
5 Nienburg Verden 60
6 Verden Bremen 55
7 Bremen Nordenham/Bremerhaven 80
8 Bremerhaven Cuxhaven 55

Städte und Sehenswürdigkeiten entlang des Weser-Radwegs

  • Hann. Münden: Hier entspringt die Weser und beginnt der Weser-Radweg. Neben dem Weserstein ist das Weserrenaissance-Rathaus und das Welfenschloss mit Städtischem Museum einen Besuch wert.
  • Höxter: Die UNESCO-Welterbestätte gilt als das älteste Gebäude Westfalens. In der barocken Klosteranlage sind neben dem Kreuzgang und dem Kaisersaal auch Einrichtungen der weltlichen Fürsten sowie die Fürstliche Bibliothek mit mehr als 70.000 Bänden zu bestaunen. Hoffmann von Fallersleben wirkte hier einst als Bibliothekar.
  • Hameln: Sehenswert in Hameln ist neben den vielen Renaissancebauten in der Altstadt das Rattenfängerhaus. Der Name ist auf eine Inschrift an der Seite des Gebäudes zurückzuführen. Der Sage nach soll der Rattenfänger zu Hameln nicht nur alle lästigen Nagetiere aus der Stadt getrieben haben, sondern auch alle Kinder entführt haben, als man ihn nicht bezahlen wollte. Im Sommer gibt es kostenlose Aufführungen dieser Sage. In jedem Fall aber lohnt eine Stadtführung in Hameln.
  • Verden: Verden zeichnet sich durch enge Gassen und Fachwerkhäuser aus. Das sogenannte Fischerviertel ist die älteste Siedlung der Stadt. Einst lebten hier Fischer und Schiffsleute.
  • Minden: Hier fließt die Weser eng durch das Wiehen- und Wesergebirge, die sogenannte Westfälische Pforte. Im Besucherbergwerk Kleinenbremen gibt es besonders für Kinder auch im Herbst noch interessante Veranstaltungen.
  • Nienburg: Die 1000-jährige Fachwerkstadt Nienburg gilt als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der Mittelweser und wirbt mit "Europas schönstem Wochenmarkt". Immer mittwochs und samstags herrscht reges Treiben auf dem Nienburger Marktplatz in der Altstadt. Auch das Spezialmuseum um das Edelgemüse Spargel empfiehlt sich für einen Abstecher.
  • Bremen: Das Wahrzeichen der Stadt sind die Bremer Stadtmusikanten. Doch darüber hinaus gibt es in Bremen noch viel Sehenswertes. Zum Beispiel das Rathaus im Stil der Weserrenaissance, den Ratskeller, den Roland und das Schnoorviertel, um nur einiges zu nennen. Das maritime Bremen kann man am besten an der Uferpromenade Bremer Schlachte erleben. Hier hat sich der ehemalige Hafen zur Flaniermeile mit viel Gastronomie entwickelt. Idyllisch und stadtnah liegt das Café Sand am Weserstrand.
  • Cuxhaven: Der Weser-Radweg ist in den Nordseeküsten-Radweg übergegangen, und am Ende der letzten Etappe wird man mit einem weiten Blick auf das Wattenmeer (UNESCO-Weltnaturerbe) belohnt. Am Sahlenburger Strand liegt das Besucherzentrum Cuxhaven.

Weitere Tipps für Ihre Radtour

Oft bietet sich auch die Möglichkeit, für einen Abstecher die Uferseite per Fähre zu wechseln, um beispielsweise Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke anzuschauen. Gut zu wissen: Einige Fähren sind reine Tagesausflugsschiffe, auf denen die Mitnahme von Fahrrädern nur begrenzt möglich ist. Auch die Fahrzeiten sollten vor der Radtour recherchiert werden, denn viele kleinere Fähren verkehren nur in der Hauptsaison von März bis Ende Oktober. Einen guten Überblick über alle Fähranlegestellen findet man auf der offiziellen Seite des Weser-Radwegs.

Tipps für E-Bikes

Auf dem gesamten Streckenverlauf des Weser-Radwegs gibt es über viele Ladestationen für E-Bikes. Mittlerweile sind bei vielen Touristeninformationen in den Städten E-Ladepunkte installiert, die allerdings meist nur zu den Öffnungszeiten genutzt werden können. Darüber hinaus bieten aber auch Gaststätten, Sehenswürdigkeiten oder Fähranlegestellen diesen Service.

Ob Sie an der Küste oder am Fluss unterwegs sind: Steigen Sie unterwegs einfach mal um und absolvieren ein Teilstück Ihrer Route mit dem Schiff. Auf historischen Transportschiffen, Fähren zu den ostfriesischen Inseln oder eine Tagesfahrt auf der Weser.

Rad fahren an Flüssen hat seinen besonderen Reiz. Machen Sie sich bereit für ein unvergessliches Abenteuer entlang der malerischen Weser!

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