Einfach ausbrechen und den Alltag hinter sich lassen - das ist für viele junge Menschen ein Traum. Ein Buch, das animiert, inspiriert, Freude macht und schmunzeln lässt.
»Wie aus einer Radtour eine Weltreise wurde« ist die Geschichte eines jungen Paares, das ein bisschen in Richtung Asien radeln wollte und erst fünf Jahre und 32.000 Kilometer später wieder nach Hause kam.
Annika Wachter lernte während ihres Auslandssemesters in Mexiko Roberto Gallegos Ricci kennen und lieben. Gallegos Ricci gründete nach seinem BWL- und Marketing-Studium ein Designstudio in Mexiko.
Das Radeln war schon immer die Leidenschaft der beiden. Doch die Weltreise war der erste Versuch einer mehrtägigen Tour. Diese sollte sie fünf Jahre lang durch viele verschiedene Länder dieser Erde führen.
Heute lebt das Paar mit Sohn in München.
Der Beginn eines unerwarteten Abenteuers
Annika und Roberto hatten noch nie zuvor eine mehrtägige Fahrradtour unternommen, sie waren völlig orientierungslos, verliefen sich sogar im Supermarkt und hatten noch nie einen Fahrradschlauch repariert. Und dennoch wagten sie sich ins Abenteuer und erlebten die beste Zeit ihres Lebens!
Sie erzählen Geschichten vom Improvisieren, von Freundschaften, Abenteuern und Erlebnissen, aber auch vom Scheitern, sich Ärgern und Wiederaufstehen. Dieses junge Paar macht Mut zum Abenteuer. Es ist leicht, einfach loszufahren und eigene Erfahrungen zu machen. Es muss ja nicht gleich eine Weltreise sein - eine Fahrradtour über mehrere Tage ist schon mal ein Anfang.
Inspiration und Mut zum Aufbruch
Lesen Sie dieses Buch und lassen Sie sich inspirieren.
von Annika Wachter, Roberto S. Gallegos Ricci
Ein Buch, das animiert, inspiriert, Freude macht und schmunzeln lässt.
»Mit Herzblut und Humor schildern die beiden ihre Reiseabenteuer (...)« - Süddeutsche Zeitung
»Das Buch kommt zur rechten Zeit für alle, die Sehnsucht nach Freiheit verspüren.«
Ein anderes Beispiel: Heinz Stücke und seine 51-jährige Rad-Weltreise
51 Jahre lang durchquerte Globetrotter Heinz Stücke die Welt auf seinem Fahrrad. In dieser Zeit legte er sagenhafte 648.000 Kilometer zurück und bereiste alle 196 Länder der Erde.
Die Hamburger Journalisten Carina Wolfram und Heinz Stücke haben gemeinsam die besonderen Erlebnisse und Begegnungen dieser unglaublichen Reise festgehalten. Die Ergebnisse wurden in 17 Essays strukturiert und mit zahlreichen großartigen Fotos illustriert.
Das Buch “Nur noch kurz die Welt sehen” (Delius Klasing Verlag, 24,90 Euro) über den bekannten Weltenbummler wurde kürzlich veröffentlicht.
Carina Wolfram im Interview
BIKE: Carina, wann und wo bist du zum ersten Mal auf die Person Heinz Stücke aufmerksam geworden?
Carina Wolfram: Das war Anfang Januar 2023. Mein Mann wollte schon im Dezember 2022 den Film “The Man Who Wanted to See It All” auf Netflix schauen. Er hat das aber nach 8 Minuten gestoppt, um die Doku mit mir gemeinsam zu gucken, als er merkte, dass der Mann um den es geht aus dem Nachbarort meines Heimatdorfes kommt. Hövelhof ist nur 8 Kilometer von Stukenbrock entfernt und ich hatte noch nie von Heinz Stücke gehört, obwohl ich mich für Reise- und Radthemen interessiere.
BIKE: Wie ist dann die Idee entstanden, ein Buch über Heinz und seine unglaubliche Rad-Reise rund um den Globus zu schreiben?
