Wie kommt man in die MotoGP: Voraussetzungen und Wege in den Motorradrennsport

Die MotoGP ist die Königsklasse im Motorradrennsport, vergleichbar mit der Formel 1 im Automobilbereich. Sie zieht Fans auf der ganzen Welt in ihren Bann. Doch wie wird man eigentlich ein Teil dieser aufregenden Welt? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um in der MotoGP, Moto2 oder Moto3 mitzufahren?

Der Weg zum MotoGP-Fahrer

Viele angehende MotoGP-Fahrer beginnen ihre Karriere in jungen Jahren und durchlaufen verschiedene Rennklassen. Hier sind einige wichtige Schritte und Voraussetzungen:

1. Erfolge in nationalen Serien

Der Einstieg in die Moto3, die Einsteigerklasse, erfolgt meist über Erfolge in regionalen und nationalen Rennserien. Dies bedeutet, dass junge Talente zunächst in kleineren Wettbewerben ihr Können unter Beweis stellen müssen.

Wenn Du in regionalen und/oder nationalen Rennklassen bereits erfolgreich warst, dann könntest Du die Chance haben, mit einem entsprechenden Sponsor, in der Moto3 zu fahren. Diese Fahrer haben meist in sehr jungen Jahren angefahren und sind vielleicht mit Minibikes gestartet und haben sich dann durch die verschiedenen Klassen gearbeitet.

2. Rennfahrerlizenz

Um überhaupt an Rennen teilnehmen zu können, ist eine Rennfahrerlizenz erforderlich. Diese wird vom Weltverband FIM (Fédération Internationale de Motocyclisme) ausgestellt.

3. Alter und Fahrberechtigung

Es gibt bestimmte Altersvorgaben für die Teilnahme an den verschiedenen Klassen der MotoGP:

  • MotoGP: Das Höchstalter beträgt 50 Jahre.
  • Moto2: Es gilt die gleiche Regelung wie in der MotoGP.
  • Moto3: Das Höchstalter beträgt 28 Jahre.

Als Regel für alle Altersüberprüfungen gilt der Geburtstag. Wenn man also am 21. November geburtstag hat, kann man am 1. November schon 16 sein, wenn dies das Mindestalter ist.

In den meisten Fällen wird es für jene Fahrer Ausnahmen geben, die in der Vorsaison bereits in einer Klasse gestartet sind und noch nicht für die kommende Saison das Mindestalter er-reicht haben.

4. Team und Nominierung

Um an der Weltmeisterschaft teilnehmen zu können, benötigt man ein Team, das einen als Fahrer nominiert. Die Anmeldung des Teams muss bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erfolgen, wobei die Fahrer bis zum 28. Februar des jeweiligen Jahres benannt werden müssen.

5. Rookie-Status

In der MotoGP gilt ein Fahrer als Rookie, wenn er noch keine sechs Rennen vollständig bestritten hat. Es geht also nicht darum, ob man im ersten Weltmeisterschaftsjahr fährt.

Das Rennwochenende

Das Herzstück der MotoGP ist das Rennwochenende selbst. Es beginnt mit dem Training, gefolgt vom Qualifying und dem Rennen am Sonntag. Vor dem Rennen gibt es noch ein Warm-up.

Das Rennwochenende selbst beginnt mit dem Training, wird mit Qualifying fortgesetzt und am Renntag gibt es das Warm-up und schließlich das Rennen selbst.

Die Klassen der MotoGP

Die MotoGP setzt sich aus drei Klassen zusammen:

  • Moto3: Die Einsteigerklasse.
  • Moto2: Eine Zwischenklasse.
  • MotoGP: Die Königsklasse mit den leistungsstärksten Motorrädern.

Voraussetzungen für die Teams

Bei den Fahrern in der MotoGP-Weltmeisterschaft gibt es für jede Klasse die Voraussetzung der Fahrerlizenz und Regeln im Hinblick auf das Alter. Aber dazu braucht es auch Teams, die die Motorräder bereitstellen und die Fahrer als Mitglieder ihrer Mannschaft bestellen und nennen.

