Helme für Radfahrer können Leben retten, aber nur, wenn sie auch benutzt werden. Es ist wichtig zu wissen, wie lange ein Fahrradhelm sicher ist und wann er ausgetauscht werden muss.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Bereits beim Kauf des Helmes sollten einige Dinge beachtet werden:
- Modell und Größe: Probieren Sie verschiedene Modelle und Größen an, um den am besten geeigneten Helm für Ihren Kopf zu finden. Nehmen Sie sich Zeit und besuchen Sie mehrere Fachgeschäfte.
- Fachkundige Beratung: Im Fachhandel erhalten Sie meist eine fachkundige Beratung.
- Bedienbarkeit: Prüfen Sie, ob die Längenverstellung und der Verschluss des Kinnriemens leicht zu bedienen sind.
- Gesetzliche Anforderungen: Kaufen Sie nur Fahrradhelme, die den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.
- Konformitätserklärung: Achten Sie auf eine Konformitätserklärung des Herstellers oder eine entsprechende Infobroschüre.
- GS-Zeichen: Manche Helme tragen freiwillige GS-Zeichen.
Die Lebensdauer eines Fahrradhelms
Ein Fahrradhelm ist keineswegs unendlich lange haltbar. Die meisten Helmhersteller und Sicherheitsexperten empfehlen, einen Fahrradhelm alle drei bis fünf Jahre unter normalen Nutzungsbedingungen zu ersetzen. Nach dem ersten Gebrauch kannst du den Helm ohne Sicherheitseinschränkungen rund 3-5 Jahre nutzen. Ungebraucht verlängert sich die Lebensdauer eines Fahrradhelms auf rund 8 Jahre.
Die Angabe des Herstellungsdatums ist notwendig, da das Material mit der Zeit ermüdet und der Radhelm deshalb nach einigen Jahren ausgetauscht werden muss. Die Uhr tickt ab dem Herstellungsdatum, weshalb ein Blick darauf beim Kauf ratsam ist: Achten Sie deshalb beim Kauf auf den kleinen Aufkleber mit dem Herstellungsdatum innen im Helm. Die Helmanbieter sind zumindest per EU-Richtlinie und Norm zu einem Hinweis auf die Verfallszeit verpflichtet.
Faktoren, die die Lebensdauer beeinflussen:
- Materialermüdung: Auch ohne Sturz nimmt die Schutzwirkung des Helms aufgrund der Materialermüdung ab.
- UV-Strahlung: UV-Licht und andere Witterungseinflüsse können sich negativ auf das Material auswirken.
- Unsachgemäße Reinigung: Eine unsachgemäße Reinigung mit lösungsmittelhaltigen Mitteln kann das Material beschädigen.
- Starke Sonneneinstrahlung: Starke Sonneneinstrahlung schadet Kunststoffen.
Wann sollte ein Helm ausgetauscht werden?
- Nach einem Unfall: Nach einem Sturz auf den Kopf sollte der Helm in jedem Fall ausgetauscht werden, selbst dann, wenn der Helm keinen sichtbaren Schaden aufweist. Bike, Riding und Ski Helme müssen nach einem Unfall ausgetauscht werden!
- Bei sichtbaren Schäden: Risse, Dellen oder Löcher schränken die Sicherheit des Helms ein.
- Bei Materialermüdung: Selbst ohne Sturz und wenn äußerlich keine Schäden zu erkennen sind, nimmt die Schutzwirkung des Helms aufgrund der Materialermüdung ab.
- Nach 3-5 Jahren: Ist der Fahrradhelm häufig im Einsatz, kann man ihn drei bis fünf Jahre lang benutzen.
Tipps zur Verlängerung der Lebensdauer
Mit der richtigen Pflege und sorgsamem Umgang kann man die Lebensdauer des Helms positiv beeinflussen:
- Schutz vor Witterungseinflüssen: Lassen Sie ihn nicht zu lange in der Sonne liegen. Schone ihn bei starkem Regen mit einer Regenhaube.
- Achtsame Lagerung: Geben Sie Ihrem Helm einen festen und am besten lichtgeschützten Platz.
- Keine Aufkleber: Lösungsmittel, die aus dem Klebstoff austreten, können das Material des Helms schädigen.
- Regelmäßige Prüfung: Schauen Sie sich Ihren Helm von Zeit zu Zeit genau an.
Die Bedeutung eines korrekten Sitzes
Nur ein festsitzender Helm kann bei einem Unfall auch sichere Dienste leisten. Dafür ist eine stabile und vor allem unbeschädigte Schnalle von großer Bedeutung. Außerdem sollte natürlich das Befestigungssystem sicher sein. Prüfe deinen Helm regelmäßig. Risse, Dellen oder Löcher schränken die Sicherheit deines Helms ein.
Es gibt verschiedene Einstellsysteme, die meistens aus Riemen und einem Drehverschluss bestehen. Mit diesen Systemen lässt sich der Helm an den Kopf anziehen, damit er im Einsatz nicht verrutscht. Wenn du den Helm aufsetzt, sollte er natürlich Schutz bieten, aber gleichzeitig nicht dein Sichtfeld beeinträchtigen. Setze den Helm möglichst gerade auf, nicht zu weit nach vorn oder hinten geneigt.
Aufbau und Technologien von Fahrradhelmen
Der Aufbau eines Fahrradhelms ist im Wesentlichen für alle Fahrradhelme gleich und die verwendeten Materialien sind sich ähnlich. Die innere Schale besteht, von wenigen Ausnahmen abgesehen, aus Polystyrol (EPS) Hartschaum.
Ein klassischer Fahrradhelm mit Innenschale aus EPS Hartschaum kann das Risiko von Schädel- und klassischen Kopfverletzungen minimieren. Er dämpft die beim Aufprall auf den Kopf linear einwirkende Kraft.
Zusätzliche Technologien
- MIPS: Helme mit MIPS Technologie mildern die Rotationskräfte über eine schwimmend gelagerte Zwischenschicht im Helm ab und schützen dadurch vor Hirnschäden und starken Kopfverletzungen.
- WaveCel: Die WaveCel Technologie setzt genau wie MIPS auf eine Zwischenschicht im Helm, welche die durch den Sturz verursachten Rotationskräfte deutlich verringert. Je nach Aufprallwinkel verhält sich die WaveCel-Schicht unterschiedlich.
Hinweise
Wer im Straßenverkehr darauf achtet, wird schnell feststellen, dass Radfahrer mit Radhelm nicht so leicht übersehen werden, wie Radler ohne Helm - besonders dann, wenn der Fahrradhelm eine leuchtende und auffällige Farbe wie z.B. rot, gelb oder orange besitzt. Ziehen Sie den Helm nicht zu weit nach vorne in die Stirn! Die Riemen müssen so angebracht werden, dass sie nicht die Ohren bedecken. UV-Licht und andere Witterungseinflüsse können sich negativ auf das Material auswirken. Es ist also durchaus sinnvoll, den Helm nicht zu lange in der Sonne liegen zu lassen und sorgfältig zu lagern.
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