Carina Wolfram: Im Grunde hatte ich von Anfang an das Gefühl, dass man diese unfassbare Reise und Lebensgeschichte erzählen muss solange Heinz sie noch erzählen kann. Immerhin ist er inzwischen 84 Jahre alt. Auf der einen Seite fasziniert mich, dass Heinz immer analog gereist ist. Ohne GPS und ohne Handy bzw. Smartphone. Das ist für uns ja schon schwer vorstellbar. Auf der anderen Seite interessierte mich so ein Leben, in dem ein Mensch nie sesshaft wurde. Nie eine eigene Wohnung oder einen festen Job, nie ein beständiges Umfeld hatte.
BIKE: Unzählige Tagebücher, tausende Dias - wo fängt man an?
Carina Wolfram: Es scheint schier unmöglich seine vielen Erlebnisse und unzähligen Begegnungen während dieser Zeit zwischen zwei Buchdeckel zu packen - wie ist es dir dennoch gelungen?
Carina Wolfram: Es war nie mein Ziel eine vollständige Biographie zu schreiben. Das ist in meinen Augen auch nicht das, was zählt. Einmal abgesehen davon, dass es einfach zu viel ist. Unzählige Tagebücher, 100.000 Dias - die Masse hätte mich wahrscheinlich erdrückt. Ich habe dann anhand verschiedener Aspekte Themen aus Heinz’ Leben behandelt und in jedem Kapitel einen Teil seiner Biographie beschrieben. So habe ich versucht, jeden Kontinent und jedes Jahrzehnt dieser langen Reise in das Buch zu integrieren. Es geht im Kapitel Gesundheit zum Beispiel um das Thema allgemein und zudem wird eine Episode erzählt, in der es für Heinz brenzlig wurde. Ebenso bei den Themen Geld, Gefahren, Dummheiten und so weiter.
BIKE: Was hat dich an Heinz und seinem Lebensweg beeindruckt?
Carina Wolfram: Beeindruckend finde ich seine Gabe, sich für jeden Menschen Zeit zu nehmen. Die Menschen waren ihm immer am wichtigsten auf seiner Reise und sie sind es auch immer noch. Kommt jemand zu Besuch, ob angekündigt oder nicht, dann lässt Heinz seine Arbeit liegen und hat Zeit für einen Austausch. Auf seiner Reise verschob er die Weiterfahrt bei netten Begegnungen einfach.
BIKE: Gibt es Dinge in deinem Alltag, die du nach der Arbeit an dem Buch und den intensiven Gesprächen mit Heinz heute anders siehst?
Carina Wolfram: Ich denke, genau der Aspekt ist es, den ich mir mehr zu Herzen nehme. Zuerst kommen die Menschen.
BIKE: Vergeht Heimweh, wenn die Reise immer länger wird?
Carina Wolfram: Kannst du es nachvollziehen, dass jemand sein Zuhause in jungen Jahren verlässt und erst nach 51 Jahren zurückkommt?
Carina Wolfram: Ja und nein. Ich bin selbst viel gereist und kenne die entstehende Sucht nach mehr. Und fast alle Reisenden denen man begegnet haben einen Tipp. Einen Ort, den man unbedingt auch sehen sollte und ein Abenteuer, das man auf keinen Fall auslassen kann. Da entsteht schnell der Wunsch, das halt auch noch mitzunehmen. Und dann das nächste und das nächste. Dennoch habe ich mich nach einer Weile immer wieder auf die Menschen zu Hause und sogar nach einem Alltag gesehnt. Vielleicht vergeht dieses Gefühl aber bei manchen Menschen, wenn die Reise immer länger wird und das Zuhause immer weiter in die Ferne rückt.
BIKE: Was hat ihn angetrieben immer weiterzufahren und seine Rückkehr Jahr um Jahr aufzuschieben?
Carina Wolfram: Anfangs war es sicher die Angst vor einem drögen Alltag in Hövelhof. Heinz sollte mit 14 Jahren eine Lehre machen und wurde Werkzeugmacher. Ein Beruf, den er nicht liebte. Nach der Ausbildung machte er seine erste richtig große Radtour. Auf seinen Reisen rollte man ihm ständig den roten Teppich aus. Was für ein Unterschied! Später war es sicher auch ein Stück Gewohnheit. Er kannte in seinem Erwachsenenleben ja gar keinen anderen Lebensstil.