Mit der Anmeldung gibt man sein Interesse bekannt, Teil der WM sein zu wollen, wobei es weitere Fristen gibt. Man muss zum Zeitpunkt der Anmeldung noch nicht wissen, welche Fahrer man anstellen wird, die für das Team die Rennen im nächsten Jahr bestreiten sollen. Für diese Entscheidung gibt es eine zweite Frist, nämlich den 28. Februar des nächsten Jahres.

Das kann für ein neues Team interessant sein, weil man wohl die Struktur schon zur Verfügung hat, um eine Weltmeisterschaft zu bestreiten, aber mit den möglichen Fahrern noch in Verhandlungen steckt.

Pflichten der Fahrer

Neben dem Fahren selbst gibt es auch Pflichten für die Fahrer:

  • Teilnahme an Pressekonferenzen
  • Teilnahme am Podium nach dem Rennen
  • Mitwirkung bei Werbemaßnahmen

Außerdem ist es die Pflicht, am Podium nach dem Rennen teilzunehmen - aber das versteht sich eigentlich von selbst. Zudem sind Team und Fahrer verpflichtet, an Werbemaßnahmen teilzunehmen und sich einzubringen, soweit dies vom Weltverband und den Organisatoren von Rennen und Weltmeisterschaft eingefordert wird.

Wildcards

In allen drei Klassen gibt es die Möglichkeit, Wildcards zu vergeben. Dadurch kann ein Fahrer, beispielsweise als nationaler Fahrer, bei seinem Heim-Grand Prix teilnehmen, obwohl er sonst nicht Teil der Weltmeisterschaft ist. Voraussetzung ist der Besitz einer speziellen Lizenz.

In allen drei Klassen gibt es maximal zwei Wildcards, wodurch ein Fahrer zum Beispiel als nationaler Fahrer bei seinem Heim-Grand Prix teilnehmen darf, obwohl er sonst nicht Teil der Weltmeisterschaft ist.

Voraussetzung ist aber, dass er die "one event Grand Prix" Lizenz besitzt, andernfalls ist die Teilnahme nicht möglich. Neben der Zustimmung des Weltverbandes und der Organisatoren und der Lizenz ist auch Geld nötig.

Die Wildcard in der Moto3 kostet (Stand 2018) 3.500 Euro, die Moto2 13.000 Euro.

Technische Aspekte der MotoGP

Die MotoGP-Motorräder sind Prototypen mit modernster Technik. Sie haben im Schnitt 300 PS, wiegen 157 Kilo und erreichen Geschwindigkeiten von über 350 km/h.

MotoGP-Motorräder sind Prototypen mit der aktuell besten Technik, welche im Schnitt 300 PS stark sind,157 Kilo wie-gen und eine Geschwindigkeit von über 350 km/h erreichen können.

Die Concession-Regelung

Die Concession-Regelung wurde nach der Saison 2015 eingeführt. Sie betrifft Hersteller, die in den Jahren 2013 bis 2015 keine Siege bei Rennen im Trockenen in der Königsklasse erzielen konnten. Diese Regelung bietet Vorteile wie weichere Hinterreifen und mehr Motoren pro Saison.

Diese Concession-Regelung (Zugeständnis-Bestimmung) wurde nach der Saison 2015 ins Leben gerufen und gilt all jenen Herstellern, die in den Jahren 2013 bis 2015 keine Siege bei Rennen im Trockenen in der Königsklasse verzeichnen konnten.

Erfolgreiche Fahrer und Teams

Der erfolgreichste Fahrer der MotoGP ist Valentino Rossi. Bei den Teams dominieren Honda und Yamaha, obwohl kaum japanische Fahrer diese Erfolge einfahren können. Ducati ist die einzige europäische Marke unter den Top-Teams.

Der wichtigste und auch zugleich erfolgreichste Fahrer der MotoGP ist der Italiener Valentino Rossi, der namentlich sicherlich auch vielen Menschen bekannt sein dürfte, die mit der MotoGP ansonsten nicht viel am Hut haben.

Gefolgt vom Australier Casey Stoner und dem Spanier Jorge Lorenzo. Interessanterweise sind mit Honda und Yamaha zwei japanische Teams bzw. Marken die erfolgreichsten überhaupt, jedoch können kaum japanische Fahrer diese Erfolge für diese Teams einfahren.

Als dritte und einzige europäische Marke ist Ducati (Italien) zu nennen.

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