BIKE: Welche Rolle spielte das Fahrrad für Globetrotter Heinz Stücke? Es war für ihn ja weitaus mehr als ein reines Transportmittel, oder?
Carina Wolfram: Das Tripad, also das Rad mit dem er 1962 startete und das auch heute noch in seinem Haus steht, war die größte Konstante in Heinz’ Leben. Immerhin war er über 40 Jahre mit diesem Rad unterwegs. Alle austauschbaren Teile wurden wieder und wieder erneuert und selbst die fiesesten Brüche im Rahmen ließ er schweißen. Außerdem schrieb er fein säuberlich Namen von Orten, die er besucht hatte auf den Rahmen und die Schutzbleche. Dazu der doppelte Lenker, die Kisten am Gepäckträger und ein ebenfalls aufwendig bemaltes Metallschild - das Fahrrad fiel auf und sorgte oft für Aufsehen. Es öffnete Heinz in seinem Leben viele Türen, wenn er darüber mit den Menschen ins Gespräch kam, Einladungen erhielt und neue Freunde kennenlernte. Und auch wenn er betont, dass er keine emotionale Verbindung zu seinem Fahrrad hat, so versorgte er es doch abends immer zuerst. Ganz wie ein Cowboy sein Pferd.
Das Buch über Heinz Stücke und seine außergewöhnliche Weltreise mit dem Fahrrad “Nur noch kurz die Welt sehen” gibt es jetzt neu bei uns im Shop - Jetzt bestellen!
Alleinerziehende Mutter radelt mit ihrem Sohn durch Europa
Eine alleinerziehende Mutter aus Offenbach radelt mit ihrem Sohn durch Europa. Die Reise verändert ihr Leben. Nun hat sie ein Buch darüber geschrieben.
Aus dem Alltag ausbrechen, sich in den Fahrradsattel schwingen und tausende Kilometer durch Europa in Richtung Südwesten fahren - mit einem kleinen Kind. Die Geschichte der Alleinerziehenden Jasmin Böhm, die dies gewagt hat, bewegte im vergangenen Jahr viele Leser unserer Zeitung, aber auch weit darüber hinaus.
Es ist fast auf den Tag genau ein Jahr her, seit sie wieder zu Hause in Offenbach angekommen ist mit dem Vorsatz, nicht mehr ins alte Hamsterrad zurückzukehren. Und der Idee, ein Buch über ihre Erfahrungen zu schreiben. Beides ist ihr gelungen: „Hallo Glück, dich gibt‘s ja doch! - Wie ich mich nach einer Lebenskrise zusammen mit meinem Sohn in ein großes Abenteuer stürzte“ ist druckfrisch erschienen. Und ihr Leben gleicht längst keinem Hamsterrad mehr, denn Auszeiten gehören dazu: Heute kehren sie und ihr Sohn zurück von ihrer zweiten großen gemeinsamen Europareise, die sie zunächst den Donauradweg entlang bis zur rumänischen Grenzen führte und von dort nach Istanbul - fast 3200 Kilometer.
Die 32-jährige Doktorandin arbeitet freiberuflich in zwei Jobs, in denen sie ihre Zeit frei einteilen kann. Ihr Sohn, der kürzlich vier geworden ist, besucht halbtags den Kindergarten. „Für ihn und die anderen Kinder ist es völlig in Ordnung, dass er mal da ist, dann wieder längere Zeit nicht. Kinder gehen mit den Begebenheiten, wie sie sind, ganz entspannt um.“ Von März bis Mai waren sie bereits auf den Kanaren unterwegs, diesmal per Kleinbus.
„Er ist jetzt schon ein richtig erfahrener Reise-Buddy, eine Stütze auch in schwierigen Situationen. Gemeinsam so viel Zeit verbringen zu können, ist das größte Geschenk. Und er ist erstmals einige Abschnitte selbst geradelt, bis zu 40 Kilometer am Tag, das hat das Erlebnis noch intensiver gemacht“, berichtet sie. Vorher habe er zu Hause als längste Strecke hin und zurück fünf Kilometer geschafft. Doch die Reise beflügelt - vor allem dank vieler schöner Begegnungen.
„Umso mehr man in den Osten fährt, desto gastfreundlicher werden die Menschen, das ist unbeschreiblich“, schwärmt die Offenbacherin. Immer wieder seien sie von Wildfremden, mit denen sie sich kaum verständigen konnten, nach Hause zum Essen eingeladen worden, oder man habe ihnen etwas gebracht, einfach aus Interesse und Freundlichkeit. „Dass die Menschen dermaßen aufgeschlossen und nett waren, hat auch viel mit meinem Sohn gemacht.“ Jeder habe ihn angesprochen, ermutigt, ihm zugejubelt. „Dann trat er erst recht in die Pedale“, erzählt Böhm und lacht. Bis Serbien haben die Beiden gezeltet, danach wurde es nachts zu kühl, sie übernachteten in Unterkünften. „Kleider haben wir nochmals krass reduziert, hatten nur das Nötigste dabei, das wuschen wir dann.“ Trotzdem wiegt das Fahrrad samt Anhänger, Kind und allem Gepäck 70 bis 80 Kilogramm. „Berge sind deshalb immer noch mein Endgegner.“
Ihr Buch in der Hand gehalten hat Böhm noch nicht. „Deshalb bin ich schon ganz aufgeregt, wenn ich nach Hause komme. Es steckt so viel Persönliches drin. Das ist sehr emotional.“ Das Schreiben sei nicht immer einfach gewesen. Zwar nimmt ihr Neubeginn, ihr Ausbruch aus dem Hamsterrad, praktische Erfahrungen des Reisens mit Kleinkind und ihre Erlebnisse dabei den Großteil des Buches ein, doch das ist längst nicht alles. „Einige Teile habe ich bereits vorher geschrieben“, berichtet die junge Frau. Und zwar diejenigen, die dazugehören, um das Puzzlebild davon, was sie zu diesem Schritt bewogen hat, zu vervollständigen: der frühe Tod ihrer Mutter, die sie bis zum Schluss im Hospiz begleitet hat. Und die Beziehung zum Vater ihres Sohnes, die zunächst so perfekt schien und dann eine schlimme Wendung nahm. „Um so etwas zu schreiben, muss man sich öffnen, seine verletzliche Seite zeigen. Das macht angreifbar“, ist sie sich bewusst.
Dabei sieht sie ihr Buch als Mutmacher, will jeden, der in einer schwierigen Situation steckt, darin bestärken, sein Glück zu suchen. „Das gelingt nur, wenn ich von meinen eigenen Schwierigkeiten im Leben erzähle. Ich hoffe, dass ich anderen damit helfen kann, denn ich hätte früher selbst so etwas dringend gebraucht.“ Zugleich wolle sie ein Bewusstsein dafür schaffen, dass man nur dieses eine Leben hat. Und in diesem habe man die Wahl: Mut oder Angst. „Es geht darum, den Mut zu entwickeln, seinen Träumen nachzujagen. Das kann auch auf ganz andere Weise geschehen als mit einer Fahrradreise“, sagt die Autorin.
Jasmin Böhm ist mit ihrem Leben, wie es jetzt ist, der Kombination aus Phasen zuhause und unterwegs, zufrieden. „Wir freuen uns auf Zuhause, auf Oma und Opa, auf Freunde. Aber nach dem Winter brechen wir bestimmt wieder auf.“ Wie es dann mal sein werde, wenn ihr Sohn in die Schule kommt, werde sich zeigen. Aber bis dahin ist noch ein wenig Zeit.
Das Buch:„Hallo Glück, dich gibt‘s ja doch - Wie ich mich nach einer Lebenskrise zusammen mit meinem Sohn in ein großes Abenteuer stürzte“ ist erschienen im Kailash Verlag. ISBN: 978-3-424-63240-8. 320 Seiten, 18,50 Euro. Auch als e-Book erhältlich. www.kailash-verlag.de
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